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Die Erfindung bezieht sich auf einen Einbautunnel aus vorgefertigten Teilen zur Aufnahme verschiedenartiger Leitungs-oder Verkehrssysteme, der annähernd Rechteckquerschnitt aufweist und aus vorgefertigten Sohlplatten oder Sohlstreifen und darauf aufgesetzten senkrechten Seitenwandplatten und darauf aufgelegten Abdeckplatten besteht. Gasstränge, Wasserleitungen, Telephon-und Stromkabel, Kanalisation usw. wurden bisher getrennt in die Erde verlegt. Jede Verlegung sowie jede Reparatur und Erneuerung erfordert ein
Aufgraben des Bodens und damit verbunden eine Störung des Verkehrs. Es sind daher seit längerer Zeit
Bestrebungen im Gange die verschiedenartigen Leitungssysteme in einem einzigen, zweckmässigerweise begehbaren Installationstunnel zusammenzufassen.
Dies ist besonders bei neu zu erschliessenden Siedlungsgebieten und in städtischen Strassen auch kostenmässig günstig, da nur eine einzige Trasse für alle Installationen errichtet werden muss. Es ist jedoch notwendig, den Tunnel baulich so herzustellen, dass er einschliesslich der darin zu führenden Leitungen und Installationen insgesamt nicht teurer kommt als die einzelnen Verlegungen der
Leitungssysteme zusammen genommen unter Berücksichtigung der Reparaturersparnisse und Einsparungen bei
Reparaturen, Leitungsänderungen usw. Es gibt Vorschläge für Installationstunnel die aus Rohren bestehen. Rohre sind jedoch schlecht zu transportieren. Rohre mit Kreis oder Eiquerschnitt sind für begeh- oder befahrbare
Tunnel ungünstig, da dieser Querschnitt schlecht nutzbar ist. Recheckige Ring- und Rohrquerschnitte sind teuer in der Herstellung und haben hohes Gewicht.
Daher wurden Tunnel mit annähernd Rechteckquerschnitt aus vorgefertigten Sohlplatten, darauf aufgesetzten senkrechten Seitenwandplatten und darauf aufgelegten Abdeckplatten erzeugt. Ein
Rechteckquerschnitt (Trapezquerschnitt) lässt sich mit geeigneten Erdbaugeräten rationell und mit genauem Profil kontinuierlich fortschreitend herstellen. Der Rechtecktunnel nutzt daher den Aushubquerschnitt am besten aus. Die Baugrubensohle lässt sich rasch mit Sohlplatten auslegen. Diese können als Plattenteile billig vorgefertigt werden, ebenso wie Wand und Abdeckplatten. Sowohl die Herstellung als auch der Transport von Platten ist wesentlich einfacher und billiger als von vergleichbaren Rohr- oder andern Profilen. Die notwendigen Pölzungen sind beim Rechteckquerschnitt am einfachsten. Die Montage des Tunnels kann kontinuierlich fortschreiten.
Am Ort verbetoniert werden lediglich die Stossverbindungen. Der Tunnel ist sofort erfüllbar und belastbar, da keine Entschalungsfristen einzuhalten sind, können im Tunnel bereits die Installationen verlegt werden. Ein Problem bei derartigen Tunnels ist die Queraussteifung und die Verankerung im Erdreich.
Um die Queraussteifung den statischen Erfordernissen entsprechend zu gewährleisten und die Verankerungen zu verbessern, wird vorgeschlagen, dass zur Erzielung eines Schachtelfaltwerkes in Abständen vertikale Queraussteifungsrippen an mindestens einer Seitenwand des Tunnels angeordnet sind, die gegebenenfalls mit Fundamentriegeln zu Halbrahmen verbunden sind.
Ein Schachtelfaltwerk und einen steifen Tunnel, der die auftretenden Kräfte, insbesondere Erddrücke usw. zu den Queraussteifungsrippen überträgt und ableitet, erhält man dadurch, dass die Queraussteifungsrippen und Wandplatten obere und untere Bewehrungsschlaufen aufweisen, durch welche Stahldrone gesteckt sind, die gleichzeitig durch Bewehrungsschlaufen gesteckt sind, die aus einem darunterliegenden Fundamentriegel die Sohlplatte an einer Stossfuge durchdringen bzw. in einer Stossfuge der Abdeckplatte liegen und dass die Fugenkammern der so gebildeten Bewehrungsringe mit Beton vergossen sind. Es ist vorteilhaft, wenn jeweils eine Seitenwandplatte und eine Queraussteifungsrippe als ein monolitischer Bauteil mit T-Querschnitt vorgefertigt sind.
Zur Anordnung der Bauteile wird vorgeschlagen, dass monolitisch Bauteile mit T-Querschnitt nach statischen Erfordernissen zur Ableitung von Seiten und/oder Längskräften in Abständen mit Rippen nach innen oder aussen einseitig oder wechselseitig angeordnet sind.
Dadurch wird die Aussteifung gegen Erddruck so vergrössert, dass sie der von kreisförmigen Tunnelröhren mindestens gleich kommt. Im Falle von aussen liegenden Queraussteifungsstreifen gestatten diese die oft nötige unmittelbare Einleitung von Längskräften (von Fixpunktverankerungen) aus dem Tunnelquerschnitt in das Erdreich. Wenn statisch erforderlich, wird im Falle örtlich grosser Kraftangriffe (Seiten-, Längs-, oder Vertikalkräfte) vorgeschlagen, dass in Abständen der Queraussteifungsrippen oder einem Mehrfachen derselben unterhalb der Sohlplatten oder-streifen Fundamentriegel vorgesehen sind und Bewehrungen durch die Sohlplatten zu den vertikalen Queraussteifungsrippen reichen und mit diesen verankert sind.
Es wird weiter vorgeschlagen, dass die Längs- und Querränder der Abdeckplatten an ihrer Oberseite Absetzungen aufweisen und in die Absetzungen am Stoss der Abdeckplatten Bewehrungseisen mit Schlaufenenden eingelegt sind, die sich im Bereich der Stossfugen der Abdeckplatten mit Schlaufenenden, die aus der darunterliegenden Wandplatte ragen, übergreifen, dass durch die sich übergreifenden Schlaufenenden Längsbewehrungseisen durchgeführt sind, die unter gegenseitiger Überdeckung von einer Queraussteifungsrippe zur nächsten Queraussteifungsrippe reichen und dass die Absetzungen mit Beton vergossen sind, zur Erzielung einer biegesteifen Eckverbindung zwischen Wandund Deckenplatten und zum Zusammenschluss jeweils mehrerer Wand- und Deckenplatten zu scheibenartigen Trägern zwischen den Querrippen.
Es ist weiter möglich, dass bei Anordnung von Fundamentriegeln Sohlstreifen angeordnet sind, zwischen welchen die Sohle zur Verlegung eines erdüberdeckten Kanals nach Montage des Tunnels gegen den Untergrund offen bleibt. Weiter ist es möglich, dass die in den Tunnel ragenden Queraussteifungsrippen Ausnehmungen zur Aufnahme von Leitungssystemen aufweisen.
Durch die vorgeschlagene Plattenschachtelbauweise mit Queraussteifungsrippen ist die Montage auch im dichtverbauten Gebiet mit relativ leichten Hebezeugen möglich und es ist auch bei grösseren Tunnelquerschnitten
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für Verkehrstunnel die Manipulation und das Versetzen von plattenförmigen Bauteilen wirtschaftlichr als das Versetzen von grossen Rohr- oder geschlossenen Ringquerschnitten.
Die Erfindung ist an Hand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert, ohne sich darauf zu beschränken.
Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch einen montierten Einbautunnel, Fig. 2 dazu einen Querschnitt durch eine Detailvariante, Fig. 3 zeigt eine Draufsicht auf eine Baugrube, in der ein Einbautunnel verlegt wird, und in der verschiedene Stadien des Baufortschrittes zu erkennen sind. Fig. 4 zeigt eine Seitenansicht mit Längsschnitt und Fig. 5 einen Querschnitt durch eine Ausführungsvariante. Fig. 6 stellt einen Waagschnitt von oben mit verschiedenen Variationsmöglichkeiten von Aussteifungsscheiben bzw. T-Querschnitten dar.
Wie aus Fig. 1 und auch aus Fig. 3 ersichtlich ist, ist der Einbautunnel in eine ausgehobene Künette-7-- verlegt. Ein Abwassersammelkanal--11--ist in einem eigenen Schlitz an der tiefsten Stelle der Künette - 7-als erstes verlegt.
Darauf ist ein Schotterbett --8-- eingebracht. In diesem Schotterbett sind Betonleisten --9-- und querliegende Fundamentriegel-10-eingebettet. Darauf werden Sohlplatte bzw. wie in Fig. 2 gezeigt, Sohlstreifen --2-- gelegt. Die Sohlplatte bzw. Sohlstreifen --2-- haben ein Gefälle zur Tunnelmitte. Sie weisen auf den Seiten eine Aufstellnut--37--auf, in die die Wandplatten--3-hineingestellt sind. Mit Abdeckplatten --4-- ist der Tunnelquerschnitt abgeschlossen. Aussteifungsrippen --5-- oder monolithische Bauteile mit T-Querschnitt-6-stützen den Tunnelquerschnitt und bilden ein Schachtelfaltwerk. Die Möglichkeiten der Anordnung dieser T-Bauteile--6--, bzw.
Aussteifungsrippen - -5--, sind in Fig. 6 gezeigt. Sie können in Abständen einseitig innen, beiderseitig innen oder aussen, innen und aussen oder abwechselnd einseitig oder zweiseitig innen und aussen je nach den statischen und räumlichen Erfordernissen angeordnet sein. In Fig. 1 ist eine Queraussteifungsrippe --18-- gezeigt, welche einerseits in einer Nut--20--der Sohlplatte mit Ortsbeton einbetoniert und anderseits über Eisenstreifen--19--die in der Abdeckplatte einbetoniert sind durch Anschweissen befestigt ist. Auf diesem Auflagegerüst werden in
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Gasleitungen-14--, Heizleitungen-15-undHausabwässerkanäle werden am Sohlstreifen oder auf der Sohlplatte geführt und in Abständen zum Sammelkanal - abgeleitet.
Die Wandplatten --3-- sind über Verankerungsschlaufen --22--, die durch die Sohlplatte-11-durchgehen und Stahldorne-23--, mit den Betonleisten --9-- verbunden und verankert. Die Fundamentriegel haben eine Bewehrung --24--. Verankerungsschlaufen --25-- reichen durch die Sohlplatten hindurch und dienen zusammen mit Stahldornen-26-zur Verankerung der Aussteifungsrippen --5--, bzw. der Wandplatten --3-- zusammen mit Bewehrungsschlaufen --28-- in den Wandplatten --3-- und Bewehrungsschlaufen --29-- mit Schlaufenenden in den Aussteifungsrippen - -5--. In einer Fugenkammer-31-in den Abdeckplatten --4-- liegen Bewehrungseinlagen --30--, die mit Längseisen --32-- verdornt werden.
Diese Längseisen bilden gleichzeitig die Längsbewehrung. In Fugen --34-- am Seitenrand der Seitenwände-3-sind Steckeisen als Längsbewehrung-33-zur Verdornung angeordnet. Die Schleifen, Verdomungen, Steckeisen usw. werden durch Einbringen von Vergussbeton in die Fugenkammern-27-gesichert und ergeben damit einen gesicherten Verbund.
In Fig. 5 ist eine Aussteifungsscheibe-35-gezeigt, die gleichzeitig mit Durchführungs- und Auflageausnehmungen-36-die Funktion des Auflagegerüstes übernimmt.
Zum Verlegen des Einbautunnels wird zuerst eine Künette--7--ausgehoben und eventuell ein Abwasserkanal in einen kleinen Sohlschlitz verlegt. Sodann erfolgt die Sohleneinschotterung und Einbringung des Schotterbettes-8--, sowie das Einlegen der Betonleisten-9-und Fundamentriegel-10-mit den verschiedenen herausragenden Bewehrungseisen und Schlaufen. Der kontinuierliche Baufortschritt ist insbesondere aus Fig. 3 klar ersichtlich. Darauf erfolgt das Einlegen der Sohlstreifen-2--, bzw. Sohlplatten
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Längsbewehrungen und Verdomungen eingebracht und der notwendige Betonverguss durchgeführt. Damit ist der Einbautunnel fertig und die Künette kann, soweit es noch notwendig ist, zugeschüttet werden. Der Einbau schreitet kontinuierlich taktmässig vor.
Unmittelbar nach dem Aufstellen können bereits die Leitungen verlegt und die notwendigen Anschlüsse und Abzweigungen vorgenommen werden.
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