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Die Erfindung bezieht sich auf eine Rakelrolle, deren Mantelfläche zumindest vorwiegend in Längsrichtung der Rakelrolle verlaufende Zähne aus unter der Wirkung des Anpressdruckes elastisch deformierbarem Material aufweist, wobei die Zähne der Rakelrolle im Querschnitt eine vom radialsymmetrischen Verlauf abweichende
Neigung aufweisen, nach Patent Nr. 296206.
Rakelvorrichtungen mit Rakelrollen werden vor allem beim Schablonendruck verwendet, wobei die Ralcelrolle unter Anpressung an die Schabloneninnenwandung an dieser abrollt und dabei den Farbstoff durch die öffnungen der Schablone hindurch auf das zu bedruckende Gut presst. Auch zum direkten Auftragen einer flüssigen, insbesondere zähflüssigen Masse auf eine Fläche, z. B. beim Beschichten, können Rakelvorrichtungen mit Rakelrollen verwendet werden.
Es sind Rakelrollen bekannt, bei denen die Oberfläche aus elastischem Material besteht, und mit geradoder schraubenlinig verlaufenden Querrillen bzw. Quernuten versehen ist. Diese Rakelrollen werden in der Hauptsache zum Drucken auf blattförmigem Material verwendet.
Durch eine Rakelrolle gemäss Stammpatent soll ein besonders geringer Anpressdruck der Rakelrolle ermöglicht werden, so dass das zu bedruckende Warengut weniger stark verdichtet wird und somit die Penetration erleichtert wird.
Aufgabe der Zusatzerfindung ist es, eine weitere Intensivierung der Durchdringung des zu bedruckenden bzw. zu beschichtenden Gutes mit Farbstoff bzw. Auftragsmasse zu erzielen. Insbesondere ist dies beim Bedrucken von Florware, z. B. Teppichen, nach dem Schablonendruckverfahren oder beim direkten Auftragen einer flüssigen, insbesondere zähflüssigen Auftragsmasse auf Florware wichtig, da in diesem Falle der Farbstoff bzw. die Auftragsmasse auch in die Tiefe des Flors bis zum Grund der Ware dringen soll.
Dies wird bei einer Rakelrolle, deren Mantelfläche Zähne aus elastisch deformierbarem Material mit einer vom radialsymmetrischen Verlauf abweichenden Neigung aufweist, erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass je zwei benachbarte Zähne am Zahngrund einen Abstand in Umfangsrichtung der Rakelrolle aufweisen, der grösser ist als die Zahnwandstärke.
Auf diese Weise werden an der Rakelrolle zur Aufnahme des Farbstoffes bzw. der Auftragsmasse relativ grosse Zahnlüclcenkammern gebildet, welche durch die Zähne der Rakelrolle wie durch schräge Fächerwände begrenzt sind. In der Deformationszone erfolgt ein Umlegen der Fächerwände bis zum Zahngrund, wodurch ein vollständiges Auspressen des Farbstoffes bzw. der Auftragsmasse erzielt wird.
Die Zähne des Mantels der Rakelrolle können vorzugsweise achsparallel verlaufen. Es ist aber auch eine schräge, schraubenförmig verlaufende Verzahnung möglich, wobei aber die Zahnkammlinie vorwiegend in Längsrichtung der Rakelrolle verlaufen, also einen Winkel von weniger als 450 mit der Längsrichtung einschliessen soll.
Die Erfindung ist an Hand der Zeichnungen durch ein Ausführungsbeispiel näher erläutert, ohne darauf
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Anwendung einer Rakelrolle gemäss Fig. 1 in einer Rundschablone einer Schablonendruckmaschine.
Die Rakelrolle gemäss Fig. l und 2 besteht aus einem Kern-l--aus festem, biegesteifem und magnetisierbarem Material, z. B. Stahl, und aus einem Belag--2-mit in Längsrichtung der Rakelrolle verlaufenden Zähnen--3--aus elastisch deformierbarem Material, z. B. aus einem elastomeren Werkstoff.
Die beiden gegenüber der Radialrichtung geneigten zahnflanken --4, 5-- eines jeden Zahnes--S-- verlaufen wenigstens annähernd parallel. Je zwei benachbarte Zähne weisen am Zahngrund--6--einen Abstand--A-auf, der grösser ist als die Zahnwandstärke--B--. Ferner ist die Zahnhöhe --C-- etwa gleich dem Zahnabstand-A--. Die Zähne-3-bilden demnach schräge Fächerwände, welche relativ grosse Zahnlückenkammern --7-- begrenzen. Die Zahnflanken-5, 6- sind in bezug auf die Drehrichtung - 3-der Rakelrolle nach rückwärts geneigt. Der erfindungsgemässe Effekt der Rakelrolle wird an Hand der Fig. 2 erläutert.
Gemäss Fig. 2 ist die Rakelrolle in einer Rundschablone-9-einer Schablonendruckmaschine eingelegt. Unter der Rundschablone--l--wird die zu bedruckende Warenbahn --10-- - eine Florware-mit einem Drucktuch-11-kontinuierlich in Richtung des Pfeiles-12-bewegt, während sich die Rundschablone--l--im Sinne des Pfeiles--13--dreht und sich die Rakelrolle in der Drehrichtung - an der Schabloneninnenwandung abwälzt. In der Druckunterlage-14-ist ein Magnetkörper angeordnet, der die Anpressung der Rakel gegen die Schabloneninnenwandung bewirkt.
Der Farbstoff befindet sich in einer durch die Wände-16, 17- und durch stirnseitige Begrenzungswände (die nicht dargestellt sind) begrenzten Kammer Die Wände --16, 17-- sind unten mit Dichtungslippen-18, 19- versehen. Die hinter der Rakelrolle liegende Dichtungslippe--19--weist Luftdurchlässe--20--auf, so dass der Bereich--21--mit der Aussenluft in Verbindung steht und dort ein Unterdruck, durch den in diesen Kammerteil Farbstoff eintreten könnte, verhindert wird.
In der oberen Hälfte der Rakelrolle werden die Zahnlückenkammern--7--zwischen den Zähnen --3-- mit Farbstoff gefüllt. Der Farbstoff in diesen Zahnlückenkammern --7-- wird bei Drehung der Rakelrolle in den Bereich --22-- gefördert. In der Berührungszone der Rakelrolle bzw. der Zähne --3-- mit der Schabloneninnenwandung werden die Zähne --3-- infolge des Anpressdruckes der Rakelrolle deformiert, u. zw. in der dargestellten Weise umgelegt, wodurch der Farbstoff aus den Zahnlückenkammern --7--
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vollständig ausgepresst wird und mit Druck durch die Öffnungen der Schablone --9-- hindurch in die Ware --10-- eindringt.
Der erfindungsgemässe Effekt kann auch dann erreicht werden, wenn die verzahnte Rakelrolle nicht in einer mit Farbstoff gefüllten Kammer --15-- angeordnet ist, sondern die Farbzuführung in die Lücken der Zänne-3-auf andere Weise erfolgt, z. B. dadurch, dass die Farbe (bei dem in Fig. l und 2 dargestellten Drehsinn der Rakelrolle) in die Zahnlücken der linken oberen Hälfte der Rakelrolle eingeträufelt wird, wobei auch in diesem Falle zumindest eine vordere Farbstoff-Begrenzungswand --16-- zu Abdichtungszwecken vorteilhaft ist. Selbst eine Farbzuführung über einen vor der Rakelrolle lagernden und in der üblichen Weise aus
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Die Erfindung ist ferner weder auf die magnetische Anpressung der Rakelrolle nich auf die Anwendung auf Rundschablonen beschränkt. Auch wenn die Rakelrolle ohne Zwischenschaltung einer Schablone direkt auf der zu behandelnden Ware abrollt, was z. B. beim Beschichten einer Warenbahn mit flüssiger bzw. zähflüssiger Auftragsmasse der Fall ist, kann zweckmässigerweise für die Zuführung der Auftragsmasse zur Rakelrolle eine Kammer-15-, wie in Fig. 2 dargestellt, verwendet werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Rakelrolle, deren Mantelfläche zumindest vorwiegend in Längsrichtung der Rakelrolle verlaufende Zähne aus unter der Wirkung des Anpressdruckes elastisch deformierbarem Material aufweist, wobei die Zähne der Rakelrolle im Querschnitt eine vom radialsymmetrischen Verlauf abweichende Neigung aufweisen, nach Patent Nr.296206, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass je zwei benachbarte Zähne (3) am Zahngrund (6) einen Abstand (A) in Umfangsrichtung der Rakelrolle aufweisen, der grösser ist als die Zahnwandstärke (B).
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