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Die Erfindung betrifft ein gewelltes Wandelement, insbesondere für Dichtungszwecke, aus biegsamem, aber wenig dehnbarem Werkstoff, vorzugsweise Blech, mit zwei einander kreuzenden, auf der Ebene des noch ungeformten Wandelementes etwa senkrecht stehenden, sich periodisch wiederholenden Wellenscharen.
Derartige Wandelemente werden beispielsweise als sogenannte Dichthäute benötigt, die in Deich- und
Dammbauten eingeschüttet werden, um die Sickerlinie zu beeinflussen. Solche Dichthäute kommen auch im
Inneren von Druckgefässen zur Anwendung, wo sie eine Isolierung an der Gefässinnenseite gegen das Füllmedium abzuschirmen haben und wobei der Innendruck über die Dichthaut und die Isolierung an die Druckgefässwand übertragen wird. Dabei muss die Dichthaut in Erdwellen den Bodensetzungen folgen können, während sie in
Druckgefässen gegebenenfalls Zwängungen infolge starker Temperaturschwankungen ausgesetzt ist.
Es ist bekannt, als Dichthäute Folien vorzusehen, die aus einem Werkstoff bestehen, der entsprechend dehnbar ist, wie z. B. Gummi und Elastomere. Diese Werkstoffe haben aber den Nachteil grosser Empfindlichkeit gegen scharfkantige Teile in der Bettung und gegen hohe Temperaturen. Es ist ferner bekannt, für solche Dichtungszwecke gewellte Wandelemente zu verwenden, die zwar leicht biegsam sind, deren Werkstoff jedoch einer Dehnung einen vergleichsweise hohen Widerstand entgegensetzt, wie dies beispielsweise bei Blechen der Fall ist.
übliche Wellbleche sind zwar gegen Verletzung durch scharfkantige Teile und gegen hohe Temperaturen wesentlich unempfindlicher, es besteht aber zufolge der Parallelwellung der Nachteil, dass ein entsprechendes Dehnvermögen nur in einer Richtung, nämlich in Normalrichtung zu den Wellenerzeugenden vorhanden ist.
Schliesslich ist es bekannt, Bleche mit einander normal kreuzenden Wellen auszubilden, wobei die Wellen in beiden Richtungen gleiche Wellenlänge und gleiche Amplitude besitzen. Auch diese Lösung ist noch nicht voll befriedigend, da sich innerhalb der Flächen der doppelt gewellten Wandelemente stets einzelne Linien finden lassen, entlang deren keine Wellung vorhanden ist.
Bei einer Dehnung des Wandelementes in Richtung solcher Linien treten dann in deren Bereich hohe Spannungen auf, da dort die notwendigen Längenänderungen nicht durch Strecken der Wellung erfolgen kann, sondern eine Werkstoffdehnung voraussetzt. Die Linienbereiche sind daher bruchgefährdet.
Demnach liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, diese Mängel zu beseitigen und ein Wandelement der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, das ein hohes Dehnungsvermögen in allen Richtungen besitzt.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass die Wellenlänge und die grösste Amplitude der einen Wellenschar wenigstens doppelt so gross wie die Wellenlänge und die grösste Amplitude der kreuzenden Wellenschar gewählt sind. Bei einem solchen Verhältnis der Wellenlänge und grössten Amplitude der einen Wellenschar zu der Wellenlänge und grössten Amplitude der kreuzenden Wellenschar sind im Wandelement keine Geraden mehr vorhanden, es gibt also keine Linie, die nicht gewellt wäre. Daher kann in jeder Richtung eine Längenänderung des Wandelementes ohne Dehnbeanspruchung des Werkstoffes durch Streckung der Wellen erfolgen und es werden besonders bruchgefährdete Stellen bzw. Strecken vermieden. Der gewählte Werkstoff ist selbstverständlich auch entsprechend unempfindlich gegen scharfkantige Teile und gegen hohe Temperaturen.
Die erfindungsgemässe Ausbildung ist nicht auf zwei einander rechtwinkelig kreuzende Wellenscharen beschränkt, die Wellenscharen können auch im spitzen Winkel zueinander verlaufen und es wäre auch denkbar, mehr als zwei Wellenscharen vorzusehen. Schliesslich könnte es sich einerseits um eine konzentrische Wellenschar und anderseits um eine die erstere Wellenschar radial kreuzende Wellenschar handeln.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, u. zw. zeigt Fig. l einen Teil eines Wandelementes im Schaubild und die Fig. 2 und 3 Seitenansichten in Richtung der Pfeile II und III der Fig. 1.
Ein Stahlblech element --1-- weist in der einen Richtung Wellen--2--mit einer Wellenlänge Al und einer Amplitude al auf. In zu diesen Wellen senkrechter Richtung sind Wellen --3-- vorgesehen, deren Wellenlänge mit A2 und deren Amplitude mitt a2 bezeichnet ist. Insbesondere aus dem Vergleich der Fig. 2 und 3 geht hervor, dass die Wellenlänge und Amplitude der Wellen --2-- etwa dreimal so gross wie die Wellenlänge
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