AT299544B - Verfahren zur Herstellung von vorzugsweise nicht geschäumten Polyurethanen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von vorzugsweise nicht geschäumten Polyurethanen

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AT299544B
AT299544B AT410170A AT410170A AT299544B AT 299544 B AT299544 B AT 299544B AT 410170 A AT410170 A AT 410170A AT 410170 A AT410170 A AT 410170A AT 299544 B AT299544 B AT 299544B
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polyol
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Willem Dr Dijkhuizen
Erich Dipl Chem Dr Termin
Otto Dipl Chem Dr Bleh
Dieter Dipl Chem Morgenstern
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Dynamit Nobel Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G18/00Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates
    • C08G18/06Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates with compounds having active hydrogen
    • C08G18/08Processes
    • C08G18/16Catalysts
    • C08G18/22Catalysts containing metal compounds
    • C08G18/222Catalysts containing metal compounds metal compounds not provided for in groups C08G18/225 - C08G18/26

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polyurethanes Or Polyureas (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von vorzugsweise nicht geschäumten Polyurethanen 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 einsetzt,   in der Y Sauerstoff oder   Schwefel, a = 4 oder 5, vorzugsweise 5, m im Falle von a = 4 0 oder 1 und im Falle von a = 5 1 bedeuten, und R einen Cycloalkyl-, Aralkyl-, Alkaryl- oder Arylrest oder   einen verzweigten oder unverzwelgtenAlkylrest mit l   bis 5 C-Atomen, mit gegebenenfalls einem Sauerstoff- oder Schwefelatom zwischen 2 C-Atomen, darstellt, und dass manwasserfreieAusgangsstoffe verwendet. 



   Polyole im Sinne der Erfindung sind vorzugsweise Polyätherpolyole mit einer Funktionalität gegenüber Isocyanatgruppen von 2 bis 9 und Hydroxylzahlen von 30 bis 600. Derartige Polyätherpolyole können durch Reaktion mehrwertiger Alkohole mit Alkylenoxyden hergestellt werden. Als mehrwertige Alkohole können dabei beispielsweise Glycerin, Trimethylolpropan, Pentaerythrit, Sorbit, Glucose und Saccharose angewandt werden. Als geeignete Alkylenoxyde sind als Beispiele Propylenoxyd, 1, 2,-1, 3und2, 3-Epoxybutan, Styroloxyd und Epichlorhydrin zu nennen. Auch Mischungen dieser Substanzen mit   bis zu 30 Gew.- o Äthylenoxyd   sind einsetzbar. Die Reaktion kann durch Basen katalysiert werden. Vorzugsweise werden jedoch Polyätherpolyole verwendet, welche durch eine solche Reaktion unter Säure- - Katalyse, wie z.

   B. unter Verwendung von Bortrifluorid, gewonnen worden sind. Charakteristisch für solche Polyätherpolyole ist, dass sie neben sekundären OH-Gruppen eine beträchtliche Menge an pri-   maren   OH-Gruppen enthalten. 



   EinbevorzugtesHerstellungsverfahrenist beispielsweise in der brit. Patentschrift Nr. 1, 016, 589 beschrieben. Bei all diesen erfindungsgemäss verwendeten Polyolen auf Saccharid-Basis kann man natürlich letztlich von Stärke ausgehen, welche sich bekanntlich leicht in die Mono-bzw. Oligosaccharide umwandeln lässt. 



   Weiter sind als Polyole im Sinne der Erfindung Polyäther auf Basis Äthylendiamin und/oder Diäthy- 
 EMI2.1 
 ständigen OH-Gruppen einsetzbar. 



   Schliesslich sind als Polyhydroxylverbindungen erfindungsgemäss auch Polyäther, wie sie beispielsweise durch die Polyaddition von Epoxydverbindungen an Wasser gewonnen werden können, zu verwenden. Als Beispiele sind also Polyäthylenoxyd, Polypropylenoxyd, Poly-l, 2-butylenoxyd und Polyepichlorhydrin zu nennen. Polybutylenoxyd kann auch durch Polymerisation von Tetrahydrofuran gewonnen werden. 



   In den gemäss der brit. Patentschrift Nr. 1, 016, 589 gewonnenen Polyolen und andern Polyätherpolyolensinddiemeisten Acetylacetonate bzw. Chelate nicht oder nur ungenügend löslich, während die erfindungsgemäss angewandten Vanadin enthaltenden Katalysatoren darin gut löslich sind. 



   Als Polyisocyanate sind erfindungsgemäss alle heute in der polyurethantechnik gebräuchlichen Isocyanate anwendbar. Bevorzugt werden ebenfalls   Di-und   Triisocyanate. Es kommen also aliphatische und aromatische, zwei-und mehrwertige Isocyanate in Frage, so wie beispielsweise Alkylendiisocyanate, wie Tetra-und Hexamethylendiisocyanat, Arylendiisocyanate und entsprechende Alkylierungsprodukte, wie m- und p-Phenylendiisocyanat, Naphthylendiisocyanat, Diphenylmethandiisocyanat, To-   luylendiisocyanate,   wie 2,   4-und2, 6-ToluylendiisocyanatundihreGemische, Di-undTriisopropyl-   benzoldiisocyanat und Triphenylmethantriisocyanat,   p-Isocyanatophenyl-thiophosphorsäure-triester,   p- 
 EMI2.2 
 Alkoxy-,   Aryloxy-,-NO und-Cl,   substituierte Polyisocyanate der oben aufgezählten Typen,

   ferner Polyphenylpolymethylenpolyisocyanat, welches durch Anilin-Formaldehyd-Kondensation und anschlie-   ssende Phosgenierung   gewonnen wird, ferner die Umsetzungsprodukte der oben erwähnten Isocyanate mit einem Unterschuss an Polyhydroxylverbindungen, wie beispielsweise Trimethylolpropan, Hexantriol, Glycerin und Butandiol. Ausserdem können hier die beispielsweise durch Phenole oder Bisulfit verkappten Polyisocyanate, sowie polymerisierte Isocyanate mit Isocyanuratring-Struktur genannt werden. 



   Bevorzugt wird erfindungsgemäss so gearbeitet, dass lediglich die Polyhydroxylverbindungen mit den Isocyanaten umgesetzt werden. 



   Das Mengenverhältnis wird dabei so gewählt, dass auf eine Hydroxylgruppe etwa 0, 4 bis 2, 0 Isocyanatgruppen kommen. Vorzugsweise sollte auf eine Hydroxylgruppe etwa eine Isocyanatgruppe kommen. Das wasserfreie Polyol wird bei Zimmer- oder Aussentemperatur mit dem Isocyanat und dem Vanadin enthaltenden Katalysator und gegebenenfalls mit Füllstoffen und/oder oberflächenaktiven Substanzen und gegebenenfalls mit Treibstoffen gemischt. Das so entstandene Reaktionsgemisch lässt man z. B. in einer Form reagieren. 



   Grundsätzlich können zusätzlich auch noch bekannte Vernetzungsmittel, wie etwa Glykol, Butandiol, Äthylendiamin, 1, 3-Diaminopropan, 4, 4'-Diaminodiphenylmethan und Hydrazin eingesetzt wer- 

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 EMI3.1 
 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 
 EMI4.1 
    "One Shot-Verfahren" oder nachchen   Beschleunigung der Reaktion zwischen Isocyanat und Polyhydroxylverbindung und gegebenenfalls Vernetzer, dass die Luftfeuchtigkeit nicht konkurrieren kann. Eine Blasenbildung bleibt aus. Die Folien und Filme weisen überraschend eine gleichförmige, glatte Oberfläche auf. Ausserdem ist zu beobachten, dass die Klebrigkeit der Oberfläche nach sehr kurzer Zeit verschwunden ist. 



   Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren, bei dem man dem Vanadinverbindungen enthaltenden Reaktionsgemisch zwecks Schäumung in an sich bekannter Weise bei der Reaktionstemperatur verdampfbare organische Treibmittel, vorzugsweise Halogenalkane oder-alkene zusetzt. Als Halogenalkane bzw.-alkene kommen beispielsweise folgende Substanzen in Frage : Trichlorfluormethan, Chlor-difluormethan, Dichlordifluormethan, 1,   -Dichloräthylen und Trichloräthylen.   Das Treibmittel wird üblicherweise einem der Reaktionspartner, vorzugsweise dem Polyol, zugemischt, bevor das Endreaktionsgemisch hergestellt wird. Üblicherweise werden bei der Schaumstoffherstellung Zellregler, Stabilisatoren und gegebenenfalls Emulgatoren zugesetzt.

   Als geeignete Zellregler sind beispielsweise organische   Siliciumverbindungen   zu nennen. 
 EMI4.2 
 Bücher hingewiesen werden. 



   1.)   Saunders-Frisch "Polyurethanes : Chemistry   and Technology", Teil I und II, Interscience Publishers 1962 und 1964,
2. ) vieweg-Höchtlen "Kunststoffhandbuch", Bd. VII, Hanser-Verlag   1966.   
 EMI4.3 
 nämlich in einem Falle zinn-organische Substanzen als Katalysatoren, im andern jedoch erfindungsge-   mässVanadinverbindungen jeweils   in einer solchen Konzentration eingesetzt, dass der Beginn der Schäumung nach der Mischung der Reaktionspartner zur gleichen Zeit erfolgt (Schaumpunkt gleich), so fällt im ersteren Fall die Zeitspanne zwischen dem Schaumpunkt und der Verfestigung des Schaumes (Gelierpunkt) viel kürzer als im letzteren Fall aus.

   Eine lange Zeitspanne ist insofern sehr erwünscht, als der HartschaumaufmaximaleVolumina getrieben werden kann und somit beispielsweise bei der Anbringung von Wärmeisolierschichten der für die Schäumung vorgesehene Raum optimal ausgefüllt wird. Eine Verlängerung der erwähnten Zeitspanne kann man bei den bekannten Verfahren, bei denen zinn-organische Verbindungen zur Anwendung kommen, zwar dadurch erreichen, dass man weniger von diesem Katalysator einsetzt. Praktisch kann man aber nicht so vorgehen, da dadurch der Beginn der Schaumbildung 
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 dungsgemässen Verfahrens wirkt sich im übrigen auch noch dadurch besonders günstig aus, als der resultierende Hartschaum eine sehr homogene Porenstruktur aufweist. Die gleiche günstige Porenstruktur erhält man auch, wenn man die Schäumung in einer Form durchführt.

   Man kann somit unter Anwendung des neuen Verfahrens auch zu den sogenannten Struktur- oder Integralschäumen gelangen, welche bei-   spielsweisein"ModernPlastics",   Dezember 1968, S. 69 bis 72, und in "British Plastics" Jänner 1969, S. 72 bis 75, beschrieben und besprochen worden sind. Diese Integralschäume weisen eine porenfreie, stabile, umhüllende Polyurethanschale auf und sind bereits von grosser Bedeutung in der Technik und für die Möbelindustrie. Da die Herstellung von Integralschäumen nur dann rationell sein kann, wenn die Entformungszeiten kurz ausfallen, ist die erfindungsgemässe Katalyse durch Vanadinverbindungen hiefür besonders wertvoll. 



   Hervorzuheben ist noch, dass die Schäumung von Polyurethanen durch Mitverwendung von Wasser als Reaktionsmittel und die sich daraus ergebende   CO. -Entwicklung   nicht unter den Gegenstand dieser Erfindung fällt. 



   Beispiel l : Beiden Versuchen wurde als Polyol ein flüssiges Produkt auf Glucose-Propylenoxyd- - Basis verwendet, wie es unter Säurekatalyse gemäss der brit. Patentschrift Nr. 1, 016, 589 hergestellt werden kann. Dasselbe wies eine OH-Zahl von 269 auf. 240 g dieses Polyols wurden in einem 1/2   l-     -Rührgefäss   mit 24 g einer 50   gew.-foigen Zeolith-Dispersion   in Ricinusöl versetzt. Danach wurde die 
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 erniedrigt. Diese Reaktionsbedingungen wurden 3 h aufrecht erhalten. Danach wurde das Gemisch auf   250C   abgekühlt und der Druck anschliessend wieder auf Normaldruck erhöht. 

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 dem Reaktor wurden 181, 5 ghalt von etwa 32   Gel. blo   in den Becher gegossen. Nach kurzer Zeit setzte unter Wärmeentwicklung die Polyaddition ein.

   Die Mischung wurde sofort in Formen für Prüfstäbe der Abmessung 10 X 15 X 120 mm gegossen. Die Masse war 30 min nach der Zumischung des Isocyanats erstarrt. Die Stäbe wurden 60 min nach dem Giessen entnommen und in einem Trockenofen 3 h auf   1100C   erwärmt. 



     AmnächstenTagwurdenderBiegeversuchnachDiN 53452,   der Schlagbiegeversuch nach DIN 53453 und die Prüfung auf Formbeständigkeit in der Wärme nach DIN 53 461 durchgeführt. Es ergaben sich folgende Werte (Mittel aus 5   Einzelmessungen) :   
 EMI5.2 
 
<tb> 
<tb> Biegefestigkeit <SEP> : <SEP> 900 <SEP> kg/cm2 <SEP> 
<tb> E-Modul <SEP> (aus <SEP> Biegeversuch <SEP> unter <SEP> Zugrundelegung
<tb> des <SEP> Hookschen <SEP> Gesetzes) <SEP> : <SEP> 27 <SEP> 000 <SEP> kg/cm2 <SEP> 
<tb> Schlagzähigkeit <SEP> : <SEP> 34, <SEP> 6 <SEP> kp <SEP> cm/cm2 <SEP> 
<tb> Formbeständigkeit <SEP> in <SEP> der <SEP> Wärme <SEP> ; <SEP> 48 C <SEP> 
<tb> 
 
Vergleichsversuch :
In einem 2.

   Ansatz wurde nach demselben Rezept gearbeitet, nur mit dem Unterschied, dass an Stelle von 0, 022 g Vanadyltriisopropylat 0, 98 g Dibutylzinndilaurat dem Reaktionsgemisch als Katalysator zugesetzt wurden. Hiedurch wurde erreicht, dass auch in diesem   2. Ansatz   die Gelierungszeit etwa 30 min betrug. Die resultierenden Giesskörper wurden nach denselben DIN-Vorschriften geprüft.

   Die Prüfungsergebnisse waren folgende : 
 EMI5.3 
 
<tb> 
<tb> 151egeresttgKeu <SEP> :' < nu <SEP> Kg/cm <SEP> 
<tb> E-Modul <SEP> : <SEP> 23300 <SEP> kg/cmz <SEP> 
<tb> Schlagzähigkeit <SEP> 16, <SEP> 1 <SEP> kp <SEP> cm/cm"
<tb> Formbeständigkeit <SEP> in <SEP> der <SEP> Wärme <SEP> : <SEP> 470C <SEP> 
<tb> 
 
Beispiele 2 bis 7 : In den folgenden Beispielen wurde gemäss Beispiel 1 verfahren, nur dass an Stelle der in Beispiel 1 verwendeten Ausgangssubstanzen teilweise andere Stoffe eingesetzt wurden.

   So kamen teilweise an Stelle des Polyols auf Glucose-Propylenoxyd-Basis mit einer OH-Zahl von 269 PolyolezumEinsatz, welche auf analoge Weise gewonnen wurden und OH-Zahlen von 314 oder 210 aufwiesen.   DasPolymethylen-polyphenylisocyanatwurde   in einigen Versuchen durch ein flüssiges, lösungsmit-   telfreiesPolyisocyanat-Gemisch ersetzt,   welches Diphenylmethan-4, 41-diisocyanat mit einem Effektivgehalt von 92 Mol-% als Hauptkomponente enthielt. Jeder Versuch wurde einmal mit Vanadyltriisopropylat und einmal mit Dibutylzinndilaurat als Katalysator durchgeführt. Die Menge an dem jeweiligen Katalysator wurde so gewählt, dass die Gelierungszeit des Reaktionsgemisches etwa 30 min betrug. 



   Das Material wurde wieder gemäss den in Beispiel 1 erwähnten Vorschriften geprüft. 



   Die Biegefestigkeiten und Schlagzähigkeiten entsprachen etwa den Werten aus Beispiel 1. Dagegen fielen die Werte für den E-Modul im Falle der Verwendung von Vanadyltriisopropylat durchwegs viel höher aus. Die Werte sind in Tabelle 1 zusammengestellt. Bei der Beurteilung der Versuchsergebnisse ist besonders zu beachten, dass die Menge des angewandten konventionellen, Sn enthaltenden Katalysators wesentlich grösser war, als die Menge des erfindungsgemäss eingesetzten, Vanadin enthaltenden Katalysators. 



   B e i s p i e l 8: Bei diesem Versuch wurde als Polyol auch ein flüssiges Produkt auf Sorbit-Propylenoxyd-Basis, alkalisch katalysiert.Verwendet. Dasselbe wies eine OH-Zahl von 480 auf. 50 g dieses Polyols wurden mit 1 g eines oxyalkylierten Polysiloxans, 18 g des Treibmittels Trichlorfluormethan und 0, 5 g Vanadyltriisopropylat innig vermischt. Schliesslich wurden 61 g des Isocyanat-Gemisches auf Di-   phenylmethan-4, 41-diisocyanat-Basis,   wie es in Beispiel 2 verwendet wurde, unter starkem Rühren zu dieser Mischung gegeben. Nach 32sec setzte die Schäumung ein. 80 sec nach der Zugabe des Isocyanats war die Oberfläche des Schaumkörpers klebfrei. 110 sec nach der Zugabe des Isocyanats war keine weitere Ausdehnung des Schaumkörpers mehr festzustellen ; die Steigzeit betrug somit 110 sec. 



   Vergleichsversuch :
In dem Vergleichsversuch wurde nach demselben Rezept gearbeitet, nur mit dem Unterschied, dass   anstelle von 0, 5   g Vanadyltriisopropylat 0, 6 g   Di-n-butylzinndilaurat   eingesetzt wurden. Der Schaumpunkt (Startzeit) lag bei 35 sec. Die Oberfläche war bereits 60 sec nach der Mischung klebfrei. Die 

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 Steigzeit betrug nur 95 sec. Die Verkürzung der Steigzeit wirkte sich in der Weise aus, dass das Endvolumen des Schaumkörpers in einer L-Form beträchtlich kleiner als bei dem Hauptversuch ausfiel. 



     Beispiele   9   bis 3 6 :   Bei den folgenden Versuchen wurde als Polyol auch ein flüssiges Produkt auf Glucose-Propylenoxyd-Basis verwendet, wie es unter Säurekatalyse gemäss der brit. Patentschrift Nr. 1, 016, 589 hergestellt werden kann. Dasselbe wies eine OH-Zahl von 314 auf. Es wurde analog den Ausführungen in Beispiel 1 jeweils mittels eines Zeoliths entwässert. Auch die Weiterverarbeitung zum Polyurethan erfolgte nach dem Rezept gemäss Beispiel   1,   nur dass an Stelle von Vanadyltriisopropylat teilweise andere Katalysatoren zur Anwendung kamen, und dass andere Mengen eingesetzt wurden. Der letzte Versuch wurde ohne Anwendung eines Katalysators durchgeführt. 



   In Tabelle 2 sind die Gelierzeiten und-temperaturen in Abhängigkeit von der jeweiligen Katalysatormenge zusammengestellt. Aus diesen Werten geht hervor, dass die erfindungsgemäss verwendeten Vanadinverbindungen erheblich aktiver als die nach bekannten Verfahren verwendeten Katalysatoren sind 

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 Tabelle 1 :

   
 EMI7.1 
 
<tb> 
<tb> Beispiel <SEP> Isocyanat <SEP> Polyol <SEP> Katalysator <SEP> E-Modul
<tb> Nr. <SEP> kg/cm2 <SEP> 
<tb> auf <SEP> Basis <SEP> Menge, <SEP> auf <SEP> OH-Zahl <SEP> enthält <SEP> Menge <SEP> in <SEP> Gew.-o, <SEP> be- <SEP> 
<tb> 181, <SEP> 5 <SEP> g <SEP> Polyol <SEP> zogen <SEP> auf <SEP> das <SEP> Polyol
<tb> (g)
<tb> 2a <SEP> Diphenylmethan-4,4'-
<tb> - <SEP> diisocyanat <SEP> 137, <SEP> 6 <SEP> 314 <SEP> V <SEP> 0, <SEP> 013 <SEP> 29400
<tb> 2 <SEP> b <SEP> Diphenylmethan-4, <SEP> 4'- <SEP> 
<tb> - <SEP> diisocyanat <SEP> 137, <SEP> 6 <SEP> 314 <SEP> Sn <SEP> 0, <SEP> 034 <SEP> 24600
<tb> 3 <SEP> a <SEP> Diphenylmethan-4, <SEP> 4'- <SEP> 
<tb> - <SEP> diisocyanat <SEP> 118, <SEP> 6 <SEP> 269 <SEP> V <SEP> 0, <SEP> 012 <SEP> 26400
<tb> 3 <SEP> b <SEP> Diphenylmethan-4, <SEP> 4'- <SEP> 
<tb> - <SEP> diisocyanat <SEP> 118, <SEP> 6 <SEP> 269 <SEP> Sn <SEP> 0,

   <SEP> 054 <SEP> 25000 <SEP> 
<tb> 4 <SEP> a <SEP> Diphenylmethan-4, <SEP> 4'- <SEP> 
<tb> - <SEP> diisocyanat <SEP> 100, <SEP> 0 <SEP> 210 <SEP> V <SEP> 0, <SEP> 007 <SEP> 17000 <SEP> 
<tb> 4 <SEP> b <SEP> Diphenylmethan-4, <SEP> 4'- <SEP> 
<tb> -diisocyanat <SEP> 100, <SEP> 0 <SEP> 210 <SEP> Sn <SEP> 0, <SEP> 037 <SEP> 14000 <SEP> 
<tb> 5 <SEP> a <SEP> Polymethylen-polyphenylisocyanat <SEP> 137, <SEP> 6 <SEP> 314 <SEP> V <SEP> 0, <SEP> 006 <SEP> 29500 <SEP> 
<tb> 5b <SEP> Polymethylen-polyphenylisocyanat <SEP> 137, <SEP> 6 <SEP> 314 <SEP> Sn <SEP> 0,170 <SEP> 26000
<tb> 6 <SEP> a <SEP> Polymethylen-poly- <SEP> 
<tb> phenylisocyanat <SEP> 118, <SEP> 6 <SEP> 269 <SEP> V <SEP> 0, <SEP> 012 <SEP> 23000 <SEP> 
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 8> 

   Tabelle 1 :

     (Fortsetzung) 
 EMI8.1 
 
<tb> 
<tb> Beispiel <SEP> Isocyanat <SEP> Polyol <SEP> Katalysator <SEP> E-Modul
<tb> Nr. <SEP> kg/cm2
<tb> auf <SEP> Basis <SEP> Menge, <SEP> auf <SEP> OH-Zahl <SEP> enthält <SEP> Menge <SEP> in <SEP> Gew.-5, <SEP> be-
<tb> 181, <SEP> 5 <SEP> g <SEP> Polyol <SEP> zogen <SEP> auf <SEP> das <SEP> Polyol
<tb> (g)
<tb> 6b <SEP> Polymethylen-poly- <SEP> 
<tb> phenylisocyanat <SEP> 118,6 <SEP> 269 <SEP> Sn <SEP> 0, <SEP> 168 <SEP> 21000
<tb> 7 <SEP> a <SEP> Polymethylen-polyphenylisocyanat <SEP> 100, <SEP> 0 <SEP> 210 <SEP> V <SEP> 0, <SEP> 012 <SEP> 16400
<tb> 7 <SEP> b <SEP> Polymethylen-polyphenylisocyanat <SEP> 100, <SEP> 0 <SEP> 210 <SEP> Sn <SEP> 0, <SEP> 180 <SEP> 5700 <SEP> 
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 9> 

 Tabelle 2 :

   
 EMI9.1 
 
<tb> 
<tb> Beispiel <SEP> Katalysator
<tb> Nr. <SEP> Typ <SEP> Menge, <SEP> bezogen <SEP> Gelierzeit <SEP> Geliertemperatur
<tb> auf <SEP> das <SEP> Polyol
<tb> (Gew.-%) <SEP> (min) <SEP> ( C) <SEP> 
<tb> 9 <SEP> Vanadyl-n-butylat <SEP> 0,007 <SEP> 48 <SEP> 59
<tb> 10 <SEP> Vanadyl-n-butylat <SEP> 0,014 <SEP> 27 <SEP> 62
<tb> 11 <SEP> Vanadyl-n-butylat <SEP> 0, <SEP> 042 <SEP> 11 <SEP> 70
<tb> 12 <SEP> Vanadylisobutylat <SEP> 0,007 <SEP> 54 <SEP> 57
<tb> 13 <SEP> Vanadylisobutylat <SEP> 0, <SEP> 014 <SEP> 29 <SEP> 74
<tb> 14 <SEP> Vanadylisobutylat <SEP> 0, <SEP> 042 <SEP> 11 <SEP> 63
<tb> 15 <SEP> Vanadyl-tert.-butylat <SEP> 0,007 <SEP> 65 <SEP> 57
<tb> 16 <SEP> Vanadyl-tert.-butylat <SEP> 0,014 <SEP> 33 <SEP> 62
<tb> 17 <SEP> Vanadyl-tert.

   <SEP> -butyl <SEP> at <SEP> 0, <SEP> 042 <SEP> 12 <SEP> 73
<tb> 18 <SEP> Vanadylisopropylat <SEP> 0,007 <SEP> 48 <SEP> 56
<tb> 19 <SEP> Vanadyllsopropylat <SEP> 0,014 <SEP> 28 <SEP> 56
<tb> 20 <SEP> Vanadylisopropylat <SEP> 0, <SEP> 042 <SEP> 10 <SEP> 58
<tb> 21 <SEP> Vanadylcyclohexanolat <SEP> 0,007 <SEP> 50 <SEP> 62
<tb> 22 <SEP> Vanadylcyclohexanolat <SEP> 0,014 <SEP> 26 <SEP> 64
<tb> 23 <SEP> Vanadylcyclohexanolat <SEP> 0, <SEP> 042 <SEP> 11 <SEP> 75
<tb> 24 <SEP> Vanadylmethylglykolat <SEP> 0, <SEP> 007 <SEP> 59 <SEP> 40
<tb> 25 <SEP> Vanadylmethylglykolat <SEP> 0, <SEP> 014 <SEP> 30 <SEP> 60
<tb> 26 <SEP> Vanadylmethylglykolat <SEP> 0, <SEP> 042 <SEP> 12 <SEP> 60
<tb> 27 <SEP> Vanadylphenolat <SEP> 0,014 <SEP> 54 <SEP> 53
<tb> 28 <SEP> Vanadylphenolat <SEP> 0, <SEP> 042 <SEP> 25 <SEP> 68
<tb> 29 <SEP> Dibutylzinndiversatat <SEP> 0,

   <SEP> 014 <SEP> 121 <SEP> 35
<tb> 30 <SEP> Dibutylzinndiversatat <SEP> 0, <SEP> 042 <SEP> 64 <SEP> 42
<tb> 31 <SEP> Dibutylzinndilaurat <SEP> 0, <SEP> 014 <SEP> 137 <SEP> 36
<tb> 32 <SEP> Dibutylzinndilaurat <SEP> 0, <SEP> 042 <SEP> 68 <SEP> 42
<tb> 33 <SEP> Bleioktoat <SEP> 0, <SEP> 014 <SEP> 137 <SEP> 36
<tb> 34 <SEP> Bleioktoat <SEP> 0, <SEP> 042 <SEP> 137 <SEP> 30
<tb> 35 <SEP> ohne <SEP> Katalysator <SEP> 137 <SEP> 30
<tb> 
 *) Diese Verbindung leitet sich von einem Gemisch organischer Säuren der allgemeinen Formel 
 EMI9.2 
   in derR undR Alkylreste mit insgesamt   7 C-Atomen darstellen, ab, welches unter der Handelsbezeichnung"Versatic Acid"bekannt ist. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung von vorzugsweise nicht geschäumten Polyurethanen durch Umsetzung von Polyisocyanaten mit   Poly ölen in Gegenwart von Katalysatoren, dadurch gekennzeichnet,   dass man als Katalysatoren in dem Reaktionsgemisch lösliche, gegebenenfalls ganz oder teilweise durch 

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. EMI9.3 <Desc/Clms Page number 10> einsetzt, in der Y Sauerstoff oder Schwefel, a 4 oder 5, vorzugsweise 5, m im Falle von a = 4 0 oder 1 und im Falle von a = 5 1 bedeuten, und R einen Cycloalkyl-, Aralkyl-, Alkaryl- oder Arylrest, einen verzweigten Alkylrest mit 1 bis 5 C-Atomen, mit gegebenenfalls einem Sauerstoff- oder Schwefelatom zwischen 2 C-Atomen, darstellt, und dass man wasserfreie Ausgangsstoffe verwendet.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Polyole Polyätherpolyole mit einer Funktionalität gegenüber Isocyanatgruppen von 2 bis 9 und Hydroxylzahlen von 30 bis 600 verwendet.
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man als Polyätherpolyole Produkte verwendet, welche durch mit Säuren katalysierte Umsetzungen mehrwertiger Alkohole mit Alkylenoxyden hergestellt worden sind.
    4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man als organische Vanadinverbindung eine solche der allgemeinen Formel OV (YR),. in der Y und R die angegebene Bedeutung haben, verwendet.
    5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man als organische Vanadinverbindungen Kondensate der allgemeinen Formel EMI10.1 in der Y und R die angegebene Bedeutung haben, und in der n eine Zahl zwischen 0,2 und 10 sein kann, verwendet.
    6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass man die Katalysatoren in Mengen von 0, 001 bis 1, 0 Gew.-qo, bezogen auf das Polyol, vorzugsweise von 0, 005 bis 0, l Gew.-" , einsetzt.
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