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Geräuschgedämpftes Scheibenrad für Schienenfahrzeuge
Die Erfindung bezieht sich auf ein geräuschgedämpftes Scheibenrad für Schienenfahrzeuge gemäss Patent Nr. 292778.
Es ist ein Scheibenrad mit einem zweischichtigen Gummibelag zu versehen, wobei die dem Scheibenrad am nächsten kommende Schicht aus einem kompakten Gummiwerkstoff und die zweite Schicht aus Schwammgummi besteht.
Aus einer USA-Patentschrift ist es bekannt, auf ein Scheibenrad eine Metallscheibe mit geringer Eigenfrequenz aufzubringen. Um die Haftung der Metallscheibe an dem Scheibenrad zu erhöhen, kann die Metallscheibe auch aufgeklebt sein, wodurch sich die Schwingungscharakteristik dieser Metallscheibe nicht ändert.
Gemäss Patent Nr. 292778 ist das geräuschgedämpfte Scheibenrad für Schienenfahrzeuge dadurch gekennzeichnet, dass die Grundschicht aus bei Schwingungen im Bereich der Schallfrequenz formstabilen Kunststoff, insbesondere einem Zweikompenenten-Material auf der Basis eines gefüllten Kunstharzes besteht und die Grundschicht in einer Aussparung an der Innenseite des Radkranzes und/oder in an sich bekannter Weise auf mindestens einer Seite der Radscheibe angeordnet ist, und dass die äussere Schicht aus Metall besteht.
Die Erfindung bezweckt eine weitere Verbesserung des Gegenstandes gemäss Patent Nr. 292778.
Ihr liegt die Aufgabe zugrunde, für die am Radkörper befestigten Geräuschdämpfungselemente eine zusätzliche Sicherung zu schaffen, u. zw. derart, dass die Betriebssicherheit auch bei abgelaufenen Radreifen gesichert ist.
Das wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass am Radkranz eine in Richtung auf die Radachse sich erstreckende Ringschulter angeordnet ist, die unter Belassung einer Kunststoffschicht zwischen ihrer Innenfläche und der Auflage letztere an der in Richtung parallel zur Radachse weisenden Stirnfläche abdeckt bzw. eine auf die Auflage in äusseren Randbereichen aufgebrachte weitere Kunststoffschicht und eine auf diese aufgeklebte, im Profil S-förmige, den Rand der Auflage übergreifende Blechringscheibe im äusseren Randbereich abdeckt. Bei einem Rad mit Radreifen kann dieser mit der Ringschulter aus einem Stück bestehen, wogegen bei einem Vollrad die Ringschulter aus einem an der Innenseite des Laufringes eingesetzten Ringkörper bestehen kann. Die Auflage kann durch Unterkühlen der Radscheibe oder Erwärmen des Reifens montiert sein.
Der bei dem Vollrad verwendete Ringkörper ist im unterkühlten Zustand in das Rad eingesetzt. Bei diesem Ringkörper ist der Aussendurchmesser an der Innenseite grösser als der Innendurchmesser an der Aussenseite der Aussparung am Rad. Der unterkühlt eingesetzte Ringkörper kann auch mit einer Kunststoffzwischenlage in das Rad eingesetzt sein.
Die Erfindung hat den Vorteil, dass die Geräuschdämpfungselemente ausser der Klebverbindung mit einer zusätzlichen Sicherung am Radkörper befestigt sind, was insbesondere bei hohen
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Fahrgeschwindigkeiten von wesentlicher Bedeutung ist. Ausserdem weist das Scheibenrad eine Dämpfung der Scheibe und des Reifens auf, wobei diese Vorteile auch bei abgelaufenen Radreifen voll erhalten bleiben, weil sich die zusätzliche Sicherung in Richtung auf die Radachse erstreckt und somit auch bei stark abgefahrenen Rädern keine Beeinträchtigung der vorteilhaften Eigenschaften erfolgt.
Die Erfindung ist an Hand der Zeichnungen, welche bevorzugte Ausführungsformen des Erfindungsgedankens veranschaulichen, beispielsweise näher erläutert.
Es zeigen im Querschnitt Fig. l und 2 ein bandagiertes Rad, Fig. 3 und 4 ein Vollrad.
Gemäss Fig. l wird an der Radscheibe-2-des Rades-l-zunächst die vorzugsweise metallische Auflage --3-- mit der Kunststoffschicht --4-- befestigt. Anschliessend wird die als weitere Auflage --5-- vorgesehene Kreisringscheibe mit der Kunststoffschicht --6-- ebenfalls an der Radscheibe-2--angeklebt. Beispielsweise durch Unterkühlen der beschichteten Radscheibe --2-- bzw. durch Erwärmen des Reifens --9-- wird dieser auf die Felge der Radscheibe-2--
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Radscheibenfelge hochgezogenen Schulter --8-- eine zusätzliche Sicherung der Auflage 3. Die Kreisringscheibe-5-ist durch die Schulter Reifens-l-zusätzlich gesichert.
Fig. 2 zeigt ebenfalls ein bandagiertes Rad. Hier übernimmt die Auflage 3 mit der Kunststoffschicht --4-- gleichzeitig die Geräuschdämpfung der Radscheibe --2-- und des Reifens - -9--. Die Schulter --8-- am Rad --1-- (bzw. am Reifen--2--) bildet eine zusätzliche Sicherung der Auflage 3.
Fig. 3 zeigt ein schallarmes Vollrad --1--, bei dem die Auflage --3-- in Verbindung mit der Kunststoffschicht --4-- die Geräuschdämpfung im Steg und im Reifenteil des Vollrades-l-
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Unterkühlen montiert werden kann.
Fig. 4 zeigt ebenfalls ein schallarmes Vollrad --1--, wobei die Geräuschdämfpungselemente : Auflage--3-, Kunststoffschicht--4-, als Ringkörper ausgebildete Schulter --8-- und Kunststoffauflage--10--an der Spurkranzseite des Vollrades-l-befestigt sind. Die Schulter --8-- sichert sich selbst und die Auflage --3-- zusätzlich dadurch, dass der Aussendurchmesser des verwendeten Ringkörpers an der Innenseite grösser ist als der Innendurchmesser an der Aussenseite der Eindrehung im Vollrad Die Aussenfläche des Ringkörpers und die Innenfläche der Eindrehung
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--10-- eingeklebt.PATENTANSPRÜCHE :
1.
Geräuschgedämpftes Scheibenrad für Schienenfahrzeuge mit einer zweischichtigen Dämpfungsauflage, deren äussere Schicht aus einem festeren Material als die darunterliegende Grundschicht besteht, wobei die Grundschicht aus bei Schwingungen im Bereich der Schallfrequenz formstabilen Kunststoff, insbesondere einem Zweikomponenten-Material auf der Basis eines gefüllten Kunstharzes besteht und die Grundschicht in einer Aussparung an der Innenseite des Radkranzes und/oder in an sich bekannter Weise auf mindestens einer Seite der Radscheibe angeordnet ist, und dass die äussere Schicht aus Metall (Ring für den Radkranz ;
Blech für die Radscheibe) besteht, nach Patent Nr.292778, dadurch gekennzeichnet, dass am Radkranz (9) eine in Richtung auf die Radachse sich erstreckende Ringschulter (8) angeordnet ist, die unter Belassung einer Kunststoffschicht zwischen ihrer Innenfläche und der Auflage (3,5) letztere an der in Richtung parallel zur Radachse weisenden Stirnfläche abdeckt bzw. eine auf die Auflage (3) im äusseren Randbereich aufgebrachte weitere Kunststoffschicht (6) und eine auf diese aufgeklebte, im Profil S-förmige, den Rand der Auflage (3) übergreifende Blechringscheibe (5) im äusseren Randbereich abdeckt.
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