AT298817B - Verfahren zur Herstellung elektrischer Kontaktmaterialien und danach hergestelltes Kontaktmaterial - Google Patents

Verfahren zur Herstellung elektrischer Kontaktmaterialien und danach hergestelltes Kontaktmaterial

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AT298817B
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Laszlo Dr Lipcsey
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Laszlo Dr Lipcsey
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    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H1/00Contacts
    • H01H1/02Contacts characterised by the material thereof
    • H01H1/021Composite material
    • H01H1/023Composite material having a noble metal as the basic material
    • H01H1/0237Composite material having a noble metal as the basic material and containing oxides
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C32/00Non-ferrous alloys containing at least 5% by weight but less than 50% by weight of oxides, carbides, borides, nitrides, silicides or other metal compounds, e.g. oxynitrides, sulfides, whether added as such or formed in situ
    • C22C32/001Non-ferrous alloys containing at least 5% by weight but less than 50% by weight of oxides, carbides, borides, nitrides, silicides or other metal compounds, e.g. oxynitrides, sulfides, whether added as such or formed in situ with only oxides
    • C22C32/0015Non-ferrous alloys containing at least 5% by weight but less than 50% by weight of oxides, carbides, borides, nitrides, silicides or other metal compounds, e.g. oxynitrides, sulfides, whether added as such or formed in situ with only oxides with only single oxides as main non-metallic constituents
    • C22C32/0021Matrix based on noble metals, Cu or alloys thereof

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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung elektrischer Kontaktmaterialien und danach hergestelltes Kontaktmaterial 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines elektrischen Kontaktmaterials und ein nach diesem Verfahren hergestelltes Material. 



   In der österr. Patentschrift Nr. 231180 ist ein elektrisches Kontaktmaterial beschrieben, das einen Metall-Metalloxyd Verbundwerkstoff, auf der Basis der Metalle Ag oder Cu usw. bildet und als Oxydkomponente   PhO,   oder   CaO   usw. enthält. Nach dem in dieser Patentschrift beschriebenen Verfahren ist es nicht möglich einen   Silber-PbOVerbundkörper   herzustellen, weil das, in die Schmelze des Silbers oder der Silberlegierungen allein, rein hineingegebene   Bleimonoxyd,     (PbO)   in dieser Schmelze nicht verbleibt. 



   Gegenstand der Erfindung ist demnach ein Verfahren, nach dem es einwandfrei und leicht gelingt, PbO dem Matrixmetall in gleichmässiger Verteilung einzuverleiben. 



   Geht man von Silber aus, so erhitzt man dieses auf etwa 1000 bis   1200OC,   Legierungen je nach Schmelzpunkt höher oder tiefer, und trägt in die Schmelze Bleidioxyd,   PbO, oder   Mennige,   Pub04,   oder Bleinitrat,   Pb(NO),   oder Bleicarbonat,   PbC03,   oder eine, in der Schmelze thermisch, zu PbO zersetzbare Bleiverbindung ein. Die in die Schmelze eingegebene Bleiverbindung wird in der Schmelze thermisch zersetzt. Dabei entsteht PbO, das mit Silber einen stabilen Verbundwerkstoff bildet. 



   Die Silber- (-oder Silberlegierung-) schmelze und die hineingegebene Bleiverbindung werden homogen vermischt und das Gemisch vorteilhaft in einer Gussform   der Abkühlung   überlassen. 



   Der Sättigungsgrad des PbO im Silber ist etwa 20   Gew.-   Die Menge des in die Kontaktmaterialien eingebauten PbO liegt zwischen den Grenzen von 0, 2 bis 10   Gel.-%,   vorzugsweise jedoch zwischen 0,3 bis 3   Gew. -0/0.   



     Das Blei (II) oxyd,   auch in wenigen Promillen eingebaut, beeinflusst erheblich die physikalischen und chemischen Eigenschaften des Grundstoffe. Je grösser die Menge an PbO ist, desto grösser ist seine Wirkung. Die gegenseitige Änderung von Menge und Wirkung ist aber nicht immer linear paralelL
Es ist zweckdienlich, die pulverförmigen oder körnigen Bleiverbindungen in kompaktem Zustand, z. B. zusammengepresst, in Silberfolie eingepackt, möglichst tief in die Metallschmelze einzubringen, damit die Schmelze diese möglichst hoch überdeckt. Bei dem Verfahren sind Reduktionsmöglichkeiten auszuschalten. 
 EMI1.1 
 erst eine Vorlegierung (Vorgussstück) herzustellen, den PbO-Gehalt desselben zu bestimmen und das für das Endprodukt vorgesehene   PbO-Quantum   mit Hilfe der Vorlegierung in die Schmelze einzubringen. 



   Zwecks Qualitätserhöhung, Steigerung der Abbrand- und Korrosionsfestigkeit, sowie der Stabilität gegen Materialwanderung. verschweissung, Funken-, Kraterbildung usw. kann man auch bei diesem Verfahren dem Silber, in Mengen von zirka 1 bis 15   Gel.-% (jedoch   für den konkreten Fall ausreichenden Mindestmengen) Cadmium und/oder Palladium und/oder Nickel und/oder Platin usw.   zu legieren.   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Um die Härte, Sprödigkeit und andere nachteilige Eigenschaften des Werkstoffes herabzusetzen, seine mechanische Bearbeitbarkeit, Formbarkeit, Lötbarkeit usw. zu erhöhen, wird das Gussstück bei zirka 650 bis   660 C mechanisch bearbeitet, z. B., nötigenfalls   mit Zwischenglühung, rundgehämmert und danach zu Drähten, meistens kalt, gezogen. Die Behandlungstemperatur ist möglichst einzuhalten. Wenn das Gussstück beim Drahtziehen Rissneigung zeigt, ist es durch Erwärmung entsprechend zu erweichen und die Bearbeitung so fortzusetzen. 



   Das Gefüge und die Homogenität des Kontaktmaterials kann man durch Umschmelzung verfeinern. 



    DerPbO-Gehalthatz.   B. bei zirka 25 minutenlanger Umschmelzung, bei zirka 1100 C, zirka 0,4 bis 0, 5% o abgenommen. Dieser Verlust ändert sich mit der Änderung der Schmelztemperatur und der Zeitdauer. Das solcherweise hergestellte Kontaktmaterial ist wie Silber bearbeitbar, formbar, lötbar usw. Spezielle, insbesondere grössere Kontakte können auch in Form gegossen hergestellt werden. Die Kristallstruktur bzw. die Eigenschaften dieser Gusskörper können durch Warmbehandlung bzw. durch Umschmelzen in ihren Gussformen verfeinert bzw. beeinflusst werden. 



   Das in dichten (meist rhombischen) Schuppen kristallisierende PbO beeinflusst vielseitig auch die Kristallstruktur, die physikalischen und chemischen Eigenschaften des erstarrenden Silbers. Es erhöht stark die Abbrand- und Korrosionsfestigkeit, verringert die Materialwanderung, Verschweissneigung, Funkenbildung, Kraterbildung, den Übergangswiderstand, verbessert ganz allgemein die Qualität des Kontaktmaterials. Die auf dem Schmelzwege, in kleinsten Teilchen   eingebautenPbO-Teilchen   wirken viel stärker, als   die auf Sinterwegen   eingebauten. Zum Erreichen derselben Leistung braucht daher entsprechend   weniger PbO verwendet werden.

   Der solcherweise hergestellte Kontakt übertrifft den Reinpalladiumkon-    takt um   701o,   den Silber-Palladium-Kontakt (70/30) um 30% in seiner Leistung. 
 EMI2.1 
 :thermisch zu PbO zersetzbare Bleiverbindung zugegeben, die Komponenten homogen vermischt und das Gemisch der Abkühlung überlassen wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass das resultierende Gussstück einer mechanischen Bearbeitung bei einer Temperatur von 650 bis 6600C unterzogen wird.
    3. Kontaktmaterial, hergestellt nach dem Verfahren gemäss den Ansprüchen l und 2, dadurch EMI2.2 Druckschriften, die das Patentamt zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik in Betracht gezogen hat : OE-PS 231 180
AT386669A 1969-04-22 1969-04-22 Verfahren zur Herstellung elektrischer Kontaktmaterialien und danach hergestelltes Kontaktmaterial AT298817B (de)

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