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Kassenstand für Selbstbedienungsläden
Die Erfindung betrifft einen Kassenstand für Selbstbedienungsläden, bei welchem die vom Kunden in einem Waren-Korb oder-Wagen herangebrachten Waren von der Kassierin nacheinander umgepackt sowie abgerechnet und anschliessend wieder vom Kunden eingepackt werden, mit mehreren, wenigstens drei, Aufnahmebehältern, welche zwischen einer vom Sitz der Kassierin erreichbaren Beladestellung, einer oder mehreren Entladestellungen und einer oder mehreren Bereitschaftsstellungen auf - zweckmässig in einer vertikalen Ebene liegenden-Verstell-Bahnen mechanisch verfahrbar sind, welche wenigstens über einen Abschnitt eine vertikale Komponente haben, wobei an diesen Aufnahmebehältern an beiden Längsseiten symmetrisch zueinander je ein Bolzen angeordnet ist,
auf welche Anschläge einwirken, die am Ende von flexiblen, in Schienen geführten Schub-Elementen sitzen, welche an Antriebsorganen entlanggeführt sind und von denselben über Eingriffs-Glieder, wie beispielsweise über eine Rollenkette oder eine Zahnstange, unabhängig voneinander kraftschlüssig angetrieben werden, nach Patent Nr. 292254.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, bei derartigen Kassenständen einerseits die flexiblen Schubelemente sowie die mit denselben zusammenwirkenden Mitnehmer an den Aufnahmebehältern und anderseits auch den Bewegungsablauf zwischen den Beladestellen und den Entladestellen besonders vorteilhaft auszugestalten.
Nach der Erfindung wird dies nun bei Kassenständen der eingangs beschriebenen Art dadurch erreicht, dass an den flexiblen Schubelementen, vorzugsweise an Gelenkketten, einwärts ragende Zapfen angeordnet sind und dass die Mitnehmer aus einem T-förmigen Führungsstück sowie ausschwenkbaren Sperrstücken bestehen, welche seitlich des senkrechten Steges des Führungsstückes je einen bis zu seinem waagrechten Flansch führenden Kanal und in ausgeschwenkter Stellung einen an diesen anschliessenden, zum waagrechten Flansch des Führungsstückes parallelen Stichkanal begrenzen, wobei am Gerätegehäuse Anschläge zur Begrenzung der Schwenkbewegung dieser Sperrstücke befestigt sind.
Bei diesem Kassenstand sind weiters an jedem Mitnehmer beide Sperrstücke an einer zur Behälterwand senkrechten Achse gelagert und urch eine Schubstange zur gemeinsamen, gleichsinnigen Verschwenkung miteinander verbunden. Zweckmässig sind dabei zur gemeinsamen Verschwenkung beider Sperrstücke des Mitnehmers aus der Sperr- in die Offenstellung an der Beladestelle und an den Entladestellen Anschläge mit einer Schrägfläche für die Verschiebebewegung des freien Endes der Schubstangen angeordnet.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform des Kassenstandes ist die Anordnung so getroffen, dass einerseits ein Paar endloser Gelenkketten zur Bewegung der Aufnahme-Behälter von der Beladestelle in die übergabestellung und anderseits zu ihrer Bewegung aus der übergabestellung an eine der vorgesehenen Entladestellen eine der Anzahl derselben entsprechende Anzahl unabhängig voneiander bewegbarer Gelenkketten-Paare vorhanden ist. Weiters kann für die den Entladestellen zugeordneten
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Gelenkketten-Paare im Bereich der Übergabestellung eine gemeinsame Führungsbahn vorhanden sein.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Kassenstandes sind die Führungen für die verschiedenen, einerseits der Beladestelle und anderseits den Entladestellen zugeordneten
Gelenkketten-Paare derart angeordnet, dass in den Mitnehmer auf einer Seite eines T-förmigen
Führungsstückes die an dem der Beladestelle zugeordneten endlosen Gelenkketten-Paare angebrachten
Zapfen und auf der andern Seite des Führungsstückes die Zapfen der andern, den Enladestellen zugeordneten Gelenkketten-Paare eingreifen.
Der Kassenstand kann weiters zusätzlich mit einer Rollenbahn für die waagrechte Bewegung der
Aufnahmebehälter nach Verlassen der Übergabestellung bis unter die betreffende Entnahmestelle ausgerüstet sein. Während dieser waagrechten Bewegung ruhen die Aufnahmebehälter auf der
Rollenbahn und werden durch die Zapfen der Gelenkketten lediglich nach der einen oder andern Seite bewegt ; diese Rollenbahn dient zur zusätzlichen Stabilisierung der Aufnahmebehälter.
Weiters sollen die Aufnahmebehälter zweckmässig einerseits an den oberen Längsseiten und anderseits an den unteren mit ineinandergreifenden Einschub-Führungen zur vorübergehenden Kopplung von zwei übereinanderstehenden Aufnahmebehältern versehen sein. Dadurch kann während des Einfahrens eines leeren Aufnahmebehälters in die Beladestelle derjenige Behälter welcher vorher gefüllt und nach unten bis unter die Übergabestellung abgesenkt worden war, an dem betreffenden leeren Behälter angehängt werden.
Bei dem erfindungsgemässen Kassenstand kann schliesslich die Anordnung so getroffen sein, dass die Führungsbahn im Bereich der Ubergabestellung in einen abwärts gerichteten, die Zapfen eines Gelenkketten-Paares aus den Mitnehmern eines in der Übergabestellung stehenden Aufnahmebehälters herausführenden Bogen von etwa 1800 mit anschliessendem Auslauf übergeht.
Bei Kassenständen für Selbstbedienungsläden ergibt sich durch die erfindungsgemässe Ausbildung der Mitnehmer und der flexiblen Schub-Elemente, vorzugsweise also der endlosen Gelenkketten, mit den in die Aufnahmebehälter eingreifenden Zapfen der wesentliche Vorteil, dass in den Endstellungen der Aufnahmebehälter und an den Umlenkstellen der Führungsbahnen, d. h. beim Übergang aus der waagrechten in die senkrechte Bewegung und umgekehrt, keine senkrechte Bewegung und umgekehrt, keine starre Verbindung zwischen den Zapfen und den Mitnehmern vorhanden ist.
Betrachtet man zunächst beispielsweise die Endphase einer Bewegung in eine Entladestelle, so werden kurz vor dem Erreichen der Entladestelle mit Hilfe der feststehenden Anschläge die beiden auf gegenüberliegenden Seiten eines Behälters befindlichen Sperrstücke in die Offenstellung geschwenkt, so dass der auf jeder Seite befindliche Zapfen, nachdem der Behälter seine Endstellung erreicht hat, in dem freigegebenen Stichkanal auslaufen kann.
An den Umlenkstellen ruht der Behälter während der waagrechten Bewegung zunächst auf der Rollenbahn und wird von den Zapfen erst erfasst, nachdem diese die waagrechte Bewegung beendet haben und in eine reine senkrechte Bewegung übergegangen sind. Der Behälter selbst wird also während der Bewegung des Zapfens innerhalb des gekrümmten Teiles der Bahn aus der waagrechten Bewegung bis auf Null abgebremst und erst dann der nach oben gerichteten senkrechten Bewegung unterworfen.
Obwohl die Aufnahmebehälter zwischen der Beladestelle und den Entladestellen ausschliesslich durch die verschiedenen Gelenkketten-Paare bewegt werden, sind dennoch die einzelnen Endstellungen der Aufnahmebehälter nicht mehr abhängig von dem Stillstand des gerade antreibenden Gelenkketten-Paares. Das Gelenkketten-Paar kann vielmehr von dem Augenblick an, von dem der Aufnahmebehälter die gewünschte Endstellung erreicht hat, infolge der Freigabe der Stichkanäle durch die Schwenkbewegung der Sperrstücke noch eine Auslaufbewegung ausführen. Für den Antrieb der Gelenkketten-Paare können somit normale Elektromotoren an Stelle von komplizierten Bremsmotoren verwendet werden.
Die Anwendung der Einschubführungen an den Längsseiten der Behälter hat den weiteren Vorteil, dass der für die Weiterleitung in eine Entladestelle bereitgehaltene gefüllte Aufnahmebehälter mit dem in die Beladestelle zu befördernden Behälter gekoppelt und gleichzeitig mit diesem Behälter in die Übergabestellung bewegt werden kann. Auf diese Weise ist während der Bewegung des endlosen Gelenkketten-Paares immer nur ein Zapfenpaar mit den Mitnehmern eines einzigen Behälters in Eingriff, obwohl während der Aufwärtsbewegung des leeren Behälters zwei Behälter gleichzeitig durch dieses Gelenkketten-Paar bewegt werden.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Kassenstandes mit drei Aufnahmebehältern in den Fig. l und 2 in Seitenansicht, jeweils mit verschiedenen Stellungen der Aufnahmebehälter, schematisch dargestellt. Weiters zeigen : Fig. 3 und 4 eine Seitenansicht eines Mitnehmers in einem grösseren Massstab, wobei die Sperrstücke einmal die Sperrstellung und eimal die
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Offenstellung einnehmen, Fig. 5 eine Stirnansicht von zwei mit den Einschubführungen ineinandergreifenden Aufnahmebehältern, Fig. 6 eine Draufsicht eines Aufnahmebehälters, Fig. 7 die als Weiche ausgebildete Verbindung von zwei Führungsbahnen für die Gelenkketten, Fig. 8 eine Seitenansicht des Mittelteiles eines Aufnahmebehälters während der Bewegung auf einer Rollenbahn und Fig. 9 eine der Fig.
7 entsprechende Darstellung, wobei der Zapfen der Gelenkkette gerade dem waagrechten Flansch des Führungsstückes erreicht hat.
In der schematischen Seitenansicht des Gerätes der Fig. 1 sind zunächst zwei Entladestellen - -El, E2--, eine Beladestelle-B-und eine Übergabestellung --Ü-- erkennbar. Von den drei Aufnahmebehältern befindet sich ein Behälter--la--in der Beladestelle, ein Behälter--lb--in der Entladestelle--El--und ein Behälter--Ic--in der Entladestelle--E2--.
Für die Bewegung der Behälter aus der Beladestelle in die Übergabestellung und umgekehrt ist ein endloses Gelenkketten-Paar --2-- mit den daran befestigten Zapfen--3--vorgesehen. Der Antrieb dieses Gelenkketten-Paares erfolgt mit Hilfe der Umlenkrolle-4-.
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vorderen Ende der Gelenkketten-Paare sitzen. Das Gelenkketten-Paar --5-- wird über die Umlenkrolle --9-- und das Gelenkketten-Paar --6-- über die Umlenkrolle --10-- angetrieben.
Hinter den Umlenkrollen-9, 10--ist für den Auslauf der hinteren Enden der Gelenkketten-Paare jeweils eine entsprechende Auslaufbahn--11, 12--vorgesehen. Am andern Ende münden die Bahnen in eine gemeinsame Bewegungsbahn--13-, die im Bereich der Übergabestellung--Ü--um 180 abgebogen und einen entsprechenden Auslauf hat.
Die Ausbildung der Mitnehmer ist aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich. Jeder Mitnehmer enthält ein T-förmiges Führungsstück-14-und zwei Sperrstücke-15, 16--, die an senkrecht zur Behälterwandung stehenden Achsen--17, 18-schwenkbar gelagert sind. Die beiden Sperrstücke eines Mitnehmers sind untereinander durch eine Schubstange--19--zwecks Ausführung einer gleichsinnigen Schwenkbewegung verbunden. Am Ende der Schubstange --19-- ist ein Nocken - befestigt, der in einem Langloch --21-- geführt ist. Die Sperrstücke begrenzen in Verbindung mit dem T-förmigen Führungsstück einen senkrechten Kanal-22 bzw. 22a-und in der Offenstellung einen sich daran anschliessenden waagrechten Kanal --23 bzw. 23a--.
Für die Verschiebung der Schubstange --19-- sind am Gerätegehäuse Anschläger --24a, 24b und 24c--vorgesehen. Diese Anschläge haben eine Schrägfläche--25--, an der der Nocken --20-- kurz vor dem Erreichen der Beladestelle bzw. der Entladestelle zur Anlage kommt.
Für das Koppeln eines leeren Aufnahmebehälters mit einem darunterstehenden gefüllten Behälter sind Einschubführungen an den oberen und unteren Längsseiten der Behälter in Form von ineinandergreifenden U-Profilen-26a, 26b und 27a, 27b-vorgesehen (Fig. 5).
Das Gerät enthält ferner eine Rollenbahn--28--, auf der die Behälter nach dem Verlassen der
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:- nach unten bis zur Auflage auf dem Boden abgesenkt wird. Im Anschluss hieran wird der Antrieb für das Gelenkketten-Paar --5-- eingeschaltet und dadurch der leere Behälter--lb--in die Übergabestellung --Ü-- befördert. Mit dem Einfahren in die Übergabestellung--Ü-kommen die U-förmigen Einschubführungen --26a, 26b bzw. 27a, 27b-zum Eingriff. Das vorher in die Mitnehmer eingreifende Zapfenpaar--7--bewegt sich beim Auslauf des Gelenkketten-Paares-5noch so weit, dass die Mitnehmer des leeren Behälters --1b-- freiliegen (Fig.2).
Danach wird wieder der Antrieb für das Gelenkketten-Paar --2-- eingeschaltet und der leere Behälter--lb--in die Beladestelle--B--und gleichzeitig der gefüllte Behälter --1a-- in die Übergabestellung-Übefördert. Für die Kassierin steht somit ein neuer leerer Behälter zur Verfügung noch bevor der vorher gefüllte Behälter eine der Entladestellen erreicht hat.
Es wird nunmehr wieder der Antrieb für das Gelenkketten-Paar --5--, jedoch für eine entgegengesetzte Bewegungsrichtung, eingeschaltet. Das Zapfen paar --7-- greift von unten in die Kanäle --22a-- der Mitnehmer des Behälters --1a-- ein und bewirkt nach dem Verlassen des gebogenen Teiles der Führungsbahn die waagrechte Verschiebung des Behälters-la--bis unter die Entladestelle-El-.
Während der waagrechten Bewegung des Behälters --1a-- nimmt das Zapfenpaar --7-- die aus Fig. 7 ersichtliche Stellung innerhalb der Kanäle --22a-- ein. Beim
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Einlaufen des Gelenkketten-Paares in den gebogenen Teil der Führungsbahn wandert das Zapfenpaar --7-- innerhalb der Kanäle --22a-- nach oben bis zur Anlage am waagrechten Flansch des Führungsstückes--14--.
Der Aufnahmebehälter ist also während der Zeitdauer, in der das Zapfenpaar--7--den
Viertelbogen durchläuft, aus der vorhergehenden waagrechten Bewegung bis zum Stillstand abgebremst und im Anschluss daran durch die nach oben gerichtete senkrechte Bewegung in diese Richtung wieder beschleunigt worden. Kurz vor dem Erreichen der Entladestelle-El--sind die Nocken-20- der Schubstangen --19-- an der Schrägfläche der Anschläge-24a-zur Anlage gekommen und haben dadurch die Sperrstücke--15--in die Offenstellung geschwenkt.
Das Zapfenpaar--7-- kann somit in den waagrechten Stichkanal --23a-- der Mitnehmer einfahren und in diesem Kanal auslaufen, ohne dass durch die jeweils erreichte Endstellung des Zapfenpaares die Stellung des Aufnahmebehälters--la--beeinflusst wird.
Durch das Umlenken der Führungsbahn im Bereich der Beladestelle-B-und der beiden Entladestellen-El, E2-wird in der gleichen Weise wie beim Übergang von einer waagrechten auf eine anschliessende senkrechte Bewegung der Aufnahmebehälter bis zum Stillstand abgebremst. Das Abbremsen beginnt in dem Augenblick, in dem das Zapfenpaar, das den Behälter antreibt, in den gekrümmten Teil der Führungsbahn einläuft.
Mit dem Einfahren des gefüllten Behälters-la-in die Entladestelle-El-ist der vorausgesetzte Ausgangszustand wieder erreicht. Die Entscheidung, welcher von den beiden in den Entladestellen befindlichen Behältern-la bzw. lb-als nächster in die Beladestelle-B-befördert werden soll, wird davon abhängen, welcher Behälter zuerst leer ist.
In Fig. 7 ist die Verbindung der beiden Führungsbahnen für die Gelenkkettenpaare--5 und 6-dargestellt. Die Verbindung ist nach Art einer Weiche mit einer schwenkbaren Zunge-29- ausgebildet. Die Weichenzunge--29--ist an der Seite --30-- geradlinig und an der Seite--31-entsprechend der Krümmung der Bahn bogenförmig ausgebildet. Die Weichenzunge--29--kann frei schwenkbar gelagert sein ; das Umlegen erfolgt jeweils durch das erste Glied der Gelenkketten. Durch diese Weichenzunge wird eine einwandfreie Führung der Gelenkketten-Paare an der Übergangsstelle in die gemeinsame Führungsbahn --13-- sichergestellt.
Das Gerät enthält jeweils eine der Anzahl der Aufnahmebehälter entsprechende Anzahl von unabhängig voneinander arbeitenden Antrieben für die Gelenkketten-Paare, wobei die Antriebssteuerungen so gegeneinander verriegelt sind, dass Fehlbedienungen unmöglich sind. Es kann auch eine Steuerung angewendet werden, bei der durch eine einmalige Betätigung der Ablauf der Beförderung eines leeren Aufnahmebehälters in die Beladestelle und daran anschliessend die Weiterbeförderung des gefüllten Aufnahmebehälters in eine Entladestelle automatisch erfolgt.
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