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Einrichtung zum Prüfen von Objektiven
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Prüfen von Objektiven mittels einer
Projektionseinrichtung und eines Testbildes an Kameras, die einen Raum zum Einbringen von
Kassetten, vorzugsweise Super-8-Kassetten, aufweisen.
Bisher wurden bei derartigen Kameras die Kameraobjektive im allgemeinen nur in von der Kamera gelöstem Zustand bzw. vor dem Einsetzen in die Kamera hinsichtlich ihrer Abbildungsgiite geprüft. Eine nachträgliche Überprüfung nach dem Einsetzen des Objektivs in die Kamera konnte praktisch nicht durchgeführt werden, obwohl beim Einsetzen des Objektivs durch unrichtige Zentrierung, unrichtige
Abstände vom Bildfenster u. dgl. sich leicht Fehler ergeben können. Wohl ist eine Vorrichtung zur überprüfung der Lage der optimalen Bildebene eines in einer Kamera eingesetzten Objektivs mittels eines hinter dem Objektiv angeordneten Reflektors bekanntgeworden.
Dabei wird dieser Reflektor von aussen durch das Kameraobjektiv hindurch beleuchtet, und es ist ein Zeiger einer Messuhr mit der
Bewegung des Reflektors gekuppelt, um die Lage der optimalen Bildebene anzuzeigen. Damit liess sich wohl die optimale Bildebene nicht aber die Abbildungsgüte des Objektivs im in die Kamera eingesetzten
Zustand überprüfen.
Diesen Mängeln wird erfindungsgemäss dadurch abgeholfen, dass eine einer Filmkassette nachgebildete Kassette verwendet ist, besonders mit den Abmessungen gemäss DIN 15823/1, deren
Filmandrücker einen Bildfensterausschnitt aufweist und ein Testbild innerhalb dieses Ausschnittes trägt, wobei Einrichtungen zum Beleuchten dieses Testbildes vorgesehen sind. Diese Massnahmen dienen dazu, die beim normalen Gebrauch einer Kamera herrrschenden Verhältnisse zu simulieren, um eine bestmögliche Überprüfung des Kameraobjektes zu erhalten. Es sind zwar Geräte bekannt, in deren Bildebene gegebenenfalls ein Bildträger eingebracht werden kann. Es handelt sich um solche Geräte, die sowohl als Kameras als auch als Projektion verwendet wurden, aber nicht um Kameras der eingangs erwähnten Art.
Der Einbau der Beleuchtungseinrichtung in die Kassette wäre zwar theoretisch möglich, in praxi jedoch mit Schwierigkeiten verbunden, weshalb gemäss einer Weiterbildung der Erfindung die Einrichtung zum Beleuchten des in der Kassette angeordneten Testbildes ausserhalb der Kassette angeordnet sind und Lichtzuführeinrichtungen in das Innere der Kassette aufweisen. Hiebei ergibt sich eine besonders einfache Konstruktion, wenn die Lichtzuführeinrichtungen von einem Lichtleiter, insbesondere einem flexiblen Lichtleiter gebildet sind. Dieser Lichtleiter ist gemäss einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung von einem Strang aus Polyvinylchloridmaterial gebildet, dem vorzugsweise ein Wärmeschutzfilter vorgeschaltet ist.
Auch können im Rahmen der Erfindung die Beleuchtungseinrichtungen zur besseren Ausleuchtung des Testbildes eine vor dem Testbild angeordnete Mattscheibe od. dgl. aufweisen. Um den Gebrauch einer erfindungsgemässen Einrichtung leicht auch Reparaturbetrieben od. dgl. zu ermöglichen, ist vorzugsweise mindestens eine Kupplung, zweckmässig eine Schnellkupplung, zwischen Filmkassette und Beleuchtungseinrichtungen, beispielsweise zwischen der Lichtquelle und dem Lichtleiter vorgesehen. Dadurch können erfindungsgemässe Prüfkassetten leicht auch an Reparaturbetriebe verkauft werden, wo sie dann ohne besondere Änderung dort bereits
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vorhandener Beleuchtungseinrichtungen an diese angeschlossen werden können.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich an Hand der nachfolgenden Beschreibung eines in den Zeichnungen schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles. Fig. l zeigt schematisch eine Einrichtung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens, wogegen die Fig. 2 bis 5 Einzelheiten in verschiedener Darstellung sind.
Gemäss Fig. l ist in einer Kamera --1-- mit einem Objektiv --2- eine einer handelsüblichen Filmkassette nachgebildete Kassete --3-- eingelegt. Von einer handelsüblichen Filmkassette unterscheidet sich die Kassette --3-- durch ihren besonders ausgebildeten Filmandrücker-4--, der in Fig. 2 in Vorderansicht und in Fig. 3 im Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 2 dargestellt ist.
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--5-- auf,im Gegensatz zu handelsüblichen Filmkassetten der Andrücker --4-- statt durch eine einzige Blattfeder vorteilhaft durch zwei Spiralfedern-6- (Fig. l) angedrückt, die in Bohrungen-7des Andrückers --4-- eingesetzt sind.
Unter der Wirkung dieser Federn --6-- wird der Andrücker --4-- gegen die Vorderwand der Kassette --3- gedrückt, wobei er sich in üblicher Weise an drei
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von hinten durch die Öffnung --5-- hindurch nach dem Einbringen in die Kamera--l--mittels des Kameraobjektivs--2--auf ein Messfeld, einen Schirm od.dgl. --14-- (Fig.1)projiziert werden.
Hiezu ist im Ausführungsbeispiel ein mit der Kassette--3--verbundener, flexibler Lichtleiter - vorgesehen, der das Testbild --13-- über eine Mattscheibe-16-gleichmässig beleuchtet. Der Lichtleiter--15--tritt aus der Kassette--3--durch einen Schlitz--17-hindurch, der von der hinteren Schmalfläche der Kassette --3-- bis auf die in Fig. l dargestellte Seitenfläche reicht. Dies hat seinen Grund darin, dass auf diese Weise sowohl die Objektive von Kameras überprüft werden können, bei denen die Filmkassette von hinten eingeschoben-als auch von Kameras bei denen die Filmkassette seitlich eingelegt werden muss.
Im einen Fall tritt dann der Lichtleiter --15-- durch den Schlitz--17--der Kassette--3--an deren hinteren Schmalfläche und durch die hintere Öffnung der Kamera aus, während der Lichtleiter im andern Fall seitlich aus dem Schlitz --17-- und der Kamera herausragt.
Der Lichtleiter der vorzugsweise aus Polyvinylchloridmaterial besteht und beispielsweise einen Durchmesser von 8 mm und eine Länge von 500 mm haben kann, ist, zweckmässig über nicht dargestellte Steckkupplungen mit einem Beleuchtungsgerät --18-- verbunden. Das Beleuchtungsgerät --18-- weist im Ausführungsbeispiel eine Lichtquelle mit einem Kaltlichtspiegel--19--und zum Schutz des empfindlichen Kunststoffes des Lichtleiters --15-- ein wärmeschutzfilter --20-- auf.
Im Rahmen der Erfindung sind zahlreiche Abwandlungen möglich. Beispielsweise kann der Lichtleiter --15-- mit dem Gerät-18-fest verbunden, mit der Kassette -3-- jedoch lösbar verbunden sein. Hiezu könnten an der Kassette --3-- ein oder zwei Kupplungsstellen vorgesehen sein, von denen aus dann das Licht, gegebenenfalls mittels weiterer optischer Einrichtungen, dem
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--13-PATENTANSPRÜCHE
1. Einrichtung zum Prüfen von Objektiven mittels einer Projektionseinrichtung und eines Testbildes an Kameras, die einen Raum zum Einbringen.von Kassetten, vorzugsweise Super-8-Kassetten, aufweisen, gekennzeichnet durch eine einer Filmkassette nachgebildete Kassette, besonders mit den Abmessungen gemäss DIN 15823/1, deren Filmandrücker einen Bildfensterausschnitt aufweist und das Testbild innerhalb dieses Ausschnittes trägt, wobei Einrichtungen zum Beleuchten dieses Testbildes vorgesehen sind.
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