AT294541B - Quellfester Belag für Papiermaschinen, insbesondere Saugerleisten - Google Patents

Quellfester Belag für Papiermaschinen, insbesondere Saugerleisten

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AT294541B
AT294541B AT225164A AT225164A AT294541B AT 294541 B AT294541 B AT 294541B AT 225164 A AT225164 A AT 225164A AT 225164 A AT225164 A AT 225164A AT 294541 B AT294541 B AT 294541B
Authority
AT
Austria
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swell
plastic
strips
paper machines
resistant covering
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Application number
AT225164A
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English (en)
Inventor
Heinrich Ing Bartelmuss
Original Assignee
Heinrich Ing Bartelmuss
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21FPAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
    • D21F1/00Wet end of machines for making continuous webs of paper
    • D21F1/48Suction apparatus
    • D21F1/52Suction boxes without rolls
    • D21F1/523Covers thereof

Landscapes

  • Paper (AREA)
  • Reinforced Plastic Materials (AREA)

Description


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  Quellfeste Belag für Papiermaschinen, insbesondere Saugerleisten 
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 bzw. ultraviolette Strahlen zeigen vor allem bei Polyäthylen gute Wirkung. Erfindungsgemäss ausgebildete Beläge quellen unter dem Einfluss von Nässe nicht, womit eine gleichmässige Abnutzung der Oberfläche erreicht und zusätzliche Beanspruchungen des Siebes durch Erhöhung oder Vertiefung verhindert werden. 



   Werden Silikate in amorpher, fadenförmiger Gestalt, beispielsweise Glasfasern, zugesetzt, welcher
Zusatz bis zu 60   Gew.-% des   Gemisches betragen kann, gleichgültig, ob es sich um Polyamide oder
Polyolefine oder Acetalmischpolymerisate handelt, wird ein Anstieg der Zugfestigkeit, Biegefestigkeit bis auf etwa das Doppelte und darüber erzielt, wobei die Verformung von etwa 12 bis auf etwa 4% absinkt, mindestens jedoch um 30%. Die Kugeldruckhärte nach steigt auf etwa das Doppelte an, ohne dass das Material seine übrigen Eigenschaften verliert. Insbesondere beträgt die Wasseraufnahme der verstärkten zu den reinen Polyamiden nur etwa die Hälfte bis zu zwei Drittel maximal, mindestens jedoch 0, 9 der Werte der reinen Polyamide. Damit liegt die Formschrumpfung nur etwa bei 25 bis 30% der Werte von unverstärktem Nylon 6 oder 6, 6.

   Auch der thermische Ausdehnungskoeffizient liegt bei verstärktem Nylon bei rund 35X10-6/oC gegenüber einem Wert von 100 bis   120 X 10-6/oC. In   unmittelbarem Zusammenhang damit steht auch eine weitere Temperaturunabhängigkeit im wichtigsten Temperaturbereich bei den genannten Kunststoffen. Die Belastbarkeit, die bei den unverstärkten Thermoplasten mit steigender Temperatur rasch abnimmt, zeigt nur einen geringen Abfall im Bereich zwischen 50 und   150 C.   Die Belastbarkeit bei verstärkten Belagteilen, wie Saugerleisten aus Nylon, ist daher etwa 5 bis 8 mal grösser als bei unverstärkten Thermoplasten. Daraus ergeben sich von selbst die Werte für die Formstabilität insbesonders, als auch die Wasseraufnahme, wie schon erwähnt, auf einen geringen Wert absinkt.

   Die Verarbeitbarkeit dieser Kunststoffe stösst auf keinerlei Schwierigkeiten, da die Silikatzusätze in fadenförmiger Gestalt praktisch nur geringste Längen aufweisen brauchen, um die geschilderten Effekte erreichen zu lassen. Selbst beim Aufschmelzen von Materialenden, welche   z. B.   miteinander verschweisst werden sollen, tritt eine Beeinträchtigung der Festigkeit der miteinander zu verschweissenden Stücke kaum ein, da die ineinanderfliessenden, verschweissten Enden jeweils genügend Verstärkungssilikate vom Gegenwerksstück aufnehmen, um auch an der theoretischen Trennfläche gute Festigkeitswerte zu erreichen. Die Länge dieser Silikatfäden liegt etwa bei 0, 5 bis 1 mm bis zu einer unbegrenzten Stranglänge je nach Werkstückgrösse, wobei jedoch zweifellos den kürzeren Fäden aus verarbeitungstechnischen Gründen der Vorrang gegeben werden muss.

   Es genügt   z. B.,   Glasfasern hiefür zu verwenden, deren Einzelfadenstärke bei 3 bis   100   liegt. Damit sind aber die Anwendungsmöglichkeiten nicht beschränkt. Bewusst wird bei diesen Belagteilen (Saugerleisten) vermieden, den Reibungskoeffizienten im Trockenlauf geringer als im Nasslauf zu halten, oder dessen Härte geringer als die Härte des Siebmaterials sein zu lassen. Die eingeschlossenen Silikate weisen auf jeden Fall höhere Werte auf. Es ergibt sich der Vorteil, dass durch die grössere Abriebfestigkeit der länger andauernde Nutzeffekt der wenig verschleissenden Oberfläche gegenüber dem Kunststoffmaterial, wie   z. B.   reinem Polyamid, gewahrt bleibt.

   Daraus ergibt sich, dass Belagteile (Saugerleisten) aus den geschilderten Mischmaterialien, die gegebenenfalls auch mit Gleitzusätzen aus Molybdändisulfid, wie z. B. Molykotte oder Graphit, versetzt sein können, die grössere Wirtschaftlichkeit und längere Haltbarkeit bringen. 



   In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen : Fig. l eine Saugerleiste, Fig. 2 eine in ein Befestigungselement eingeschobene Saugerleiste und Fig. 3 eine aus mehreren Teilen bestehende Saugerleiste. 
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 hergerichtet sein. In Fig. 2 besteht die   Saugerleiste-l-aus   nicht oder nur wenig quellendem Kunststoff, während die   Teile--3   und 4--, die zur Klemmung der   Saugerleiste--l--dienen,   aus Kunststoff oder Metall oder auch aus einem andern Material hergestellt sein können. Fig. 3 zeigt die Anordnung einer Saugerleiste aus mehreren Streifen mit Abdichtung. Der Rahmen ist hiebei mit 
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 quer angeordneten Streifen bestehen.

   Zur Abdichtung gegen die Atmosphäre sind bei dem Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 3 seitlich, rundumlaufende   Abdichtungselemente --7 -- aus   Leder, Filz, Gummi oder Kunststoff in kompakter oder geschäumter Form vorgesehen. Sollte es sich notwendig erweisen, kann auch eine   Fussplatte--8--vorgesehen   werden. Mit diesen Ausführungsbeispielen sind nicht alle möglichen Varianten abgedeckt. Die Befestigung der Saugerleisten wird auf herkömmliche Art durch Verschraubung oder Klemmung oder irgendeine im allgemeinen Maschinenbau übliche Art getroffen. Es zeigt sich somit, dass Saugerleisten aus Materialien, die keine 

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 oder nur geringe Tendenzen zum Quellen zeigen, hervorragend gut beim Entwässern von Papier oder
Holzstoffen verwendet werden können.

   Allein das Fehlen des Verziehens macht es überflüssig, Belagteile (Saugerleisten) zu verwenden, deren Härte weit unter der des Siebes liegt, weil die gleichmässige Auflage des Siebes auf den Belagteilen (Saugerleisten) für eine gleichmässige Beanspruchung beider Teile sorgt und damit auch ein sattes Aufliegen des Siebes erreicht wird, wodurch keinerlei Lücken in der
Absaugung entstehen. 



   Die Herstellung von Belagteilen (Saugerleisten) aus nicht quellenden Kunststoffen wie
Polyolefinen, z. B. Polyäthylen oder Polypropylen, mit oder ohne fadenförmiger Silikatzusätze erfolgt in der herkömmlichen Weise durch Pressen von Blöcken und Verschweissen dieser auf die notwendige
Länge. Selbstverständlich müssen die auftretenden Spannungen durch Wärmebehandlung bei 100 und
2000C ausgeglichen werden, was auch für die übrigen verwendeten Kunststoffe gilt. 



   Wenn jedoch quellungsarme Kunststoffe, z. B. Polyamide mit Silikatzusätzen verwendet werden, so wird vor der Verarbeitung in der Presse ein gründliches Mischen der Silikatzusätze mit dem in
Granulat-oder Pulverform verwendeten Polyamid oder Polyäthylen notwendig. Je gleichmässiger die Durchmischung erfolgt, desto formstabiler wird das Produkt. Beimischungen bis zu 60% Glasfaser sind ohne weiteres zulässig. Die Eigenschaften in thermischer, elektrischer, reibungsmässiger und formstabiler Hinsicht ändern sich allerdings mit der Höhe des Silikatgehaltes. Ein Optimum aller Eigenschaften gemeinsam wird mit etwa einem Zusatz von 25 bis 30% erreicht. Bei Verwendung von kurzen Glasfasern ist zu beachten, dass diese regellos,   d. h.   in allen Richtungen im Pulver oder im Granulat liegen und so die Verankerung nach Art eines Raumgitters erfolgt.

   Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Fasern in Strangform, d. h. in der Linie der grössten Ausdehnung des Belages oder der Saugerleiste unterzubringen, so dass die Hauptrichtung der Fasern in einer Linie und parallel zu dieser liegt und nur verhältnismässig wenige Fasern eine räumliche Querverbindung bringen. 



   Wenn die Oberfläche der Belagteile oder Saugerleisten nun noch durch Bestrahlung vernetzt wird, wird eine optimale Härte auch des Kunststoffes erreicht, ohne jedoch die Abriebfestigkeit zu beeinträchtigen, im Gegenteil, sie wird noch hinaufgesetzt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Quellfester Belag für Papiermaschinen, insbesondere Saugerleisten, in Form einer oder mehrerer glatter Platten oder Streifen, die zur Gänze oder teilweise aus Kunststoff bestehen, wobei fallweise seitlich, rundumlaufende Abdichtungselemente aus Leder, Filz, Gummi oder Kunststoff in kompakter oder geschäumter Form zur Abdichtung gegen die Atmosphäre vorgesehen sind, dadurch ge- kennzeichnet, dass der Kunststoff ultraviolett-, elektronen-oder gammabestrahltes Polyäthylen, Acetalmischpolymerisat, Polypropylen, Polyamid oder Polyurethan, gegebenenfalls wie an sich bekannt, mit Zusatz von Silikaten in amorpher, fadenförmiger Gestalt, beispielsweise Glasfasern, ist und gegebenenfalls Gleitzusätze, wie Molybdändisulfid oder Graphit, enthält.
AT225164A 1964-03-16 1964-03-16 Quellfester Belag für Papiermaschinen, insbesondere Saugerleisten AT294541B (de)

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