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Uberführungsvorrichtung für keramische Formlinge
Die Erfindung bezieht sich auf eine Überführungsvorrichtung zum gleichzeitigen Überführen mehrerer keramischer Formlinge, deren Bearbeitung im Zuge des Behandlungsablaufes in verschiedenen Behandlungseinrichtungen erfolgt, die eine für die gleichzeitige Behandlung mehrerer Formlinge entsprechende Anzahl parallel betriebener Behandlungsplätze aufweisen, mit Vakuumhebeeinrichtungen, von denen eine der Anzahl der parallel behandelten Formlinge entsprechende Zahl einem gleichzeitigen Abheben der parallel behandelten Formlinge von einer entsprechenden Anzahl jeweiliger Aufnahmestellen, deren Halten während der Überführung und deren Absetzen auf eine entsprechende Anzahl jeweiliger Absetzstellen dient und an einem gemeinsamen Schlitten angeordnet ist, der an einer Führung bewegbar ist,
welche sich für eine direkte Überführung der Formlinge von den für eine Abgabe der Formlinge bereiten, parallel betriebenen Behandlungsplätzen einer im Behandlungsablauf vorgeschalteten Behandlungseinrichtung bis zu den für eine Übernahme der Formlinge angebotenen, parallel betriebenen Behandlungsplätzen einer im Behandlungsablauf nachgeschalteten Behandlungeinrichtung erstreckt, wobei die Vakuumhebeeinrichtungen in vertikaler Arbeitshubrichtung nachgiebige Faltenbälge aufweisen, nach Patent Nr. 283983.
Mit einer solchen Vorrichtung lässt sich der Transport keramischer Formlinge von einer Behandlungseinrichtung zur nächstfolgenden, insbesondere zwischen voneinander unabhängigen und als in sich geschlossene Baueinheiten erstellten Behandlungseinrichtungen, wie sie in der europäischen keramischen Industrie üblich sind, einfach und wirtschaftlich vornehmen. Es bedarf keiner besonderen Fördereinrichtung, auf welche von den Behandlungsplätzen der vorgeschalteten Behandlungseinrichtung abgenommene Formlinge abgesetzt und von denen diese wieder abgehoben werden müssen, um sie auf Behandlungsplätzen nachgeschalteter Behandlungseinrichtungen abzusetzen.
Dadurch, dass die von den Behandlungsplätzen der vorgeschalteten Behandlungseinrichtung abgehobenen Formlinge in dieser abgehobenen Stellung bis zu den Behandlungsplätzen der nachgeschalteten Behandlungseinrichtung transportiert und auf diese abgesetzt werden, wird der maschinelle und zeitliche Aufwand für ein Abheben und Absetzen des Formlings, wie er bei einer gesonderten Fördereinrichtung zwischen zwei aufeinanderfolgenden Behandlungseinrichtungen notwendig wäre, eingespart ; die mit diesen Arbeiten verbundene Belastung der Formlinge wird vermieden. Die Ausrüstung der Überführungseinrichtung mit Vakuumgreifern, die einen Faltenbelag aufweisen, ermöglicht ein sehr sanftes Ansteuern, Greifen, Abheben und Wiederabsetzen des Formlings ; geringe Schräglagen der Abnahme-bzw.
Absetzflächen werden durch eine entsprechende Verformung der Faltenbälge ohne Schwierigkeiten aufgefangen.
Weiterhin ermöglicht die Nachgiebigkeit der Faltenbälge in einfachster Weise eine Anpassung an Höhenunterschiede der jeweiligen Abnahme-bzw. Absetzflächen. Bei starrer Zuordnung zwischen der Balgaufhängung und der Führung führen die Faltenbälge sämtliche vertikalen Hubbewegungen aus, die
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für die überführung der Formlinge notwendig sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine überführungsvorrichtung nach dem Prinzip der eingangs genannten Art dahingehend weiter zu verbessern, dass in wirtschaftlicher Weise mehr als zwei im Behandlungsablauf aufeinanderfolgende Behandlungseinrichtungen fördertechnisch miteinander verbunden werden können.
Das wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass zwischen der vorgeschalteten Behandlung- einrichtung, an der die Führung beginnt, und der nachgeschalteten Behandlungseinrichtung, an der die
Führung endet, zumindest eine weitere Behandlungseinrichtung vorgesehen ist, deren parallel betriebene
Behandlungsplätze von den Vakuumhebeeinrichtungen wenigstens eines in der Führung bewegbaren
Schlittens erreichbar sind.
Durch das Verbinden der Behandlungsplätze von mindestens drei hintereinander angeordneten
Behandlungseinrichtungen wird der konstruktive Aufbau der Führung in aller Regel einfacher, da statt mehrerer Teilstücke nur ein zusammenhängendes Führungsstück gehalten bzw. abgestützt werden muss.
Die durchgehend ausgebildete Führung eignet sich besonders bei mittleren Behandlungseinrichtungen, deren Behandlungsplätze zugleich der übernahme und Übergabe der Formlinge von bzw. an die
Vakuumhebeeinrichtungen der überführungseinrichtung dienen, wie das beispielsweise bei der in den
Zeichnungen dargestellten Putzmaschine mit ortsfesten Spindeln der Fall ist.
Die durchgehende Führung erlaubt es auch grundsätzlich, mit ein und derselben Reihe an einen
Schlitten angeordneter Vakuumhebeeinrichtungen die Transportaufgaben in mehreren von der Führung übergriffenen Transportabschnitten zwischen aufeinanderfolgenden Behandlungseinrichtungen durchzu- führen. Dadurch wird allerdings ein ziemlicher Zeitaufwand erforderlich, der einer zügigen fliessbandartigen Produktion von Formlingen meistens entgegenstehen wird. Bevorzugt wird demnach in jedem Transportabschnitt ein Schlitten mit der der Anzahl der Behandlungsplätze einer
Behandlungseinrichtung entsprechenden Zahl von Vakuumhebeeinrichtungen vorgesehen.
Diese verschiedenen Schlitten können unabhängig voneinander bewegt werden. Wenn man dafür sorgt, dass die Abstände der in Richtung der Führung hintereinander angeordneten Behandlungsplätze mit gleichem Abstand aufeinanderfolgen, so kann man die hintereinander angeordneten Schlitten zweckmässig in dem gleichen Abstand zueinander fest verkuppeln und mit einem gemeinsamen Antriebsaggregat antreiben. Dadurch wird zusätzlich auch der Aufwand an Steuermitteln verringert und ein taktweiser, dem Fortschreiten des Behandlungsablaufes gerechter Transport erreicht.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulicht. Es zeigen : Fig. l eine Seitenansicht einer Ausführungsform der erfindungsgemässen Überführungseinrichtung, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1 und Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 1.
Die erfindungsgemässe überführungseinrichtung ist an dem Beispiel einer Anlage aus einer Trockeneinrichtung einer Putzeinrichtung--2-und einer Stapeleinrichtung-3erläutert.
In dem Trockner--l-und der Stapeleinrichtung (Elevator) --3-- sind die Formlinge - 4-- auf Schaukeln --5- gelagert, die an einer Transportkette-6 bzw. 7--aufgehängt sind.
In dem Trockner liegen die Formlinge (Teller) mit ihrem Rand auf den Schaukeln --5-- auf.
Wenn die Formlinge nach Durchlaufen des Trockners zu dessen Ausgang gelangen, werden sie von einer insgesamt mit --8- bezeichneten Transport- und Wendeeinrichtung übernommen. Diese besitzt einen um eine Achse --9-- schwenkbaren Arm --10--, an dem mehrere Bälge --11-- einer Vakuumhebeeinrichtung nebeneinander und in solcher Zahl angeordnet sind, die der Zahl der gleichzeitig von einer Schaukel --5-- des Trockners abzuhebenden und in Richtung auf die Putzeinrichtung--2--zu bewegenden und dabei gleichzeitig zu wendenden Teller--4--entspricht ; für das Putzen der Teller ist es nämlich erforderlich, dass diese mit ihrem Rand nach oben zu liegen kommen.
Die Länge des Armes --10-- entspricht demzufolge der Länge der Schaukeln--5--. Auf dem Arm--10--sind die Bälge--11--so angeordnet, dass ihr Arbeitsende, also das Balgende, das gegen die Formlinge angesetzt wird, der Schaukel des Trockners zugekehrt ist, wenn der Arm--10-- im Zuge einer Schwenkbewegung über eine solche Schaukel zu liegen kommt. Eine solche Stellung des Armes --17-- ist in Fig. l strichliert angedeutet. Die Bälge sind für ihr Zusammenziehen und Festhalten eines von der Schaukel --5-- des Trockners abgenommenen Formlings mit einem Vakuumanschluss und zu ihrem Ausdehnen und Loslassen des Formlings mit einem Lufteinlass versehen, was an sich bekannt und deshalb in den Zeichnungen nicht im einzelnen wiedergegeben ist.
Die Bälge --11-- der Transport-und Wendevorrichtung--8--halten die von einer Schaukel--5--des Trockners--l--gleichzeitig abgehobenen Teller --4-- während der Schwenkung des Armes - fest. Ein seitliches Ausweichen der Bälge während der Schwenkbewegung wird durch
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zweckentsprechende, an dem Arm --17-- vorgesehene Führungsmittel verhindert, was in den Zeichnungen ebenfalls nicht im einzelnen wiedergegeben ist.
Schwenkt der Arm-17-aus der in Fig. 1 gezeigten strichlierten Stellung in die in ausgezogenen Linien gezeigte Lage, dann kommen die Formlinge --4-- in den Wirkungsbereich einer insgesamt mit --12-- bezeichneten Transporteinrichtung, die, wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, eine der Anzahl der gleichzeitig zu transportierenden Formlinge entsprechenden Anzahl von Vakuumhebeein-
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--13-- umfasst,Fig. 3) befestigt, der an seinen Enden vermittels Laschen--15, 16--auf Stangen--17, 18-- verschiebbar geführt ist. Der Balken --14-- bildet also einen Transportschlitten für die
Vakuumhebeeinrichtungen--13-, dem ein zweckentsprechender, nicht gezeigter Antrieb zugeordnet ist.
Der Balken --14-- bewegt sich periodisch zwischen der Transport-und Wendevorrichtung --8-- und der Putzeinrichtung-2-hin und her, wobei diese Bewegung abgestimmt ist auf die
Bewegung des Armes --10-- der Vorrichtung --8--.
Die Transporteinrichtung --12-- befördert sämtliche auf dem Arm --10-- befindlichen
Teller gleichzeitig zu der Putzeinrichtung-2--, wo sie auch gleichzeitig auf die Arbeitsstellen bzw.
Spindeln --19-- abgesetzt werden. Diese sind in einer geraden, rechtwinkelig zum Transportweg der
Formlinge verlaufenden Reihe stationär angeordnet. Unterhalb der Spindeln --19-- ist im Unterbau der Putzmaschine ein Absaugkanal --20-- zur Abführung des beim Putzen anfallenden Staubes vorgesehen. Die neben den Spindeln --19-- auf diese zu und von diesen fort verschiebbar angeordneten Putzwerkzeuge sind mit--21, 22-bezeichnet.
Für den Transport der geputzten Formlinge von der Putzmaschine--2--zu dem Stapelelevator --3-- ist eine weitere Transporteinrichtung --23-- vorgesehen, die in derselben Weise ausgebildet ist wie die Transporteinrichtung--12-. Die beiden Transporteinrichtungen--12, 23-sind vermittels des Gliedes --24-- miteinander verbunden und laufen auf denselben Stangen-17, 18--.
Demzufolge ist für die Betätigung der beiden Transporteinrichtungen nur ein einziger Antrieb und eine einzige Steuereinrichtung erforderlich. Hierauf wurde bereits vorstehend hingewiesen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Überführungsvorrichtung zum gleichzeitigen Überführen mehrerer keramischer Formlinge, deren Bearbeitung im Zuge des Behandlungsablaufes in verschiedenen Behandlungseinrichtungen erfolgt, die eine für die gleichzeitige Behandlung mehrerer Formlinge entsprechende Anzahl parallel betriebener Behandlungsplätze aufweisen, mit Vakuumhebeeinrichtungen, von denen eine der Anzahl der parallel behandelten Formlinge entsprechende Zahl einem gleichzeitigen Abheben der parallel behandelten Formlinge von einer entsprechenden Anzahl jeweiliger Aufnahmestellen, deren Halten während der Überführung und deren Absetzen auf eine entsprechende Anzahl jeweiliger Absetzstellen dient und an einem gemeinsamen Schlitten angeordnet ist, der an einer Führung bewegbar ist,
welche sich für eine direkte Überführung der Formlinge von den für eine Aufgabe der Formlinge bereiten, parallel betriebenen Behandlungsplätzen einer im Behandlungsablauf vorgeschalteten Behandlungseinrichtung bis zu den für eine Übernahme der Formlinge angebotenen, parallel betriebenen Behandlungsplätzen einer im Behandlungsablauf nachgeschalteten Behandlungseinrichtung erstreckt, wobei die Vakuumhebeeinrichtungen in vertikaler Arbeitshubrichtung nachgiebige Faltenbälge aufweisen, nach Patent Nr. 283983,
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der die Führung (17,18) beginnt, und der nachgeschalteten Behandlungseinrichtung (3), an der die Führung endet, zumindest eine weitere Behandlungseinrichtung (2) vorgesehen ist, deren parallel betriebene Behandlungsplätze (19) von den Vakuumhebeeinrichtungen (13) wenigstens eines in der Führung bewegbaren Schlittens (14) erreichbar sind.
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