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bis der Kolben 4 in die vertikale Lage gelangt ist, in der sein Stift 41 in das untere Loch 27 der festen Wolle einschnappt und ihn gleichzeitig mit dem Kolben 5 mit der Wolle fest verbindet (Stellung C). Jetzt beginnt ein neuer Arbeitszyklus, bei dem zwischen 4 und 2 Gasgemisch angesaugt, zwischen 2 und 5 komprimiert, zwischen 5 und 1 zur Explosion gebracht und zwischen 1 und 4 ausgetrieben wird. Die Lage der Auspufföffnung 8 ist derart gewählt, dass die Verbrennungsprodukte aus dem Raume I bereits austreten können, bevor der treibende Kolben 1 unten in seine feste Lage gelangt ist, so dass in dem Augenblicke des Verbindens mit der Welle zu beiden Seiten von 1 kein Überdruck herrscht.
In den Stellungen A, B und C der Fig. 8 ist die Lage der Kolben von drehend auf fest nach einer Explosion dargestellt. Es findet nun wechselweise ein Lösen und Fest-
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fast eine Umdrehung gemacht hat und nach sieben Explosionen genau drei, so dass auf drei Umdrehungen sieben Explosionen kommen.
Wie aus den Fig. 1, 2 und 3 ersichtlich, ist das eigentliche Gehäuse aus einem Stücke hergestellt und besteht im wesentlichen aus drei Hauptteilen. Der mittlere Teil ist mit Kanälen und Öffnungen versehen, um dem durchströmenden Kühlwasser eine möglichst grosse Oberfläche zu bieten. Die seitlichen Abschlussdeckel 10 sind mit den mittleren Teilen 9 mittels Packungseinlagen durch die Bolzen 11 fest und gasdicht verbunden (Fig. ;" und schliessen den eigentlichen Arbeitsraum ein.
In den mittleren Teilen 9 und Deckeln 10 sind die Kanüle 12 angeordnet für das bei 13 einströmende und mittels der Zentrifugalkraft ringsum geschleuderte bzw. verteilte Kühlwasser, das durch einen Hohlring 14, der unten ein Abflussrohr 15 besitzt und mit. der Grundplatte 16 fest verbunden ist, wieder abgeführt wird. Der feststehende IIohlring 14 ist mittels Loderringen abgedichtet ; ebenso ist an den Stellen 13 zu beiden Seiten des Zylinders, an denen das Kühlwasser zutritt, eine ähnliche Abdichtung vorgesehen.
In der Mitte des Zylinders 9 ist ein Ring 17 angeordnet, der mit drei Paar Löchern 18 versehen ist, die paarweise dicht nebeneinander auf je einem Drittel des Umfanges angeordnet sind (Fig. 1). Diese Löcher dienen zur Aufnahme der Stifte 41, die in gewissen Zeiträumen aus den Kolben 1 und 4 hervortreten. Um den Stift 41 allmählich und nicht zu plötzlich in das Loch 18 eintreten zu lassen, ist ein klinkenartigen Arm
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den Ring gleitet, erst die lilinko niederdrückt und dann beim Weitergleiten in das Loch 18 einschnappt. Die Klinke tritt über die Zylinderwand nicht hervor und wird durch eine Schraubenfeder 28 angepresst.
Der Zylinder ist in üblicher Weise mit einem Lagerfutter 20 vorsehen (Fig. 2), das
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grösseren Gleittläche sind an beiden Seiten dreieckige, kastenartige Behälter N6 vorgesehen, die seitlich offen sind (Fig. 4).
Innerhalb des Kolbens ist ein gasdichter Raum gebildet, in dem der Bewegung- mechanismus für die Stifte 41 vorgesehen ist. Die Abdichtung erfolgt durch Dichtungs- federn 37, die ihrerseits mittels kleiner Federn 38 angepresst werden. In der Mitte des Kolbens ist eine viereckige Stange 39 verschiebbar angeordnet (Fig. 5), an deren Enden sich runde Spitze 40 befinden. Diese sind in dem Stifte 41 verschiebbar gelagert, der oben und unten in der liolbonwand beweglich ist. Auf das innere Ende des Stiftes. 11
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Kolben genau eingestellt bzw. geregelt werden kann.
Die Stifte 41 treten entweder am äusseren Kolbeneude aus und schnappen in eines der LÜcher 1H oder sie durchsetzen das innere Kolbonendc und gelangen in eines der Löcher 27. t'tii nun ein Zurückspringen dor Stifte 41 aus diesen Löchern zu verhindern, ist ein unter Federwirkung stehendes Gestänge angeordnet. In zwei gegenüberliegenden Wänden des Kolbens sind die Zapfen 43 drehbar gelagert (Fig. 5), die an dem einen Ende der Stange 24 angeordnet sind, deren anderes Ende verschiebbar in einem mit der Stange 9
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eingenommenen Lage durch die um die Stange 24 galagerte Schraubenfeder verhidnert wird.
Die Anordnung des Mechanismus zum Schieben der Stifte 41 entweder in den festen
Ring. 22 oder in die Zylinderwand, ist aus den Fig. 4 und 5 ersichtlich.
Steht (Fig. 4) der eine Kolben J in der Stellung F, in der er mit der festen Welle 21 verbunden ist und-hat die Drehung des Gehäuses ein Mitnehmen des zur linken Seite dargestellten Kolbens zur Folge gehabt, so stösst in dem Augenblicke, da dieser Kolben in die Stellung VI gekommen ist, ein Vorsprung 33, der seitlich von diesem Kolben an. gebracht ist, gegen einen in derselben Höhe gelagerten und in dem anderen Kolben beweglich angeordneten Stift 45, wodurch dieser in den Kolben hineingeschoben wird. Diese Bewegung wird nun mittelbar auf den Stab 39 übertragen. In dem Kolbengehäuse ist eine Welle 46 drehbar gelagert, die zwei rechtwinklig zueinander angeordnete Arme 47 und 48 besitzt ; der Arm 47 liegt in einem Schlitz des Stiftes 45, während der Arm 48 durch eine Zugstange 49 mit dem Stabe 39 (Fig. *4 und 5) verbunden ist.
Wirkt nun der Vorsprung 33 gegen den Stift 45, so wird dieser verschoben, die Welle 46 umgelegt und der Stab 39 gehoben. Die Verbindung zwischen den beiden Enden des Stabes 39 und den
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Stabenden 40 gleiten in einer zentralen Bohrung der Stifte 41 und sind mit einer Nut 50 versehen, in der ein Zapfen 51 eingreift (Fig. 5). Die Lage der Zapfen 51 und die Länge der Nut 50 ist nun derart gewählt, dass, wenn ein Stift 41 ausgeschoben ist, der Zapfen 51 in das von der Mitte am weitesten entfernte Ende der Nut 50 zu liegen kommt ; ist dagegen der Stift 41 eingezogen, so befindet sich der Zapfen 51 im anderen Ende der Nut 50 (Fig. 5). Es wird demzufolge durch Umlegen des Mechanismus der untere Stift 41 aus dem Loche 27 herausgezogen, indem der Stift 41 unmittelbar von dem Zapfen 51 gehoben wird.
Das obere Stabende wird aber erst den oberen Stift 41 aufwärts bewegen bzw. ausschieben, wenn das untere Ende der Nut, d. i. das der Mitte am nächsten gelegene, gegen den oberen Zapfen 51 stösst (Fig. 5). Der Hub des Stiftes 4J ist so bemessen, dass der eine Stift 4J fast gänzlich eingezogen ist, bevor der gegenüberliegende gegen die thor- fläche des Ringes 22 stösst. Befindet sich also boim Umstellen der Stifte 41 der obere einem Loch 18 gegenüber, so wird der Stift 41 sofort in dieses Loch einschnappen, welche Bewegung noch durch die Federwirkung des Gestänges 24 unterstützt wird.
Befindet sich dagegen noch die Oberfläche des Uinges 2 scgenllher dem Stifte 41, so wird dieser auf ihr gleiten und etwas spater in das n : ichstfo) gendo Loch 27 einschnappen, da die Foderwirkung des Gestänges 24 auch dann noch in Wirkung bleibt. Letztere soH also nicht nur ein Zurückspringen der Stifte 41 verhindern, sondern auch in dem Augenblick ihres Ein- selinappens diese Wirkung unterstützen. In allen Stellungen, in denen eines der beiden LÖcher 27 in der festen Welle beim Umlegen dos Stabes 39 sich gegenüber einem Loche 18 in dem Ring des Zylinders beendet, wird der untere Stift 41 aus dem Loche 27 gezogen
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In allen anderen Stellungen, in denen heim Herausziehen der Stifte, entweder aus einem Loche der Welle odor des Zylinders, der gegenüberliegende Stift noch kein Loch in der Welle findet, wird zwar der eine Stift teilweise ausgezogen worden, aber der andere noch nicht einschnappen können.
Dieser wird dann zwar durch das bereits umgelegte Federgestänge 24 angedrückt, gleitet aber noch über die Obornläche der Wello und kommt erst in dem Augenblicke zum Eingriff, in welchem er einem in der Welle angeordneten
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Vor jedem Kolbonpaaro enthält nur einer der Kolben, u. zw. 1 und 4 den Umstell- mechanismus. Der Stift 45 des Kolbens 1 wird nun durch den Vorsprung 33 des Kotbons. 5 nach rechts gedrückt (Fig. 1 und 4) und trifft bei der Weiterdrehung auf einen anderen Vorsprung 32 des Kolbens 4, der den Stift in seine ursprüngliche Lage (die in Fig. 4
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linken Seite angeordnet (Fig. 2). Dabei befindet sich das Auspuffrohr an der rechten Seite der Maschine.
Dementsprechend befindet sich am Kolhon 1 (Fig. 4) hinter dem Stifte 45 zur linken Seite ein Ansatz 3, der den Stift 45 des Kolbens 4 uiiilegt. In dem Kolben botindot sich ein anderer Vorsprung 33 zur linken Seite, der diesen Stift wieder zurückbefördcrt.
In den in Fig. 4 veranschaulichten Stellungen VI und V berührt der Vorsprung 33 des Kolbens 5 den ausgeschobenen Stift 45. Bei der Weiterdrehung wird dieser Stift hineingeschoben und der Kolben 1 von der festen Welle gelöst, wobei 5 in die punktiert
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wieder zurückgeschoben worden, wobei diese beiden Kolben eine kurze Strecke weiter gedreht wurden, bis der Stift 41 des Kolbens 1 in das Loch 27 der Welle einschnappt und letzterer in die in Fig. 1 gezeichnete Stellung von 2 gelangt.
Zur Abdichtung sind zwischen den Deckeln j ! C, den Ringen 31 und 84 und dem festen Teil 22 der Welle in üblicher Weise Nuten eingedreht, in die Dichtungsfedern eingelegt sind.
Die elektrische Zündung findot in der Weise statt, dass an der Stelle des Ringes 22, wo die Explosionen stattfinden, ein Schleifkontakt angeordnet ist. Beim Passieren eines Kolbens drückt dieser den Schleifkontakt nach innen, wodurch der Primärstrom geschlossen, gleichzeitig aber auch wieder unterbrochen wird, wobei zwischen dem metallisch verbundenen Ringe 22 und dem isolierten Zündstift mittels des Sekundärstromes ein Funken entsteht, der das Gasgemisch entzündet.
Die hohle Welle enthält ausser dem Zutrittsrohr 26 und Auspuffrohr 29 noch einen isolierten Primärdraht, einen isolierten Sekundärdraht und eine kleine Ölleitung. Das unter Druck zugeführte Schmieröl verteilt sich innerhalb der Welle nach verschiedenen Stollen und wird mittels der Zentrifugalkraft durch kleine Ölkanäie nach allen Seiten hin ge- schtoudert.
Statt der einfachen in den Fig. 2 und 3 dargestellten Lager können auch Kugellager Anwendung finden, um die Drehung des Gehäuses wesentlich zu erleichtern.
Die Wirkungsweise der Maschine ist folgende :
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und 4 und 5 mit dem sich drehenden Zylinder fest verbunden sind, befinden sich in der Lage, in der durch Anstossen von 5 an 1 und 4 an 2 diese Verbindung gelöst wird. Demzufolge werden. 1 und 2 mit dem sich drehenden Gehäuse gekuppelt. Weil aber der innere Stift 41 des Kolbens das untere Loch 27 am Wellenumfang noch nicht erreicht hat, bleibt die Verbindung zwischen diesem Kolben und dem Zylinder noch eine kurze Zeit
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kommt. letzt schnappt der Stift 41 in die Öffnung ein, und es werden 4 und 5 mit der Welle verbunden.
Es findet nun eine Explosion zwischen 5 als festem und 1 als drehendem Kolben statt, wodurch 1 und 2 in die Lage von 4 und 5 der Fig. 1 gelangen und in dem Baume zwischen 1 und 4 die Verbrennungsprodukte der vorherigen Explosion ausgetrieben
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gelangt ist. Indem nun zwischen diesen beiden Kolben wieder eine Explosion stattfindet, wiederholt sich der beschriebene Vorgang von neuem.
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weil in der Zeit, in der die Kolben abwechselnd fest mit der Welle, lose und wieder fest mit der Welle bzw. mit dem Gehäuse verbunden werden, die Kolben mit Bezug auf
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nach einer Umdrehung dieser Schaufel in dem Punkte 52 des Umfanges angelangt ist.
Das wechselweise Verbinden und Lösen der Kolben mit der Welle und mit dem Gehäuse bedingt
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Wolle verbunden, ist.
Das Gehäuse der Maschine kann zugleich als Schwungrad ausgebildet werden. Die Umsteuerung kann während des Betriebes erfolgen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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1. Explosionskraftmaschine mit abwechselnd kreisenden Kolben, von denen je zwei gegenüberliegende Kolben zweier Kolbenpaare miteinander verbunden sind und abwechselnd und zeitweise mit dem festen bzw. mit dem kreisenden Teil der Maschine gekuppelt werden durch Stosswirkung des einen Kolbens auf den anderen, wodurch die für die Arbeitsweise im Viertakt erforderliche Vergrösserung und Verkleinerung der zwischen den Kolben be- findlichen-Räume herbeigeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass zu beiden Seiten eines an der feststehenden hohlen Motorwelle (21) angeordneten scheibenförmigen mittleren Teiles (22) frei drehbare Ringe (31, 31 bzw.
34, 34) angeordnet sind, von denen je zwei
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sind, wobei jedes Kolbenpaar einen vorschiebbar gelagerten, mit ausschiebbaren Enden (41) versehenen Stab (39) besitzt, wits) rend in dem Umfange des Teiles (22) der Welle, sowie in einem in der Innenfläche des umlaufenden Gehäuses (9) angeordneten Ring (17) Löcher (27 bzw. J) angeordnet sind, u. zw.
in der Welle nur zwei Löcher (27) diametral einander gegenüberliegend und in der Zylinderflicho drei Sätze von je zwei Löchern (18) in gleicher Entfernung voneinander, derart, dass bei der durch die Stosswirkung des kreisenden Kolbens gegen den feststehenden herbeigeführte Verschiebung des Stabes (39), dessen Enden (41) in eines der Löcher (27 oder 18) eintreten, wodurch die zeitweilige Verbindung des Kolbens entweder mit der Welle oder mit dem Zylinder bewirkt wird.