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Schwingsieb zum Sieben von schüttfähigem Gut
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Siebe mit ihren Auflagern --31-- und den Fundamenten--32-und--33-die Antriebsmittel sind (Fig. l bis einschliesslich 4). Diese beiden Konstruktionen beruhen auf der Feststellung, dass eine stärkere Erweiterung des Siebkanals nach unten sich vorteilhaft auf die Siebung mancher Siebgüter auswirkt. Die Pfeile-D--bezeichnen den Weg durch den Siebkanal. Gemäss Fig. l wird die sich ergebende Siebkanalverbreiterung, die ab einem bestimmten, vom Siebgut abhängigen Wert den Wirkungsgrad der Maschine verschlechtert, dadurch ausgeglichen, dass Abstufungen--34--gemäss Fig. 2 durch einen keilförmigen Einbaukörper--35--zugeordnet sind.
In beiden Fällen erfolgt der Antrieb mittels Kurbel-36--, doch sind natürlich auch andere Antriebe möglich.
Ein weiteres Beispiel für die Erzeugung von schräg nach unten gerichteten und folglich gegenüber lotrechten Sieben schnelleren Abwurfbewegungen der Siebfläche, jedoch bei einem Siebkanal konstanter Breite, zeigt Fig. 3 in der einen und Fig. 4 in der andern Extremlage. Die Siebe --30-- werden von Platten --40-- getragen, die über Arme-41-und Lenker-42-pendelnd am Traggestell --42-- hängen und durch den Kurbeltrieb --43-- so bewegt werden, dass das Material im Sinne
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Schliesslich zeigen die Fig. 5 und 6, wie man einem aus Sieben --30-- gebildeten Kanal durch entsprechend verteilte Unwuchtantriebe (bekannter Art)-50--, Fig. 5 bzw. unter einem Winkel wirksamen Kurbeln-51, 52--, Fig. 6, eine aus zwei Komponenten zusammengesetzte Siebbewegung erteilen kann, die eine Wellenbewegung--53 bzw. 54--, jeweils mit der Schwingweite-S- (die in einem grösseren Massstab dargestellt ist, als den Antriebssystemen entspricht) vorstellt ; die voll gezeichnete Wellenlinie sei der Hingang, die strichliert gezeichnete Linie der Rückgang der schwingenden Massen. Es ist ersichtlich, dass diese wowohl eine Vertikal-als auch Horizontalbewegung ausführen, die natürlich nicht für jeden Punkt der Siebe gleiche Grösse zu haben brauchen.
Eine solche Siebbewegung wirkt dem Verlegen der Siebe entgegen und begünstigt den Siebvorgang.
Wenn der Siebantrieb so ausgeführt wird, dass das Siebgut nahezu senkrecht auf die Siebbeläge auftrifft, so wird der spezifische Siebverschleiss auf ein bisher nicht bekannt gewesenes Minimum gesenkt. Anderseits kann die Antriebsbewegung der Siebbeläge auf eine optimale Selbstreinigung zielen, was für die Aussiebung von siebtechnisch schwierig beherrschbaren Siebgütern wichtig ist, wie z. B. bei feuchtem bis nassem, lehmhältigem oder klebrigem Material, spiessigem Siebgut u. dgl. Weiters wird ein besonderer Vorteil bei der Siebung von Heissgut gesehen, da das Material nur kurzzeitig mit den Siebdecken in Berührung kommt, wodurch die durch die Hitze hervorgerufenen Beanspruchungen der Siebdecke stark reduziert werden.
Schliesslich können die den Siebkanal parallel zur Hauptschwingrichtung begrenzenden Flächen Einbauten tragen, die zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit und Verwendbarkeit der vorliegenden Siebvorrichtung dienen. Als Beispiele von Sondereinbauten seien angeführt : a) Materialleitbleche oder Prallplatten zur Erhöhung der Siebgenauigkeit und/oder Lenkung oder Umleitung des Siebgutflusses ; b) Einbau von Bebrausungs-, Kühl-, Trocknungs-oder Absaugeinrichtungen ; c) An-oder Einbau von Messgeräten, Probenehmern, Klappen und Siebspannvorrichtungen verschiedenster Bauweisen.
Es kann ferner von Vorteil sein, die Antriebssysteme der Schwingsiebe so auszuführen, dass die erzeugten Schwingamplituden einregulierbar sind, u. zw. gewünschtenfalls auch bei arbeitender Maschine.
Solche Antriebe sind an sich bekannt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schwingsieb zum Sieben von schüttfähigem Gut, das mindestens einen lotrecht verlaufenden Siebkanal aufweist, in welchen das Siebgut von oben eingeführt wird und der an mindestens einer Seite von einer Siebfläche begrenzt ist, die durch eine Vibrationseinrichtung in senkrecht zu dieser Siebfläche verlaufende und folglich etwa senkrecht zur Kanalachse verlaufende Schwingungen versetzt wird, wobei die Schwingweite des Siebkanals, gesehen über seine Höhe, unterschiedlich ist, nach Patent Nr. 277903,
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aus überlagerten Antriebsbewegungen in vorwiegend oder gänzlich horizontaler und vorwiegend oder gänzlich vertikaler Richtung entstanden sind.
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