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Druckvorrichtung, insbesondere Adressiermaschine
Adressiermaschinen, die in den verschiedensten Zweigen der Wirtschaft verwendet werden, sollen zu einem niedrigen Preis anschaffbar sein und bei einfachem Aufbau möglichst viele Aufgaben erfüllen können. Die bisher bekannten Ausführungen erfüllen diese Anforderungen nur teilweise. Die einfachen und dementsprechend billigen Bauarten weisen keine oder nur eine unzureichende Selektionseinrichtung zum selbsttätigen Auswählen der Matrizen auf, so dass die Matrizen umständlich sortiert werden müssen.
Die mit Selektionseinrichtung versehenen bekannten Ausführungen sind hingegen kompliziert und haben einen dementsprechend hohen Anschaffungspreis.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Druckvorrichtung, insbesondere Adressiermaschine, zum Abdrucken von Matrizen, welche Vorrichtung eine Zuführwalze für das gestapelte Druckgut und ein verschiebbares Zuführmesser aufweist, das die in einem Magazin gestapelten Matrizen von der Unterseite des Stapels einzeln abnimmt und vor den Druckwalzen in die Bewegungsbah des Druckgutes führt, wobei die Matrizen mit Markierungen versehen sind und eine durch die Markierungen betätigte Auswahleinrichtung vorgesehen ist, die die Arbeitsbewegung der Druckvorrichtung steuert, wobei die Auswahleinrichtung aus einer unterhalb des Magazins angeordneten, mit der unteren Fläche der Matrizen zusammenwirkenden Abtasteinrichtung und aus einer mit der Abtasteinrichtung elektrisch verbundenen elektronischen Steuereinrichtung besteht,
und wobei an der unteren Fläche der Matrizen in beliebiger Anordnung Markierungen, z. B. Graphitstriche, vorgesehen sind, so dass von in der gestapelten Reihenfolge durch die Druckvorrichtung laufenden Matrizen nur die mittels der Auswahleinrichtung vorher bestimmten Matrizen abgedruckt werden, nach Patent Nr. 263045.
Die erfindungsgemässe Druckvorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Abtasteinrichtung aus wenigstens einer Lichtquelle und aus wenigstens einem dieser zugeordneten lichtempfindlichen Steuerelement, z. B. einer Photozelle oder einem lichtabhängigen Widerstand, besteht, das von der Lichtquelle getrennt angeordnet und durch von den Matrizen reflektiertes Licht der Lichtquelle beleuchtet ist, wobei die Matrizen als Markierungen an ihrer Unterseite Felder mit verschieden grosser Absorption des auftreffenden Lichtes aufweisen.
Die Vorteile der Vorrichtung nach Patent Nr. 263045 sind die Schaffung einer einfachen Selektionsmöglichkeit, die mit geringem Aufwand auch bei den einfachen und billigen Ausführungsformen angewendet werden kann, und der Wegfall eines eigenen Arbeitsganges für die Abtastung der Matrizen, da diese bereits im Stapel abgetastet werden. Dadurch entfallen die hiefür sonst erforderlichen komplizierten Einrichtungen.
Durch die erfindungsgemässe weitere Ausgestaltung der im Patent Nr. 263045 beschriebenen Druckvorrichtung wird die Abtasteinrichtung noch einfacher und sie kann ohne bauliche Änderungen auch nachträglich in bereits fertige Druckvorrichtungen der genannten Bauart eingebaut werden. Die notwendigen Markierungen sind einfach herstellbar und können beispielsweise aus einem mit schwarzer Farbe hergestellten Stempelaufdruck bestehen. Für die Weiterverarbeitung der den Markierungen entsprechend abgetasteten Signale kann praktisch dieselbe elektronische Steuereinrichtung verwendet werden wie bei der Bauart nach dem Patent Nr. 263045.
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Gemäss einer besonders einfachen und daher bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Lichtquellen und die zugeordneten lichtempfindlichen Steuerelemente in einer einseitig offenen Kammer angeordnet, die durch Trennwände unterteilt ist und auf deren oberem Rand die Matrizen aufliegen. Zweckmässig endet dabei die zwischen der Lichtquelle und dem ihr zugeordneten lichtempfindlichen Steuerelement befindliche Trennwand im Abstand vom offenen, oberen Rand der Kammer oder ist die Trennwand in diesem Bereich mit einer Aussparung für den Lichtdurchtritt versehen. Dadurch wird eine direkte Beleuchtung der Steuerelemente durch die ihnen zugeordnete Lichtquelle verhindert, hingegen das Einfallen der von der Matrize reflektierten Lichtstrahlen ungehindert ermöglicht.
Erfindungsgemäss kann schliesslich die Kammer an ihrem offenen Rand mit einer lichtdicht abschliessenden, das Darübergleiten der Matrizen zulassenden Einfassung, z. B. aus Filz, versehen sein, um auf diese Weise einen störenden Lichteinfall von aussen zu verhindern.
In den Zeichnungen ist die Erfindung an Hand eines schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Fig. l zeigt eine erfindungsgemäss ausgebildete Abtasteinrichtung in Draufsicht und Fig. 2 dazu einen Schnitt in grösserem Massstab.
Wie aus Fig. l hervorgeht, besteht die dargestellte Abtasteinrichtung aus drei Abtasteinheiten mit je einer Lichtquelle --1-- und einem dieser zugeordneten lichtempfindlichen Steuerelement--2--. Als Steuerelement können z. B. Photozellen, lichtabhängige Widerstände, Phototransistoren oder Photodioden verwendet werden, wobei mittels Phototransistoren zugleich eine Verstärkung erfolgen kann. Die Lichtquellen--l--und die Steuerelemente --2-- sind in einer gemeinsamen Kammer --3-- angeordnet, die durch Querwände --4-- und eine Längswand--5--in einzelne Abteile unterteilt ist.
Die Trennwände--4, 5-- haben die Aufgabe, eine unerwünschte gegenseitige Beeinflussung der aus Lichtquelle --1-- und Steuerelement --2-- bestehenden Abtasteinheiten zu verhindern. Um störende Reflexionen im Inneren der Kammer zu vermeiden, sind die Innenwände derselben und die Trennwände--4 und 5--zweckmässig schwarz ausgekleidet oder schwarz lackiert.
Die Kammer--3--mit den Abtasteinheiten ist unterhalb der in einem Magazin gestapelten, z. B. aus Lochkarten gebildeten Matrizen angeordnet. In Fig. l ist die unterste Matrize strichpunktiert angedeutet und mit --6-- bezeichnet. Aus Fig. 2 ist deutlich zu erkennen, dass die unterste Matrize --6-- auf dem offenen Rand der Kammer--3--aufliegt. Dieser ist mit einer Einfassung--7--, z. B. aus Filz versehen, welche die Kammer lichtdicht abschliesst und ein Zerkratzen der Matrizen - 6-beim Darübergleiten verhindert.
Aus Fig. 2 ist ferner zu sehen, dass die Trennwand-S-- zwischen der Lichtquelle--l--und dem Steuerelement--2--im Abstand vom offenen, oberen
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--4-- bis--l-- auf das zugeordnete Steuerelement--2--, ermöglicht hingegen zufolge ihrer kürzeren Ausbildung das Auftreffen der von der Unterseite der Matrize--6--reflektierten, strichpunktiert angedeuteten Lichtstrahlen--8--auf das zugeordnete Steuerelement--2--. Eine gegenseitige Beeinflussung der aus je einer Lichtquelle--l--und einem Steuerelement --2-- gebildeten Abtasteinheiten wird durch die bis zum oberen Rand der Kammer--3--hinaufreichenden Querwände --4-- verhindert.
Die Lichtquellen--l--sind über Leitungen --9-- dauernd an eine Stromquelle angeschlossen und die Steuerelemente --2-- stehen über Leitungen--10--mit einer nicht dargestellten elektronischen Steuereinrichtung in Verbindung.
Die dargestellte Abtasteinrichtung ermöglicht ein Abtasten von auf der Unterseite der gestapelten Matrizen --6-- angeordneten Markierungen auf photoelektrischem Wege. Die Unterseite der Matrizen, die vorzugsweise aus Karten aus Karton bestehen, ist in einzelne Felder unterteilt, von denen ein Teil der gewünschten Selektion entsprechend mit einem Stempelaufdruck aus schwarzer Farbe versehen ist.
Die mit einem solchen Stempelaufdruck markierten Felder absorbieren das auftreffende Licht stärker als die unmarkierten Felder, wodurch die von markierten Feldern abgedeckten Steuerelemente--2-weniger beleuchtet sind als die Steuerelemente--2--, über denen sich unmarkierte Felder befinden, die das von der zugeordneten Lichtquelle--l--kommende Licht reflektieren. Auf diese Weise erzeugen die einzelnen Steuerelemente der Markierung der Matrizen entsprechend unterschiedliche Signale, durch welche über die an die Leitungen--10--angeschlossene elektronische Steuereinrichtung die Druckvorrichtung gesteuert wird.
Die zum Drucken dienenden Einrichtungen der erfindungsgemässen Druckvorrichtung und die mit der Abtasteinrichtung zusammenwirkende elektronische Steuereinrichtung unterscheiden sich weder im Aufbau noch funktionell von der im Patent Nr. 263045 beschriebenen und dargestellten Ausführungsform. Die Abtasteinrichtung tastet auf photoelektrischem Wege die auf der Unterseite der Matrizen angebrachten Markierungen ab und gibt die entsprechenden Signale an die elektronische
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Steuereinrichtung weiter, durch die sodann die den Markierungen entsprechende Selektion vorgenommen wird. Die Steuereinrichtung steuert den Durchlauf sowohl der Matrizen als auch des Druckgutes durch die Druckvorrichtung.
In Abhängigkeit von dem durch die Abtasteinrichtung gelieferten Signal wird entweder der Durchlauf des Druckgutes und einer Matrize ausgelöst, so dass die auf der Matrize befindliche Beschriftung auf die durchlaufende Einheit des Druckgutes gedruckt wird, oder aber die Matrize allein wird frei durch die Maschine hindurchlaufen gelassen, wobei kein Abdruck erfolgt. Die Auswahl der Matrizen ist dabei nach verschiedensten Gesichtspunkten möglich und die Anzahl der möglichen Kombinationen und Variationen hängt von der Anzahl der aus Lichtquelle und Steuerelement bestehenden Abtasteinheiten ab.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Druckvorrichtung, insbesondere Adressiermaschine zum Abdrucken von Matrizen, welche Vorrichtung eine Zuführwalze für das gestapelte Druckgut und ein verschiebbares Zuführmesser aufweist, das die in einem Magazin gestapelten Matrizen von der Unterseite des Stapels einzeln abnimmt und vor den Druckwalzen in die Bewegungsbahn des Druckgutes führt, wobei die Matrizen mit Markierungen versehen sind und eine durch die Markierungen betätigte Auswahleinrichtung vorgesehen ist, die die Arbeitsbewegung der Druckvorrichtung steuert, wobei die Auswahleinrichtung aus einer unterhalb des Magazins angeordneten, mit der unteren Fläche der Matrizen zusammenwirkenden Abtasteinrichtung und aus einer mit der Abtasteinrichtung elektrisch verbundenen elektronischen Steuereinrichtung besteht, und wobei an der unteren Fläche der Matrizen in beliebiger Anordnung Markierungen,
z. B. Graphitstriche, vorgesehen sind, so dass von in der gestapelten Reihenfolge durch die Druckvorrichtung laufenden Matrizen nur die mittels der Auswähleinrichtung vorher bestimmten
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lichtempfindlichen Steuerelement (2), z. B. einer Photozelle oder einem lichtabhängigen Widerstand, besteht, das von der Lichtquelle getrennt angeordnet und durch von den Matrizen (6) reflektiertes Licht der Lichtquelle beleuchtet ist, wobei die Matrizen als Markierungen an ihrer Unterseite Felder mit verschieden grosser Absorbtion des auftreffenden Lichtes aufweisen.
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