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Vorrichtung zum Aufstäuben von Farbe auf Papier, Gewebe und ähnliche Flächen.
Die Erfindung betrifft Verbesserungen an Vorrichtungen zum Aufstäuben von Farbe auf Papier, Gewebe und sonstige Flächen. Die Verbesserungen beziehen sich auf Vor- richtungen jener Art, bei welchen die Arbeitsstücke einer mit einem endlosen Riemen zu- sammen arbeitenden, drehbaren Patrone zugeführt werden und von Zcrstäubungsvorrichtungen einen Sprühregen von Farbmaterial erhalten, wobei die überschüssige Farbe wieder al)- gesaugt wird.
Es hat sich gezeigt, dass beim Aufstäuben von Farben mittelst solcher Vorrichtungen eine beträchtliche Menge der Farbe in Form eines von den Aufstäubvorrichtungen her- kommenden Sprühregens in der Luft schwebt und durch die Öffnungen der Patrone auf jenen Teil des Arbeitsstückes gelangt, den man nicht zu mustern beabsichtigte.
Es kann allerdings nicht als neu angesehen werden, den Überschuss an trockenem Pulver, z. B. Bronzepulver, abzusaugen, aber bisher ist das Bronzieren in einer geschlossenen Kammer ausgeführt worden und das Pulver wurde durch einen Ventilator gesaugt, was mit flüssigen Farben in Form eines Sprühregens nicht möglich wäre, ohne dass sich auf dem Ventilator Teile ablagern und dessen Lager verschmutzen.
Der bekannte Sammler für das Hronzepulver war auch fest, aber gemäss vorliegender Erfindung werden die in der freien Luft schwebenden, zerstäubten flüssigen Farbteilchen mittels eines verstellbaren Hohlzylinders oder Behälters entfernt, der eine seitliche Öffnung in der Nähe des Arbeitsstückes besitzt und mit einer Absaugevorrichtung verbunden ist, welche die schwebenden Teilchen von dem Arbeitsstücke saugen, wobei das Arbeitsprodukt nicht beschädigt wird. Einige der bisher vorgeschlagenen Maschinen dieser Type waren auch mit Einrichtungen versehen. um die Zerstäubvorrichtungen in einer gekrümmten Bahn quer zum Arbeitsstücke rück- und vorwärts zu bewegen, wenn letzteres unter den Zcrstäubvorrichtungen hinbewegt wurde.
Iliebei war aber eine besondere Einstellung nötig, um die Zerstäubvorrichtungen zur
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dehnung in derselben Richtung wie das Arbeitsstück ging und in gewisser Ausdehnung auch entgegengesetzt, so dass auf gewisse Stellen des Arbeitsstückes zu viel Farbe aufgeschleudert wurde, auf andere wieder zu wenig, soferne nicht die Einrichtungen zur Be- tätigung der Zerstäuber besonders eingestellt waren, was sorgfältig Berechnung voraus-
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verteil vorrichtung eine hin und her gehende Bewegung quer zum Papiere oder Stoffe zu geben, aber solche Wischer dienten zur Entfernung des überschüssigen Pulvers und nicht, um die Farbvcrteilvorrichtung hin und her zu bewegen.
Ferner bot diese Einrichtung keine
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Filze, sogenannter Kattundruckunterlage"zu versehen, welcher das Arbeitsstück in inniger Berührung mit der Patrone zu halten hat.
Eine weitere Verbesserung gegenüber den bekannten Maschinen, bei welcher die Patrone auf Ringen angebracht ist, besteht darin, dass anstatt die Patrone von dem endlosen Bande anzutreiben, sie nach der Erfindung mittelst zweier Paare Rollen anzutreiben,
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zu regeln, während ausserdem dieselbe Einrichtung auch eine gleichzeitige Betätigung sämt- licher Zerstäuber'gestattet, 0
Fig. 1 zeigt eine, gemäss der Erfindung ausgeführte Maschine in Seitenansicht, Fig. 2 ist ein wagerechter Schnitt nach 2-2 in Fig. I, Fig.
3 ein in grösserem Massstabe gehalener lotrechter Schnitt durch die Einrichtung, welche verhindert, dass sich die in der Luft schwebenden kleinen Farbteile auf der Patrone absetzen und das Arbeitsstück be- schmutzen oder verfärben. Fig. 4 ist ebenfalls eine Einzelheit in Endansicht und in grösserem Massstabe und zeigt eine der Farbezerstäubvorrichtungen mit der Einrichtung, um die Ventile eines jeden Zerstäubers für sich zu regeln und alle Ventile gleichzeitig, aber unabhängig von der elektromagnetischen Einrichtung zu betätigen. Fig. 5 ist eine zugehörige Draufsicht. Fig. 6 ist eine Seitenansicht einer Einzelheit und zeigt eine Zer- stäubvorrichtung unter rechtem Winkel zu der in Fig. 4 dargestellten.
Fig. 7 zeigt in Seitenansicht (ebenfalls in grösserem Massstabe) eine Anzahl elektrischer Kontakte zum Schliessen einer Anzahl Stromkreise und zum Erregen der Magnete, in Verbindung mit Zerstäubvorrichtungen, um zu bewirken, dass die Düsen Farbe auf das Arbeitsstück spritzen. Fig. 8 ist ein Schnitt nach 8-8 in Fig. 7.
Die endlose drehbare Patrone a (in Fig. 1 als einfache gestrichelte Linie, in Fig. 2 aber im Grundrisse ersichtlich) ist auf zwei Ringen b, b stellbar angebracht, weiche von genuteten Rollen c, c und d getragen werden, die in Lagern auf jeder Seite eines Rahmens e gelagert sind ; die Patrone wird beispielsweise von den beiden Reibungsrollen d angetrieben.
Der endlose Riemen f geht über Rollen g, hund i und steht mit dem Arbeitsstücke in
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Ringe drücken, in reibender Berührung erhalten werden. Die Rollen j sind an halbkreis- förmigen Konsolen 47 gelagert.
Der verwendete Riemen ist in irgendwelcher geeigneten Weise angefertigt, so dass er vorteilhaft in der Längsrichtung biegsam, aber in der Querrichtung steif ist ; er ist mit einem anderen Riemen 1 aus Filz oder dickem Gewebe (Kattundruckunt & rlage) bedeckt oder überzogen, welche das Arbeitsstück besser und gleichmässiger an die drehbare Patrone a anpresst.
Um auf dem Gewebe ein wellenartiges Muster herzustellen, wird den Farbenxerstäub- vorrichtungen m (Fig. 1, 2,4, 5 und 6) eine vollkommen geradlinige Rück-und Vorwärts- bewegung erteilt ; diese wird zweckmässig dadurch hervorgerufen, indem man die Stangen M, an welchen die Zerstäubdüsen m befestigt sind, in Führungen o anbringt, die an jeder
Seite der Maschine befestigt sind und gewünschtenfalls Antifriktionsrollen p haben. Die
Stangen n haben Zapfen oder Stifte q, welche sich in den Schlitzen-eines Winkelhebels s bewegen, der seine Bewegung durch eine Verbindungsstange t von einem Kurbelzapfen 11 erhält, welcher auf der Treibwelle v sitzt.
Letztere ist in dem Maschinenrahmen gelagert und der Kurbelzapfen ist entweder stellbar oder es kann die wirksame Länge des kürzeren
Armes des Winkelhebels s, mit dem die Stange verbunden ist, anf irgendwelche bekannte
Art abgeändert worden. Auf der Welle v sitzt eine kegelstumpfförmige Scheibe oder ein
Kettenrad to, welche durch eine Schnur oder einen Riemen von einer ähnlichen Scheibe auf der Welle der Rolle i angetrieben wird, wobei die Welle feste und lose Scheiben 34 und 35 trägt, die allerdings in Fig. 1 nicht dargestellt sind, um die Zeichnung nicht zu komplizieren.
Die Welle der Rolle i, welche die Treibwelle ist, teilt auch dem endlosen
Riemen f Bewegung mit und ein Kettenrad oder eine Scheibe auf derselben Wolle über- trägt die Bewegung durch eine Kette oder einen Riemen y auf ein kleineres Kettenrad z auf der Welle 1 der Treibrolle d der Patrone.
Um die Farbteilchen zu entfernen, welche in der Luft schweben, wird ein Exhaustor benutzt, der einen Luftstrom oder mehrere solche erzeugt, welche die schwebenden Teilchen wegführen. Innerhalb der Patrone sind zwei Hohlzylinder 2, 2 angeordnet, welche nahe an der Patrone mit Mundstücken oder Sammelöffnungen versehen sind. Diese Zylinder sind
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können die Luft-und Farbventile einer jeden einzelnen Zerstäubvorrichtung dadurch betätigt werden, dass man den Hebel 4 jeder Vorrichtung zur Betütigung der Spindeln 5 und 6 der erwähnten Ventile so anordnet, dass er mittelst eines anderen Hebels 7, der an dem Gehäuse 3 der Zerstäubvorrichtung abgelenkt ist, gehoben und gesenkt werden kann
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schwenkbaren Rahmen 11 angebracht ist.
Die Schnecke hat einen gerändelten Kopf-/4 oder dgl., um die Trommel drehen zu können. Das Gleitstück oder der schwenkbare Rahmen 11 ist mit einem Hebel 15 verbunden, der an der Leiste n angelenkt und mit einer federnden Klinke 16 von gebräuchlicher Konstruktion versehen ist, welche in jede der Kerben 17 eines Quadranten 18 eingreifen kann, so dass der Hebel alle Ventile entweder in offener oder geschlossener Stellung halten kann. Um die Weite der Öffnung abändern zu können, ist der Quadrant 18 auf einer Stange 19 angebracht, welche gleitbar ist und näher oder weiter von den Zerstäubvorrichtungen festgestellt werden kann. Dies
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Quadrantenstab 19 drehbar verbunden ist und eine feststellende Mutter 21 an einer an der Leiste n befestigten Konsole 22 geht.
Gewünschtenfalls kann eine Stellschraube 23 zum Feststellen des Quadrantenstabes 19 vorgesehen sein. Die Zerstäubvorrichtungen sind an der Leiste oder den Leisten durch Bolzen und Flügelmuttern 25 befestigt (Fig. 6).
Wünscht man die Zerstäubvorrichtungen Absatzweise und in vorherbestimmten Zeitpunkten zu betätigen, so geschieht dies vorteilhaft, indem man jede Zerstäubvorrichtung mit Metttromagneten R vorsieht, deren Anker 27 unter den Hebel 4 geltende Rahmen 28 tragen. Wird dann ein Strom durch die Magnetwicklungen geschickt, so wird. der Anker
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ventile ; die Druckluft wird von irgendeiner geeigneten Quelle her durch ein biegsames Rohr zu dem Rohrstutzen 29 zugeführt, während ebenso Farbe zu dem Rohrstutzen 3 (Fig. 4 und 6) zugeführt wird ; die allgemeine Anordnung und die Farbenbehälter 31 sind aus Fig. 1 zu entnehmen.
Um diese Elektromagnete 26 zu betätigen, sind die Ringe b, b, an welchen die Patrone befestigt ist, mit einer Anzahl Nuten versehen, in welche eine Anzahl Drahtstücke von geeigneter Länge in vorherbestimmten Abständen eingeklemmt und so befestigt sind ; man bezweckt damit, den Strom für jeden Magneten in vorherbestimmten Zeiten und Zeiträumen zu schliessen, um die Farbventile der Zerstäubvorrichtungen, wenn erforderlich, zu öffnen und zu schliessen.
Ein geeignetes Mittel zur Herbeiführung der Stromschlüsse besteht aus einem Rahmen. 32, der aus Fig. l in kleinem, in Fig. 7 und 8 in grösserem Massstabe ersichtlich ist oder aus mehreren solchen Rahmen. Der Rahmen ist mit einer Anzahl Federn 33 versehen, deren Rollen 36 in konzentrischen Nuten 37 laufen, in welchen federnde Draht-
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Rolle geht, so heben jene letztere und die Rolle geht dann über sie hinweg, wodurch der Kontakt 3. 9 mit. der Kontaktstange 4C in Berührung kommt. Letztere steht durch einen Draht 41 mit einem Pole einer Dynamomaschine 42 oder einer anderen Stromquelle in Verbindung und ihr anderer Pol ist durch Drähte 43 mit jeder der Bewicklungen der Elektromagnete 26 (Fig. 1, 2,4 und 5) verbunden.
Das andere Ende jeder der Be- wicklungen der Magnetspulen ist durch einen Draht- (Fig. I, 7 und S) mit einem Kontakte 39 (Fig. i, 7 und 8) verbunden.
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handeno Forbüberseliuss mitgenommen und kommt in die hohle Ruckseite der Bürste, von wo aus er in einen geeigneten Behälter gelangt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Aufstäuben von Farbe auf Papier, Gewebe und ähnliche Flächen, bei welcher die Arbeitsstücke einer mit einem endlosen Bande zusammenarbeitenden, drehbaren Patrone zugeführt werden und von Zerstäubungsvorrichtungen einen Sprühregen von Farbmaterial erhalten, wobei die überschüssige Farbe selbsttätig wieder abgesaugt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die in der freien Luft schwebenden, zerstäubten Farhteilchpn mittels eines verstellbaren Hohlzylinders (2, 2) entfernt werden, der eine seitliche Öffnung in der Nähe des Arbeitsstückes besitzt und mit einer Absangevorrichtung verbunden ist, welche die schwebenden Teilchen von dem Arbeitsstücke wegsaugt.