AT28661B - Verfahren zur Peptisation von koagulierten kolloidalen Elementen. - Google Patents
Verfahren zur Peptisation von koagulierten kolloidalen Elementen.Info
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Verfahren zur Peptisation von koagulierten kolloidalen Elementen.
Nach bisheriger Auffassung bilden die kolloidalen Metalle Koagulationsprodukte, deren unmittelbare Rückverwandlung in ein Sol z. B. durch Peptisation) bisher nicht gelungen ist. Zsigmondy2) nennt diese Körper irreversible Sole bzw. irreversible Hydrosole, um ihre Verschiedenheit vom gewöhnlichen Gele, mit dem man sich in der Regel die Eigen-
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Um aus den vollkommen irreversiblen Kolloiden der Metalle eine kolloidale Lösung zu erhalten, musste man bisher aus ihnen entweder zunächst ein Metallsalz bilden und aus diesem von neuem das Metall in kolloidaler Form reduzieren oder man musste sie mit
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Im Gegensatze hiezu haben Versuche ergeben, dass die Elemente Chrom, Molybdän, Uran, Wolfram, Vanadin, Tantal, Niob, Titan, Thorium, Zirkonium,
Bor und Silizium von dieser Regel eine Ausnahme bilden, indem sich ihre Koagulationsprodukte durch verdünnte Lösungen von Elektrolyten, insbesondere von alkalischen, wie z. D. durch Ammoniak oder Amll1oniumbasen, sehr leicht und genau so und unter denselben Dcdil1gungen peptisiPren lassen, wie diejenigen Gele der kolloidalen Sulfide, Oxyde usw., welche von Zsigmondy4) unvollkommen irreversible Hydrosole genannt werden.
Ein Ausführungsbeispiel möge den Vorgang und das Verfahren illustrieren. Versetzt man z. B. kolloidales Wolfram, gleichgiltig ob dasselbe nach dem Verfahren von 11. Schulz ("J. f. pr. Ch."N. F. 32. pag. 390-407) oder durch elektrische Zerstäubung und nach- heriges Fällen durch eine eben hinreichende Menge eines Elektrolyten oder nach einem anderen Verfahren in koagulierter pastöser Form dargestellt wurde, mit Ammoniak oder
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ganz schwach danach zu riechen bzw.
bis Lackmuspapier eben anfängt, schwach gebläut zu werden, so geht nach kurzer Zeit das gesamte Gel beim Verdünnen mit ausreichend viel reinem destillierten Wasser in eine Pseudolösung über, welche im auffallenden Lichte tintenartig undurchsichtig aussieht, in dünner Schicht aber durchsichtig ist und beim Bestrahlen durch eine Sammellinse den Tyndalleffekt zeigt, d. I). polarisiertes Licht reflektiert.
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sation5) aberhials rasch in Gele über.
Durch geringe Mengen fixer Alkalien (z. B. Atzalkalien oder kohlensauren Alkalien) worden die gleichen Erscheinungen hervorgerufen.
Solche peptisiorte kolloidale Metalle haben in konzentrierter Form ein hohes Bindevermögen für trockene Pulver jeglicher Art, z. B. Metallpulver und behalten dasselbe auch in pektisierter Form bei. Sie sollen unter anderem zur Herstellung von Glühfäden für
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elektrische Lampen Anwendung finden. Sie können auch mit kolloidalem Blei oder Bleipulver zu plastischen Massen verbunden werden, welche in entsprechende Formen gepresst und in kristallinisches Metall zurückverwandelt als Geschosse von hohem spezifischen Gewichte und grosser Zähigkeit dienen sollen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Peptisation der koagulierten Kolloide der Elemente : Chrom, Molybdän, Uran, Wolfram, Vanadin, Tantal, Niob, Titan, Thorium, Zirkonium, Bor und Silizium, dadurch gekennzeichnet, dass man diese Kolloide der Einwirkung geringer Mengen von freien organischen oder anorganischen Basen oder deren Karbonaten unterwirft.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT28661T | 1906-04-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT28661B true AT28661B (de) | 1907-06-10 |
Family
ID=3541539
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT28661D AT28661B (de) | 1906-04-26 | 1906-04-26 | Verfahren zur Peptisation von koagulierten kolloidalen Elementen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT28661B (de) |
-
1906
- 1906-04-26 AT AT28661D patent/AT28661B/de active
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