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Nähvorrichtung mit aseptischer Fadenführung für chirurgische Zwecke.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Nähvorrichtung mit aseptischer Fadenführung für chirurgische Zwecke, welche sich von den bislang bekannten dadurch unterscheidet, dass sämtliche Teile des Nadelhalters leicht auseinandernehmbar und auf das gründlichste zu reinigen sind, da nirgends Ecken oder Lücher übrig bleiben, weiter, dass diose Nähvorrichtung nach erfolgter Sterilisation den aseptischen Zustand des sterilisierten Nähfadens garantiert, da der Faden durch seine besondere Lagerung eine unabsichtliche Berührung mit den Händen des Operateurs oder einem sonstigen Gegenstande bis zumd Einstiche in den zu nähenden Wundrand bei normalem Gebrauche absolut ausschliesst.
Zugleich ermöglicht die neuartige Nadel mit dem beliebig langen, im Nadelhalter selbst
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dem Nadelhalter entfernen und neu einfädeln zu müssen, wodurch erheblich an Zeit bzw.
Assistenz gespart wird.
Auf der Zeichnung ist der Gegenstand vorliegender Erfindung veranschaulicht und zwar zeigt Fig. 1 die Seitenansicht des kompletten Apparates. Fig. 2 eine Draufsicht auf
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die Halterhiilfto a auf die Halterhälfte b und sichert hiebei das Festsitzen der Nadel d.
Das Scharnier c sowie die Ausführung des Klemmhebels e können konstruktiv verschiedenartig ausgeführt werden.
Im hinteren Teile des Nadelhalters sind die beiden Ilalterhälften a, b nicht massiv, sondern schalenartig gehalten, so dass ein Zwischenraum entsteht, welcher zur Aufnahme eines Fadens bzw. Fadenbehälters f dient. Letzterer ist in der Weise gesichert, dass er durch Zungen g festgehalten wird und können dieselben einschiebbar oder mit der llalterhälfte a oder b fest verbunden sein.
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jedoch der Faden leicht abrollbar sein. Man kann natürlich auch geeignete liehälter mit Fadenrolle einsetzen, welche man sich selbst zugleich mit dem ganzen Instrumente sterilisiert.
Der aus dem Fadenbeh ; dter horaustretende Faden i passiert einen in die Hatter-
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Am Fadcnonde, kurz vor der Nard"). hast der Kanal eine seitliche Öffnung, durch welche der Faden i austr@tt. Die Nadel, welche je nach dem Verwendungszwecle ver- schiedenartig geformt sein kann, trägt an ihrer Spitze ein Öhr lit 1 und zeigt eine in der Konvexität verlaufende Längsrille m zur Aufnahme des Fadens.
Die Anwendungsweise des Apparates ist folgende :
Zuerst wird der Fadenbehälter h eingelegt, der Faden i durch den Kanal k ge/ogen,
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als eine dünne, ihrer Dicke entsprechend fester geklemmt wird. Der Ktommhebe ! e tat im vorliegenden Falle als Winkelhebel gedacht ; kann aber auch als Exzenterhebel oder dgl. ausgebildet werden.
Der durch den Kanal k geführte und am Ende herausragende Faden wird in die Rille m gelegt und in das Öhr eingefädelt,
Wenn man jetzt zum Schlusse den ganzen Apparat sterilisiert, kann man den Faden bis zu seinem Ende verbrauchen, ohne ihn wieder mit den Fingern berühren zu müssen, ausser bei dem Schürzen der Knoten.
Beim Durchstechen der Naht wird der Faden i auf die Gegenseite mitgenommen, dort festgehalten und wird die Nadel über den Faden, der aus dem Behälter abrollt, zurückgezogen und der Faden in nötiger Länge abgeschnitten. So ist eine vollständige Naht hergestellt. Ohne die Nadel aus dem Nadelhalter entfernen zu müssen, ist sie wieder gebrauchsfähig ; dabei ist der in der Wunde verbleibende Fadenteil absolut aseptisch geblieben.
Nach dem Verknüpfen der Fadenenden ist die Wunde geschlossen.
Infolge der Einfachheit des Apparates, der grossen Zeitersparnis bei der Wundnaht und einer Garantie für einen vollständig aseptischen Nähfaden, bedeutet vorliegende Erfindung einen erheblichen Fortschritt in der chirurgischen Wundbehandlung.