AT284769B - Verfahren zum Herstellen eines porösen, hochsaugfähigen, abriebfesten Materials - Google Patents

Verfahren zum Herstellen eines porösen, hochsaugfähigen, abriebfesten Materials

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AT284769B
AT284769B AT7265A AT7265A AT284769B AT 284769 B AT284769 B AT 284769B AT 7265 A AT7265 A AT 7265A AT 7265 A AT7265 A AT 7265A AT 284769 B AT284769 B AT 284769B
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Herstellen eines porösen, hochsaugfähigen, abriebfesten Materials 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

    910960,Imprägniervorgang   das   z. B.   kautschukhaltige Bindemittel an der Oberfläche des Vliesstoffes anzureichern. Beim Einpressen des Bindemittels in den Vliesstoff beim Passieren durch zwei nebeneinanderliegende Walzen, in deren Spalt sich das pastöse Bindemittel befindet, kann aber nicht verhindert werden, dass wegen der intensiven Haftung der Faser des Vliesstoffes an den Walzen, diese Fasern immer wieder an die Oberfläche des Materials gezogen werden und später verhältnismässig leicht durch reibenden Druck aus dem Bindemittelverband herausgearbeitet werden.

   Wird aber das Material gemäss der Erfindung in einem abschliessenden Arbeitsgang beidseitig mit einem schaumförmigen Bindemittelstrich,   z. B.   einem derartigen Kautschukstrich versehen, so ist die Oberfläche des Endproduktes frei von Fasern und zeigt daher auch keine Pillingserscheinungen. 



   Bei dem nach dem erfindungsgemässen Verfahren erhältlichen Material liegt ein ähnliches Verhältnis von Bindemittel zu Fasern wie bei den üblichen bindemittelgebundenen Vliesstoffen vor. Bei diesen ist das genannte Verhältnis innerhalb der gesamten Struktur im wesentlichen gleichförmig, bei dem ersteren Produkt hingegen enthält das Innere wenig Bindemittel, während es an den beiden Oberflächen stark angereichert ist. Es ist daher verständlich, dass trotz des ungefähr gleichgrossen Verhältnisses von Fasern zu Bindemittel das Wasseraufnahmevermögen in beiden Fällen sehr verschieden ist, wobei sich überraschenderweise ergab, dass dieser Wert im Vergleich zu den bekannten Produkten um über   500So   höher liegt. 



   Bei der praktischen Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens kann die schaumförrrige Kautschukdispersion od. dgl., die die Oberfläche des Materials abdecken soll, wärmesensibel eingestellt werden. Durch Zusatz von hiefür geeigneten Verbindungen, wie Polyvinylmethylähter, Polyoxypropylenglykol oder bestimmte Siloxanverbindungen, koaguliert die Dispersion bei der Trocknung spontan bei einer Temperatur von 40 bis 80 C, insbesondere bei 60 C, je nach dem Mengenanteil dieser Verbindungen. Sie zeigen die Eigenschaft, kaltwasserlöslich zu sein, beim Erwärmen auf höhere Temperaturen aber wasserunlöslich zu werden und auszufallen und dabei die Kautschukteilchen der Dispersion mit sich zu reissen und irreversibel auszufällen.

   Die spontane Koagulation verhindert im Sinne der Erfindung das Einsinken der Kautschukdispersion in die inneren Schichten des Vliesmaterials während der Trocknung und fördert die Bildung einer geschlossenen Oberfläche, die die aus der Oberfläche abstehenden Fasern abdeckt und gleichzeitig Wasser durch die zwischen den koagulierten Kautschukteilchen befindlichen Zwischenräume durchdringen lässt. 



   Eine zusätzliche Stabilisierung des Fertigproduktes lässt sich erreichen, wenn man das lose Faservlies vor der   Imprägnierung   in einem Nadelstuhl mechanisch vorverfestigt. 



   Die nachfolgenden Beispiele erläutern die Erfindung ohne sie hierauf zu beschränken und zeigen mögliche Abwandlungen des Verfahrens. 



     Beispiel l :   Ein aus Rohbaumwollfasern bestehendes Wirrfaservlies wird, wie in der deutschen Auslegeschrift 1182425 angegeben, mit einer wässerigen, in Schaumform übergeführten Dispersion imprägniert, die 15% Festkautschuk und 15% Harnstoff (als Porenbildner) und als 
 EMI2.1 
 5 Gew.-Teile Zinkoxyd und 1 Gew.-Teil Mercaptobenzimidazol, bezogen auf 100 Gew.-Teile Festkautschukgehalt, enthält. Das mit der schaumig gerührten Dispersion getränkte Vlies wird getrocknet und ein zweites Mal mit einer Mischung gleicher Zusammensetzung imprägniert, die durch Zusatz von 3% des Natriumsalzes der Carboxymethylcellulose zu einer Paste verdickt worden ist. Diese Paste bewirkt vorzugsweise eine Imprägnierung der Oberflächenschichten des Flächengebildes.

   Zum Schluss wird das Material beidseitig mit einer schaumförmigen 40%igen wärmesensiblen Kautschukdispersion beschichtet, die auf 100 Gew.-Teile Festkautschuk 2 Gew.-Teile eines Alkylarylsulfonates als Schaum-und Netzmittel, 1, 5 Gew.-Teile Kasein als Stabilisierungsmittel, 3 Gew.-Teile eines Polyvinylmethyläthers als   Wärmesensibilisierungsmittel   und als Vulkanisationsmittel 10 Gew.-Teile Zinkoxyd, 1 Gew.-Teil Schwefel, 3 Gew.-Teile des Zinksalzes von Mercaptobenzothiazol und 1   Gew.-Teil Mercaptobenzimidazol   enthält. Nach sofortigem Koagulieren und darauf folgendem Trocknen wird bei etwa 1200C vulkanisiert ; anschliessend werden alle Porenbildner durch Auswaschen in 600C warmerr Wasser entfernt und das Material wird fertiggetrocknet.

   Das Endprodukt enthält auf 100 Gew.-Teile Fasern etwa 120 Gew.-Teile Bindemittel, davon je 40   g/m2   Bindemittel auf jeder Seite durch Streichen aufgebracht. 



     Beispiel 2 :   Ein aus Zellwollfasern bestehendes Wirrfaservlies wird mit einer   600C   warmem Salzlösung, die 20% Glaubersalz und 10% Harnstoff enthält, getränkt, getrocknet und anschliessend mit einer zu einer Paste verdickten   Imprägniermischung,   wie im Beispiel   1,   imprägniert. Darauf folgt ein beidseitiger Strich mit einer   40% eigen   wärmesensiblen Dispersion aus einem Mischpolymerisat von Butadien und Acrylintril, welche Dispersion die gleichen Zusätze enthält wie irr Beispiel 1 angegeben. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 Unmittelbar anschliessend wird koaguliert und bei 1000C vulkanisiert und in warmen : Wasser werden alle löslichen Bestandteile ausgewaschen.

   Das Endgewicht des Produktes beträgt etwa 250 g/m2, der 
 EMI3.1 
    g/m2.Beispiel 3 :   Ein aus einer Mischung von 80% gebleichter Baumwolle und   20%   Ramie hergestelltes Wirrfaservlies wird in einem Nadelstuhl mechanisch vorgebunden und anschliessend mit einer   60 C   warmen Salzlösung, die 30% Glaubersalz enthält, imprägniert. Das Material wird beidseitig mit einer wärmesensiblen Kautschukdispersion bestrichen, die ein Mischpolymerisat aus Butadien und Styrol und entsprechende Zusätze wie in Beispiel 1 enthält. Nach dem sofortigen Koagulieren und einem Vulkanisieren bei etwa 1000C werden im warmen Wasser die wasserlöslichen Bestandteile 
 EMI3.2 
 



   Ausser den in den Beispielen genannten Kautschukemulsionen eignen sich auch wärmesensibel eingestellte Emulsionen oder Dispersionen von Polyacrylaten, von Mischpolymerisaten aus Polyvinylchlorid und Polyvinylacetat und andere Filmbildner zum Aufbringen des   schaumförrr. igen   Schlussstriches.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zum Herstellen eines porösen, hochsaugfähigen, abriebfesten Materials durch EMI3.3 dass ein, gegebenenfalls genadeltes, dickes Faservlies, gegebenenfalls auch stufenweise, zunächst mit geringen Mengen eines filmbildenden Bindemittels gleichmässig durchimprägniert und anschliessend auf EMI3.4 oberflächlich aufgebrachten Bindemittelmengen grösser sind als die bei der Erstimprägnierung verwendeten.
    Druckschriften, die das Patentamt zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik in Betracht gezogen hat : EMI3.5 <tb> <tb> FR-PS <SEP> 1 <SEP> 289 <SEP> 686 <tb>
AT7265A 1965-01-08 1965-01-08 Verfahren zum Herstellen eines porösen, hochsaugfähigen, abriebfesten Materials AT284769B (de)

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