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Verfahren und Einrichtung zur Erzeugung von
Mehrfach-Verglasungseinheiten
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zur Erzeugung einer um eine Achse gekrümmten Mehrfachverglasungseinheit, die aus gebogenen, im gegenseitigen Abstand voneinander befindlichen Tafeln besteht, die längs eines zu ihrer Krümmungsachse parallelen Weges durch mehrere, in einem Tunnel angeordnete Verschmelzstationen bewegt werden, von denen die erste mit ortsfesten Wärmequellen versehen ist, um zunächst die ebenen Kantenbereiche der Tafeln miteinander zu verschmelzen. Die längs ihrer Umrisskanten miteinander verschweissten Tafeln begrenzen einen hermetisch geschlossenen mit reiner, trockener Luft (sog."toter Luft") gefüllten Raum. Solche Verglasungseinheiten werden in Fenster, Auslagen, Fahrzeugen, Kühlvitrinen u. dgl. eingesetzt.
Die Anwendung derartiger Verglasungseinheiten war bisher mehr oder minder auf eben begrenzte Verglasungsöffnungen beschränkt.
Zur Erzeugung solcher Einheiten werden im gegenseitigen Abstand gehaltene Glastafeln stetig und geradlinig an einander gegenüberliegenden Wärmequellen vorbeigeführt, um die einander gegenüberliegenden Randbereiche der Tafeln gleichzeitig miteinander zu verschmelzen. Nach dem Spülen des gebildeten Hohlraumes wird auch der Zutrittskanal zu diesem verschmolzen. Man kennt auch eine aus vier Bearbeitungsstationen bestehende Anlage zur Erzeugung von Mehrfachverglasungseinheiten, in der jeweils Glastafelpaare vertikal längs vier separaten Verschweissungsvorrichtungen vorbeibewegt und zwischen den Stationen um 900 gedreht werden. Gemäss einem andern Vorschlag findet eine einzige Verschweissungsstation Anwendung und die Glastafelpaare werden wiederholt vor-und rückwärts durch diese Station bewegt und dabei gedreht, um sämtliche vier Kanten zu verschweissen.
Die Tafelpaare sind dabei vertikal angeordnet.
Die Erfindung beschreibt eine Möglichkeit, Mehrfach-Verglasungseinheiten herzustellen, die nach einer Zylinderfläche gebogen sind. Ausgehend von einem Verfahren der eingangs angeführten Art kennzeichnet sich die Erfindung dadurch, dass die gekrümmten Randbereiche der Tafeln anschliessend in einer zweiten Verschmelzungsstation mittels relativ zum Tunnel und parallel zu den gebogenen Kantenbereichen der Tafeln bewegter Wärmequellen miteinander verschmolzen werden.
Eine erfindungsgemässe Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens geht von jener bekannten Ausführungsweise aus, gemäss welcher ein Traggestell vorgesehen ist, um die zu verschmelzenden Tafeln im gegenseitigen Abstand in Horizontallage zu stützen, sowie eine Transporteinrichtung, um das Traggestell durch einen Ofen längs eines geraden Weges, der parallel zu den ebenen Kanten der Tafeln verläuft, zu führen, sowie eine Mehrzahl von Brennern, von der das erst Brennerpaar ortsfest an gegenüberliegenden Seiten dieses Weges angeordnet ist.
Die erfindungsgemässe Ausgestaltung dieser Bauweise besteht darin, dass ein zweites Paar von Brennern, das im Abstand vom ersten Paar und im Abstand von dem genannten geraden Weg angeordnet ist, von Tragmitteln gehalten ist, die quer zu dem Bewegungsabschnitt längs einer mit der Krümmung der Glastafeln übereinstimmenden Bahn beweglich angeordnet sind und dass Anschläge zur zeitweiligen Fixierung des Tafeltraggestelles zwischen dem zweiten Brennerpaar vorgesehen sind. Die Erfindung wird nun näher unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben.
Es zeigen :
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Fig. 1 die schaubildliche Ansicht einer gekrümmten Mehrfachverglasungseinheit, wie man sie nach der Erfindung erhält ; Fig. 2 einen Querschnitt nach Linie --2-2-- und Fig. 3 einen Querschnitt nach linie --3-3-- der Fig.1; Fig.4 die perspektivische Ansicht einer Einrichtung zur Erzeugung dieser Einheiten ; Fig. 5 den Teilquerschnitt eines Ofens, in welchem einem Glastafelpaar die gewünschte Krümmung erteilt wird ; Fig. 6 einen Teillängsschnitt nach Linie--6-6--der Fig. 4 ; Fig. 7 einen ähnlichen Teillängsschnitt der Einrichtung nach Linie--7-7-- ; Fig. 8 einen Vertikalschnitt der
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--8-8-- und Fig. 9Fig. 15 die perspektivische Teilansicht einer Erfindungseinzelheit.
Die Fig. l und 2 der Zeichnungen zeigen eine gekrümmte Mehrfachverglasungseinheit --20--, die aus Tafeln--21 bzw. 22--besteht, die über Seitenwände --23-- miteinander verbunden sind, so dass zwischen den Tafeln ein hermetisch verschlossener, mit toter Luft gefüllter Raum-24--, Fig. 2, besteht. Es ist ersichtlich, dass die Glastafeln-21 und 22-ebene Randbereiche-25 und 26-und zylindrisch gebogene Randbereiche-27 und 28-besitzen. Nahe einer Seitenwand --23--, u. zw. in mindestens einer Ecke der Einheit ist ein Entwässerungsloch--29--in der einen Tafel, in Fig. 3 in der Tafel-22--, vorgesehen ; das Loch --29-- wird schliesslich dicht verschlossen.
Es versteht sich, dass die Krümmungen der Tafeln--21 und 22-- die eine gemeinsame Achse besitzen, innerhalb weiter Grenzen gewählt werden können, wobei auch andere als Kreiszylinderkrümmungen möglich sind.
Die aus fig.4 ersichtiliche einrichtung --30-- zur Erzeugung gekrümmter Mehrfachverglasungseinheiten umfasst einen Tunnelofen--31--mit Vorwärmzone--A--, erster Verschmelzungszone
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undEntnahmezone-F--. Der Tunnel--31--besteht aus wärmeisolierten Wänden und umfasst, wie die Fig. 6 bis 9 deutlicher zeigen, eine Decke-35-, einen Boden --36-- und einander gegenüberliegende Seitenwände--37 und 38--. Je eine in der Vorderwand--39--und in der Hinterwand ausgebildete Ein-bzw. Austragöffnung lässt sich durch eine vertikal bewegliche Tür verschliessen, um die Traggestelle der Glastafeln in den Ofen ein-und aus diesem auszufahren.
Wie die Fig. 6 und 8 zeigen, sind die Seitenwände--37 und 38--mit Brennereinheiten-41-versehen, die dazu dienen, in der Vorwärmzone--A--die gewünschte Temperatur aufrechtzuerhalten und die Glastafeln während des gesamten Verschmelzungsvorganges erhitzt zu halten.
Eine Vorbereitungsmassnahme in der Erzeugung von gekrümmten Verglasungseinheiten--20besteht darin, dass zunächst ein Paar von Glastafeln im gegenseitigen Abstand übereinandergebracht und dann gebogen werden. Wie Fig. 5 zeigt, kann dies üblicherweise so geschehen, dass das Glastafelpaar, während es von einer Biegeform durch den Ofen getragen wird, der Hitze ausgesetzt ist. Der Ofen --45-- ist mit in den Seitenwänden angeordneten Hitzequellen--46--und einer Rolleinrichtung --47-- versehen. Ein Paar von flachen Glastafeln-S-wird, auf einer Form--48--, von dem
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abnehmender Temperatur anschliesst.
Im Ofen nach Fig. 5 werden die Glastafeln längs einer kontinuierlichen konvexen Fläche --49-geformt, doch könnte man die gleiche Krümmung auch mit konkav verlaufenden Formen erzielen. Ferner wäre es möglich die Glastafeln so zu biegen, dass sie im Endzustand exakt voneinander distanziert sind, wozu man sich einer Zwischenlagetafel geeigneter Dicke bedienen könnte, die man zwischen die zu biegenden Tafeln einlegen würde. Um ein gegenseitiges Haften zueinander weisender Seiten der Tafeln während dieser Wärmebehandlung auszuschliessen, werden die Flächen mit einem Trennmaterial beschichtet.
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konzentrierten Wärmequellen, d. h. dem Brenner--32--der ersten Verschmelzungszone--B--, vorbeibewegt, um die geraden Randbereiche--25 und 26-fortschreitend zu erweichen, zu vereinigen und miteinander zu verschmelzen.
Anschliessend werden die Tafeln in die zweite
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Verschmelzungsstation --C-- bewegt, worauf die Hitzequellen, d. h. die Brenneranordnung-33längs der gekrümmten Randbereiche--27 und 28--vorbeibewegt werden, um diese in der gleichen Weise miteinander zu verbinden. Anschliessend wird die fertiggestelle Einheit durch die Temperstation --D-- in die Entnahmestation--F--geleitet.
Wie aus Fig. 8 erkennbar ist, ist die Querabmessung der oberen Tafel --21-- grösser als jene der unteren Tafel--22-, vgl. auch Fig. 6. Dies bedeutet, dass die Randbereiche der oberen Tafel über den entsprechenden Rand der unteren Tafel--22--vorstehen. Demnach werden die vorstehenden Randbereiche der Tafel-21--, wenn sie erhitzt wurden, nach unten gebogen und bilden die Seitenwand--23--, die sich um die Seiten der fertigen Einheit erstreckt.
Um dies zu bewirken, wird ein Paar von vorgebogenen Glastafeln übereinander im gegenseitigen
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soweit es sich um die gekrümmten Kanten handelt. Die Seitenteile --54-- des Rahmens sind geradlinig und im wesentlichen parallel zur Krümmungsachse der gekrümmten Seitenteile--55--. Die obere gekrümmte Tafel wird im Abstand von der nach oben weisenden Oberfläche des Rahmens und der gebogenen Tafel--22--mittels Armen--60--gehalten, die den vorbestimmten Abstand zwischen den Tafeln gewährleisten, und in dem Masse, in dem der Verschmelzungsvorgang fortschreitet, aus dieser Tragstellung zurückgezogen werden, wie dies noch beschrieben wird.
Wie die Fig. l1 zeigt, besteht jeder Tragarm--60--aus einer Stange--61--, die von der oberen Fläche eines Blockes --62-- getragen ist, wobei der Block um eine Achse --53-- drehbar von einem Tragkörper-64--getragen wird, der auf den Stangen --53-- des Gestelles --50-gesichert zu denken ist. Die Stange --61-- ist am Block --62-- mittels einer Schraube-65einstellbar gesichert ; die Schraube greift durch eine geschlitzte Öffnung --66-- der Stange, wodurch es möglich ist, die Stange einwärts oder auswärts mit Bezug auf die einander gegenüberliegenden Kanten der Glastafeln zu bewegen.
Der Block --62-- besitzt einen horizontalen, nach aussen weisenden Griff - -67--, mittels welchem der Arm-60-aus der in Fig. l1 dargestellten Arbeitslage in eine zweite Stellung geschwenkt werden kann, in der die Stange--61--parallel zu den Tafelkanten verläuft. Die Griffe --67-- des Tragarmes --60-- werden auf noch zu beschreibende Weise in dem Masse, wie die Erhitzung und Verschmelzung der Tafelkanten an gegenüberliegenden Seiten fortschreitet, aufeinanderfolgend erfasst, d. h. die inneren Enden--68--der Stangen--61--werden aus ihrer Tragstellung herausgeschwenkt, sobald man sich dem Verschmelzungsschritt nähert.
Sobald die Tafeln auf einem Traggestell --50-- in der Ladezone--E--der
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--34-- angeordnetbefördert das Gestell die weichen Tafeln in die erste Verschmelzungsstation--B--zwischen deren Brenneranordnungen--32--.
Gemäss den Fig. 8, 9 und 10 besteht die Transporteinrichtung --34-- aus einer Vielzahl von horizontal und quer angeordneten Rollen --17--, welche die Seitenwände--37 und 38--des Ofens durchsetzen und deren Enden in Lagern--71--ruhen, die vom Ofengestell--72--getragen werden. Das eine Ende jeder Rolle--70--ist mit einem Schneckenrad--73--versehen, die von einer Schnecke--74-, die auf der Welle --75-- angeordnet ist, getrieben werden. Fig. 10 zeigt, dass die Rollen des Eintrittsendes und des Austrittsendes unabhängig von den mittleren Rollen der Station--C--angetrieben werden ; dies gilt auch für die Rollen des Eintrittsendes der Erhitzungszone --D--.
Die Rollen --70c-- der zweiten Schmelstation--C--werden von der Welle --17-getrieben, welche die Schnecken --78-- trägt, die mit den Schneckenrädern --73-- der Enden der Rollenachsen kämmen. Die Welle --77-- ist in Lagern --79-- gelagert und trägt ein Kettenrad - -80--. Gemäss Fig. 14 ist dem Kettenrad --80-- der Welle --77-- ein Zahnrad --81-- der Antriebswelle--82--mittels einer Zahnkette--83--zugeordnet und die Welle--82--mit einer Antribsmaschine --84-- gekuppelt. Die Drehung der Welle --82-- wird von einer Bremsvorrichtung --85-- beendet, wenn die Welle--82--vom Motorantrieb--86--durch die elektromagnetische Kupplung--87--getrennt ist.
Fi. g10 zcigt des weiteren Führungsglieder --90--, die längs der Bewegungsbahn des Gestelles --50-- angeordnet sind, um letzteres, in Lage hinsichtlich der Längsachse des Ofens zu zentrieren, besonders während das Gestell zwischen die Brenneranordnungen--32--der ersten Schmelzstation --B-- geführt wird, aber auch sobald es sich der zweiten Schmelzstation --D-- nähert. Die Führungsglieder bestehen im vorliegenden Fall aus einer Mehrzahl von Rollen --91--. die von mit
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Bezug auf die Seitenwände--37 und 38--einstellbaren Armen--92--getragen werden. Wie die Fig. 6 zeigt, sind in den unteren Bereichen der Brenneranordnungen --32-- Führungsrollen --93-vorgesehen, um die Randbereiche der Tafeln mit Bezug auf die Brenner auszurichten.
In der ersten Schmelzstation--B--sind Brenner--32--längs der Seitenwände--37 und 38-so angeordnet, dass sie auf die Randbereiche der geraden Kanten der Tafeln wirken, die parallel zur Bewegungsrichtung des Gestells bzw. zur Längsachse des Ofens verlaufen. Gemäss den Fig. 6 und 8
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und unteren auf dem Gestell --50-- liegenden Glastafel. Trageinrichtungen--101--sind nahe der Aussenfläche der Seitenwandungen--37, 38--angeordnet und fluchten mit Öffnungen--102--, Fig. 6, die darin angeordnet sind ; derartige Öffnungen lassen sich durch Blenden --103-- verschliessen.
Der Brennerkopf --100-- trägt Reihen von Brennerdüsen--104--und ruht innerhalb des Ofens auf einem Gestell--105--, das sich durch die bezügliche Öffnung --102-- erstreckt und seinerseits von den Trageinrichtungen--101--getragen wird. Das innere Ende des Gestelles --105-- trägt die Rollen--93--, welche die Längsseitenkanten des Traggestelles--50--berühren und nötigenfalls die Brenneranordnungen heben, damit die Brennerdüsen im richtigen Abstand oberhalb der Tafelkanten verlaufen, auf die sie einwirken sollen.
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zwischen den Tafelkanten einnehmen, herausschwingen, sobald diese Kanten stetig durch die hocherhitzte Atmosphäre bewegt werden, die von den Flammen der Düsen --104-- erzeugt wurde.
Dadurch, dass die Randbereiche der Tafeln fortschreitend erhitzt werden, erweichen und schmelzen sie ; der breitere Randbereich der oberen Tafel, der über den Randbereich der unteren Tafel überhängt, sinkt in die Verschmelzungslage und die Kanten verschmelzen unter Bildung der Seitenwand --23-- der Einheit.
Indem das Traggestell --50-- längs der Transportbahn --34-- durch den Bereich der Brenneranordnung--32--bewegt wird, verschmelzen die ebenen Seitenbereiche--25, 26-und die soweit fertiggestellte Einheit wird in die zweite Schmelzstation--C--überstellt. Die Verschmelzung der ebenen Seitenteile--25, 26--erfolgt während einer kontinuierlichen Bewegung des Traggestelles--50--, die Verschmelzung der beiden andern Seiten der Einheit nachdem das Traggestell einen bestimmten Punkt erreicht hat und dort vorübergehend steht.
Wenn das Gestell --50-- einen vorbestimmten Bereich der zweiten Verschmelzungszone --C-- erreicht, stösst es an eine Schranke--110--, Diese Schranke umfasst ein Paar von quer im Abstand angeordneten Anschlaggliedern --111--, die auf einer Schwingwelle--112--sitzen, deren Enden in Lagern--113--ruhen, welch letztere auf Trägern--114--des Rahmens-72- montiert sind. Wie Fig. 9 zeigt, besteht jeder Anschlag--111--aus einem aufwärts weisenden Arm --115-- und einer Nabe--116--, die auf der Welle --112-- mittels Schrauben --117-gesichert ist. Jeder Arm--115--endet in einem Anschlagelement--118-.
Gleichzeitig mit dem
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zw. durchLichtstrahles-L-, Fig. 9, der von einer Signaleinrichtung mit Lichtquelle --119-- ausgeht und die in der Seitenwand--37--montiert ist und normalerweise die Tätigkeit eines Empfängers mit Photozelle --120-- beeinflusst, die in der Seitenwand--38--angeordnet ist : die dadurch eingeleiteten Arbeitsvorgänge werden weiter unten bei Besprechung der Fig. 14 klargestellt. Die Welle --112-- der Schranke --110-- trägt an einem Aussenende einen Arm-121--, der mittels des Bolzens --122-- mit der Stange --123-- des in dem Zylinder --125- angeordneten Kolbens --124-- verbunden ist. Der Zylinder sitzt auf einer Plattform --126-- des Ofengcstells --72--, Fig. 9, 10.
Die Brenneranordnung --33-- zur Verschmelzung der gekrümmten Seitenkanten-27, 28-umfasst ein Paar von Brennern --130, 131-- mit Düsenreihen --132--. Jede Brennergruppe sitzt auf dem oberen Ende eines Armes--133 bzw. 134--, die Teile je eines schwingbar gelagerten Rahmens--135--sind. Die Arme sind frei in Schlitzen --36a-- der Bodenwand --36-- des Ofens--31--, die um eine Stange--136--schwingen. Die Enden der Stange --136-- werden in Füssen --137-- durch Blöcke --138-- getragen.
Jeder Fuss besitzt eine Basis--139--und einer Längsschlitz--140-. Wie Fig. 12 zeigt, besitzen die Blöcke --138-- Flanschen --141--. die mi1
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Schrauben --142-- an dem bezüglichen Fuss--137-gesichert sind. Ein Ansatz --143-- jedes Blockes wirkt als Führung hinsichtlich des Schlitzes--140--.
Wie den Fig. 7 und 12 ferner zu entnehmen ist, besitzen die Arme --133 und 134-Längsschlitze--144--, in denen die Führungsansätze--145--der Lagerblöcke--146-- untergebracht sind. Die Blöcke --146-- sind mittels Schrauben --147-- an den bezüglichen Armen gehalten ; die Schrauben--147--durchsetzen Schlitze--148--der Flanschen der Blöcke --146--. Abstandkragen-150-sind zwischen den Blöcken --138 und 146-- angeordnet. Eine
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zur Stange --136-- verläuft. Die Stange --152-- trägt mittig ein T-förmiges Formstück --154--, das axial von Stellringen--155--gesichert ist, d. h., dass eine Drehung des Formstückes auf der Stange --152-- unter Ausschluss von Seitenbewegungen möglich ist.
Am Formstück greift das Ende des Gestänges --156-- an, das in Wirkungsverbindung mit einem Arbeitszylinder-157steht, der auf einer vom Ofengestell --72-- getragenen Plattform --158-- ruht. Ein Anschlag --159-- begrenzt die Vorwärtsschwingbewegung des Rahmens--135--.
Das Gestänge-156-umfasst eine Stange --160--, die mit einem Ende am Formstück
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mittels des Bolzens-167-- ; hiezu auch Fig. 14. Der Schwinghebel --163-- wird von einer Welle - -168-- getragen, deren Enden in Lagern --169-- laufen, die ihrerseits auf einem Bügel --17-angeordnet sind, der auf dem Gestell--72--sitzt.
Die Brennerordnung--33--ist in Verbindung mit verschiedenen zylindrischen Krümmungen eines Glastafelpaares verwendbar. Die Verschiedenheit der Krümmung der Verglasungseinheiten wird
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--52-- des Traggestells --50-- hervorgebracht. Ferner--136-- sowie auch die Abstände zwischen den Stangen --136 und 152--einstellen.
Der Bogen, welchen die unteren Enden der Arme-133 und 134-- bestimmen, wird durch Verstellung der Blöcke--146--innerhalb der Schlitze --144-- der Arme festgelegt, wozu die
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--171-- ein. Ebenso können die Arme --135-- mit Bezug auf die Stangen --136 und 152-eingestellt werden. Dem gleichen Zwecke dienend kann man den Block--138--innerhalb der durch die Schlitze--140--gesetzten Grenzen verschieben, um die Stange--136--einzustellen, bevor man die Schrauben --142-- wieder anzieht.
Die Brenner--130 und 131--sind an Gasquellen sowie an Sauerstoffquellen mittels
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gleichzeitig damit unterbricht das Traggestell den Lichtstrahl--L--. Die Lampe --119-- liegt an den Hauptleitungen --180, 183-- über Leitungen --181-, 182--. Der Empfänger-120-wird von einem Zeitrelais ("Z. R.")--185--beherrscht, das an den Hauptleitungen--180, 183--liegt
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Zeitabstand fest, während welchem die Regelventile--175 und 176-- einen erhöhten Zustrom an Gas und Sauerstoff zu den Brennern der Verschmelzungseinheiten--130 und 131--erlauben und ZR --192-- legt einen Zeitabstand fest, während welchem die Brenner bzw. Verschmelzungseinheiten an das andere Ende ihrer Bewegungsbahn verstellt werden.
ZR--193--wird wirksam, wenn die Verschmelzungsoperation beendet ist, um die Schranke --111-- aus der Berührung des Traggestells --50-- zu bewegen, worauf die Transportrollen --70c-- weieder über den Antrieb --84-- in Bewegung geraten, um das Traggestell--50--und die Verglasungseinheit in die Temperstation
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--D-- zu führen. Nachdem die Leitung --188-- vom Empfänger --120-- zu ZR --185,190,191,192 und 193-wieder geschlossen ist, wird ZR-185-erregt, um die Leitung - -186-- zu unterbrechen, bis die Verschmelzung beendet ist und das Traggestell aus dem bezüglichen Bereich ausgefahren wurde. Dies setzt den Photozellenempfänger zeitweise ausser Tätigkeit.
ZR-190-schliesst den Kreis über die Leitung-195-, die Wicklung --196-- des Relais
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Verbindung der Ausgangswelle--86--des Motors--84--mit der Antriebswelle--82--, auf der das Kettenrad --81-- montiert ist, beherrscht und setzt gleichzeitig die Bremsvorrichtung--85-
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- und die Leitung --206-- zur Hauptleitung --183--; soferne das Solenoid-196- erregt ist wird dieser Kreis geöffnet.
In gleicher Weise der zugeordnete Schalterarm-207-bewegt, um eine Verbindung von der Hauptleitung--180--, dem Kontakt--209--und der Leitung - 210-- durch die Bremse --85-- und die Leitung-211-zur Hauptleitung-183herzustellen, wodurch die Welle--82--und damit die Welle--77--sowie die Transportrollen --70c-- angehalten werden.
Während dieses Zeitabschnittes hat ZR--191--Parallelkreise von der Hauptleitung-108- über die Leitung-215--, die Regelventile--175 und 176-sowie die Leitung --216-- zur Hauptleitung --183-- gebildet, wodurch die Intensität der Brennerflammen (Düsen-132-, Brenner--130, 133--) auf Verschmelzungstemperatur erhöht wird.
Der Zylinder --157-- ist mittels Rohren-218 und 219-an das Vierwegventil-220-- angeschlossen, das in üblicher Weise über Leitungen--221 und 222--an einer Druckquelle liegt. Befindet sich der Rahmen--135--in Ruhe, vgl.
Fig. 9, so wird der Stromweg von der Hauptleitung --180--, dem Schalterarm--223--des Relaisschalters--224--, dem Kontakt--225--und der Leitung --226-- über die Klemme --227-- des Ventils --220-- und die Leitung-228zur andern Hauptleitung--183--geschlossen. Dies führt dazu, dass Druck über die Leitungen-218 und 291--an das Kopfende des Zylinders--197, 157--und über die Leitungen--219 und
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das Ventil --236-- entgegen der Wirkung der Feder-237-den Schalterarm-223veranlassen den Kontakt--225--freizugeben, um die Leitung --226-- zu öffnen und gleichzeitig den zugeordneten Schalterarm --238-- auf den Kontakt --239-- zu bewegen.
Auf diese Weise wird eine Verbindung von der Quellenleitung--180--, der Leitung --243-- über die Klemme --244-- des Ventils-220-und die Leitung --245-- mit der Hauptleitung-183hergestellt. Die resultierende Richtung des Druckes, der durch die Leitung --219-- an das Stangenende des Zylinders --157-- angelegt wird, wird den Kolben-166--einwärts bewegen, auf welche Weise der Schmelzrahmen--135--bewegt wird. Nachdem das durch den Anschlag-159festgelegte Ende dieser Bewegung erreicht wurde, wird der Rahmen stillgesetzt, während das ZR --191-- die zu den Ventilen--175 und 176-- führende Leitung --215-- unterbricht. Dies bedingt eine Druckminderung in den Brennereinheiten --130 und 131--.
In diesem Zeitpunkt und nach Vervollständigung des Verschmelzungsvorgan, es wird ZR
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das Vierwegventil--247--, die Leitung --248-- und das Kopfende des Zylinders--125-gehalten ; dabei verbindet die Leitung--215--, die zum Ventil-247--führt, das stangenseitige Ende des genannten Zylinders mit der Rückströmleitung --22--. Diese Druckrichtung wird durch einen elektrischen Kreis gesichert, der an der Leitung --180-- beginnt und über den Schaltarm --252-- des Relaisschalters --253--, den Kontakt-254-, die Leitung-255-, die Klemme --256-- des Ventils --247-- und die Leitung --257-- zur andern hauptleitung --183-- führt.
Wenn ZR-193-erregt ist, wird ein Kreis durch die Leitung-290-, das Solenoid-261- des Relaisschalters --253--, die Leitung-262-zur Leitung --183-- geschlossen. Dies bewirkt eine Betätigung des Ankers --263-- entgegen der Feder--267--und das öffnen des Kreises --255-- am Kontakt-254--, während der zugeordnete Schaltarm --265-- den Kontakt --266-- berührt. Die Klemme--267--des Ventils--247--wird auf diese Weise durch einen Kreis erregt, der aus der Hauptleitung--180--, dem Schaltarm--265-, dem Kontakt--266-,
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der Leitung--268--und der Leitung--269--sowie der andern Hauptleitung--183--gebildet ist.
Das Ventil --247-- wind nun Druckmittel aus der Druckleitung --221-- über das Rohr --250-- an das stangenseitige Ende des Zylinders--125--liefern. Dadurch wird der Kolben --124-- nebst seiner Stange --123-- einwärts verschoben, über den Hebel --121-- wird die Welle--112--geschwungen, um die Schranke--111--nach unten zu drehen und das Traggestell freizugeben.
In diesem Zeitpunkt beendet ZR --190-- seine Wirkung, es unterbricht die Verbindung --195-- durch das Solenoid --196-- von ZR --197-- und gestattet der Feder--201--den Anker--200--und die zugeordneten Schalterarme--202, 207--zu bewegen. Gleichzeitig wird der Arm --202-- wieder den Kontakt --204-- berühren und die Leitung --205-- mit der Elektrokupplung--87--verbinden, wogegen der Arm--207--die Leitung zur Bremse--85--
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--83-- bewirkt--D--.
Nach Ablauf eines eingestellten Zeitintervalles öffnet ZR--193--und nachdem sich das Traggestell --50-- aus der Schmelzstation --C-- herausbewegt hat, öffnet die Leitung--260--, wodurch das Solenoid--261--des Zeitrelais--253--unwirksam wird und die Feder --264-den Anker--263--in die Ausgangslage führt. Der Schalterarm--265-öffnet die Leitung --268-- am Kontakt --266--, wogegen der Schalterarm--252--wieder auf den Kontakt --254-- kommt, um die Leitung --255-- mit der Klemme --256-- des Ventils --247-- zu verbinden, worauf der Druck im Rohr--248--eine Umkehr der Schranke in die Ausgangslage oberhalb der Transportrollen besorgt.
Während der Endstufe eines Verschmelzungsvorganges wie er durch das im Vorhergehenden beschriebene Steuersystem gewährleistet wird, beendet ZR--192--den Betriebszustand, indem die Leitung --232-- zum Solenoid --234-- des Zeitrelais --224-- unterbrochen wird. Die Feder - 237-- bewegt nun den Anker --236-- in seine Normalstellung, in welcher der Schalterarm --223-- den Kontakt --225-- weider berührt, während der Schaltarm--238--vom Kontakt - 239-- abgezogen wird.
Die folgende Umkehrung der Leitungen-226 und 243--ändert die Richtung des Druckes über das Ventil --220-- und bewirkt eine Bewegung des Kolbens-166- gegen das Stangenende des Zylinders-157-. Offensichtlich wird der Schmelzrahmen-135-in seine Ausgangslage zurückgeführt.
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Traggestelles--150--aus der Schmelzstation--C--den Empfänger--120--wieder dem Strahl --L-- der Lichtquelle --119-- aussetzt, ist das Steuersystem nun wieder in der Lage, einen vollen Arbeitszyklus der Einrichtung zu steuern, wenn ein nachfolgendes Traggestell in Berührung mit der Schranke kommt und der Strahl--L--wieder unterbrochen wird.
Im Vorstehenden wurde die Brauchbarkeit einer Schmelzeinrichtung nach der Erfindung im Zusammenhang mit Mehrfach-Verglasungseinheiten beschrieben, die aus zwei zuvor nach einer zylindrischen Fläche mit gewünschtem Radius gebogenen und dann verbundenen Tafeln besteht, doch ist die beschriebene Einrichtung auch für die Erzeugung ähnlicher Verglasungseinheit brauchbar, in der die im Abstand voneinander angeordneten Glastafeln nach einer andern Kurve gebogen sind. Für diesen Zweck wird ein gemäss Fig. 15 modifiziertes Lenkersystem angewendet, welches im Abstand voneinander befindliche Arme umfasst, von denen einer,--275--, dargestellt ist. Der Arm besitzt ein gegabeltes Ende--276--, um einen Einschnitt --277-- zu bilden.
Eine Brenneranordnung--278--ist mit Bezug auf den Einschnitt--277--gleitbar und wird dabei von einer Schablone--279--bewegt, die eine Steuerfläche-280-besitzt, welche der Krümmung der Verglasungseinheit entspricht. Diese Schablone ist auswechselbar ; sie ist auf dem Boden--236--des Ofens je im Abstand von jedem zugeordneten Arm--275--des Lenkersystems angeordnet.
Die Brenneranordnung --278-- umfasst einen Brenner--282--, der auf einem Tragteil - 283-- angeordnet ist, dessen Fortsatz --284-- am Arm --275-- gleitbar ist. Der Fortsatz --284-- trägr Rollen --285--, die an gegenüberliegenden Oberflächen des Schlitzes-277-
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Brennereinheit hinsichtlich der Schablone--279--. Wenn demnach der Arm-275--um die Tragstange-136-, Fig. 7, geschwungen wird, befährt die Rolle-288-die Schablone und
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bewirkt gleichzeitig eine Auf-und Abwärtsbewegung der Brennereinheit in übereinstimmung mit dei Schablone.
Während eines Verschmelzungsvorganges wird ein die teilverschmolzene Einheit--290- tragendes Gestell (Fig. 15) in der zweiten Verschmelzungsstation--C--angehalten ; nacl Unterbrechung des Lichtstrahles-L-wird das Steuersystem nach Fig. 14 in der beschriebenen Weist funktionieren. Das Paar von Armen--275--wird durch die Zylinder --157-- geschwungen, dit Tastrollen-288-befahren die Flächen --280-- der bezüglichen Schablone-279-unc steuern so die Brenneranordnungen--278- ; die Brennerflammen werden über die Randbereiche dei gekrümmten Tafeln bewegt, wie dies oben beschrieben wurde.
Nach einer geänderten Form der Einrichtung kann die Bewegung des Tafelpaares L-förmig ode ! U-förmig verlaufen ; die Tafeln werden zuerst geradlinig von einer Ladestation durch die Vorwärmzone in die erste Verschmelzungsstation geführt, d. h. die ebenen Randbereiche der Glastafeln laufen paralle zur Bewegungsrichtung, um verschmolzen zu werden. Die Tafeln treten dann in einen Wendebereicl
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Verschmelzungsabschnittes verlaufen, wobei die Brenneranordnung gleitbar gemäss Fig. 15 angeordne sein kann. Der Tragarm --275-- kann dabei in einer Vertikallage gehalten werden und die Brenne ; werden dadurch bewegt, dass die Schablonen mit dem Tafeltraggestell unter den Rollen--288hindurchfahren.
Dabei können die Steuerflächen der Schablonen einen kreisbogenförmigen oder ander : gekrümmten Verlauf nehmen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Erzeugung einer um eine Achse gekrümmten Mehrfachverglasungseinheit, die au gebogenen, im gegenseitigen Abstand voneinander befindlichen Tafeln besteht, die längs eines zu ihre Krümmungsachse parallelen Weges durch mehrere, in einem Tunnel angeordnete Verschmelzungs stationen bewegt werden, von denen die erste mit ortsfesten Wärmequellen versehen ist, um zunächs die ebenen Kantenbereiche der Tafeln miteinander zu verschmelzen, d a d u r c h g e k e n n zeichnet, dass die gekrümmten Randbereiche der Tafeln anschliessend in einer zweiter Verschmelzungsstation mittels relativ zum Tunnel und parallel zu den gebogenen Kantenbereichen de Tafeln bewegter Wärmequellen miteinander verschmolzen werden.
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