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Schiebefenster
Die Erfindung bezieht sich auf ein Schiebefenster mit mindestens einer in Führungsnuten eines aus hohlen Kunststoffprofilen zusammengesetzten sowie gegebenenfalls einer in dem Stock feststehenden, rahmenlosen Glasscheibe. Die Erfindung bezweckt, eine Konstruktion zu schaffen, die gegenüber bekannten Ausführungsformen Vereinfachungen aufweist, welche sich einerseits in einer Verbilligung der Herstellungskosten und anderseits in einer verbesserten Funktion auswirken. Es wird dabei insbesondere auf eine Verbesserung der Schliesswirkung und eine erleichterte Bedienung des Schiebefensters besonderer Wert gelegt.
Das wesentliche Merkmal des erfindungsgemässen Schiebefensters besteht darin, dass die Kunststoffprofile nach innen gegen die Glasscheibe hin gerichtete Führungszungen und die Führungsnuten im unteren Querstück des Stockes einen nach aussen und gegen die Führungszungen hin abfallenden Nutengrund sowie die seitlichen Nuten an der den Führungszungen abgekehrten Seite schräge Seitenwandungen aufweisen, wobei die Glasscheibe mittels Gleitstücken und schräger Auflaufflächen an einem Schliessblech für einen Schliessriegel gegen die Führungszungen gedrückt sind.
Die besondere Formgebung der Kunststoffprofile ergibt einerseits eine Verminderung der Reibung, weil die Glasscheibe beim Verschieben nur an den Führungszungen anliegt, anderseits wird eine verlässliche Abdichtung an diesen Führungszungen erreicht, weil durch die Neigung der im unteren Querstück des Rahmenstockes liegenden Führungsnut und die Schräglage der Seitenwandungen der seitlichen Nuten ein automatisches Andrücken der Glasscheibe an die Führungszungen erfolgt. Die Schliesswirkung wird dabei durch die Anordnung der Gleitstücke und die Ausbildung des Schliessbleche noch zusätzlich erhöht.
Einzelheiten und Merkmale der Erfindung werden an Hand der Zeichnungen näher erläutert, die einige
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Aussenansicht eines Schiebefensters mit einer verschiebbaren Glasscheibe und einer feststehenden Glasscheibe, Fig. 8 einen Schnitt nach der Linie VIII-VIII der Fig. 7 eines von aussen verserzten Rahmenstokkes und Fig. 8a einen Schnitt nach der Linie VIII-VIII der Fig. 7 eines von innen versetzten Rahmenstockes, Fig. 9 eine Aussenansicht eines Schiebefensters mit zwei verschiebbaren doppelten Glasscheiben und einer feststehenden doppelten Glasscheibe, Fig. 10 einen Schnitt nach der Linie X-X der Fig. 9 in vergrösserter Darstellung bei einem von aussen versetzten Rahmenstock, Fig. 10a einen gleichen Schnitt bei von innen versetztem Rahmenstock, Fig. 11 einen Schnitt nach der Linie XI-XI der Fig. 9 bei von aussen versetztem Rahmenstock, Fig.
12 eine Aussenansicht eines Schiebefensters mit einer verschiebbaren doppelten Glasscheibe und einer feststehenden doppelten Glasscheibe, Fig. 13 und 13a einen Schnitt nach der Linie XIII-XIII der Fig. 12 bei von innen versetztem Rahmenstock.
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Das erfindungsgemässe Schiebefenster nach den Fig. l bis 6 ist mit einem inneren Rahmenstock versehen, der aus Kunststoffhohlprofilen zusammengesetzt ist, wobei die Enden der einzelnen
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in der Richtung des Versetzens des Rahmenstockes --1-- liegende Nase vor dem Versetzen abgetrennt ist. Die Hohlräume --5-- der Kunststoffprofile sind durch Stege-l-ausgesteift, die ausserdem beim Verschweissen der auf Gehrung zugeschnittenen Enden zur Bildung des Rahmenstockes-l-eine entsprechend grosse Schweissfläche bilden.
Nachdem die vertikalen und die waagrechten Teile des Rahmenstockes --1--, wie sich dies aus den Schnittdarstellungen der Fig. 2 und 3, insbesondere den Fig. 4 bis 6 ergibt, eine verschiedene Formgebung aufweisen, sind gemäss den Fig. 4 bis 6 an den in den Ecken zusammenstossenden Enden Füllstücke --1c-- eingesetzt, wodurch die Enden auf einen gleichen Querschnitt gebracht werden.
Der Rahmenstock --1-- weist Führungsnuten --2-- für die verschiebbaren Glasscheiben --3-- auf.
Zwischen den verschiebbaren Glasscheiben --3-- ist bei der dargestellten Ausführungsform der Erfindung eine feststehende Glasscheibe --4-- angeordnet.
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parallel zur Ebene der Glasscheiben liegt, ist bei einem von aussen versetzten Fenster (Fig. 2 und 3) an der Innenseite liegend angeordnet und umgekehrt bei einem von innen versetzten Fenster (Fig. 3a) an
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dichtung ein Kitt -6c- angeordnet. Die Verbindung des Rahmenstockes-l-mit dem Trägerstock --6--erfolgt durch Schrauben --6d¯¯, wobei der entsprechende Hohlraum --5-- des Kunststoffprofiles durch eine Einlage --5a¯-, z. B. aus Holz ausgesteift ist.
Die Nuten --2-- im unteren Schenkel des Rahmenstockes--1-- besitzen einen schräg nach aussen abfallenden Nutengrund und sind vorzugsweise mit einer aus Kunststoff bestehenden Auflage versehen.
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liegen. Die Balken der T-förmigen Rohrstücke sind mit ihren Enden nach unten abgewinkelt, an diesen Enden verschlossen und an ihrer Unterseite mit Ablauflöchern versehen. Durch diese Ablauflöcher kann Wasser abgeführt werden, ohne dass die Möglichkeit gegeben ist, dass durch die T-förmigen Rohrstücke - Luft an der Fensterinnenseite durchtritt und damit Zugerscheinungen auftreten.
Die verschiebbaren Glasscheiben --3-- sind oben mittels Gleitstücken --20-- nach aussen gegen den aussen liegenden Schenkel der Nuten --2-- bzw. gegen die feststehende Glasscheibe --4-- angedrückt. Zur Verschiebung sind die Glasscheiben --3-- mit Handhaben --21-- versehen. Ausserdem tragen die Glasscheiben --3-- Schliessriegel --22--. Sowohl die Handhaben als auch die Schliessriegel tragen an ihrer Aussenseite Gleitflächen --23--, mit deren Hilfe die verschiebbare Glasscheibe beim Verschieben von der feststehenden Glasscheibe --4-- abgehoben wird. Die Schliessriegel --22--wirken
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laufflächen versehen sind. Die eine Rast fixiert dabei die Schliessstellung und eine zweite Rast eine Lüftungsstellung.
Zur Abdichtung tragen die Profile des Rahmenstockes --1-- Führungszungen --27--.
Das Schiebefenster besitzt eine Fensterbank --28-- und eine Sohlbank --29--.
Die Ausführungsform nach den Fig. 7, 8 und 8a stellt ein Schiebefenster mit einer verschiebbaren rahmenlosen Glasscheibe --3-- und einer feststehenden rahmenlosen Glasscheibe --4-- dar. Wie sich aus der Schnittdarstellung gemäss Fig. 8 und 8a ergibt, sind dabei die vertikalen Teile des Rahmenstok- kes --1-- unterschiedlich ausgebildet. Fig. 8 stellt dabei ein von aussen versetztes Schiebefenster und Fig. 8a ein von innen versetztes Schiebefenster dar. Im übrigen wird die gleiche Konstruktion für den Trägerstock (Blindstock) --6--, dessen Befestigung mit Pratzen --6a-- und die Verbindung zwischen dem Rahmenstock --1-- und dem Trägerstock --6-- angewendet.
Die Fig. 9 bis 13a zeigen eine grundsätzlich gleiche konstruktive Gestaltung eines Schiebefensters mit rahmenlosen Glasscheiben--3 und 4-- wie die Fig. 1 bis 8, jedoch mit Doppelscheiben. Bis auf die den Doppelscheiben angepasste Anordnung von zwei Führungsnuten--2-- in dem Rahmenstock --1-- und eine der grösseren Breite des Trägerstockes --6-- entsprechende Ausbildung der Pratzen --6a-- sind die gleichen Konstruktionsteile vorhanden. Dabei zeigen die Fig. 9 bis 11 ein Schiebefenster mit zwei verschiebbaren doppelten Glasscheiben --3-- und einer feststehenden doppelten Glasscheibe --4--, wo-
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gegen die Fig. 12, 13 und 13a ein Schiebefenster mit einer verschiebbaren doppelten Glasscheibe --3-und einer feststehenden doppelten Glasscheibe --4-- veranschaulichen.
Das Schiebefenster mit zwei verschiebbaren doppelten Glasscheiben --3-- nach den Fig. 10 und 11 ist von aussen im Mauerwerk versetzt, wogegen das Schiebefenster nach Fig. 10a von innen versetzt ist. Der Rahmenstock --1-- gemäss Fig. 13 ist von innen und der Rahmenstock --1-- nach Fig. 13a ist von aussen versetzt.
In sämtlichen Schnittdarstellungen ist an der Aussenseite des Schiebefensters an den beiden lotrechten Seiten und oben eine Dichtung --30-- zwischen Mauerwerk und Schiebefenster, z. B. aus einem plastischen Kitt, veranschaulicht.
Die dargestellten Einzelheiten dienen nur zur Erläuterung des Wesens der Erfindung, ohne diese damit zu beschränken.