AT278265B - Verfahren zum Schützen der Wände und des Bodens oder der Bodenplatten einer Ingotkokille gegen Erosion durch geschmolzenes Metall - Google Patents

Verfahren zum Schützen der Wände und des Bodens oder der Bodenplatten einer Ingotkokille gegen Erosion durch geschmolzenes Metall

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AT278265B AT434667A AT434667A AT278265B AT 278265 B AT278265 B AT 278265B AT 434667 A AT434667 A AT 434667A AT 434667 A AT434667 A AT 434667A AT 278265 B AT278265 B AT 278265B
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Schützen der Wände und des Bodens oder der Bodenplatten einer Ingotkokille gegen Erosion durch geschmolzenes Metall 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Schützen der Wände und des Bodens oder der Bodenplatten einer Ingotkokille gegen Erosion durch geschmolzenes Metall. 



   Ingotkokillen haben gewöhnlich schräge Seitenwände und werden je nachdem, ob sichdas weitere Ende am Kopf oder am Boden der Kokille befindet, als nach oben erweiterte oder nach unten erweiterte Kokillen bezeichnet. Im Falle der nach oben erweiterten Kokille ist ihre Basis üblicherweise ein Stück mit ihren Seitenwänden und der Ingot wird aus der Kokille durch einfaches Anheben derselben entfernt. 



  Bei unten erweiterten Kokillen ist dies nicht durchführbar und solche Kokillen werden demgemäss gewöhnlich aus einem Gehäuse hergestellt, das aus den Seitenwänden besteht und auf einer Bodenplatte oder einem   sogenannten"Stuhl"aufruht.   Die Abnahme des Ingots erfolgt dann durch Anheben des Gehäuses, wobei der auf dem Boden aufruhende Ingot entfernt wird. 



   Bei jeder Kokillenauskleidung wird das geschmolzene Metall, z. B. Stahl, häufig vom Kopf eingegossen und schlägt so auf den Boden der Kokille auf. Der Aufprall des heissen Metalls auf den Boden erodiert diesen, so dass schliesslich die ganze Kokille nicht mehr verwendbar ist, wenn sie einen fest verbundenen Boden besitzt, oder dass der Boden ersetzt werden muss. Überdies besteht immer die Gefahr, dass der gegossene Ingot an den Kokillenwänden oder-boden anschweissen kann, der abgenommen werden muss, damit die Trennung vom Ingot erfolgt. 



   Gegenstand der Erfindung ist nun ein Verfahren zum Schützen der Wände und des Bodens oder der Bodenplatten einer Ingotkokille gegen Erosion durch geschmolzenes Metall, auf welche Weise die Lebensdauer der Kokille oder des Bodens verlängert und beim gegossenen Ingot die Tendenz vermindert wird, dass sich dieser an den Wänden oder dem Boden der Kokille festsetzt. 



   Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, indem auf die vom flüssigen Metall berührten Innenflächen der Giessform ein Überzug aufgebracht wird, der im wesentlichen aus Chromoxyd, vorzugsweise in   Form von Chromit, einem anorganischen Bindemittel,   ausgewählt aus kolloidaler Kieselsäure und/oder Aluminiumorthophosphat und einem organischen Bindemittel, besteht. 



   Der aufgebrachte Überzug kann geringe Mengen organischer Materialien enthalten, die Ursprungsfestigkeit, leichte Handhabung und Homogenität (Aufrechterhaltung der Suspension) der Auskleidung verbessern, sowie z. B. Graphit oder Aluminiumfarbenpulver, damit die Loslösungseigenschaften des Überzuges erhöht werden. 



   Das Chormoxyd enthaltende, teilchenförmige, feuerfeste Material ist idealerweise Chromoxyd selbst, doch ist Chromitmehl sehr geeignet und wird aus wirtschaftlichen Gründen allgemein bevorzugt. 



   Weitere teilchenförmige, feuerfeste, hierin enthaltene Materialien sind z. B. Zirkonerde, Magnesia, Titanerde und kalzinierter Magnesit. 



   Das anorganische Bindemittel kann z. B. ein Alkalisilikat, Natriumhexametaphosphat, ein Metallborat, Aluminiumorthophosphat oder andere Phosphate oder ein kolloidales Oxydhydrosol, z. B. vorzugsweise kolloidales   Kiesel- oder Tonerdesol,   sein. Ein Anteil eines organischen Bindemittels, z. B. Dex- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 trin, kann wahlweise auch enthalten sein. Ebenso kann ein Suspendiermittel, z. B. Natriumcarboxymethylcellulose oder ein Ton, wahlweise vorhanden sein. 



   Im folgenden werden die bevorzugten oder am meisten bevorzugten Anteilbereiche obiger Bestandteile angegeben (Teile bezogen auf Trockengewicht). 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> 



  Bereich <SEP> bevorzugter <SEP> Bereich
<tb> Chromoxyd <SEP> enthaltendes
<tb> feuerfestes <SEP> Material <SEP> 5 <SEP> - <SEP> 98 <SEP> Teile <SEP> 25 <SEP> - <SEP> 60 <SEP> Teile <SEP> 
<tb> Anorganisches <SEP> Bindemittel
<tb> (ausgedrückt <SEP> als <SEP> Feststoffe) <SEP> 1 <SEP> - <SEP> 15 <SEP> Teile <SEP> 2 <SEP> - <SEP> 10 <SEP> Teile
<tb> Organisches <SEP> Bindemittel <SEP> 0 <SEP> - <SEP> 10 <SEP> Teile <SEP> 0 <SEP> - <SEP> 3 <SEP> Teile
<tb> Suspendiermittel <SEP> 0 <SEP> - <SEP> 8 <SEP> Teile <SEP> 0 <SEP> - <SEP> 4 <SEP> Teile
<tb> gepulverter <SEP> Graphit <SEP> oder
<tb> Aluminiumfarbenpulver <SEP> 0 <SEP> - <SEP> 30 <SEP> Teile <SEP> 0 <SEP> - <SEP> 10 <SEP> Teile
<tb> gepulvertes <SEP> feuerfestes <SEP> Rest <SEP> auf <SEP> Rest <SEP> auf
<tb> Material <SEP> 100 <SEP> Teile <SEP> 100 <SEP> Teile
<tb> 
 
Vorzugsweise können 10 Teile einer Zusammensetzung 

  innerhalb der obigen Bereiche mit 7 bis 25 Gew.-Teilen Wasser vermischt werden, um eine Zusammensetzung zu erhalten, die durch Aufsprühen, Anstreichen, Wischen oder analoge Verfahren aufgebracht werden kann. 



   An Hand der folgenden Beispiele soll die Erfindung näher erläutert werden. 



   Beispiel1 :DiefolgendenBestandteilewurdeninGew.-Teilenvermischt: 
Chromitmehl (bis 0, 16 mm Maschenweite) 51   Gew.-lo   gepulverter Graphit 5   Gew.-o   
 EMI2.2 
 



   Wasser 27   Gew. lo  
Diese Breizusammensetzung wurde als Schichte auf dem Boden von Ingotkokillen verwendet. Die Verwendung dieses Überzuges ergab eine beträchtliche Erhöhung der Lebensdauer des Bodens. 



     Beispiel 2 :   Eine weitere Zusammensetzung wurde durch Zusammenmischen der folgenden Bestandteile hergestellt : 
Chromitmehl (bis 0, 16 mm Maschenweite) 45   Gew. Je   kolloidales Kieselerdesol (mit   30% SiO)   30   Gew.-o  
Polysaccharidgummi   0, 25 Gew.-o  
Wasser   24, 75 Gew.. DJo  
Diese Zusammensetzung wurde auf die Wände und den Boden der Ingotkokille in einer Schichtstärke von 3, 2 mm aufgesprüht. Als   diese Ingotkokille   in Verwendung gestellt wurde, wurde kein Vorkommen festgestellt, dass sich der Ingot an der Kokille festsetzte und die Lebensdauer des Bodens steigerte sich zehnfach. Im fertigen Blech gab es weniger Ausschuss, wenn es aus Ingots aus so ausgekleideten Kokillen hergestellt wurde.

   Die Verwendung dieses Überzuges auf schmutzigen, oxydierten Kokillen lief auf eine allmähliche Verbesserung der Oberflächenbedingung der Kokille und darum auf eine Verbesserung der Ingotqualität hinaus. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Schützen der Wände und des Bodens oder der Bodenplatten einer Ingotkokille ge- EMI2.3 Metall berührten Innenflächen der Giessform ein Überzug aufgebracht wird, der im wesentlichen aus Chromoxyd, vorzugsweise in Form von Chromit, einem anorganischen Bindemittel, ausgewählt aus kolloidaler Kieselsäure und/oder Aluminiumorthophosphat und einem organischen Bindemittel besteht. <Desc/Clms Page number 3>
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als anorganisches Bindemittel kolloidales Kieselsäuresol verwendet wird.
AT434667A 1967-05-09 1967-05-09 Verfahren zum Schützen der Wände und des Bodens oder der Bodenplatten einer Ingotkokille gegen Erosion durch geschmolzenes Metall AT278265B (de)

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