<Desc/Clms Page number 1>
Schwimmfähiges, motorisch angetriebenes Erntegerät für Schilf od. dgl.
Die klassische Art der Schilfernte vollzieht sich im Winter, weil sie begehbares Eis voraussetzt. üblicherweise erntet man von kleinen Booten aus. Auch werden öfters Boote mit mechanischen Schnittmaschinen eingesetzt und es werden sogar vereinzelt seichte Gewässer mit Traktoren befahren, denen ein motorisch angetriebenes Erntegerät für Schilf od. dgl. beigegeben ist, wobei die aus einem Mähbalken und Bindeeinrichtung bestehende Arbeitseinheit auch auf einem Boot angeordnet sein kann.
Ferner ist auch eine Schilfschneidemaschine mit zwei in entgegengesetzten Richtungen wirksame Mähwerken bekannt, die am Boden des Gewässers in entgegengesetzten Richtungen bewegbar ist. Die bisher bekannten Methoden der Schilfernte sind nicht nur unwirtschaftlich, weil sie den Schilfbestand nicht gänzlich und gleichmässig erfassen, sondern vor allem auch schädlich, weil sie den Nachwuchs des Schilfes erheblich schädigen.
Die Erfindung schlägt ein schwimmfähiges Erntegerät für Schilf od. dgl. vor, das eine vollständige Auswertung des Schilfbestandes sichert, rasch arbeitet und keine Schädigungen des Nachwuchses hervorruft.
Das erfindungsgemässe Gerät ist im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass als Erntegerät ein an beiden Stirnenden mit je einem Mähgerät samt Bindeeinrichtung versehenes Wasserfahrzeug dient, welches in an sich bekannter Art ein motorisch angetriebenes Spill aufweist, über welches ein an beiden Enden verankertes Zugseil geschlungen ist. Die Erfindung betrifft ferner Einzelheiten an einem solchen Gerät.
Die Zeichnungen zeigen schematisch zwei erfindungsgemässe Ausführungsbeispiele in Draufsicht, wobei das in Fig. l dargestellte Gerät aus einem Wasserfahrzeug besteht, hingegen das in Fig. 2 dargestellte zwei Wasserfahrzeuge umfasst.
In Fig. 1 ist mit-l-ein Wasserfahrzeug etwa in Form einer Plätte dargestellt, die an Bug und Heck übliche Mähgeräte mit Garbenbindeeinrichtungen--2, 3-- aufweist. Diese Einrichtungen sind an sich bekannt und werden daher nicht näher erläutert. Etwa in Fahrzeugmitte befindet sich ein Antriebsmotor, beispielsweise ein Benzinmotor-4--, der über kuppelbare Wellen--5, 6-- ein Mähgerät oder beide Mähgeräte antreiben kann. Ausserdem ist mit dem Motor-4-ein Spill - auf Mitnahme kuppelbar vorgesehen, das seitlich über Bord ragt. Um das Spill herum ist ein Seil --8-- geschlungen, das beiderseits bei-9 und 10-verankert ist.
An der dem Spill entgegengesetzten Fahrzeugseite liegt der Schilfbestand--14-, durch den sich das Fahrzeug in Richtung des pfeiles --13-- bewegt und in Breite des Mähmessers, die beispielsweise gleich der Fahrzeugbreite ist, aberntet. Die gebundenen Garben werden an ein oder mehrere mitgeführte Boote --12-- übergeben.
Das Wasserfahrzeug weist ferner Ausleger--15, 16-- auf, deren Enden Führungen--17, 18od. dgl. für das Seil --8-- tragen.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 besteht das Erntegerät aus zwei längsseits auf Abstand
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
Bei Inbetriebnahme des erfindungsgemässen Erntegerätes wird das Seil zunächst am Rande des Schilfbestandes oder in einer geschlagenen Gasse ausgelegt und an beiden Seilenden am Ufer oder im Gewässer verankert. Das in Betrieb genommene Spill, um das das Seil geschlungen ist, bewegt das Fahrzeug entlang des Seiles, wobei die jeweils vorhandene Mäh-und Bindemaschine in Breite des Gerätes das Schilf aberntet. Daran anschliessend wird das Seil um eine Bahnbreite versetzt und es wird neuerlich, diesmal in entgegengesetzter Fahrtrichtung, abgeerntet. Dem zeitraubenden Seilverlegen kann dabei entgangen werden, wenn am Fahrzeug verstellbare Ausleger vorgesehen sind. Durch entsprechendes Verstellen dieser Ausleger wird die gleiche Wirkung wie durch Seilverlegen erzielt und das Gerät gesteuert.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schwimmfähiges, motorisch angetriebenes Erntegerät für Schilf od. dgl. mit mindestens einem
EMI2.1
dass als Erntegerät ein an beiden Stirnenden mit je einem Mähgerät (2, 3) samt Bindeeinrichtung versehenes Wasserfahrzeug (1) dient, welches in an sich bekannter Weise ein motorisch angetriebenes Spill (7) aufweist, über welches ein an beiden Enden verankertes (9, 10) Zugseil (8) geschlungen ist.
EMI2.2