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Verfahren zur Ermittlung von die Reproduktion einer Farbe erlaubenden Messwerten und Farbfilter zur Durchführung dieses Verfahrens
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Farbkraft. Sie müssen auch bei Vergleichsmessungen für andere Farbsubstanzen und ihre Farben geeignet sein. Um solche universale Basen für Messungen zu ermöglichen, ist es notwendig, dass im weissen Licht sowohl Grundfarben als auch Mittelfarben, wenn sie gleichmässig gemischt sind (X = Y = Z und X + Z = Y + Z = X + Y) visuelle unsichtbar und so farblos wie weisses Licht selbst sind, wenn sie suspendiert oder anderweitig durchsichtig sind. Es ist auch notwendig, dass dieser farblose Zustand aufrecht erhalten wird, trotz Änderung der Farbintensität, wie weisses Licht weiss bleibt bei verschiedener Lichtintensität.
Es ist auch notwendig, dass, wenn irgendein weisses Licht in ein anderes sogenanntes weisses Licht geändert wird, durch eine verschiedene Temperatur und, wenn seine Nuancierung hinsichtlich seiner Grundelemente gleichfalls dadurch geändert wird, dass eine entsprechende Änderung in der Nuancierung der Suspensionen der Grundfarbensubstanzen erzielt wird, so dass eine gleiche Mischung derselben, die sogenannte Nuancenmischung, vollständig ohne Farbe ist und einen neutralen Eindruck erweckt.
Eine solche Kombination von drei Grundfarben herzustellen war nur nach langen Versuchen und erst dann möglich als man gefunden hatte, dass die drei Grundfarben bei spektrophotometrischen Farbmessungen gleiche Farbkraft erhielten, wenn die Werte und Wellenlängen für eine rote Grundfarbensubstanz (X) gleichmässig aus langen und kurzen Wellenlängen ausgewählt wurden, die aus gemischten Mittelviolett-und Mittelorangefarbstoffen spektrophotometrisch gemessen wurden, wobei man die Grundfarben Gelb (Y) und Blau (Z) sich zu einem Mittelgrün mischen liess.
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Messeinrichtung durch eine erfindungsgemässe Einrichtung ersetzt worden war, und den mit einem
Prismenfilterphotometer gemessenen ERgebnissen, das gemäss der Erfindung gebaut war.
In letzterem Photometer waren das Prisma und die durch dieses üblicherweise in einem
Spektrophotometer benutzte Prisma gegebenen Spektren durch ein durch Farbstoffilter erhaltenes
Spektrum ersetzt worden. Ansonsten glich das Prismenfilterphotometer einem Spektrophotometer wie es zur Messung von proportionalen Lichtwerten benutzt wird ; es konnten mit dem Instrument aber auch Messungen unter Verwendung des Lichtenergieprinzips gemacht werden, in welchem Falle natürlich Filter benutzt werden mussten, die gemäss dem Lichtenergieprinzip konstruiert waren.
Zur Erreichung eines gleichmässig hellen Spektrums mit den drei Grundfarbstoffiltern war es erforderlich, drei Grundfarbstofflösungen zu finden und für sie eine dreiweggleiche Farbkraft 1 : 1 : 1 (X = Y = Z) zu bestimmen. Dies war möglich, als drei Photometerküvetten gleicher Stärke in dem
Verfahren benutzt wurden, eine Küvette für jede Grundfarbstofflösung, durch welche die erhaltenen
Farbmischungen gegen weisses Licht betrachtet wurden. Durch Auswahl bestimmter roter, gelber und blauer Farbsubstanzen und durch deren Verdünnen zu einer geeigneten Stärke im Verhältnis zueinander, wurde eine farblose Lösung erhalten, die auch farblos blieb, wenn die Grundfarbsubstanzlösungen in beliebigen gleichen Mengen gemischt wurden oder wenn die Konzentration der Lösung verändert wurde.
Auch die Photometermessergebnisse erwiesen sich als gleich (X=Y=Z), wenn die Messungen bei äquidistanten Proportionen der Grundfarbstofflösungen durchgeführt wurden. Es ist auch erforderlich, dass dieser Zustand von Neutralität aufrecht erhalten wird, wenn die Farbnuance (Shading) der drei genannten Grundfarbsubstanzen geändert wird durch Hinzufügen von etwa Rot zu Gelb und Hinzufügen eines gleichen Betrages Blau zu Rot une eines gleichen Betrages von Gelb zu Blau oder durch Hinzufügen vov etwas Blau zu Gelb und Hinzufügen des gleichen Betrages Rot zu Blau und des gleichen Betrages von Gelb zu Rot (s. Fig. 1).
Ferner wurde gefunden, dass der Zustand von Neutralfarbe auch aufrecht erhalten wird, wenn Lösungen gleichstarker Grundfarbsubstanz umgewandelt werden in Lösungen von Mittelfarbensubstanz entweder durch Mischen derselben paarweise im 1 : 1 Verhältnis, oder sie zu paaren durch Behälter, welche Lösungen der Grundfarben enthalten, vorteilhaft von derselben Dicke derjenigen, die zum Messen der Grundfarben benutzt werden. Jede Grundfarbe wird dann quantitativ und qualitativ gleichmässig auf die zwei Mittelfarben verteilt. Das von den Mittelfarbenlösungen photometrisch erzielte Resultat ergibt gleichzeitig die Werte und die Wellenlängen der Grundfarbensubstanzen.
Das heisst, dass die photometrische Vergleichsmessung und-bestimmung erweitert werden kann, derart, dass sie sowohl die spektralen als auch die nicht spektralen Wellenlängen umfasst dadurch, dass die Grundfarbenfilter und die Mittelfarbenfilter für die photometrische Messung hergestellt werden, wobei die Farbnuancen und Farbintensitäten dem verfügbaren Photometer und Lichtapparat des Photometers angepasst sind. Mit diesen Filtern werden dann gemäss der Lehre der Erfindung photometrische Messungen unter Benutzung der sogenannten proportionalen Werte ausgeführt oder es werden bei Messungen entsprechend dem Energieprinzip geeignete energetische Filter hergestellt.
In diesen kombinierten
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Filtern muss die Farbintensität der Grundfarbensubstanz gemindert werden durch Hinzufügung farbloser
Lösung zu der roten Grundfarbenlösung im Verhältnis 1 : 1 und Hinzufügen von neutraler Graulösung, die erzielt wird durch Mischen gleicher Mengen aller drei Grundfarben zu den Gelb-und Blaulösungen, gleichfalls im Verhältnis 1 : 1. Auf diese Weise erreichen Rot und Mittelgrün, Gelb und Mittelviolett und Blau und Mittelorange dreiweggleiche Farbkraft 1 : 1 : 1 und ergeben kombiniert einen neutralen
Eindruck. Entweder mittelviolette und mittelorange Lösungen zusammen oder rote Grundfarben- lösungen allein ergeben Werte für den nichtspektralen Bereich, wogegen Gelb und Blau zusammen die
Werte für den spektralen Energiebereich ergeben.
In derselben Weise wie eine rote Grundfarbenlösung ersetzt werden kann durch eine mittelorange und eine mittelviolette, kann auch Blau ersetzt werden durch Violett und Grün, und Gelb kann ersetzt werden durch Grün und Orange (s. Fig. 2 und 3).
Wenn eine neutrale Farblösung, die erzielt werden kann durch Mischen aller
Grundfarbensubstanzlösungen in gleichem Verhältnis und die deshalb keine Farbe hat, hinzugefügt wird zu den andern Farbsubstanzlösungen, sollte man zugleich entsprechend die Farbe darin verdünnen, um einen gleichstarken Betrag von Farbsubstanz in jedem Behälter gleicher Dicke zu erhalten.
Die sogenannten "unsichtbar roten" Wellenlängen, die in der Spektrophotometrie benutzt werden, können ersetzt werden durch die beiden Lösungen, welche erzielt werden durch wachsendes, aber in gleichen Beträgen erfolgendes Hinzufügen von neutraler Farblösung (X + Y + Z) zu Mittelviolett-und
Mittelorangelösungen. Während dieser Hinzufügung werden diese Lösungen mehr und mehr einander gleich und auch gleich der in gleichen Proportionen (1 : 1 : 1, X + Y + Z) gemischten neutralen
Farblösung, die keine sichtbare Farbe hat.
Die Wellenlängenbereiche für diese beiden Lösungen sind zweimal so gross wie diejenigen für gemischte Lösung, welche erzielt wird durch Mischen von
Mittelviolett und Mittelorange im Verhältnis 1 : 1, ergebend nuanciertes Rot (2X + Y + Z). Vorteilhaft werden diese Lösungen von Grundfarbensubstanzen derart angeordnet, dass sie ein kontinuierliches
Farbenspektrum bilden, entweder in gestaffelten Zellen verschiedener Dicke (beispielsweise
10 + 0, 7, 5 + 2, 5, 5 + 5, 2, 5 + 7, 5 und 0 + 10 mm) oder in prismenförmigen Filtern.
Wenn drei solcher Serien von Zellen oder Prismenfiltern aufeinander angeordnet sind, so dass sowohl Rot, Blau und Gelb und nahe dabei Violett, Grün und Orange in entsprechender Anordnung liegen, ergeben sie einen neutralen Eindruck, wenn sie gegen das Licht gesehen werden, da jede
Grundfarbe dann dieselbe Lösungsdicke an allen Stellen besitzt.
Nunmehr werden die oben erwähnten Prismenfilter im einzelnen beschrieben, da sie einen Teil der Erfindung darstellen und für die Benutzung der Erfindung in der Praxis wichtig sind. Da es möglich ist, einfach dadurch, dass sie längsbewegt werden, leicht und praktisch verschiedene Mischungen der
Grundfarben zu erhalten (s. Fig. 4).
Ein einfacher Prismenfilter kann aus transparentem Material hergestellt werden. Es ist aber vorteilhaft, ihn durch Füllen eines transparaten Behälters mit Farbsubstanzlösung herzustellen. Dieser Behälter hat rechteckige Form mit Seitenwänden, die einen gewissen Abstand voneinander haben, und er ist unterteilt in kleine prismenförmige Abteilungen durch Teilungswände, die sich von der einen Seite zu der andern erstrecken, entweder parallel oder abwechselnd in verschiedenen Richtungen, wobei diese
Richtungen in jedem Fall stark von der Senkrechten abweichen. Wenn aneinandergrenzende Abteilungen eines in boen beschriebener Weise hergestellten Filters mit Grundfarbenlösungen gleicher Farbkraft gefüllt werden, z.
B. in gleichdicken Behältern gemäss der Erfindung, weisen die sich ergebenden Filter jede Grundfarbe allmählich wechselnd in jeder benachbarten Farbe auf und es ist möglich, vollständige Farbspektren in diesen Filtern zu erhalten, da in ihnen die Grundfarben aufeinander in derselben Ordnung folgen, in der sie im Spektrum erscheinen. Messungen unter Benutzung weissen Lichtes sollten ausgeführt werden mit einer doppelten Serie von Filtern, die das ganze Spektrum decken ; eine davon mit einer bestimmten Grundfarbe gegen die Lichtquelle und das andere mit dieser abgewandt von ihr.
Korrekte Resultate werden bei den photometrischen Messungen dann erzielt durch Nehmen von Werten und Wellenlängen für Grundfarben von der Mitte der Abteilung, welche die entsprechende Grundfarbe enthält, während Werte und Wellenlängen für Mittelfarben genommen sind von halbwegs dazwischenliegenden Punkten. Zwischen diesen Punkten kann man sodann natürlich alle andern erforderlichen Werte und Wellenlängen finden, z. B. ein Viertel und Dreiviertel Farben werden halbwegs zwischen der Grund-und Mittelfarbe gefunden.
Ein Komplement-Prismenfilter für jeden einzelnen Filter kann hergestellt werden durch Aneinanderfügen von zwei einzelnen Prismenfiltern, deren Abteilungen identisch sind, aber so gefüllt sind, dass Abteilungen, die aufeinanderkommen, mit Lösungen von solchen Zweigrundfarbensubstanzen gefüllt sind, dass dieselben zusammen mit einem dritten identischen einzelnen Prismenfilter und der dritten Grundfarbe auf den beiden andern neutral in der Färbung sind. Dieses Doppelfilter oder
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Komplement-Filter hat Mittelfarben an Stelle von Grundfarben und, kombiniert mit dem entsprechenden Einzelfilter, ergibt das Ganze einen neutralen Eindruck, wie oben erwähnt (s. Fig. 4).
Dasselbe Ergebnis wird erzielt durch Benutzung regelbarer Filter an Stelle von Prismenfiltern.
Diese regelbaren Filter werden aus durchsichtigen Behältern hergestellt, die in Abteilungen geteilt sind.
Der Betrag an Farblösung, der darin enthalten ist, wird kontrolliert durch Bewegung von
Unterteilungswänden zwischen diesen Abteilungen, während der Gesamtbetrag der Farblösungen konstant bleibt trotz der relativen Änderungen in der Menge der Farblösung in derselben Weise wie bei einem Primenfilter.
Die Erfindung ist nicht beschränkt auf Farblösungsfilter, da es leicht ist, diese Filter auch aus festem transparentem Material herzustellen, wie aus Gelatine oder Plast, oder in anderer Weise, die den
Sachverständigen in der Photometrie bekannt ist.
Der Vorteil in der Anwendung von Grundfarbensubstanzen als Basis und Messungseinheit liegt darin, dass photometrische Grundeinheiten für die Messung auch X, Y und Z-Grundfarben genannt, visuell korrekt sind und eine rote, gelbe und blaue Grundfarbensubstanz erzielt wird, die ihre Nuance nicht ändert, wenn die Lichtintensität oder die Farbintensität selbst sich ändert. Durch Benutzung dieses Systems, sowohl helle als auch dunklere Farbe wie auch niedrige und hohe Farbintensitäten haben einen definierten festen Platz in bezug auf die Grund-und Mittelfarbensubstanz.
Nichtsdestoweniger kann auch farbiges Licht nach demselben System bestimmt werden und zu weissem
Licht hinzugefügt werden, wenn gleiche Beträge jeder Grundfarbe gegeben sind. Spektren verschiedener
Prismen und Beugungsgitter sowie Sensitivitätsbereiche verschiedener Phototuben und lichtsensitiver
Elektrodenröhren können korrekt und fest bestimmt werden, entweder durch Grundfarbensubstanzen oder durch die Lichtenergie-Methode.
Radio, Fernsehen und Photographie können von dieser Erfindung Gebrauch machen und bessere
Ergebnisse bei der photometrischen Messung erzielen. In der Kunst kann die Erfindung gleichfalls in vollkommen neuer Weise benutzt werden, da es möglich ist, photometrisch genaue Einheiten für alle
Farben zu messen. Dabei sind diese Einheiten visuell korrekt und bringen immer identische Ergebnisse ; sie können benutzt werden wie Noten : n der Musik.
Prismenfilter können auch mit irgendeinem geeigneten Gas gefüllt werden oder eine innere
Wandung kann mit fluoreszierender Farbe bedeckt oder verspielt werden, damit das Filter im
Photometer als Prisma wirkt.
Die Erfindung ist auch dazu bestimmt, das Chaos zu beseitigen, wenn alle Spektrophotometer verschiedener Herstellungsweise verschiedene Wellenlängen und Messmethoden benutzen. Diese Filter und Spektrophotometer sind kompliziert in der Bauart und für gewöhnliche Zwecke zu teuer.
Prismenfilterphotometer und Spektrophotometer, die gemäss der Erfindung für Testzwecke hergestellt sind, sind sehr einfach mit der geringstmöglichen Anzahl von teuren Hochpräzisionsspiegeln,
Linsen u. dgl. Gute Resultate werden beispielsweise durch Benutzung eines Prototyps eines solchen
Spektrophotometers erzielt, bei dem die Lichtquelle und das Prisma oder die Prismenkombination auf einer einzigen gemeinsamen Grundplatte angeordnet sind, die drehbar um eine am Prismensitz angeordnete Achse ist. Wenn diese Grundplatte gedreht wird, trifft der Lichtstrahl das Prisma immer im selben optimalen Winkel. Die Schlitze, welche den Lichtstrahl begrenzen, können an festen Stellen angeordnet werden zwecks Führung des Lichtes zu der zu messenden Farbe.
Bei Benutzung eines Spiegels ; der zu diesem Zweck das Licht von der benutzen Lichtquelle sammelt, können die Lichtstrahlen fast parallel zu dem Prisma oder der Prismenkombination gebracht werden. Ein besonderer Polarisator ist nicht notwendig, um fast monochromatisches Licht zu erzielen.
Die Messung mit Prismenfilterphotometern sollte so durchgeführt werden, dass zunächst diejenige Farbe und Wellenlänge gesucht wird, welche den Mindestausschlag der Messvorrichtung ergibt. Diese Farbe ist selbstverständlich abhängig von der benutzten Phototube und Lichtquelle. Lichtschlitz und Verstärker-Anodenstrom werden sodann derart geregelt, dass das Photometer den maximalen Wert (100) zeigt, wenn das Licht eingeschaltet ist, und Null, wenn das Licht abgeschaltet ist. Das Photometer sollte auch einen Shant-Potentiometer besitzen, der dazu dient, andere Farben und Wellenlängen auf dasselbe Maximum (100) am Photometer einzustellen wie das der dunkelsten Farbe.
Auch ein besonderer Kontrollschutz kann benutzt werden, der bei der dunkelsten Farbe ganz offen ist und bei den andern Wellenlängen das verfügbare Licht mindert.
Wenn ein Spektrophotometer an Stelle eines Filterphotometers benutzt wird, wird eine entsprechende Methode angewendet, indem zunächst die dunkelste Farbe gesucht wird und sodann die Lichtschlitze und der Verstärker-Anodenstrom in oben beschriebener Weise kontrolliert werden. Es ist auch möglich, eine Mischung der Grundfarben zu benutzen, entweder in einer für das verfügbare Licht
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geeigneten Proportion oder Farben in gleichen Proportionen an Stelle eines Standard-weissen
Materials, oder aber jede der Grundfarben allein. Dies kann erreicht werden durch Regelung des Lichtes im Filterphotometer mittels eines Schlitzes, um das Photometer auf den Mittelwert (50) einzustellen, oder auf irgendeinem andern geeigneten konstanten Wert bei jeder Wellenlänge.
Eine Kontrolle zur Erzielung korrekter Filter sowohl als korrekter Farbnuancen und Intensitäten der drei Grundfarben in bezug auf die Grundfarben und die Lichtstärke der benutzten Lichtquelle bei einem Filterphotometer, das das sogenannte Proportionalmesssystem bei der Farbmessung benutzt, kann durchgeführt werden durch Messung der Farben mittels eines ähnlichen Prismenfilters, das auch in der
Farbe identisch ist.
Die Messungen sollten dann für Rot einen Mindestphotometerausschlag von Null zeigen oder von fast Null (weisse Farbe zeigt 100), für Gelb und Blau sollten sie eine Mindestphotometerablesung, ausgehend gleichfalls von Null, zeigen. Noch wichtiger ist die Tatsache, dass, wenn die Intensitäten der
Grundfarbenlösungen, die in dem Prismenfilter gemessen werden, gemindert werden, ein Anwachsen aller Photometerablesungen ergeben. Die erzielten Ergebnisse zeigen proportionale Änderungen lediglich in der Intensität, aber keine Änderungen in der Farbnuance oder in den Wellenlängen und keine Änderung in der Spektralanordnung der Farben.
Wenn ein sogenanntes Doppel-oder kombiniertes
Prismenfilter als wirksames Filter benutzt wird an Stelle eines Einzelprismenfilters, werden die
Ergebnisse komplementär zu dem mit einem Einzelfilter erzielten Ergebnis sein, und wenn ein
Tripel-Prismenfilter benutzt wird, werden sämtliche Wellenlängen eine Nullablesung ergeben.
Infolgedessen entspricht die gemäss der Erfindung benutzte Methode in gewisser Weise der üblichen spektrophotometrischen Methode bei Bestimmung des Y-Wertes, welcher der Wert für Grün ist. Ein fundamentaler Unterschied besteht jedoch in den Gleichstärke-Proportionen X - Y - Z und
X+Z-Y+Z=X+Y.
Eine Person mit guter Sehkraft und Farbsinn kann unter Benutzung dieser Erfindung auch visuelle Messungen der photometrischen Werte und X, Y, Z-Zahlen mit genügend guten Resulataten durchführen, die an Genauigkeit sogar die Resultate übertreffen können, die mit irgendwelchen bekannten Photometern erzielt worden sind. Eine besondere Ausstattung ist jedoch auch für visuelle photometrische Messungen erforderlich, abhängig in jedem Fall von der benutzten Mess-und Bestimmungsmethode.
Als Messeinheiten bei der visuellen Methode können entweder Farbmuster oder auch Grundfarben in Form der drei einzelnen Farbenfilter mit Erfolg benutzt werden. Mit Farbmustern sind gedruckte oder sonstige gefärbte Karten gemeint, die entsprechend der Erfindung hergestellt und numeriert sind.
Jedes Einzelfilter kann benutzt werden, um zweimal um das Spektrum herum zu messen und die verbleibenden beiden Einzelfilter zu einem Doppelfilter zu vereinigen, das gleichfalls benutzt werden kann, um zweimal um das Spektrum herum zu messen. In diesem Falle schliessen jedoch die Farben auch nuancierte Dreikomponenten-Farben ein, wobei die Gesamtwirkung erzielt wird, das unnuancierte (helle) Mittelfarben allmählich entlang dem Filter sich ändern in nuancierte Grundfarben von dem Typus 2X + 1 Y + lZ, X + 2Y + Z, X + Y + 2Z.
Es ist auch möglich, ein besonderes Filter herzustellen, bei dem der neutral nuancierte Teil der Farben getrennt ist von den hellen Grundfarben in einem separaten Filter. Solche Filter können dann individuell benutzt werden zum Messen der sogenannten nichtsprektralen und spektralen Wellenlängenbereiche. Vergleiche von Farbmustern können auch bei Farbmessungen benutzt werden, wenn photometrisch gemessene X, Y und Z-Werte gemäss der Erfindung gemessen sind und in den Mustern markiert werden.
Die Erfindung ist nicht auf das oben beschriebene Beispiel beschränkt, da z. B. die Methode in umgekehrter Reihenfolge durchgeführt werden kann, indem das Licht zuerst durch die Lösung hindurchgeleitet oder auf das feste gefärbte Objekt, das gemessen werden soll, und sodann zum Prismenfilter geleitet wird.
Die folgenden Basisfarbensubstanzen-Triplets, auch Standard genannt, werden vorteilhaft benutzt beim photometrischen Messen von Werten für die Komplement-Formen.
1000 Einheitsstärke Standard I :
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<tb>
<tb> rot <SEP> : <SEP> 0, <SEP> 0471 <SEP> g <SEP> Supraminrot <SEP> 3B
<tb> 0, <SEP> 3443 <SEP> g <SEP> Carbolan-Crimson <SEP> 3B <SEP> 125
<tb> 1 <SEP> l <SEP> destilliertes <SEP> Wasser
<tb> blau <SEP> : <SEP> 0, <SEP> 3947 <SEP> g <SEP> Durazol <SEP> Fast <SEP> Papper <SEP> Blue <SEP> 10 <SEP> CS
<tb> 1 <SEP> l <SEP> destilliertes <SEP> Wasser
<tb>
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<tb>
<tb> gelb <SEP> : <SEP> 0, <SEP> 0363 <SEP> g <SEP> Jaune <SEP> Diazol <SEP> RL
<tb> 0, <SEP> 1733 <SEP> Fast <SEP> Light <SEP> yellow <SEP> CR
<tb> 1 <SEP> l <SEP> destilliertes <SEP> Wasser
<tb> 1000 <SEP> Einheitsstärke <SEP> Standard <SEP> II <SEP> : <SEP>
<tb> gelb <SEP> :
<SEP> 0, <SEP> 1000 <SEP> g <SEP> Sirius-Light <SEP> gelb <SEP> RTK
<tb> 0, <SEP> 2000 <SEP> g <SEP> Echt <SEP> Säuregelb <SEP> TLN
<tb> 0, <SEP> 0039 <SEP> g <SEP> Durazol <SEP> Fast <SEP> Papper <SEP> Blue <SEP> 10 <SEP> CS
<tb> 1 <SEP> l <SEP> destilliertes <SEP> Wasser
<tb> rot <SEP> und <SEP> blau <SEP> sind <SEP> dieselben <SEP> wie <SEP> bei <SEP> Standard <SEP> I
<tb> 1000 <SEP> Einheitsstärke <SEP> Standard <SEP> III <SEP> : <SEP>
<tb> rot <SEP> : <SEP> 0, <SEP> 083 <SEP> g <SEP> Coomassie <SEP> Violett <SEP> 2RS
<tb> 0, <SEP> 083 <SEP> g <SEP> Supraminrot <SEP> 3B
<tb> 1 <SEP> l <SEP> destilliertes <SEP> Wasser
<tb> gelb <SEP> und <SEP> blau <SEP> sind <SEP> dieselben <SEP> wie <SEP> bei <SEP> Standard <SEP> I
<tb> 1000 <SEP> Einheitsstärke <SEP> Standard <SEP> IV <SEP> :
<SEP>
<tb> 0, <SEP> 400 <SEP> g/l <SEP> Carbolan <SEP> Crimson <SEP> 3B <SEP> 125
<tb> 0, <SEP> 800 <SEP> g/l <SEP> Sirius <SEP> Light-gelb <SEP> FFRL
<tb> 0, <SEP> 394 <SEP> g/l <SEP> Durazol <SEP> Fast <SEP> Papper <SEP> Blue <SEP> 10 <SEP> CS
<tb> 1000 <SEP> Einheitsstärke <SEP> Standard <SEP> V <SEP> : <SEP>
<tb> 0, <SEP> 166 <SEP> g/l <SEP> Supraminrot <SEP> 3B
<tb> 0, <SEP> 250 <SEP> g/l <SEP> Echt <SEP> Sauregelb <SEP> TLN
<tb> 0, <SEP> 394 <SEP> g/l <SEP> Durazol <SEP> Fast <SEP> Papper <SEP> Blue <SEP> 10 <SEP> CS
<tb>
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ITafel 3 zeigt Ergebnisse, die von Grund-und Mittelfarben-Prismenfiltern erzielt wurden mit
Abteilungen, die mit gleichstarken Farblösungen gefüllt waren, wobei aber Violett und Orange an Stelle von Rot benutzt wurde und diese beiden vereinigt wurden durch die neutral nuancierte Mischlösung in einer besonderen Abteilung. Unter-Fig. Ia und Ib zeigen Ergebnisse von Messungen, die mittels der sogenannten Proportionalwerte gemacht wurden, wobei die Messvorrichtung angeschlossen war sowohl gemäss der Energiemethode, Licht 100, als auch gemäss der Komplementärmethode, Licht Null.
Unter-Fig. IIa und IIb zeigen Ergebnisse derselben Filter, ausgenommen, dass die Messungen mittels der sogenannten Energiewerte durchgeführt wurden, u. zw. gleichfalls sowohl mit der Energiemethode (Licht = 100) und der Komplementärmethode (Licht = Null).
Tafel 4 vergleicht die Ergebnisse von Einzel-und Doppelfiltern, gefüllt mit 1000 Einheitsstärke-
Grundfarbenlösungen, wobei die Trennwände in den Prismenfiltern im Falle der Unter-Fig. I und II parallel lagen und im Falle der Unter-Fig. III und IV in abwechselnd wechselnder Richtung lagen. Die
Zahlen in den Figuren geben die Wellenlängen an, die erzielt wurden durch Linearteilung des Spektrums, ausgehend von den Grundfarben. Unter-Fig. I und 11 sind photometrische Diagramme, gemessen durch die Proportionalwerte und die Energiemethode (Licht = 100), während die Unter-Fig. III und IV gleichfalls gemessen wurden mit Proportionalwerten, jedoch mit der Messvorrichtung, angeschlossen entsprechend den Komplementärmethoden (Licht = Null).
Tafel 5 zeigt, wie Farben ermittelt werden unter Benutzung der sogenannten Energie-und der sogenannten komplementären Messmethoden. Einige Diagramme zeigen die ermittelten Resultate. Um die Unterschiede besser zu zeigen, sind nur teilweise gleich starke Pigmentfarben, die auf Versuchsflächen aufgebracht sind, in diesen Beispielen benutzt worden. Die erhaltenen Resultate sind deshalb nicht genau ; trotzdem geben sie ein klares Bild davon, wie radikal und einfach es ist, sogar normal gedruckte Farben zu behandeln, wenn die Methode gemäss der Erfindung benutzt wird.
Tafel 6 zeigt Messergebnisse, die mittels eines Spektrophotometer-Prototyps gemäss der Erfindung erzielt wurden, u. zw. sowohl wenn das Licht bei den Photomessablesungen 100 als auch wenn es Null ist.
Dieser Prototyp eines Spektrophotometers besitzt als Lichtquelle eine Philipslampe No. 6253 (6 V, 45 W), einen Sammelspiegel 040, F 7, 8 ein Schwerflintpisma 600 (30 X 30 cm), das an demselben Träger montiert ist, eine Philipsphotoröhre 90 AG für die Lösungen und eine Röhre 2 X 92 AG für Anstriche als lichtempfindliches Element auf.
In den Fällen Ia, b, c und d waren als Farben Grundfarbstofflösungen zu messen, wobei Ia eine Stärke von 1000 Einheiten und die andern eine Stärke von 100 Einheiten hatten ; in den Fällen IIa und IIb waren Anstriche mit einer Stärke von 200 bzw. von 20 Einheiten zu messen.
Die Tabelle 7 zeigt Messergebnisse von Grund-und Mittelfarbenlösungen von 1000 Einheitsstärke und aus der Grundfarbe Type Standard I, gemessen durch das Perkin-Elmer-Spektrophotometer der Finnischen Staatlichen Technischen Forschungsanstalt unter Benutzung von E-Licht. Die sogenannten trichromatischen Koeffizienten aus diesen Ergebnissen sind errechnet und dargestellt in der Form von
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wurden. Die Ergebnisse wurden ermittelt durch Benutzung von 10 X, Y und Z-Wellenlängen, die für diesen Zweck ausgewählt wurden. Dies entspricht dem was normal bekannt ist, als ausgewählte Ordinaten zur Bestimmung von spektral-kontinuierlicher Energieverteilung.
Tafel 8 zeigt Messergebnisse von 100 Einheitsstärke Grund-und Mittelfarbenlösungen, gemessen mit dem Beckman-Spektrophotometer Modell Du. Sie zeigt gleichfalls die Teilung in Wellenlängen, woraus die Resultate errechnet wurden. Gemäss der Erfindung wurden sie linear genommen von X, Y und Z-Wellenlängen ; die Tafel zeigt sie genommen mit 10 mu Abständen.
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