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Verpackungsbehälter aus Blech
Die Erfindung bezieht sich auf einen Verpackungsbehälter aus Blech, beispielsweise Kanister,
Hobbock od. dgl., bestehend aus einem vornehmlich zylindrischen Behälterrumpf, dessen Unterseite mit einem Boden verfalzt und dessen, eine Randbordierung, vorzugsweise eine Äussenbordierung, auf- weisende Oberseite durch einen Eindrückdeckel verschlossen ist, wobei Deckelrand und Rumpfrand durch einen Spann- oder sonstigen Sicherungsring kraft-und formschlüssig umfasst werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Verpackungsbehälter, vorzugsweise einen hauptsächlich für flüssige Füllgüter bestimmten Einwegbehälter, der eingangs genannten Art zu schaffen, der insbesondere auch den sich auf den Transport brennbarer Flüssigkeiten beziehenden Sicherheitsvorschriften der Deutschen Bundesbahnen entspricht. Ein solcher Behälter muss so beschaffen sein, dass er bei auf ihn ausgeübten Stössen und anderen, unbeabsichtigten, äusseren Krafteinwirkungen, wie solche beispielsweise bei einem Fall des Behälters auftreten, nicht undicht wird oder sich gar öffnet.
Die schwächste und daher durch Stossbeanspruchungen besonders gefährdete Stelle ist die Verbindungsstelle zwischen Behälterrumpf und Deckel. Die Verbindung dieser Behälterteile mittels eines Spann- oder sonstigen Sicherungsringes erweist sich insofern als vorteilhaft, als sie verhältnismässig leicht herstellbar und vor allem auch bei gewünschtem Öffnen des Behälters auf einfache Art lösbar ist.
Um aber einem ungewollten Lösen oder Lockern der Verbindung vorzubeugen, muss jedenfalls dafür Sorge getragen werden, dass der Spann- oder sonstige Sicherungsring auch dann noch eine abdichtende Verbindung gewährleistet, wenn auf den Behälter Stösse oder andere ungewollte Kräfte eingewirkt haben. Eine entsprechende Sicherung gegen derartige Beanspruchungen kann dadurch erzielt werden, dass man den Spann- oder sonstigen Sicherungsring durch besondere Formgebung und Ausbildung verstärkt, was aber mit nicht unerheblichen Mehrkosten verbunden ist und in der Regel auch die Anbringung bzw. das Lösen des Ringes bei beabsichtigtem Öffnen des Behälters erschwert.
Durch die Erfindung wird nun auf grundsätzlich andere Art das Aufrechterhalten der durch den Spann- oder sonstigen Sicherungsring bewirkten Dichtung zwischen Behälterrumpf und Behälterdeckel gewährleistet, u. zw. dadurch, dass man den genannten Ring von Kräften, die auf ihn beispielsweise bei einem Aufprall einwirken, entsprechend entlastet oder diese Kräfte von dem Ring entsprechend ablenkt.
Der Behälter soll also so ausgebildet werden, dass die beispielsweise während der Leistungsprüfung durch die Behörde vorzunehmenden, mechanischen Einwirkungen nicht bis in den Verschlussbereich, also in den Bereich des Spann- oder sonstigen Sicherungsringes, vordringen können, sondern dass vielmehr die betreffende kinetische Energie vorher verzehrt wird, so dass sie sich auf den Verschluss nicht im Sinne eines unbeabsichtigten Öffnens oder auch nur Undichtwerdens auswirken kann.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass die senkrechte Eindrückflanke des Deckels nach aussen in eine vorzugsweise schräg abfallende, an dem einen Schenkel des Spann- oder sonstigen Siche-
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rungsringes kraft- und formschlüssig anliegende Randfläche und nach innen in an sich bekannter Weise in einen eingezogenen Deckelbereich übergeht, der sprunghaft in einen hochgezogenen, ringförmig umlaufenden Wulst, eine Rippe od. dgl. ansteigt, deren Höhe ein Mehrfaches der Länge der Eindrück- flanke des Deckels beträgt und die in Richtung auf die Mitte des zentralen Deckelspiegels allmählich zurückläuft.
Durch eine solche Ausbildung ist eine Aufprallstelle gegeben, welche die beispielsweise bei einem Fall des Behälters auftretende, kinetische Energie, gegebenenfalls unter Verformung des
Behälters, wirksam abfängt, so dass der Spann- oder sonstige Sicherheitsringverschluss unbeeinträchtigt bleibt, also auch weiterhin die entsprechende Abdichtung gewährleistet.
Wie angeführt, sind Behälter, bei denen die senkrechte Eindrückflanke des Deckels nach innen in einen eingezogenen Deckelbereich übergeht, der sprunghaft in einen hochgezogenen, ringförmig um- laufenden Wulst ansteigt, dessen Höhe ein Mehrfaches der Länge der Eindrückflanke des Deckels beträgt und der in Richtung auf die Mitte des zentralen Deckelspiegels allmählich zurückläuft, an sich wohl bekannt, doch handelt es sich hiebei um Ausführungen, bei denen die Eindrückflanke des Deckels mit dem Behälterrumpf verschweisst ist, so dass Deckel und Behälterrumpf miteinander unlösbar verbunden sind. Bei diesen Ausführungen hat der hochgezogene Wulst nur den Zweck, ein entsprechendes Zentrie- ren der Behälter beim Aufeinanderstapeln derselben zu bewirken.
Ein SpÅann- oder sonstiger Sicherungsring, der ein Öffnen des Behälters ermöglichen würde, ist also bei den bekannten Ausführungen nicht vorhanden, und demgemäss kann sich der Wulst auch nicht im Sinne der Entlastung eines Verschlusses auswirken, der, wenn beabsichtigt, verhältnismässig leicht geöffnet werden kann, jedoch gerade deshalb gegen ein unbeabsichtigtes Öffnen durch Stösse, Aufprall od. dgl. besonders gesichert sein muss.
Am Behälterdeckel einen ringförmig umlaufenden Wulst für das Aufeinanderstapeln der Behälter vorzusehen, ist übrigens auch bei aus Plastik hergestellten Behältern bereits bekannt. Bei den betreffenden Ausführungen beträgt jedoch die Höhe des Wulstes keineswegs ein Mehrfaches der Länge der Eindrückflanke des Deckels, sondern ist etwa gleich dieser Länge, so dass also der Wulst über die Ebene der obersten Randkante des Deckels kaum vorragt. Der Wulst ist eben auch hier ein blosser Zentrierwulst, wobei übrigens auch hier kein Spann- oder sonstiger Sicherungsring vorgesehen ist, sondern der Deckel auf den Behälterrumpf unter elastischer Deformation aufgestülpt wird, was keineswegs eine vollkommen dichte Verbindung zwischen Deckel und Rumpf zu gewährleisten vermag.
Dadurch, dass bei der erfindungsgemässen Ausbildung die senkrechte Eindrückflanke des Deckels nach aussen in eine vorzugsweise schräg abfallende, an dem einen Schenkel des Spann- oder sonstigen Sicherungsringes kraft- und formschlüssig anliegende und daher eine optimale Steifigkeit ergebende Randfläche und nach innen in der besagten Weise in den hochgezogenen Aufprallwulst übergeht, ist der vorteilhafte Spann-oder sonstige Sicherungsringverschluss nunmehr auch an Behältern anwendbar, die besonders strengen Vorschriften hinsichtlich Dichthaltens zu entsprechen haben.
Vorteilhafterweise kann der zentrale Deckelspiegel höher als der Rumpfrand liegen, wodurch der Behälterinhalt einer Deformation des Deckels keinen Widerstand entgegensetzen kann, weil auch bei bis an den Rumpfrand gefülltem Behälter genügend leerer Innenraum vorhanden bleibt. Zweckmässigerweise kann hiebei der zentrale Deckelspiegel mindestens um die Länge der Eindrückflanke höher liegen als der Rumpfrand. Der Wulst, die Rippe od. dgl. kann im Querschnitt in einem konvexen Bogen in den Deckelspiegel zurücklaufen, was sich sowohl fertigungstechnisch als auch hinsichtlich der Festigkeit als besondersgünstig erwiesen hat. Als vorteilhaft hat sich ferner eine Ausbildung gezeigt, bei der die Höhe des Wulstes, der Rippe od. dgl. etwa der zwei-bis dreifachen Länge der Eindrückflanke des Deckels entspricht.
Schliesslich kann sich an die schräg abfallende Randfläche, in welche die senkrechte Eindrückflanke des Deckels übergeht, eine an der Randbordierung des Rumpfes tangential anliegende, annähernd senkrechte, vorzugsweise in eine Aussenrolle übergehende Endfläche anschliessen, wodurch die Steifigkeit noch weiter erhöht wird.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Fig. 1 zeigt den oberen Teil eines erfindungsgemässen Verpackungsbehälters im Axialschnitt. Die Fig. 2a bis 2d ver- anschaulichen in schematischer Darstellung einige Stapelungsmöglichkeiten erfindungsgemässer Behälter.
Mit-l-ist in den Figuren der Zeichnungen der im wesentlichen zylindrische, vorzugsweise mit an sich bekannten konzentrischen Sicken (nicht dargestellt) versehene Rumpf eines Blechbehälters be-
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bögen mit versetzt zueinanderliegenden Mittelpunkten zusammen. Dementsprechend ergibt sich hier eine oblonge Form der Aussenbordierung --4---. Eine solche Form ist jedoch für die Erfindung nicht bindend.
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verschlossen,Verbesserung der Steifigkeit - in eine Aussenrolle --8a-- übergehen. Man wird in den meisten Fällen die Randfläche -7-- so ausbilden, dass sie in einem Abstand von dem oberen Scheitel der Aussenbor- dierung-4-liegt, um in diesen Bereich in an sich bekannter Weise eine Dichtungsmasse-9-einbringen zu können.
Mit-10-ist ein vorzugsweise symmetrischer Spann- oder Sicherungsring bezeichnet, der die Form eines liegenden U mit auseinanderlaufenden Schenkeln --10a,10b-- besitzt. Wie aus der dargestellten Ausführungsform deutlich zu entnehmen ist, legt sich der Schenkel-lOa-des Spannringes - in seiner Verschlusslage einerseits plan, u. zw. kraft- und formschlüssig gegen die nach aussen schräg abfallende Randfläche-7-, anderseits gegen den unteren Bereich der Aussenbordierung und erzielt beim weiteren Anspannen eine feste Umschliessung von Rumpf und Deckelende und damit eine optimale Sicherung dieser Bereiche. Gleichzeitig damit ist eine hermetische Dichtung des Verschlusses gegeben.
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