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Adsorber für Anlagen zur Abscheidung von Leichtbenzin aus von einem Erdöl-Gasgemisch abgeschiedenen Gasen
Die Erfindung bezieht sich auf einen Adsorber für Anlagen zur Abscheidung von Leichtbenzin aus von einem Erdöl-Gasgemisch abgeschiedenen Gasen.
Es sind bereits Adsorber bekannt, die zwei aufrecht angeordnete konzentrische Zylinder mit im inneren Zylinder eingelagerter Aktivkohle aufweisen. Bei diesen bekannten Vorrichtungen ist jedoch der zwischen den beiden Zylindern angeordnete ringförmige Zwischenraum mit einem Isolationsmaterial gefüllt, und die doppelwandige Ausführung dient somit lediglich der besseren Wärmeisolierung.
Bei andern bekannten Vorrichtungen ist, um am oberen und unteren Ende des Adsorbers Ventile für eine operative Phasenumschaltung einbauen zu können, in die sich im Inneren des Gefässes angeordnete Aktivkohleschicht ein Rohr eingeführt, durch das eine Verbindung zwischen dem Raum oberhalb der Aktivkohle und einem Raum unterhalb eines die Aktivkohle zurückhaltenden Gitters herstellt. Mit der ständig steigenden Anforderung, Leichtbenzin aus von einem Erdöl-Gasgemisch abgeschiedenen Gasen unter möglichst hohem Druck abzuscheiden, trat auch die Notwendigkeit auf, eine Kondensation von Wasserdampf zu vermeiden, durch welche die Aktivkohle in ungünstiger Weise befeuchtet wird.
Eine Trocknung der Aktivkohle unter hohem Druck ist nämlich nur sehr schwer durchzuführen, da das Gas, aus welchem das Leichtbenzin abgeschieden werden soll, unter hohem Druck während der Adsorptionsperiode nur eine geringe Wasserdampfmenge aufnehmen kann. Die bekannten Adsorber dieser Art entsprachen nicht den an sie gestellten Anforderungen.
Die Erfindung sucht die Nachteile der bekannten Adsorber zu vermeiden. Die Erfindung geht aus von einem Adsorber für Anlagen zur Abscheidung von Leichtbenzin aus von einem Erdöl-Gasgemisch abgeschiedenen Gasen, mit zwei aufrecht angeordneten konzentrischen Zylindern und im inneren Zylinder eingelagerter Aktivkohle, und die Erfindung besteht im wesentlichen darin, dass zwischen den beiden Zylindern ein ringförmiger Zwischenraum freigehalten ist, der an seinem unteren Ende abgeschlossen und mit einem Verbindungsstutzen für die Einführung des zur Desorption nötigen Wasserdampfes versehen ist, und der an seinem oberen Ende mit dem inneren, mit der Aktivkohle versehenen Zylinder in Verbindung steht.
Der erfindungsgemäss ausgebildete Adsorber weist den Vorteil auf, dass der Wasserdampf, bevor er in die Kohle eintritt, den Mantel des inneren Zylinders erwärmt, wodurch eine Kondensation von Wasserdampf auf der Innenwand dieses Zylinders und damit ein Nasswerden der Kohle vermieden wird. Es können weiters bei einem erfindungsgemäss ausgebildeten Adsorber sämtliche Ventile am unteren Ende des Adsorbers angeordnet werden, und es ist ein Mitreissen der Kohle und ein Herausblasen derselben durch einen im oberen Deckel des Adsorbers vorgesehenen Stutzen verhindert.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Verbindungsstutzen für die Einführung des Wasserdampfes tangential zum äusseren Zylindermantel angeordnet, wodurch die
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Abscheidung des Kondenswassers erleichtert wird.
In den Zeichnungen ist die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles schematisch erläutert.
Fig. 1 zeigt einen erfindungsgemäss ausgebildeten Adsorber im Längsschnitt, und Fig. 2 stellt einen Schnitt nach der Linie 11-11 der Fig. 1 dar.
Der Adsorber besteht aus einem aufrecht angeordneten Aussenzylinder der an seinem oberen und unteren Ende durch gekrümmte Bodenteile--2 und 3--abgeschlossen ist und auf einer zylindrischen Konsole --4-- aufruht. Diese Konsole ist mit einem Führungsring-16-versehen, der über Verankerungselemente --17-- entweder auf einem Eisenbetonfundament oder auf einer Metallkonstruktion verankert werden kann.
Im Inneren des Zylinders--l--im Bereiche des unteren Endes desselben ist ein Gitter--S-- vorgesehen, durch welches die im Inneren angeordnete Aktivkohle abgestützt wird. Von diesem Gitter
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6- ist--18-- freigehalten, der an seinem unteren Ende abgeschlossen ist und an seinem oberen Ende mit dem inneren Zylinder--6--in Verbindung steht.
Der Abschlussteil --2-- ist mit einem Mannloch --7-- für die Inspektion und für das Einfüllen der Aktivkohle versehen, und an der Seitenwand des Adsorbers ist ein Mannloch-8-für eine Inspektion und für die Entfernung der Aktivkohle angeordnet. Weiters weist der Adsorber einen
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Der für die Desorption benötigte Wasserdampf wird über einen tangential zum äusseren Zylindermantel angeordneten Verbindungsstutzen --11-- eingeführt. Am unteren Ende des Adsorbers ist ein Dom --12-- vorgesehen, in welchen drei Stutzen-13, 14 und 15--münden. Der Stutzen --13-- dient zur Einführung des zu behandelnden Gases und der Stutzen--14--zum Ablassen des adsorbierten Leichtbenzindampfes bzw. des Wasserdampfes. Der Stutzen--15--kann beispielsweise mit einer Messeinrichtung od. dgl. in Verbindung stehen.
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--13-- ein,Zwischenraum --18-- und von dort über den Stutzen --10-- in die Sammelleitung für das von Leichtbenzin befreite Gas.
Während der Desorption tritt der Wasserdampf durch den Verbindungsstutzen --11-- in den ringförmigen Zwischenraum--18--ein, erwärmt den Zylinder --6-- über seine ganze Länge, durchläuft hierauf die Aktivkohle, verdampft das adsorbierte Leichtbenzin und gelangt zusammen mit diesem über den Stutzen--14--zur Sammelleitung für das inerte Gas und zur Destillationssammelleitung für die Kondensation.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Adsorber für Anlagen zur Abscheidung von Leichtbenzin aus von einem Erdöl-Gasgemisch abgeschiedenen Gasen mit zwei aufrecht angeordneten konzentrischen Zylindern und im inneren
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dassZylindern (1, 6) ein ringförmiger Zwischenraum (18) freigehalten ist, der an seinem unteren Ende abgeschlossen und mit einem Verbindungsstutzen (11) für die Einführung des zur Desorption nötigen Wasserdampfes versehen ist und der an seinem oberen Ende mit dem inneren, mit der Aktivkohle versehenen Zylinder (6) in Verbindung steht.
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