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Schaltungsanordnung zur Impulsbreitenunterscheidung
Aus der deutschen Auslegeschrift 1165076 ist eine Schaltungsanordnung zur Erkennung längenmodulierter Impulse bekannt, bei der die Impulse, wenn ihre Breite die Rückfallzeit einer durch sie angeregten Zeitstufe --4-- überschreitet, dadurch eine bistabile Kippstufe --9-- umstellen, dass sich dann ein Differenzierimpuls, der jedesmal beim Rückgang der Zeitstufe entsteht, und der nun noch andauernde Impuls selbst überlagern, wodurch eine ins Positive reichende und deshalb von einem zum Eingang der Kippstufe führenden Ventil-8-durchzulassendes Signal entsteht (Fig. 2, Ie ; Fig. 2, IIe).
Die Rückstellung der bistabilen Kippstufe --9- erfolgt bei dieser bekannten Anordnung, die aus einem langen Impuls und einer darauffolgenden langen Pause bestehende Impulstelegramme erkennen soll und anspricht, wenn die Rückstellung nicht sogleich erfolgt, durch das nächste, demselben Kippstufeneingang zugeführte positive Signal, das aus der langen Pause in analoger Weise gebildet wird, wie das vorangehende Signal aus dem der langen Pause vorangehenden langen Impuls.
Die erfindungsgemässe Schaltungsanordnung unterscheidet sich von der eben beschriebenen bekannten Anordnung in mehrfacher Hinsicht. Sie ist unter anderem bestimmt zur Erfassung einer Frequenz durch Vergleich der Dauer von Impulsen, welche in einem fixen Verhältnis zur Periodendauer der zu erfassenden Wechselspannung steht, mit der eventuell einstellbaren Dauer von andern Impulsen, die von einer Zeitstufe geliefert werden. Der Vergleich der Impulslängen erfolgt mittels Logikstufen, die einen Speicher, je nachdem, ob die von der Signalwechselspannung abgeleiteten Impulse länger oder kürzer sind als die Eigenzeit der Zeitstufe, in die eine oder andere Lage kippen. Derartige Schaltungen sind schon vorgeschlagen worden. Die Erfindung bringt eine erhebliche Vereinfachung und Einsparung an Bauelementen.
Gegenstand der Erfindung ist eine Schaltungsanordnung zur Unterscheidung zwischen Eingangsimpulsen, die länger, und solchen, die kürzer als die eventuell einstellbare Rückfallzeit einer Zeitstufe sind (Impulsbreitenunterscheidung), mit Hilfe von Logikschaltelementen,. einer die Rückflanke der Ausgangsimpulse der Zeitstufe differenzierenden Schaltung und einer Ausgangsspeicherstufe, wobei letztere durch die Logikschaltung bei jedem langen Eingangsimpuls einen Setzimpuls erhält, mit dem besonderen Merkmal, dass beim Übergang von langer zu kurzer Impulsdauer die Rückstellung der Ausgangs-
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impulse bei Abwesenheit eines Setzimpulses erfolgt. Hingegen erhält diese Speicherstufe bei langer Impulsdauer die Differenzierimpulse und die gleichzeitig mit diesen beginnenden Setzimpulse zugeführt, wobei die Wirkung der letzteren überwiegt.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert.
Über die Klemme-E- (Fig. l) wird dem Eingang --e-- der monostabilen Zeitstufe --Z-- die von der Signalwechselspannung abgeleitete Rechteckspannung-Z/e-- (Fig. 2) zugeführt. Die Zeitstufe - hat die Eigenschaft, dass bei einem Signalsprung von --0-- auf --L-- am Eingang auch ihr Aus-
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gangssignal sofort, d. h. zugleich mit dem Eingangssignal, auf --0--. Der zweite Ausgang-Ao-der Zeitstufe bringt immer das zu-A-inverse Signal.
Das Eingangssignal von --E-- und das Ausgangssignal von --Ao-- der Zeitstufe --Z-- gelangen
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Dioden-Dl- und dem Widerstand --R2-- als Differenzierglied über --D8-- negative Nadelimpulse an den Löscheingang--e2--derSpeicherstufe--Sp--.
Fig. 2 zeigt links Signalverläufe an Schaltstufen der Anordnung für eine tiefe und rechts für eine hohe Eingangsfrequenz. Bei tiefer Eingangsfrequenz, d. h. bei langen Impulsen am Eingang, springt das Signal an--Ao--der Zeitstufe auf-L-, bevor der Eingangsimpuls von-L- auf-0-fällt. Am Setzeingang --e1-- der Speicherstufe --Sp-- kommen von dem aus-D, D und R-gebildeten UndGatter Impulse an und bringen den Speicher in Arbeitsstellung, d. h. der Ausgang --A-- des Speichers - hat L-SignaL Bei hoher Signalfrequenz verschwinden die Impulse am Setzeingang--el--des Speichers --Sp--. Es bleiben nur mehr die immer, d. h.
bei jeder von --0-- verschiedenen Frequenz, vorhandenen Differenzierimpulse für den Löscheingang und der Speicher-Sp-wird in Ruhestellung
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wicht kleiner oder gleich dem der an den Setzeingang --el-- gelangenden Impulse ist. Die Schaltung ist selbstverständlich für Signalspannungen fallender und steigender Frequenzen brauchbar.
Die Schaltung, bestehend aus Zeitstufe, Und-Gatter und Speicher zur Erfassung der Dauer von Impulsen, ist für sich allein nicht Gegenstand der Erfindung. Der erfinderische Gedanke liegt vielmehr in der Verwendung von Differenzierimpulsen zum Löschen des Speichers bei gleichzeitiger Abwesenheit von Setzimpulsen, Selbstverständlich können dabei zur Löschung. gegebenenfalls auch positive Differenzierimpulse dienen, d. h. solche, die im Diagramm nicht, wie dargestellt, nach unten, sondern nach oben gerichtet sind.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schaltungsanordnung zur Unterscheidung zwischen Eingangsimpulsen, die länger, und solchen, die kürzer als die eventuell einstellbareRückfa1lzeit einer Zeitstufe sind (Impulsbreitenunterscheidung), mit Hilfe von Logikschaltelementen, einer die Rückflanke der Ausgangsimpulse der Zeitstufe differenzierenden Schaltung und einer Ausgangs-Speicherstufe, wobei letztere durch die Logikschaltung bei jedem langen Eingangsimpuls einen Setzimpuls erhält, dadurch gekennzeichnet, dass beim Übergang von langer zu kurzer Impulsdauer die Rückstellung der Ausgangs-Speicherstufe (Sp) durch die von der Rückflanke der Ausgangsimpulse der Zeitstufe (Z) gelieferten Differenzierimpulse bei Abwesenheit eines Setzimpulses erfolgt.