AT274023B - Verfahren und Einrichtung zur Verhinderung der Kondensation und Diffusion von Fördermedien in das Schmieröl eines Verdichters, sowie zur Anfahrentlastung, Überdrucksicherung und Leistungsgregelung, vorzugsweise bei Kälteanlagen - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Verhinderung der Kondensation und Diffusion von Fördermedien in das Schmieröl eines Verdichters, sowie zur Anfahrentlastung, Überdrucksicherung und Leistungsgregelung, vorzugsweise bei Kälteanlagen

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AT274023B
AT274023B AT686467A AT686467A AT274023B AT 274023 B AT274023 B AT 274023B AT 686467 A AT686467 A AT 686467A AT 686467 A AT686467 A AT 686467A AT 274023 B AT274023 B AT 274023B
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shut
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piston
suction
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AT686467A
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Paul Will
Ernst Beck
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Masch U Appbau Schkeuditz Veb
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   Verfahren und Einrichtung zur Verhinderung der Kondensation und Diffusion von Fördermedien in das Schmieröl eines Verdichters, sowie zur Anfahrentlastung, Überdrucksicherung und Leistungsregelung, vorzugsweise bei Kälteanlagen 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zur Verhinderung der Kondensation und Diffusion von Fördermedien in das Schmieröl eines Verdichters während Betriebspausen beliebig langer Dauer, eine Anfahrentlastung, Überdrucksicherung sowie Leistungsregelung, vorzugsweise bei
Kälteanlagen. 



   Bei Verdichter-Kälteanlagen hat die Verdünnung des Schmieröls durch das Fördermedium infolge ungenügender Schmierung Lagerschäden zur Folge. Bei zu hohem Flüssigkeitsstand im ölraum treten Flüssigkeitsschläge auf, die Schäden an Triebwerk und Arbeitsventilen verursachen. Das Aufschäumen des Schmieröls hat ebenfalls Flüssigkeitsschläge zur Folge sowie Lagerschäden durch Schmiermittelmangel. Bei der Bildung von ölschaum wird viel öl in die Anlagen verschleppt. 



   Es ist bekannt, dass Kälteverdichter durch eine ölsumpfheizung geschützt werden, die während der Betriebspausen eingeschaltet wird und eine öltemperatur erzeugt, die über der Temperatur der Umgebung liegt. Mit zunehmender Differenztemperatur der Anlage verringert sich das Lösungsvermögen   Öl-Kältemittel.   Nachteilig ist jedoch, dass während der Betriebspausen Energie benötigt wird. Eine Ölheizung verhindert eine Mischung des öls mit dem Kältemittel nicht, sondern verlagert nur den Sättigungspunkt. 



   Ferner sind Kälteanlagen mit Absaugautomatik bekannt. Bei diesen Anlagen wird auf der Saugseite des Verdichters ein Unterdruck auch während der Betriebspausen der Anlage gehalten. Löst sich Kältemittel im öl, so erhöht sich der Druck im Verdichtergehäuse, der Verdichter wird automatisch eingeschaltet und das eingedrungene Kältemittel aus dem Öl ausgedampft und zum Verflüssiger gefördert. Diese Einrichtung hat den Nachteil, dass während der Betriebspausen ständig Energie zur Verfügung stehen muss. 



   Weiterhin wurde bereits vorgeschlagen, in der ölwanne des Verdichters ein überlaufrohr anzuordnen, das bei Ansteigen des Flüssigkeitsspiegels   Öl-Kältegemisch   in einen Sammelbehälter abfliessen lässt. Bei laufendem Verdichter wird die Flüssigkeit durch den in der Saugleitung vorhandenen Differenzdruck in den Verdichter zurückgedrückt. Das Überlaufrohr verhindert lediglich einen zu hohen Flüssigkeitsstand im Verdichter. Eine   ölverdünnung   und die daraus entstehenden Schäden werden jedoch nicht vermieden. 



   Zweck der Erfindung ist es, die den genannten Einrichtungen anhaftenden Mängel weitestgehend zu beseitigen, und eine Einrichtung zu schaffen, die eine störungsfreie Arbeitsweise von Verdichter-Kälteanlagen gewährleistet. 



   Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, zu verhindern, dass das Schmieröl des Verdichters 

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 durch das Fördermedium während Betriebspausen unzulässig verdünnt wird, der Flüssigkeitsspiegel im Ölraum unzulässig ansteigt und beim Anfahren des Verdichters ein übermässiges Aufschäumen des öls eintritt, auch wenn während langer Betriebspausen keine Energie zur Verfügung steht. Ausserdem soll eine Anfahrentlastung, überdrucksicherung sowie Leistungsregelung des Verdichters gewährleistet sein. 



     Erfindungsgemäss   wird die Aufgabe durch ein Verfahren und die dazugehörige Einrichtung derart gelöst, dass auf der Saug-und Druckseite des Verdichters Absperrventile angeordnet sind, die vom
Schmieröldruck des Verdichters gesteuert, automatisch öffnen und schliessen. Für Hilfsleistungen, wie   z. B.   die Rücklaufleitung vom ölabscheider, sind Nebenventile angeordnet, die dem Druckabsperrventil parallel geschaltet werden. Das Saugabsperrventil wird durch einen Hydraulikzylinder vom öldruck des Verdichters, das Druckabsperrventil und die Nebenventile vom Differenzdruck des Fördermediums zwischen Saug-und Druckseite des Verdichters geöffnet. Das Druckabsperrventil und die Nebenventile werden vom Saugabsperrventil gesteuert.

   Alle Ventile werden durch Federkraft geschlossen, wodurch erreicht wird, dass diese Ventile auch bei Störungen,   z. B.   durch Energieausfall, schliessen. Das Druckabsperrventil ist erfindungsgemäss gleichzeitig als überdrucksicherung des Verdichters ausgebildet. Die Schliessfeder und die Ventilfläche bestimmen den überdruck im Verdichter, der unabhängig von der Steuerung das Ventil öffnet. 



   Gemäss der Erfindung wird ein Bypassventil, das über eine Zugstange   zwangsläufig   vom Kolben des Druckabsperrventiles gesteuert wird, und bei geschlossenem Druckabsperrventil geöffnet ist, als Anfahrentlastung verwendet. Eine Bypassleitung verbindet das Bypassventil mit der Saugseite des Verdichters. Eine Drosselscheibe im Druckabsperrventil verhindert einen übermässigen Rückstrom von der Druckleitung der Anlage über die Bypassleitung zur Saugseite des Verdichters während des Schaltvorganges des Druckabsperrventiles. In die Bypassleitung ist ein von dem Saugabsperrventil gesteuerter Drosselkolben eingebaut, der das öffnen und Schliessen des Druckabsperrventiles erleichtert und Druckstösse verhindert. 



   Wird gemäss der Erfindung in die Druckölleitung zum Saugabsperrventil eine Druckausgleichseinrichtung,   z. B.   ein Magnetwechselventil, angeordnet, welche die Druckbeaufschlagung des Hydraulikkolbens im Verhältnis der maximalen Leistung zur benötigten Leistung der Anlage steuert, so wird eine Leistungsregelung erreicht. Die Ventile schalten dann über die Bypassleitung den Verdichter im Wechsel von Betrieb auf Leerlauf. Es ist eine stufenlose Regelung von Null auf volle Leistung möglich. 



   Durch die Erfindung werden folgende besondere Vorteile erreicht. Der Verdichter wird nach dem Ausschalten gasdicht von der Anlage getrennt und somit das Eindringen des Fördermediums in das Schmieröl verhindert. Beim Anlauf kann die ölpumpe infolge kältemittelfreiem öl schnell einen öldruck aufbauen und die Lager mit Öl versorgen. Durch die Anfahrentlastung werden der Verdichter und die Lager erst nach Aufbau eines ausreichenden Schmieröldruckes voll belastet. 



   Die zugehörigen Zeichnungen zeigen : Fig. 1 die schematische Darstellung einer Kälteanlage, Fig. 2 die schematische Darstellung einer Kälteanlage mit Drosseleinrichtung in der Öldruckleitung, Fig. 3 die schematische Darstellung einer Kälteanlage mit Schalteinrichtung in der öldruckleitung, Fig. 4 die schematische Darstellung einer Kälteanlage mit Druckausgleichseinrichtung in der öldruckleitung, Fig. 5 das Schema der Ventile. 



   In einer   Verdichter-Kälteanlage   mit   Verdichter-l-, Verdampfer-2-,   Ölabscheider 
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 zum Verdichter--l-ist ein   Nebenventil-11-eingebaut.   Damit der   Verdampfer --2- - in   Betriebspausen nicht mit Kältemittel angefüllt werden kann, ist in die   Flüssigkeitsleitung --12-- ein   weiteres   Nebenventil-13-eingebaut.   Das   Nebenventil-14-steuert   beispielsweise eine nicht 
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 im   Steuerraum-46- (Fig. 5)   des   Nebenventile   damit das   Nebenventil-14-schliesst.   



   Wird in die   Öldruckleitung --17-- vom Verdichter --1-- zum Hydraulikkolben --39--   (Fig. 5) des   Saugventiles--7-eine Drossel-18-eingebaut,   wird die Leerlaufzeit des Verdichters   --l-- beim   Anfahren verlängert. Durch Das Rückschlagventil --19-- wird ein Rückschalten des   Saugventiles--7--ohne   Verzögerung bei Ausschalten der Anlage erreicht. Wird eine Entlastung von langer Dauer beim Anfahren benötigt, so wird ein Absperrventil--20--, z.

   B. ein Magnetventil, das von einem Zeitrelais gesteuert wird, in der   öldruckleitung --17-- angeordnet.   Das Rückschlagventil   --21-- sichert   die Rückschaltung des   Saugabsperrventiles--7-beim   Ausschalten der Anlage. 

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    z. B.Druckabsperrventil --9-- wird   die   Drosselscheibe --47-- vom   Förderstrom des Verdichters - an den Kolben mit   Dichtring --27-- geschoben,   der Förderstrom erleidet keine Drosselverluste.

   Der Verflüssigerdruck füllt über die   Steuerleitung --35-- den Steuerraum --46--   des   Nebenventile   Die   Schliessfeder--31--schliesst   das Nebenventile Die   Nebenventile--11 ; 13   und   14--können   nur in Druckleitungen eingebaut werden. Die Druckdifferenz am Ventilsitz zum Saugdruck des   Verdichters-l-muss   zum öffnen der Ventile ausreichen. 



   Wird beispielsweise die   Schliessfeder-31-auf   der Ventilsitzseite des Kolbens mit Dichtring   --28--   eingebaut, damit das   Nebenventil--11--von   der Federkraft der öffnungsfeder--53-aufgedrückt wird, so kann das   Nebenventil--11--auch   in Saugleitungen verwendet werden. Der Differenzdruck zwischen Saugseite des Verdichters-l-und Druckseite der Anlage schliesst das   Nebenventil-11-entgegen   der Federkraft der Öffnungsfeder-53--. Bei Druckausgleich ist das   Nebenventil-11-offen.   



   Werden Wechselventile als Nebenventile benötigt, so können Druckabsperrventile nach dem 
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 --9-- inSaugleitungen eingebaut werden. Sie arbeiten in gleicher Weise wie die vorher beschriebenen   Nebenventile für Saugleitungen.   Die Dichtungen-59 ; 60 ; 61 und 62-sind aus elastischem Material ausgeführt. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Verhinderung der Kondensation und Diffusion von Fördermedien in das Schmieröl eines Verdichters, sowie zur Anfahrentlastung, Überdrucksicherung und Leistungsregelung, 
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 des Verdichters, mittels eines Saugabsperrventiles (7) sowie eines von diesem Ventil gesteuerten und durch den Differenzdruck zwischen Saug-und Druckseite des Verdichters betätigtem Druckabsperrventiles (9) und wahlweise angeordneter Nebenventile (11 ; 13 ; 14) derart selbsttätig gesteuert wird, dass bei Stillstand des Verdichters das Eindringen des Fördermediums in den Verdichter verhindert wird und bei Betrieb der Anlage der normale Kreislauf des Fördermediums erreicht und gleichzeitig eine Anfahrentlastung, Überdrucksicherung sowie Leistungsregelung des Verdichters bewirkt wird. 
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Claims (1)

  1. am Saugabsperrventil (7) zwecks zeitlicher Begrenzung der Anfahrentlastung durch die Kombination eines Rückschlagventiles (19) mit einer Drossel (18) oder mit einem Absperrventil (20) und zur Leistungsregelung durch eine Druckausgleichseinrichtung (22) gesteuert wird.
    3. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, EMI4.4 Rückschlagventil (19) und die Drossel (18) oder das Rückschlagventil (21) und das Absperrventil (20) oder die Druckausgleichseinrichtung (22) in die Öldruckleitung (17) angeordnet sind. EMI4.5 zusätzlich in die Steuerleitung (35) ein Absperrventil (15) oder in die Steuerleitung (35) ein Absperrventil und zwischen die Steuerleitung (35) und die Druckleitung (10) eine Drossel (16) angeordnet sind.
    6. Einrichtung nach den Ansprüchen 3 bis 5, gekennzeichnet durch die Vereinigung folgender an sich bekannter Merkmale : a) ein Hydraulikzylinder (57) des Saugabsperrventiles (7) ist mit dem Druckölschmiersystem des Verdichters (1) durch die Öldruckleitung (17) direkt oder über die Ventile (18 ; 19 oder 20 ; 21) oder die Druckausgleichseinrichtung (22) verbunden ; b) gegenüber der mit Drucköl beaufschlagten Seite eines Hydraulikkolbens (39) ist eine als <Desc/Clms Page number 5> Drosselkolben (43) ausgebildete Stossstange (40) angeordnet ; c) einem Drosselkolben (43) gegenüberliegend sind zwei ineinander gesteckte Kolben (26 ; 41) angeordnet, die durch eine Schliessfeder (29) auf einem Ventilsitz (49) aufliegen ;
    d) der Kolben (26) trägt auf dem Kolbenboden einen Dichtring (59) aus elastischem Werkstoff, der auf dem Ventilsitz (49) aufliegt und ist mit einem Strömungsquerschnitt (48) versehen, wobei die Innenseite des Kolbenbodens als Ventilsitz (55) ausgebildet ist ; e) der Kolben (41) trägt auf dem Kolbenboden einen Dichtring (60) aus elastischem Werkstoff, auf der Innenseite des Kolbenbodens ist eine Hülse (42) mit einem federnden Verschlussstück (56) angeordnet, das bei geöffnetem Saugabsperrventil (7) an einer Druckausgleichsdüse (33) einer Druckausgleichsleitung (32) anliegt ; f) ein Kolben (27) des Druckabsperrventiles (9) trägt auf dem Kolbenboden einen elastischen Dichtring (61), der durch eine Schliessfeder (30) auf einem Ventilsitz (50) aufliegt ;
    g) eine mit dem Kolben (27) stirnseitig verbundene Zugstange (45) ist durch eine als Ventilsitz (51) ausgebildete Trennwand hindurchgeführt, trägt ein Bypassventil (37) sowie vor der Trennwand eine verschiebbare Drosselscheibe (47), wobei das Bypassventil (37) so auf der Zugstange (45) angeordnet ist, dass es bei geschlossenem Druckabsperrventil (9) voll geöffnet ist und bei geöffnetem Druckabsperrventil (9) auf dem Ventilsitz der Trennwand aufliegt ; h) ein Steuerraum (44) des Druckabsperrventiles (9) ist durch die Steuerleitung (35) mit einem Steuerraum (34) des Saugabsperrventiles (7) verbunden ;
    i) ein Ventilraum (52) des Druckabsperrventiles (9) ist mittels einer Bypassleitung (36) mit einem Überströmkanal (38) des Saugabsperrventiles (7) verbunden, so dass bei geschlossenem Saugabsperrventil (7) der Überströmkanal (38) voll geöffnet und bei geöffnetem Saugabsperrventil (7) der Überströmkanal (38) durch den Drosselkolben (43) gedrosselt wird ; j) die Steuerräume (44) der Ventile (9 ; 11 ; 13 ; 14) sind mit dem Steuerraum (34) des Saugabsperrventiles (7) durch die Steuerleitung (35) direkt oder über das Absperrventil (15) verbunden ; k) der Kolben (28) des Nebenventiles (11) trägt auf dem Kolbenboden einen elastischen Dichtring (62), der durch die Schliessfeder (31) auf einem Ventilsitz (58) aufliegt.
AT686467A 1966-12-05 1967-07-24 Verfahren und Einrichtung zur Verhinderung der Kondensation und Diffusion von Fördermedien in das Schmieröl eines Verdichters, sowie zur Anfahrentlastung, Überdrucksicherung und Leistungsgregelung, vorzugsweise bei Kälteanlagen AT274023B (de)

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