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Rohrformstück, insbesondere T- oder Kreuzstück
Rohrleitungen sind an den Verzweigungsstellen bekanntlich mit Rohrformstücken, also T- oder
Kreuzstücken od. dgl., versehen. Dabei müssen die Zweigleitungen in der Regel für sich absperrbar sein, und es besteht weiterhin meist die Forderung, das Absperrorgan möglichst nahe der Abzweigstelle anzuordnen.
Bisher wird daher unmittelbar an den entsprechenden Rohrschenkeln des Rohrformstückes ein
Absperrschieber od. dgl. angeflanscht. Das Gehäuse des Absperrschiebers hat selbstverständlich eine bestimmte Baulänge. Da nun der Absperrschieber zu seiner Bedienung zugänglich sein muss und zu diesem Zweck meist zusammen mit dem Rohrformstück in einem Schacht untergebracht wird, ergibt sich für den Schacht eine entsprechend grosse Lichtweite, es sind also die Baukosten und der
Bauaufwand für den Schacht, der häufig eine beträchtliche Tiefe aufweist, verhältnismässig hoch.
Dieser Aufwand bzw. diese Kosten erhöhen sich selbstverständlich noch weiter, wenn nicht nur eine, sondern zwei oder mehrere Zweigleitungen, die je für sich absperrbar sind, vorgesehen sein sollen, weil dann an zwei oder mehreren Rohrschenkeln des Rohrformstückes ein eigener Absperrschieber angeflanscht werden muss und alle Schieber im Schacht unterzubringen sind.
Es ist aber auch schon ein Rohrformstück, nämlich ein Kreuzstück bekanntgeworden, dessen Rohrschenkel als Gehäuse zur Aufnahme eines einzeln betätigbaren Absperrflachschiebers ausgebildet sind, so dass die Abmessungen im Vergleich mit einem einfachen Rohrformstück mit gesondert angeflanschten Absperrorganen wesentlich herabgesetzt werden können. Bei diesen m bekannten, absperrbaren Kreuzstück ist aber für alle vier Schieber ein gemeinsamer Gehäuseoberteil vorgesehen, in dem alle vier Schieberspindeln geführt bzw. gelagert sind. Es ist daher nicht möglich, bei Beschädigung einen Einzelschieber auszubauen bzw. auszuwechseln und gleichzeitig die andern drei Rohrschenkel abzusperren.
Bei einer Reparatur müssen vielmehr stets alle vier Schieber entfernt werden, so dass sich eine für erdverlegte Rohrleitungen unbrauchbare Konstruktion ergibt, da es ja in der Regel nicht möglich ist, sämtliche Leitungen stillzulegen. Ausserdem weist das bekannte Rohrkreuzstück Absperrschieber auf, die besonders bearbeitete Flächen im Formstück voraussetzen und Toträume ergeben, die zur Ablagerung von Verunreinigungen führen. Zumindest aber ergibt sich bei diesen Schiebern eine ungünstige Verengung des freien Durchströmquerschnittes.
Die Erfindung bezweckt die Beseitigung dieser Mängel und die Schaffung eines Rohrformstückes, bei dem jeder Schieber für sich allein zu Reparaturzwecken ausgebaut werden kann, ohne dass der gleichzeitige Ausbau der übrigen Schieber erforderlich wäre und bei dem darüber hinaus keine Taschen od. dgl. und keine den freien Durchströmquerschnitt verengende Einbauten im Rohrformstück notwendig sind.
Ausgehend von einem Rohrformstück, insbesondere T- oder Kreuzstück, bei dem wenigstens einer der Rohrschenkel als Gehäuse zur Aufnahme eines einzeln betätigbaren Absperrflachschiebers ausgebildet ist, besteht die Erfindung darin, dass der bzw. jeder als Schiebergehäuse ausgebildete Rohrschenkel einen eigenen, die Schieberspindel führenden und für sich abgedichteten Gehäuseoberteil aufgesetzt hat, wobei der Durchflusskanal des betreffenden Rohrschenkels im Bereich des Schiebersitzes in an sich bekannter Weise einen zur waagrechten Mittelebene symmetrischen, von einem oberen und unteren Kreisbogen und jeweils beidseitig anschliessenden, unter etwa 450 geneigten Tangenten
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begrenzten Querschnitt aufweist und, wie ebenfalls bekannt,
der dementsprechend geformte Schieber oben eine flanschartige Verbreiterung mit unterseitiger Dichtungsauflage zur oberen Abdichtung der in den Durchflusskanal führenden Durchtrittsöffnung sowie an seiner unteren, in Strömungsrichtung liegenden Umfangsfläche eine weitere, elastische Dichtungsauflage besitzt. Da jeder als Schiebergehäuse ausgebildete Rohrschenkel einen eigenen Gehäuseoberteil trägt, ist es möglich, nur einen der Schieber zu Reparaturzwecken oder zur Auswechslung auszubauen und dabei die übrigen Zweigleitungen mittels der weiteren Schieber zu sperren, so dass gearbeitet werden kann, ohne die gesamte Leitung, an der das Rohrformstück liegt, zu entleeren. Es braucht nicht jeder Rohrschenkel mit einem Absperrschieber versehen zu sein, es besteht vielmehr volle Freizügigkeit in der Anordnung dieser Schieber.
Die besondere Schieberausbildung hat den Vorteil verhältnismässig geringer Abmessungen und voller
Betriebssicherheit auch nach lange dauerndem Gebrauch, wobei keine das Schliessen des Schiebers beeinträchtigenden Ablagerungen entstehen können und ein dichtes Anliegen des Schiebers in seiner
Sperrstellung an der Gehäusewand gewährleistet ist, ohne dass eine besondere Bearbeitung des Gehäuses erforderlich wäre. Dies ist von besonderer Wichtigkeit, da sonst die Herstellung des Formstückes zu teuer käme bzw. zu umständlich wäre. Ausserdem ergeben sich keine Veränderungen des Querschnittes des Durchflusskanals und es sind auch keine ungünstigen Taschen oder sonstige Toträume vorhanden.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt, u. zw. zeigen Fig. 1 ein
T-Stück mit im Zweigrohrschenkel eingebautem Absperrschieber im Vertikalschnitt durch die Achse des Zweigrohrschenkels, Fig. 2 den zugehörigen Querschnitt nach der Linie 11-11 der Fig. l im kleineren
Massstab, Fig. 3 eine andere Ausbildung eines T-Stückes in Draufsicht und Fig. ein Kreuzstück ebenfalls in Draufsicht.
Gemäss Fig. 1 und 2 ist der Zweigrohrschenkel--l--eines T-Stückes, dessen beide andere
Schenkel mit--2 und 2'--bezeichnet sind, als Gehäuse eines Absperrschiebers ausgebildet und hat auf einem entsprechenden Flansch --3-- einen die Schieberspindel --4-- führenden Gehäuseoberteil-5-aufgesetzt. Der Durchflusskanal-6-des Rohrschenkels-l--weist im Bereich des Schiebersitzes einen zur waagrechten Mittelebene symmetrischen, von oberen und unteren Kreisbögen --7-- und jeweils beidseitig anschliessenden, unter etwa 45'geneigten Tangenten--8-- begrenzten Querschnitt auf.
Der Absperrschieber --9-- ist als Flachschieber ausgebildet, der eine dem Querschnitt des Durchflusskanals entsprechende Umrissform besitzt. Der Schieber-9-ist oben mit einer flanschartigen Verbreiterung --10-- mit unterseitiger Dichtungsauflage --11-- zur oberen Abdichtung der in den Durchflusskanal führenden Durchtrittsöffnung --12-- versehen. Ferner besitzt der Schieber an seiner unteren, in Strömungsrichtung liegenden Umfangsfläche eine weitere, elastische Dichtungsfläche--13-.
Um die genormte Schenkellänge des Rohrschenkels-l-einzuhalten, kann es notwendig sein, den Schieber näher zur Achse des Durchlaufteiles, also zur Achse der Rohrschenkel-2, 2'- zu verlegen. In diesem Fall müsste der lichte Querschnitt des Durchlauf teiles --14-- zwischen den Rohrschenkeln-2 und 2'-wegen der für den Schiebersatz erforderlichen Innenwände eingeengt werden. Um dennoch die volle Lichtweite zu erhalten, ist gemäss Fig. 3 der Durchlauf teil --14-- an der dem Zweigrohrschenkel--l-abgekehrten Seite ausgebaucht.
Fig. 4 zeigt ein Kreuzstück, bei dem in den beiden gegenüberliegenden Rohrschenkeln je ein Absperrschieber eingebaut ist. Selbstverständlich könnte auch in einem oder beiden
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zu versehen.