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Einrichtung zum spannungsfreien Anschliessen von Gaszählern und anderen Durchflussgeräten
0Die heute üblichen Trooken-Hochleistungsgas- ähler sind Geräte, deren Gehäuse aus verhältnis- : nässig dünnen Blechen zusamengelötet sind. Bei dieser Fertigungsmethode lässt sich weder die Entfernung noch die Flächengleichheit der Dich-
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sflächenobwohl diese Geräte ziemlich massiv aus Schmiedeeisen und Tempergussteilen gefertigt sind.
Trotz Erfahrung in der Montage und Geschicklichkeit der Arbeitskräfte entstehen doch häufig infolge Verspannungen Schäden an den Gaszählern. Der Wunsch, diese Schäden auszuschalten und die Montagearbeiten zu vereinfachen, hat zu der Erfindung des Einrohr-Gaszählers geführt. Dieses. System weist jedoch Schwächen auf : man kann sich z. B. von der Dichtheit des Anschlusses schwer überzeugen. Es ist nicht leicht möglich, einen kleinen Kurzschluss zwischen Einlass und Auslass des Einrohr-Gaszählers festzustellen.
Den gleichen Zweck wie die Verschraubung des Einrohr-Gaszählers verfolgt auch die in der brit. Patentschrift Nr. 729, 520 und der franz.
Patentschrift Nr. 1. 079. 050 beschriebene An- schlusseinrichtung. Doch auch hier werden beide öffnungen durch eine gemeinsame Dichtungsbeilage abgedichtet, so dass es unter Umständen zu Kurzschlüssen kommen kann. Ausserdem sind keinerlei Vorkehrungen gegen das Verdrehen des Gaszählers vorgesehen. Wird der Gaszähler infolge eines Stosses nur um einige Winkelgrade am die Achse der Befestigungsschraube verdreht, so kann Gas austreten und Menschenleben gefährden. Ferner ist es möglich, den Gaszähler um 180G verdreht anzuschliessen und auf diese Weise ,'verkehrt laufen zu lassen. Die sogenannten Si- eherungseinrichtungen können nämlich häufig nicht den Gasdiebstahl verhindern.
Ferner hat diese Anschlusseinrichtung die Ach- , e der Mündungen in einer zur Wand des Raunes parallelen Ebene liegen. Gaszähler sind jedoch häufig Stössen und Drücken in der Rich- tung zur Wand ausgesetzt, insbesondere dann, wenn ; Ie, wie dies m Österreich noch überwie- gend der Fall ist, in Küchen oder Vorzimmern installiert sind. Einer solchen Beanspruchung setzt aber die rechteckige schmale Dichtungsfläche nur geringen Widerstand entgegegen. Wie schon eingangs gesagt, soll ja die Anschlusseinrichtung die sogenannten Anschlussplatten ersetzen. Alle diese weisen aber Einrichtungen auf, die den Gaszähler zur Wand hin abstützen.
Schliesslich ergeben sich für die Annaturenstücke nach der englischen und französischen Patentschrift nur für eine Strömungsrichtung (z. B. von links nach rechts) einfache Formen. Armaturenstücke für die, andere Strömungsrichtung bei gleicher Ausführung des Durchflussgerätes werden jedoch recht kompliziert.
Gegenstand dieser Erfindung ist nun eine Anschlusseinrichtung, welche die dargelegten Mängel nicht aufweist und durch einfache Formen .der Anschlussstücke Vorteile bietet.
Die Einrichtung besteht im wesentlichen aus aufeinander abgestimmten Anschlussstücken, so-
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: dem wird wie ein Hahn oder ein Formstück in die Gasleitung eingeschraubt. Letzter, es ist ein Bestandteil des Gaszählers. Beide Brillenstücke besitzen je zwei nahe beieinander liegende korrespondierende öffnungen (die meist rund ausgeführt sein werden) für den Gaseintritt und den Austritt des Gases aus dem Gerät. Diese sindin der Strömungsrichtung der Rohrleitung betrachtet-nicht hintereinander, sondern nebeneinander angeordnet. Mit Schrauben zweckmä- ssigerweise mit einer einzigen Schraube, oder auf andere Weise werden die beiden Brillenstücke un-
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der verbunden, wobei sie an den öffnungen so ausgebildet sind, dass zwangsläufig eine Zentrierung erfolgt und ein verkehrter Anschluss nicht möglich ist.
Auch wenn die beiden Dichtungsringe der Anschlussöffnungen nicht genau gleich stark sind, kommt es zu einem einwandfreien gasdichten Ab- schluss jeder öffnung für sich, wenn die Schrau- be oder die Schrauben entsprechend angeordnet , ind. Aber selbst, wenn die Dichtheit bei einer
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der beiden Anschlussöffnungen aus andern Ursachen nicht erreicht wird, kann dies zu keinen Fehlmessungen führen, weil man die undichte Stelle von aussen leicht erkennt. Es ist dann das
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dicht, was bei den andern Ausführungen nicht immer der Fall ist.
In Fig. 1 der Zeichnung ist ein Leitungsbrillenstück 1 in Ansicht dargestellt ; 2 ist das Gerätebrillenstück, 3 ein Teil des Gaszählers und 4 die Schraube, welche die beiden Brillenstücke aneinander presst und damit den Gaszähler dicht an der Leitung befestigt. Fig. 2 zeigt einen Horizontalschnitt durch das Leitungsbrillenstück 1. Man erkennt die zum Gaszähler führende Einström- öffnung 5, die Ausströmöffnung 6, sowie das darunter befindliche Geräte-Brillenstück 2. Durch die Bohrung 7 wird die Schraube 4 hindurchgeführt. Die Fig. 3 zeigt als Kreuzriss in grösserem
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kes 1 in Ansicht, den unteren Teil sowie die Anschlusszone des Gerätebrillenstückes 2 im Schnitt.
In dieser Figur sind als Beispiel vier verschiedene Möglichkeiten ungleicher Ausführung der Kanalmündungen dargestellt.
1) Die Durchmesser d1 und D1 der Ausgangsseite sind grösser als d und D der Eingangsseite.
2) Die Dichtungsflächen liegen nicht in der gleichen Ebene.
3) Der Abstand e1, das ist die Entfernung der
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schraube, ist grösser als die Entfernung der Ein- gangsöffnung e.
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der im Durchmesser grösseren Mündung auch ein innerer Zentrierkragen 9 vorhanden.
Die Möglichkeiten, die Anschlüsse unterschiedlich auszuführen, sind damit nicht erschöpft. Man muss auch nicht alle angeführten Unterschiede gleichzeitig anwenden.
Das Leitungsbrillenstück kann auch spiegelbildlich hergestellt werden, indem die rechte Lei-
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linke Leitungsseite mit der Austrittsöffnung 6 verbunden ist. Diese Ausführung wird verwen-
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tung der Pfeilrichtung entgegengesetzt ist. Die unterschiedliche Ausführung der Anschlussoffnun- gen zum Gaszähler verhindert, dass ein Leitung't- brillenstück falsch angewendet oder ein Gaszähler verkehrt angeschlossen werden kann. So-
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sind also solche, die für die Strömungsrichtung von links nach rechts bzw. von rechts nach links dienen, können so ausgeführt werden, dass die Leitungsöffnungen nicht wie dargestellt in der yy-Achse liegen, sondern abgewinkelt nach oben oder'hinten, unter Umständen sogar nach unten weisen.
Im Bedarfsfalle kann man zwischen die beiden beschriebenen Brillenstücke, also zwischen Rohrleitung und Gaszähler, noch ein weiteres Brillenstück zwischenschalten, das für den Anschluss eines Reglers od. dgl. dient.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum spannungsfreien Anschlie- ssen von Gaszählern und andern Durchflussgeräten, bei welcher ein in die Rohrleitung eingebautes Armaturenstück, indem der Zufluss- und der Abflusskanal geräteseitig nahe beieinander und parallel zueinander münden, an einem mit korre- spondierenden Uffnungen versehenen Anschlussstück des Durchflussgerätes abdichtend befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Ebene (x-x) der Achsen der geräteseitig mündenden Öffnungen des Armaturenstückes (Leitungsbrillenstückes) mindestens annähernd normal zu der Achse (y-y) der Rohrleitungsstutzen steht und dass die Anschlusszonen der beiden Kanäle verschieden ausgeführt sind, wobei für jeden Kanal am Anschlussstück des Durchflussgerätes (Geräte- Brillenstück)
oder am Armaturenstück (Leitungsbrillenstück) ein Zentrierungskragen vorgesehen ist.