AT270586B - Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Chloriden der Metalle Zink, Cadmium, Blei oder Calcium - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Chloriden der Metalle Zink, Cadmium, Blei oder Calcium

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AT270586B
AT270586B AT1131665A AT1131665A AT270586B AT 270586 B AT270586 B AT 270586B AT 1131665 A AT1131665 A AT 1131665A AT 1131665 A AT1131665 A AT 1131665A AT 270586 B AT270586 B AT 270586B
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chlorides
cadmium
calcium
lead
furnace
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AT1131665A
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Andreas Dr Hake
Dieter Dipl Ing Wurmbauer
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Ruthner Ind Planungs Ag
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Chloriden der Metalle Zink, Cadmium, Blei oder Calcium 
Einige Metallchloride lassen sich aus ihren wässerigen neutralen oder salzsauren Lösungen dadurch abtrennen, dass man die Lösungen bis zum schmelzflüssigen Zustand eindampft. Hiebei werden
Wasserdampf und Salzsäuregas abdestilliert. Es bleibt das praktisch wasserfreie Metallchlorid zurück. Je nach Neigung des Chlorides zur Hydrolyse kann ausserdem in geringen Mengen Metalloxyd und zusätzliches Salzsäuregas entstehen. Das   erfindungsgemässe   Verfahren bezieht sich auf schmelzbare
Chloride der Metalle Zink, Cadmium, Blei oder Calcium mit keiner oder nur geringer Neigung zur Hydrolyse. 



   Das Abdestillieren des Wassers bzw. der Salzsäure könnte man beispielsweise in einem normalen
Sprühtrockner durchführen. Diese Art des Verfahrens scheitert an den dem Sprühtrockner nachgeschalteten Staubabscheidern. Diese trennen zwar die von den heissen Wasserdampf- und
Salzsäuregasen mitgeführten feinsten Metallchloridtröpfchen ab und ermöglichen auch, wenn die Abscheider genügend beheizt sind, die Abführung des angesammelten flüssigen   Metallchlorides.   Der Dampfdruck geschmolzener Metallchloride ist aber bei der erforderlichen Arbeitstemperatur meist so gross, dass beträchtliche Mengen des Chlorides dampfförmig durch die Abscheider entweichen.

   Ganz abgesehen von diesen Verlusten wirkt das an den Wandungen des Abscheiders abgeschiedene flüssige Metallchlorid wie ein Klebemittel für den mitgeführten Staub, so dass die Abscheider in kurzer Zeit verlegt werden und damit den ganzen Prozess zum Erliegen bringen. 



   Alle diese Schwierigkeiten löst das erfindungsgemässe Verfahren in überraschend einfacher und wirtschaftlicher Weise. Das erfindungsgemässe Verfahren zur Gewinnung von Chloriden der Metalle Zink, Cadmium, Blei oder Calcium aus ihren neutralen oder salzsauren wässerigen Lösungen, bei dem die gegebenenfalls vorkonzentrierte Lösung in einen direkt beheizten Sprühofen eingesprüht wird, ist dadurch gekennzeichnet, dass die Chloride schmelzflüssig aus dem Ofen abgezogen, die Ofenbrüden im direkten   Wärme- und   Stoffaustausch mit der zu versprühenden Lösung gewaschen und hernach bedarfsweise zu Salzsäure und chlorwasserstofffreien Restbrüden,   z. B.   in einer adiabatischen Kolonne mit Wasseraufgabe, verarbeitet werden.

   Das nebel- oder dampfförmig aus dem Ofen ausgetretene Metallchlorid wird somit erfasst und in den Ofen zurückgeführt. Gleichzeitig wird aber auch ausgetragener Oxydstaub aus den Brüden entfernt und von der auf Siedetemperatur erhitzten sauren Chloridlösung teils aufgelöst, teils als feinster Schlamm in den Ofen zurückgeführt. Überraschenderweise treten auch im Dauerbetrieb weder in der sehr kurz und heiss gehaltenen Leitung zwischen Ofen und Wäscher, noch im Wäscher, noch in den Zerstäubungsdüsen irgendwelche Verstopfungen oder Störungen auf. 



   Es sei bemerkt, dass, wenn in der zu verarbeitenden Chloridlösung keine oder keine zur Wiedergewinnung lohnenden Mengen HCI vorhanden sind, die Brüden entweder abgestossen werden können oder aber, wegen der Nachbarschaft von Wohn- oder Kulturgebiet bedarfsweise gereinigt werden können,   z. B.   durch eine kleine Wasserwäsche, die HCI u. a. weitgehend aus den Brüden herauswäscht. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 Wasserdampf streicht zusammen mit dem mitgebrachten Wasserdampf der Brüden mit diesen über das   Gebläse--18--,   nunmehr praktisch vollständig entsäuert, ab.

   Der andere Teil des aufgegebenen Wassers wäscht den Chlorwasserstoff aus den Brüden im Gegenstrom quantitativ aus, und kann bei sorgfältiger Verfahrensführung als nahezu azeotrope Salzsäure dem   Stapelbehälter--] 9-- zufliessen.   



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Gewinnung von Chloriden der Metalle Zink, Cadmium, Blei oder Calcium aus ihren neutralen oder salzsauren wässerigen Lösungen, wobei die gegebenenfalls vorkonzentrierte Lösung 
 EMI3.1 
 Chloride schmelzflüssig aus dem Ofen abgezogen, die Ofenbrüde im direkten   Wärme- und   Stoffaustausch mit der zu versprühenden Lösung gewaschen und hernach bedarfsweise zu Salzsäure und chlorwasserstofffreien Restbrüden,   z. B.   in einer adiabatischen Kolonne mit Wasseraufgabe, verarbeitet werden.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bestehend aus einem Sprühtrockner (7) mit direkter Heizung und wärmeisoliertem und/oder beheizbarem Bodenteil (12) mit Ablassvorrichtung (13) für schmelzflüssiges Metallchlorid, einer vorzugsweise durchwegs vom Ofen weg geneigten, isolierten und/oder beheizten, weiten und kurzen Gasleitung (15) zum Unterteil eines z. B. kolonnenartig ausgebildeten Wäschers (8), Vorrichtungen zur Entsäuerung der gewaschenen Brüden hinter dem Wäscher, vorzugsweise in Form einer adiabatischen Kolonne (17).
AT1131665A 1965-12-16 1965-12-16 Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Chloriden der Metalle Zink, Cadmium, Blei oder Calcium AT270586B (de)

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