AT266548B - Verfahren und Vorrichtung zum Lichtbogenschweißen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Lichtbogenschweißen

Info

Publication number
AT266548B
AT266548B AT1098864A AT1098864A AT266548B AT 266548 B AT266548 B AT 266548B AT 1098864 A AT1098864 A AT 1098864A AT 1098864 A AT1098864 A AT 1098864A AT 266548 B AT266548 B AT 266548B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
welding
seam
arc welding
submerged arc
inert gas
Prior art date
Application number
AT1098864A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Linde Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Linde Ag filed Critical Linde Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT266548B publication Critical patent/AT266548B/de

Links

Landscapes

  • Arc Welding In General (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren und Vorrichtung zum Lichtbogenschweissen 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Lichtbogenschweissen von Werkstücken, vorzugsweise Blechen, auf Stoss mit zwei in bezug auf die Schweissnaht hintereinander angeordneten Schweissköpfen. 



   Es ist bekannt, Schweissverbindungen von Blechen nach einem Schutzgasschweissverfahren mit abschmelzender, automatisch zugeführter Elektrode herzustellen. Bei diesem sogenannten MIG-Verfahren wird im allgemeinen so vorgegangen, dass zunächst die beiden Bleche durch eine Wurzelnaht miteinander verbunden werden, auf die dann anschliessend eine oder gegebenenfalls mehrere Lagen des Schweissmaterials zur Auffüllung der Fuge aufgetragen werden. Diese Arbeitsweise beansprucht nicht nur verhältnismässig viel Zeit, sondern bringt auch einen grossen Schutzgasverbrauch mit sich, der in vielen Fällen wirtschaftlich nicht tragbar ist. 



   Weiters sind auch schon Schweissverfahren mit mehreren hintereinander angeordneten Elektroden bekannt. Die genannten Nachteile lassen sich jedoch auch mit diesen Verfahren nicht beseitigen. So ist beispielsweise ein Verfahren bekannt, bei dem der erste Schweisskopf eine nicht abschmelzende, der zweite eine abschmelzende Elektrode enthält, wobei die zweite Elektrode unter Schutzgas oder unter Pulver abgeschmolzen werden kann. 



   Dieses Verfahren hat jedoch den Nachteil, dass beim Verschweissen dickerer Bleche, bei denen die Wärmeableitung von der Schweissstelle gross ist, mit der ersten Elektrode nicht mehr ein genügend grosses Schmelzbad erzeugt werden kann, um die Stossgrube sicher zu schliessen und damit eine einwandfreie Wurzelnaht herzustellen. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Stosskanten der Bleche nicht satt aneinander passen und Zwischenräume durch die Wurzelnaht zu überbrücken sind. 



   Ferner ist auch schon ein Verfahren mit zwei abschmelzenden Elektroden mit einer gemeinsamen Gashülle sowie ein Schweissverfahren mit zwei hintereinander angeordneten Unterpulverschweissköpfen bekannt. 



   Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu schaffen, das eine Verschweissung von Werkstücken, vorzugsweise Blechen, auf Stoss schnell und, hinsichtlich der Qualität der Schweissnaht, zuverlässig, bei einer spürbaren Senkung der Betriebskosten, ermöglicht. 



   Diese Aufgabe wird gemäss der Erfindung dadurch gelöst, dass durch den ersten Schweisskopf mittels eines Schutzgasschweissverfahrens mit abschmelzender, automatisch zugeführter Elektrode eine Wurzelnaht hergestellt und anschliessend, unmittelbar nach dem Erstarren dieser Naht, durch den zweiten Schweisskopf mittels eines Unterpulverschweissverfahrens die Schweissfuge ausgefüllt wird. 



   Ein Vorteil des erfindungsgemässen Verfahrens besteht darin, dass es lediglich notwendig ist, einen Bruchteil der Schweissnaht, nämlich die Wurzelnaht, nach dem Schutzgasschweissverfahren auszuführen, während das übrige Volumen der Schweissfuge, die beispielsweise ein X- oder V-förmiges Profil besitzen kann, nach dem Unterpulverschweissverfahren ausgefüllt wird. Die zuerst erfolgende Ausführung der Wurzelnaht nach dem Schutzgasschweissverfahren bietet Sicherheit gegen ein Ablaufen des Schweissbades und des verflüssigten Schweisspulvers durch die Naht, womit bei einer ausschliesslichen Anwendung des Unterpulverschweissverfahrens, vor allem im Falle von beispielsweise wegen schlechter 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
Vorbereitung nicht satt passenden Stosskanten der Bleche, gerechnet werden muss.

   Die Verwendung einer abschmelzenden Elektrode zur Ausführung der Wurzelnaht hat den besonderen Vorteil, dass auch bei schlecht vorbereiteten Stosskanten, die unregelmässig sein können und damit Spalte unregelmässiger
Breite aufweisen, noch genügend flüssiges Schweissmetall zur Verfügung steht, um die Nahtfuge durch die Wurzelnaht einwandfrei zu schliessen. Dies ist vor allem bei dicken Querschnitten von Bedeutung, bei denen die Wärmeableitung von der Schweissstelle schon ziemlich gross und damit die Entstehung eines genügend grossen Schmelzbades erschwert ist. Anderseits ergeben sich durch die erfindungsgemässe
Anwendung des Unterpulverschweissverfahrens entscheidende Kostenersparnisse, die in der
Grössenordnung von 30% gegenüber dem reinen Schutzgasschweissen liegen. 



   Nach einer vorzugsweisen Ausgestaltung des erfindungsgemässen Verfahrens kann bei der
Ausführung der Wurzelnaht nach dem Schutzgasschweissverfahren in an sich bekannter Weise eine pendelnde Relativbewegung quer zu der Naht zwischen Schweisskopf und Werkstück stattfinden. 



  Dadurch können auch Bleche mit schlecht vorbereiteten Kanten mit Schwankungen der Spaltbreite bis zu 6 mm verschweisst werden, ohne dass befürchtet werden muss, dass das Schweissbad nach unten abfliesst. Ohne Pendelung darf die Spaltbreite beim Schutzgasschweissen 1, 5 mm, beim Unterpulverschweissen 0, 8 mm nicht überschreiten. Die Schwingungsfrequenz der Pendelung liegt je nach der Schweissgeschwindigkeit zwischen 30 und 200 Schwingungen/min, während die Amplitude bis zu 25 mm betragen kann. 



   Zweckmässigerweise erfolgt sowohl die Schutzgasschweissung als auch die Unterpulverschweissung von der Oberseite der Bleche her, jedoch kann die Ausführung der Wurzelnaht unter Umständen auch von unten erfolgen. Wichtig ist lediglich, dass beim Unterpulverschweissen kein festes oder verflüssigtes Pulver durch die Schweissfuge nach unten abläuft. 



   Die Erfindung umfasst ferner eine Vorrichtung zur Durchführung des beschriebenen Verfahrens, welche dadurch gekennzeichnet ist, dass zwei Schweissköpfe in starrer, hinsichtlich ihres Abstandes beliebig einstellbarer Verbindung hintereinander angeordnet sind, wobei der vordere Schweisskopf der Schutzgasschweissung und der hintere dem Unterpulverschweissen dient. Der Abstand des auf dem gemeinsamen Vorschubgerät angeordneten ersten, nach dem Schutzgasschweissverfahren arbeitenden Schweisskopfes vom zweiten, nach dem Unterpulverschweissverfahren arbeitenden Schweisskopf richtet sich unter anderem nach der Schweissgeschwindigkeit. Wesentlich für die richtige Einstellung dieses Abstandes ist in jedem Fall, dass die vom ersten Schweisskopf gelegte Wurzelnaht an der Stelle, wo sich der zweite Schweisskopf befindet, bereits erstarrt ist.

   Es hat sich als günstig erwiesen, diesen Abstand nicht geringer   al0   mm zu wählen. 



   Weitere Einzelheiten der Erfindung können aus dem in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispiel entnommen werden. 



   Bei dieser Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung   sind-l   und 2-die beiden Schweissbrenner, die auf einem gemeinsamen Vorschubgerät (nicht dargestellt) in starrer Verbindung hintereinander angeordnet   sind. --1-- ist   ein Schutzgasschweissbrenner, bei dem das Schutzgas durch einen die abschmelzende   Elektrode-3-umgebenden Hohlraum-4-strömt.-2--ist   ein Unterpulverschweissbrenner, bei dem das Schweisspulver (durch Punkte angedeutet) durch einen die   Elektrode-5-umgebenden Hohlraum-6-auf   das Schweissbad rieselt. Die beiden   Schweissbrenner-l   und   2-sind   beispielsweise durch zwei, mit einer   Schraube --16-- fest   verbundene   Laschen --7-- starr   miteinander verbunden.

   Nach Lösen der   Schraube --16-- kann   der Abstand der Schweissbrenner durch Verschieben der Laschen --7-- gegeneinander beliebig eingestellt werden. 



   Bei dem in der Zeichnung dargestellten Beispiel werden die beiden dicken   Werkstücke-9   und 10-durch eine sogenannte X-Naht miteinander verschweisst. Bei der Durchführung dieser Schweissung bewegt sich das Vorschubgerät mit den beiden   Schweissköpfen--l   und 2--in Richtung des Pfeiles   --11--   entlang dem X-förmig vorbereiteten   Spalt--12--zwischen   den beiden feststehenden   Werkstücken-9   und 10--. Es ist jedoch auch möglich, die die beiden   Schweissköpfe-l   und 2-tragende Vorrichtung stationär aufzustellen und die Werkstücke in einer zum Pfeil--11-- 
 EMI2.1 
    und 2-durchzubewegen.--13--,   welche den   X-förmigen   Spalt --12-- schliesst.

   Der   Unterpulverschweisskopf--2--folgt   in einem Abstand, der so gewählt wird, dass die   Wurzelnaht --13-- bei   Eintreffen des   Unterpulverschweisskopfes--2--bereits   erstarrt ist. Durch das Unterpulverschweissen wird der Spalt --12-- mit einer dicken   Lage --14-- aufgefüllt   und die Schmelze durch eine   Schicht --15-- aus   Schweisspulver bedeckt. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 breit oder von unregelmässiger Form ist, sind weitere an sich bekannte Mittel (nicht dargestellt) vorgesehen, die eine Pendelung des   Unterpulverschweisskopfes--2--in   Richtung des   Pfeiles--17--   ermöglichen. 



    PATENTANSPRÜCHE :   
1. Verfahren zum Lichtbogenschweissen von Werkstücken, vorzugsweise Blechen, auf Stoss mit 
 EMI3.2 
 abschmelzender, automatisch zugeführter Elektrode eine Wurzelnaht hergestellt und anschliessend, unmittelbar nach Erstarren dieser Naht, durch den zweiten Schweisskopf mittels eines Unterpulverschweissverfahrens die Schweissfuge ausgefüllt wird. 
 EMI3.3 


Claims (1)

  1. der Wurzelnaht nach dem Schutzgasschweissverfahren in an sich bekannter Weise eine pendelnde Relativbewegung quer zu der Naht zwischen Schweisskopf und Werkstück stattfindet. EMI3.4 Schweissungen von oben erfolgen.
    4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 3, EMI3.5
AT1098864A 1964-02-18 1964-12-28 Verfahren und Vorrichtung zum Lichtbogenschweißen AT266548B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE266548X 1964-02-18

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT266548B true AT266548B (de) 1968-11-25

Family

ID=5997399

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT1098864A AT266548B (de) 1964-02-18 1964-12-28 Verfahren und Vorrichtung zum Lichtbogenschweißen

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT266548B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0665079B1 (de) Verfahren zum Verbinden von Metallteilen mittels Lichtbogen-Schmelzschweissen
DE3103247C2 (de) Mittelfrequenz-Impuls-Lichtbogenschweißverfahren für das Wolfram-Schutzgas-(WIG) Verbindungsschweißen
DE112013003670T5 (de) Hybridschweißsystem und Verfahren zum Schweißen unter Verwendung einer zwischen einem Laser und einem Lichtbogenschweißgerät angeordneten Drahtzuführungsvorrichtung
DE2722372C2 (de) Schweißgerät
DE102009000262A1 (de) Thermisches Fügeverfahren und Werkstück hierfür
DE2632578C3 (de) Verfahren zum mechanischen Lichtbogen-Verbindungsschweißen mit abschmelzender Drahtelektrode
EP0667204B1 (de) Vorrichtung und Verfahren zum längsseitigen Verschweissen von Rohren mit Flachstählen
DE19608074C2 (de) Verfahren zum Schweißen von relativbewegten Werkstücken
DE2924003A1 (de) Verfahren zur elektronenstrahl- nahtschweissung
DE2314385C3 (de) Verfahren zum Erzeugen einer Hartmetallauflage mit veränderlicher Zusammensetzung auf einem Werkstück
DE2333433A1 (de) Verfahren zur elektrischen schweissung mit uebertragenem plasma und schweissbrenner zur durchfuehrung des verfahrens
DE60310580T2 (de) Vorrichtung zum Engspalt-Hybridschweissen
AT266548B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Lichtbogenschweißen
CH708916A2 (de) Hybridschweissverfahren, -vorrichtung und -system für vertikal versetzte Komponenten.
DE1565454A1 (de) Verfahren zum Herstellen einer senkrechten Stossschweissnaht und Vorrichtung zum Durchfuehren dieses Verfahrens
DE2204295A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Schweißen mit Elektronenstrahlen bei höheren Geschwindigkeiten
DE3009476A1 (de) Verfahren zum herstellen von schweissverbindungen zwischen werkstuecken unterschiedlicher legierungen
EP0949037A1 (de) Verfahren zum Verschweissen von Blechen
EP1980354B1 (de) Verfahren zum Plasma-Stichlochschweißen
DE1941393U (de) Vorrichtung zum lichtbogenschweissen.
DE1540761B2 (de) Verfahren und vorrichtung zum lichtobgenschweissen
DE2537115A1 (de) Verfahren zum elektronenstrahlschweissen
DE602004012784T2 (de) Vorrichtung zum Plamaschweissen mit Pulver und entsprechendes Verfahren
DE2346872A1 (de) Verfahren zur verbesserung der guetewerte einer verbindungsschweissnaht
DE2511915A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum steuern des lichtbogenschweissens