AT265622B - Einrichtung zum Behandeln von Holz - Google Patents

Einrichtung zum Behandeln von Holz

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Description


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  Einrichtung zum Behandeln von Holz 
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Behandeln von langgestreckten Holzstücken durch
Zerstäuben eines flüssigen Schutz- oder Imprägniermittels. Die erfindungsgemässe Einrichtung ermöglicht es, langgestreckte Holzstücke, wie Schnitt- oder Blockholz, Bretter, Bohlen, Balken, Rundlinge, Pfosten   usw.,     d. h. lange   Holzstücke mit rechteckigem, quadratischem, kreisrundem, ovalem oder sonstigem Querschnitt zu behandeln.

   Mit der erfindungsgemässen Einrichtung kann leicht und rasch eine kontinuierliche Behandlung der Hölzer durchgeführt werden, wobei der Verbrauch an Behandlungsflüssigkeit durch Wiederverwertung der überschüssigen Flüssigkeit und durch eine praktisch vollkommen gleichmässige Verteilung der Behandlungsflüssigkeit auf die gesamte Oberfläche der Holzstücke auf ein Minimum beschränkt wird. 



   Es ist bereits eine Maschine zum Imprägnieren von Hölzern mit einer durch Zerstäuber versprühten Flüssigkeit bekannt (vgl. deutsche Patentschrift Nr. 139935), gemäss welcher Sprühdüsen um die Achse der Vorschubbewegung der Hölzer derart verteilt angeordnet sind, dass sich drei Sätze von Zerstäuberdüsen im spitzen Winkel bzw. senkrecht zur Bewegungsrichtung des Werkstückes befinden und in senkrechten Ebenen liegen. Ein allseitiges Besprühen ist nur möglich, wenn nach dem Besprühen der Umfangsflächen die Vorschubbewegung unterbrochen wird, worauf die vordere bzw. hintere Stirnfläche separat besprüht werden. 



   Die erfindungsgemässe, in Form eines Tunnels ausgebildete Einrichtung vermeidet diese Nachteile und ist im wesentlichen gekennzeichnet durch eine an der Eintrittsseite der Einrichtung angeordnete Fördereinrichtung mit frei drehbaren Walzen zur Aufnahme der Hölzer, ein anschliessendes System von einstellbaren Bürsten zum Zentrieren der Hölzer und Entfernen von Verunreinigungen von den Hölzern, eine in Höhenrichtung einstellbare, angetriebene Einzugwalze, eine nach aussen abgedichtete Behandlungskammer, in der ein einziges, mit einem vorgeschalteten Filter ausgestattetes, in bezug auf die Längsachse der Hölzer geneigt eingestelltes Verteilerrohr mit Zerstäubern für die Behandlungsflüssigkeit angeordnet ist, einen auf die Behandlungskammer folgenden Flüssigkeitsbehälter, an dessen Einlauf ein abnehmbarer, aus einem feinen Metallsieb bestehender Filterkorb angeordnet ist,

   ein mit Zusatzgeräten ausgestattetes Motor-Pumpen-Aggregat zum Ansaugen und Fördern der Behandlungsflüssigkeit, eine am Austrittsende der Einrichtung angeordnete Fördereinrichtung mit frei drehbaren Walzen zum Aufnehmen und Abführen der Hölzer und eine Abtropfwanne zum Sammeln und Rückleiten von überschüssiger Behandlungsflüssigkeit in den Behälter. 



   Die gemäss der Erfindung vorgesehene geneigte Anordnung des Verteilerrohres ermöglicht es, mit einer einzigen Reihe von Zerstäuberdüsen alle sechs Flächen, nämlich die vier Umfangsflächen und die beiden Stirnflächen der Hölzer zu bestreichen. Durch die Verwendung eines metallischen Siebes am Einlauf der von den Hölzern abgetropften Flüssigkeit in den Behälter wird es ermöglicht, diese Flüssigkeit durch Ansaugen wieder in Umlauf zu setzen, wobei die bei der kontinuierlichen Reinigung der Flüssigkeit vom Filter zu leistende Arbeit vermindert wird. Ausserdem wird ein vollautomatischer Betrieb ermöglicht, bei dem Umstellungen auf andere Abmessungen der Hölzer oder auf eine andere Behandlungsdauer usw. in 

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 kürzester Zeit durchgeführt werden können. 



   Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf ein in der Zeichnung schematisch dargestelltes Ausführungsbeispiel der Einrichtung näher erläutert. 



   Die erfindungsgemässe Einrichtung, die von den Hölzern in Richtung der geraden Pfeile durchwandert wird, weist eine Fördereinrichtung --1-- mit frei drehbaren Walzen auf, welche die Holzstücke an der Eintrittsseite der Einrichtung tragen. Weiters ist ein System mit vier Bürsten --2-vorgesehen, die zum Entfernen der Sägespäne und zum Zentrieren der Hölzer dienen, wobei drei dieser Bürsten einstellbar montiert sind. Ferner ist eine Einzugwalze --3-- vorhanden, deren Höheneinstellung mittels eines   Verstellhebels--4-durch   Verschwenken im Sinne des Bogenpfeiles verändert und durch   Klemmschrauben --5-- fixiert   werden kann. Die   Einzugwalze --3-- ist   durch einen feuersicher gekapselten Motor angetrieben und mit einer nicht dargestellten Schutzkappe bedeckt. 



   An die Einzugeinrichtung ist eine nach aussen abgedichtete Behandlungskammer-6angeschlossen, in deren Innenraum sich ein   Filter --7-- befindet   und ein   Verteiler --8-- für   die Behandlungsflüssigkeit angeordnet ist. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist der   Verteiler-S--   unter 45  in bezug auf die Achse der Vorschubrichtung der Hölzer geneigt angeordnet und trägt vier Flachstrahlzerstäuber, wobei ein oberer, ein unterer und zwei seitliche Zerstäuber vorgesehen sind. Die Abdichtung der Kammer nach aussen wird durch aus Gummi oder einem gleichwertigen Material bestehende Schutzvorhänge sichergestellt, die durch Einschnitte in vertikale Streifen geeigneter Breite unterteilt und an der Eintrittsöffnung und der Austrittsöffnung für die Hölzer angeordnet sind. 



   Die Einrichtung umfasst ferner einen   Behälter-9-,   an dessen Einlauföffnung ein aus einem feinen Metallsieb bestehender   Filterkorb --10-- angeordnet   ist. Zur Speisung der Einrichtung mit Behandlungsflüssigkeit dient ein mit einem Motor-Pumpenaggregat ausgestattetes Leitungssystem, das einen feuersicher gekapselten Motor einen   Unterbrecherschalter-12--, eine   Pumpe - mit automatischer Einschaltung, ein Dreiweg-Saugventil-14--, ein Dreiweg-Druckventil 
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 und eine biegsame   Ansaugleitung-19-umfasst.   



   An der Austrittsseite der   Behandlungskammer --6-- ist   eine   Fördereinrichtung-20-mit   frei drehbaren Walzen angeordnet, die als Träger für die aus der Behandlungskammer austretenden Hölzer 
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   In der Einrichtung bewegen sich die Hölzer auf der Kette der Walzenförderer und durchlaufen die   Behandlungskammer --6-- mit   konstanter Geschwindigkeit. In der Behandlungskammer werden die Hölzer mittels der Flachstrahlzerstäuber des Verteilers --8-- imprägniert, wobei die beiden seitlichen Zerstäuber je eine senkrechte Fläche und die beiden andern, unter 45  geneigten Zerstäuber je eine waagrechte Fläche und je eine Endfläche des Holzstückes besprühen. 



   Dem   Verteiler --8-- wird   die Behandlungsflüssigkeit durch die   Pumpe-13-zugeführt,   welche die Flüssigkeit aus dem   Behälter-9-ansaugt   und durch das Filter-7-, in dem die Flüssigkeit dauernd gereinigt wird, den Zerstäubern zuleitet. Die überschüssige Flüssigkeit gelangt aus der Kammer   --6--   zum   Behälter--9--zurück,   wobei sie durch den Filterkorb --10-- fliesst, der Verunreinigungen, wie Holzsplitter oder grobe Sägespäne, zurückhält. 



   Mit der   erfindungsgemässen   Einrichtung kann auf die Hölzer ohne Rücksicht auf deren Abmessungen eine vorbestimmte Menge von Behandlungsflüssigkeit je m2 der freien Holzoberfläche aufgetragen werden. 



  Das Einstellen der Dosierung erfolgt in Abhängigkeit von der Vorschubgeschwindigkeit der Hölzer und von der Liefermenge der Pumpe, welche Werte konstant gehalten werden müssen. Wenn es sich   z. B.   darum handelt, Hölzer mit einem Schutzmittel auf Basis von Chlomaphthalinen zu behandeln, so kann die zu verwendende Menge 200 bis 250   g/m2   freier Holzoberfläche betragen. Das an den Auslass der Pumpe angeschlossene Manometer ermöglicht es festzustellen, ob die Liefermenge der Pumpe tatsächlich praktisch konstant bleibt. Der Betriebsdruck soll 3, 2 bar betragen. 



   Wegen der zueinander in Winkelform aus den Zerstäubern austretenden Flüssigkeitsstrahlen ist die je Flächeneinheit auf eine sich mit konstanter Geschwindigkeit verschiebende und den Strahl querende Oberfläche aufgebrachte Flüssigkeitsmenge auch von der Querschnittsform der zu behandelnden Holzstücke abhängig. 



   Aus diesem Grunde sind gemäss einer besonderen Ausführungsform der erfindungsgemässen Einrichtung Verstelleinrichtungen vorgesehen, durch welche die Abstände der verschiedenen Zerstäuber von den zugeordneten Oberflächen der zu behandelnden Hölzer leicht eingestellt werden können. 



   Zu diesem Zweck können beispielsweise Gewindespindeln vorbestimmter Länge vorgesehen sein, die 

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 zwischen dem Verteiler und den verschiedenen Zerstäubern angeordnet sind. Im Rahmen der Erfindung können auch andere gleichwertige Verstelleinrichtungen verwendet werden. Solche Verstelleinrichtungen sind   z. B.   teleskopartig verstellbare starre Rohre, nachgiebige Rohre, die in eine gewählte Lage gebracht und in dieser Lage durch Halter fixiert werden können, halbstarre Rohre, die in eine bestimmte Richtung eingestellt werden können, od. dgl. 



   Mit Hilfe derartiger Verstelleinrichtungen lässt sich die erfindungsgemässe Einrichtung sehr wirksam und ohne Rücksicht auf den jeweiligen Querschnitt der zu behandelnden Hölzer verwenden. Wenn Stapel von Schnitt- oder Blockholz behandelt werden, so können die Unterschiede der Breiten und Dicken der
Stapel leicht kompensiert werden. 



   Ausser der einfachen und schnellen Ausführungsweise ermöglicht es das beschriebene System, ohne
Rücksicht auf die verschiedenen Querschnittsformen der zu behandelnden Hölzer, die gleichen Zerstäuber zu benutzen und unter gleichbleibenden Bedingungen zu arbeiten, wobei die hydraulischen Faktoren der Einrichtung (Druck, Liefermenge) konstant gehalten werden. 



   Die Erfindung ist nicht auf die beispielsweise dargestellte und beschriebene Ausführungsform beschränkt, sondern umfasst auch alle Einrichtungen, welche die angeführten Elemente enthalten, die auch abgewandelt sein können. So braucht die Verteilerrampe für die Behandlungsflüssigkeit nicht geneigt angeordnet zu sein, sondern kann Zerstäuber tragen, die in entsprechende Richtungen eingestellt sind. 



  Durch die geneigte Anordnung des Verteilers bzw. der Zerstäuber soll sichergestellt werden, dass die Endflächen der Hölzer und gleichzeitig auch in der gleichen Weise die andern Oberflächen der Hölzer behandelt werden können. Die Anzahl und die Typen der Zerstäuber können den verschiedenen Betriebserfordernissen angepasst werden. Die Verwendung von   Flachstrahlzerstäubem   ist von besonderem Interesse, weil durch diese breite Flüssigkeitsvorhänge erzeugt werden können, die von den Hölzern durchquert werden, doch kann die erfindungsgemässe Einrichtung auch mit Zerstäubern ausgestattet sein, die kegelförmige oder anders geformte Strahlen erzeugen. Die Formen der Kammer und der Zerstäuber können ebenso wie auch die Anordnung der verschiedenen Zubehörteile der Einrichtung modifiziert werden.

   Schliesslich können im Rahmen der Erfindung auch die verschiedenen Zubehörteile der Einrichtung durch bekannte andere Einrichtungen gleicher Funktion ersetzt werden. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Einrichtung zum Behandeln von langgestreckten Holzstücken durch Besprühen der Aussenfläche der in Längsrichtung bewegten Holzstücke mit einem zerstäubten flüssigen   Schutz- oder Imprägniermittel,   das durch   Sprühdüsen   aufgebracht wird, welche rund um die Bahn des zwischen ihnen hindurchzuführenden Werkstückes angeordnet sind,   gekennzeichnet durch   eine an der Eintrittsseite der Einrichtung angeordnete Fördereinrichtung   (1)   mit frei drehbaren Walzen zur Aufnahme der Hölzer, ein anschliessendes System von einstellbaren Bürsten (2) zum Zentrieren der Hölzer und Entfernen von Verunreinigungen von den Hölzern, eine in Höhenrichtung einstellbare, angetriebene Einzugwalze (3), eine nach aussen abgedichtete Behandlungskammer (6), in der ein einziges,

   mit einem vorgeschalteten Filter (7) ausgestattetes, in bezug auf die Längsachse der Hölzer geneigt eingestelltes Verteilerrohr (8) mit Zerstäubern für die Behandlungsflüssigkeit angeordnet ist, einen auf die Behandlungskammer folgende Flüssigkeitsbehälter (9), an dessen Einlauf ein abnehmbarer, aus einem feinen Metallsieb bestehender Filterkorb (10) angeordnet ist, ein mit Zusatzgeräten ausgestattetes Motor-Pumpen-Aggregat (11, 13) zum Ansaugen und Fördern der Behandlungsflüssigkeit, eine am Austrittsende der Einrichtung angeordnete Fördereinrichtung (20) mit frei drehbaren Walzen zum Aufnehmen und Abführen der Hölzer und eine Abtropfwanne (21) zum Sammeln und Rückleiten von überschüssiger Behandlungsflüssigkeit in den Behälter (9).

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Verstelleinrichtungen, durch welche die Zerstäuber in entsprechende Abstände von den zu behandelnden Oberflächen der Hölzer einstellbar sind, wobei die Verstelleinrichtungen aus zwischen dem Verteilerzuführungsrohr und den Zerstäubern angeordneten Gewindespindeln, teleskopartig einstellbaren starren Rohren, nachgiebigen Rohren, die durch Halteeinrichtungen abgestützt sind, halbstarren Rohren, deren Richtung veränderbar ist, oder aus andern gleichwertigen Systemen bestehen.
AT342565A 1964-04-28 1965-04-13 Einrichtung zum Behandeln von Holz AT265622B (de)

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