AT265338B - Stichlochbohrmaschine - Google Patents

Stichlochbohrmaschine

Info

Publication number
AT265338B
AT265338B AT538966A AT538966A AT265338B AT 265338 B AT265338 B AT 265338B AT 538966 A AT538966 A AT 538966A AT 538966 A AT538966 A AT 538966A AT 265338 B AT265338 B AT 265338B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
tool
mount
carriage
slide
arm
Prior art date
Application number
AT538966A
Other languages
English (en)
Inventor
Rudolf Dr Mont Schneider
Paul Ing Muellner
Original Assignee
Voest Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Voest Ag filed Critical Voest Ag
Priority to AT538966A priority Critical patent/AT265338B/de
Priority to DE19676604484 priority patent/DE6604484U/de
Application granted granted Critical
Publication of AT265338B publication Critical patent/AT265338B/de

Links

Landscapes

  • Blast Furnaces (AREA)
  • Earth Drilling (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Stichlochbohrmaschine 
Die Erfindung betrifft eine Stichlochbohrmaschine zum öffnen der Stichlöcher von Schmelzöfen, insbesondere Hochöfen. 



   Das Abstichloch eines Schmelzofens,   z. B.   eines Hochofens, wird während des Schmelzprozesses mit einer Stopfmasse bestimmter Zusammensetzung, beispielsweise bestehend aus Ton, Sand, Schamottepulver und Kohlepulver, verschlossen. Als   Anteige- bzw. Bindemittel   wird Wasser oder Teer verwendet ; je nachdem spricht man von Wassermassen oder Teermassen. 



   Während früher zum öffnen der Stichlöcher hauptsächlich durch Pressluft betriebene Handbohrmaschinen verwendet wurden, hat man neuerdings Stichlochbohrmaschinen mit einem auf einer Lafette verschiebbar angeordneten Schlitten entwickelt, an dem das Bohrwerkzeug mittels einer lösbaren Kupplung befestigt ist. Der Antrieb des Schlittens erfolgt hiebei mittels eines Vorschubmotors, der am Ende der Lafette angeordnet ist und mit seinem Antriebsritzel in eine Antriebskette eingreift. Die Kette ist am Schlitten befestigt und der Vorschubmotor kann über die Kette den Schlitten mit dem Bohrwerkzeug vor-bzw. zurückziehen. 



   Der Arbeitsvorgang beim öffnen des Stichloches besteht darin, dass die Lafette mit einem ersten Bohrwerkzeug, dem Bohrhammer, der eine Bohrstange mit Krone besitzt, vor das Stichloch geschwenkt wird. Der Vorschubmotor drängt den Bohrhammer gegen die Stopfmasse und treibt schlagend und drehend ein Loch bis knapp vor das Eisenbad. Hier muss der Bohrvorgang unterbrochen werden ; denn die herrschenden hohen Temperaturen würden zu einer Zerstörung der Bohrkrone führen. Es muss also der Bohrhammer mit der Bohrkrone gegen eine Rundeisenstange ausgetauscht werden, und das letzte Stück bis zum Eisenbad muss mit der Rundeisenstange durchstossen werden. Es kommt vor, dass bei diesem letzten Durchstossen auch die Rundeisenstange noch ein- oder zweimal gegen eine Reservestange ausgetauscht werden muss.

   Es ist verständlich, dass der Durchstoss des letzten Stückes der Stopfmasse eine risikoreiche und das Bedienungspersonal gefährdende Arbeit ist, denn der Durchbruch des flüssigen Eisens kann jeden Moment erfolgen. Es besteht also das Bestreben, eine Vorrichtung zu schaffen, die den Wechsel der Bohrwerkzeuge, der bisher händisch erfolgte, selbsttätig und ferngesteuert durchführt und die Möglichkeit schafft, die Bühne vom Bedienungspersonal freizuhalten und damit die Sicherheit im Betrieb zu erhöhen. 



   Die Erfindung, mit der diese Aufgabe gelöst wird, ist dadurch gekennzeichnet, dass an der Lafette eine selbsttätige Werkzeugwechselvorrichtung vorgesehen ist, die Mittel zum Verbinden und Lösen der Kupplung, eine Einrichtung zum Ausstoss und Ablegen eines Werkzeuges, ein Werkzeugmagazin und eine Einrichtung zum Einlegen eines Werkzeuges umfasst. 



   Vorzugsweise ist zum Verbinden und Lösen der Kupplung vor dem mit einer Antriebsklaue ausgerüsteten Hauptschlitten ein zweiter Schlitten auf der Lafette verschiebbar angeordnet, wobei die beiden Schlitten durch einen federnden Haken verbindbar und der Rückwärtsweg des zweiten Schlittens durch einen Anschlag begrenzt ist. 



   Die   Ausstoss-und Ablegeeinrichtung   kann einen auf einer Welle parallel zur Lafette gelagerten schwenkbaren Arm umfassen, der mit einem federnden Greifer oder einem Permanentmagneten zum 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Ergreifen des entkuppelten Werkzeuges versehen ist, welcher Arm gegen einen Abstreifer schwenkbar ist, der das Werkzeug in eine   Ablegerinne   wirft. 



   Das Werkzeugmagazin besteht nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung aus einer Anzahl von an der Lafette befestigten Haltern mit Längsschlitzen, in denen ein Vorrat von Werkzeugen übereinander und parallel zur Längsrichtung der Lafette gelagert ist, wobei jeweils die untere Öffnung eines Halters durch einen schwenkbaren Schieber verschlossen ist, der in ausgeschwenkter Stellung den Schlitz freigibt und beim Zurückschwenken in die Schliessstellung ein aus dem Schlitz herausgefallenes Werkzeug auf ein Führungsblech schiebt, von dem es in die Arbeitsstellung gleitet. 



   Die Erfindung ist an einem Ausführungsbeispiel in den Zeichnungen näher   erläutert : Fig. 1   zeigt eine schematische Seitenansicht einer Stichlochbohrmaschine in Arbeitsstellung ; Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf die Lafette samt Bohreinrichtung und Werkzeugwechselvorrichtung in geteilter Darstellung ; in den Fig. 3, 4 und 5 sind Querschnitte durch die Einrichtung längs der Linien III-III, IV-IV, V-V der Fig. 2 dargestellt. 



  Fig. 6 ist eine ähnliche Darstellung wie Fig. 5, jedoch bei geschlossener Kupplung, während Fig. 5 die gelöste Kupplung zeigt. 



     Mit --1-- ist   die Wand eines Hochofens bezeichnet, dessen   Stichloch--2--mit   einer Stopfmasse verschlossen ist, welches, wie aus   Fig. 1   ersichtlich, in schräger Richtung aufgebohrt werden 
 EMI2.1 
 durch die Seitenflanschen der Lafette geführt. Ein Vorschubmotor --6-- befindet sich am Ende der Lafette und treibt mit seinem   Antriebsritzel --7-- über   die Kette --8-- das Borhwerkzeug --14-an. Vor dem   Schlitten --4-- ist   ein zweiter, kleinerer   Schlitten --9-- ebenfalls   verschiebbar angeordnet, der mit dem   Schlitten --4-- verbindbar   ist. Die Einzelheiten der Kupplung sind aus den Fig. 5 und 6 ersichtlich.

   Der   Schlitten-4--trägt   an der Unterseite einen federnden Haken-10--, der in eine entsprechend geformte   öffnung     Schlitten-9-eingreifen   kann. In der Schliessstellung der Kupplung, die in Fig. 6 dargestellt ist, greifen dann auch die Antriebsklaue-12-und die Klaue --13-- des Bohrwerkzeuges --14--, das am   Schlitten --9-- gelagert   ist, ineinander ein. Zur Führung des   Bohrwerkzeuges --14-- in   Arbeitsstellung sind an der Lafette --3-- Kulissen --15-- mit Nuten --16-- vorgesehen (vgl.Fig.3). Eine solche Kulisse mit Führungsnut befindet sich auch auf dem   Schlitten-9- (Fig. 5).   Die Wirkungsweise der Kupplung ist aus den Zeichnungen zu ersehen.

   Beim Herausfahren aus dem Bohrloch und bevor der   Schlitten --4-- in   seine rückwärtige Endstellung gelangt, wird der federnde   Haken --10-- durch   eine mit der   Lafette --3-- fest   verbundene   Führung --17-- aus   der Öffnung --11-- des Schlittens --9-- gezogen und die Kupplung gelöst. Der weitere Weg des kleinen Schlittens --9-- nach rückwärts ist durch die Anschläge   --18   und   19--begrenzt.   Der   Schlitten--4--kann   noch ein Stück weiter zurückfahren und trennt sich dabei nicht nur vom kleinen   Schlitten-9-,   sondern es trennen sich auch die   Klauen-12   und 13-voneinander, so dass das   Bohrwerkzeug --14-- frei   in den   Nuten --16--liegen   bleibt. 



   Die   Ausstoss- und   Ablegeeinrichtung nach der Erfindung ist aus Fig. 4 zu ersehen. An der Lafette --3-- ist eine Welle --21-- parallel zur Längsrichtung der Lafette angeordnet, mittels der die Arme   --20-- schwenkbar   sind. Die Welle --21-- und die daran befestigten   Arme --20-- werden   von 
 EMI2.2 
    --22-- über--25-- oder   federnde Greifer. In der einen Schwenkstellung, wie in Fig. 4 dargestellt, erfassen die auf den Armen angeordneten   Magnete--25--bzw.   Greifer die Stange--14-- ; beim Zurückschwenken 
 EMI2.3 
 In Fig. 3 ist der Aufbau und die Wirkungsweise des Werkzeugmagazins und der Einlegeeinrichtung veranschaulicht. Das Magazin besteht aus mehreren   Haltern-28-,   in denen die Werkzeuge,   z.

   B.   eine Anzahl von Rundeisenstangen--14--, übereinander und parallel zur Längsrichtung der Lafette gelagert sind. Die   Halter--28--bestehen   aus senkrecht zur Lafettenachse angeordneten Flacheisen od. dgl. mit nach unten reichenden   Längsschlitzen-29-,   die am oberen Ende zum Einführen der Werkzeuge --14-- erweitert sind. Die untere Öffnung dieser   Schlitze--29--ist   durch schwenkbare Schieber --30-- verschlossen, die auf einer parallel zur Lafette angeordneten Welle --31-- befestigt sind.

   Diese Schieber --30-- werden von einem   Pressluftzylinder--32--betätigt.   Werden die Schieber--30--, wie in Fig. 3 rechts strichpunktiert dargestellt ist, ganz ausgeschwenkt, so fällt ein   Werkzeug --14-- aus   dem   Längsschlitz --29-- auf   den   Tisch--33--.   Beim nachfolgenden Zurückschwenken der Schieber 
 EMI2.4 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

    wirdSchlitze --29-- der Halter --28--.   Das Einkuppeln des   Bohrwerkzeuges --14-- erfolgt   nun durch Vorschieben des Schlittens-4-, in umgekehrter Weise, wie bereits beim Entkuppeln beschrieben. 



   PATENTANSPRÜCHE :
1. Stichlochbohrmaschine mit auf einer Lafette verschiebbar angeordnetem Schlitten, an dem das 
 EMI3.1 
 der Lafette (3) eine selbsttätige Werkzeug-Wechselvorrichtung vorgesehen ist, die Mittel zum Verbinden und Lösen der Kupplung, eine Einrichtung zum Ausstoss und Ablegen eines Werkzeuges, ein Werkzeugmagazin und eine Einrichtung zum Einlegen eines Werkzeuges umfasst. 
 EMI3.2 


Claims (1)

  1. Verbinden und Lösen der Kupplung vor dem mit einer Antriebsklaue (12) ausgerüsteten Hauptschlitten (4) ein zweiter Schlitten (9) auf der Lafette (3) verschiebbar angeordnet ist, die beiden Schlitten durch einen federnden Haken (10) verbindbar und der Rückwärtsweg des zweiten Schlittens (9) durch einen Anschlag (18, 19) begrenzt ist. EMI3.3 Ausstoss- und Ablegeeinrichtung einen auf einer Welle (21) parallel zur Lafette (3) gelagerten schwenkbaren Arm (20) umfasst, der mit einem federnden Greifer oder einem Permanentmagneten (25) zum Ergreifen des entkuppelten Werkzeugs (14) versehen ist, welcher Arm gegen einen Abstreifer (26) schwenkbar ist, der das Werkzeug (14) in eine Ablegerinne (27) wirft.
    EMI3.4 das Werkzeugmagazin aus einer Anzahl von an der Lafette (3) befestigten Haltern (28) mit Längsschlitzen (29) besteht, in denen ein Vorrat von Werkzeugen (14) übereinander und parallel zur Längsrichtung der Lafette (3) gelagert ist, wobei jeweils die untere Öffnung eines Halters (28) durch einen schwenkbaren Schieber (30) verschlossen ist, der in ausgeschwenkter Stellung die öffnung freigibt und beim Zurückschwenken in die Schliessstellung ein herausgefallenes Werkzeug (14) auf ein Führungsblech (33) schiebt, von dem es in die Arbeitsstellung gleitet.
AT538966A 1966-06-07 1966-06-07 Stichlochbohrmaschine AT265338B (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT538966A AT265338B (de) 1966-06-07 1966-06-07 Stichlochbohrmaschine
DE19676604484 DE6604484U (de) 1966-06-07 1967-05-29 Stichlochbohrmaschine

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT538966A AT265338B (de) 1966-06-07 1966-06-07 Stichlochbohrmaschine

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT265338B true AT265338B (de) 1968-10-10

Family

ID=3575253

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT538966A AT265338B (de) 1966-06-07 1966-06-07 Stichlochbohrmaschine

Country Status (2)

Country Link
AT (1) AT265338B (de)
DE (1) DE6604484U (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0018347A1 (de) * 1979-03-02 1980-10-29 Vereinigte Edelstahlwerke Aktiengesellschaft (Vew) Abstichvorrichtung für einen Hochofen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0018347A1 (de) * 1979-03-02 1980-10-29 Vereinigte Edelstahlwerke Aktiengesellschaft (Vew) Abstichvorrichtung für einen Hochofen

Also Published As

Publication number Publication date
DE6604484U (de) 1970-01-22

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3145100C2 (de)
DE2113718A1 (de) Blindnietmaschine
DE3803625C2 (de)
AT265338B (de) Stichlochbohrmaschine
DE1603763A1 (de) Zufuehrvorrichtung an druckluftbetriebenen Handschiessapparaten od.dgl.
DE3111260C2 (de) Stichlochbohrmaschine
DE3223761C2 (de) Abziehwerkzeug für Schrämmeißel
DE2027642A1 (de) Motorisch angetriebenes Schrauberhandwerkzeug
DE3416144C2 (de)
DE1064452B (de) Einrichtung zum Nachreissen, Nachnehmen bzw. Nachsenken von Strecken
DE890493C (de) Abbauvorrichtung fuer steil gelagerte Floeze
DE888526C (de) Klemmhebel-Feststell- und Verschiebevorrichtung fuer schienenfahrbare Ladegeraete mit hin und her gehenden Massen
DE2129362C3 (de) Stichlochstopfmaschine
EP0521413A1 (de) Befestigung eines Schrämmeissels in seinem Halter
DE833193C (de) Adressen- o. dgl. Druckmaschine
DE754028C (de) Einen Hohlraum ausarbeitende Gewinnungsmaschine
DE3609697A1 (de) Gesteinsbohrmaschine mit einem bohrrohrmagazin und einer bohrrohrzufuehrung
DE8108426U1 (de) Stichlochbohrmaschine
DE2132268A1 (de) Blindnietgeraet
DE7012136U (de) Maschine zum streckvortrieb und zur gewinnung
DE8230645U1 (de) Arretiervorrichtung am Fanghaken einer Dreipunktaufhängevorrichtung von Schleppern
DE2015903A1 (de) Maschine zum Streckenvortrieb und zur Gewinnung
DE2210080A1 (de) Bergmannische Hereingewinnungs maschine mit schalender Arbeitsweise
DE1217902B (de) Vorrichtung fuer das Anschliessen von Bohrgestaengerohren an eine Drehbohrmaschine
DD255783A1 (de) Vorrichtung zum einbringen von ano-sprengstoff in bohrloecher