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Schalter fur die Regelung der Wasserzufuhr, beispielsweise bei Vorrichtungen zum Reinigen und Entfetten von Metallteilen
Die Erfindung bezieht sich auf Vorrichtungen zum Reinigen und Entfetten von Metallteilen, bei denen zum Antrieb des drehbaren Rostes Spritzdüsen dienen. Zur Regelung der Umlaufgeschwindigkeit dieser drehbaren Roste wird die Wasserzufuhr mehr oder weniger gedrosselt bzw. geöffnet.
Dabei wird die Antriebskraft der Düse so ausgelegt, dass im Normalbetrieb, d. i. bei voll beladenem Rost, diese Umlaufgeschwindigkeit aufrechterhalten wird. Eine geringere Umlaufgeschwindigkeit brächte ein schlechteres Waschergebnis, bei höherer Umlaufgeschwindigkeit bestünde die Gefahr, dass das Waschgut infolge der Fliehkraft nach aussen geschleudert würde.
Bei den üblichen derartigen Vorrichtungen ergibt sich nun der Nachteil, dass für den Anlauf eine erhöhte Wasserzufuhr erforderlich ist, die jedoch nach der Anlaufperiode wieder gedrosselt werden muss, damit nicht der Rost eine zu hohe Umdrehungszahl erhält und die auf diesem abgelagerten Teile durch die Fliehkraft auswärtsggeschleudert werden. Sieht man zu diesem Zweck eine eigene Stellung des Schalthebels für die Anlaufperiode vor, so besteht die Gefahr, dass bei unachtsamer Bedienung der Schalthebel in dieser Stellung verbleibt und dann der Rost eine zu hohe Drehgeschwindigkeit erhält.
Gemäss der Erfindung wird dieser Nachteil dadurch vermieden, dass der Schalter ausser einer oder mehreren Stellungen für den Wasserzulauf im Normalbetrieb auch eine Stellung für einen erhöhten Wasserzulauf aufweist, in die der Schalthebel für die Regelung der Wasserzufuhr entgegen der Wirkung einer Federkraft bewegbar ist. Diese Federkraft bewegt den Schalthebel zwangsläufig zurück, sobald er ausgelassen wird, es ist also daher nicht mehr möglich, dass der Schalthebel in dieser Stellung für den erhöhten Wasserzulauf verbleibt.
Vorzugsweise ist der Schalthebel innerhalb eines Ausschnittes aus einem federbelasteten Schieber frei bewegbar und bewegt bei Weiterbewegung diesen Schieber entgegen der Wirkung einer Belastungsfeder weiter. Vorteilhafterweise wird zur Begrenzung der Länge des Ausschnittes an einem Ende des Ausschnittes ein längsverschiebbares und festklemmbares Plättchen vorgesehen, so dass man damit eine Feineinstellung erreichen kann.
Weiters ist es zweckmässig, bei einem Schalter mit mehreren Stellungen für den Wasserzulauf im Normalbetrieb Marken für einzelne Stellungen des Schalthebels vorzusehen, die gleichen Umlaufgeschwindigkeiten des vom Wasserstrahl angetriebenen Drehrostes bei verschiedenen Belastungen dieses Drehrostes entsprechen.
Eine weitere Verbesserung betrifft die Ausgestaltung des Ventilkegels, die sich auch bei andern Schaltern verwenden lässt, u. zw. darin, dass dieser Ventilkegel mit einer grösseren Neigung der Erzeugenden gegen die Längsachse, u. zw. mindestens 100, ausgeführt wird, wodurch ein Festreiben des Ventilkegels verhindert wird. Auch ist es zweckmässig, zwischen dem Ventilkegel und dem Schalthebel eine Druckfeder einzuschalten, die gleichzeitig die Abdichtung übernimmt.
In den Zeichnungen ist eine beispielsweise Ausführungsform einer erfindungsgemäss ausgebildeten Vorrichtung schematisch dargestellt, u. zw. ist Fig. l eine Seitenansicht, Fig. 2 eine Draufsicht, die
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Fig. 3 und 4 zeigen im Schnitt den Schalthebel und den Schieber in verschiedenen Stellungen und Fig. 5 zeigt in kleinerem Massstab schaubildlich die Anordnung des Schalthebels an dem Kommandopult einer Reinigungs- und Entfettungsvorrichtung. Fig. 6 zeigt im Mittelschnitt die Ausgestaltung des Ventilkegels und die auf diesen drückende Feder, die Fig. 7 und 8 zeigen im Mittelschnitt die Stellung des Ventils in der Anlauf- bzw. Teillaststellung.
Um ein Gelenk --1-- ist ein Schalthebel --2-- schwenkbar, der an seinem freien Ende mit einem Betätigungsknopf --3-- versehen ist, Dieser Schalthebel drosselt bzw. öffnet bei seinem Verschwenken die Düse für den Wasserzulauf. Im Bereich des Schalthebels --2-- ist ein Schieber --4-- angeordnet, der mit einem Ausschnitt --b-- versehen ist, in welchem sich der Schalthebel --2-- frei bewegen kann.
--1, 2 und 3-- sind Marken für Stellungen des Schalthebels --2-- bei 1/3,2/3 bzw. Vollast. Der Schieber --4-- gleitet auf einer Grundplatte--7--, die mittels einer Schiene --16-- an dem Gehäuse - der Vorrichtung befestigt ist. Diese Grundplatte --7-- ist mit einem Schlitz --8-- versehen, durch den Schrauben --9-- mit Muttern --10-- hindurchgehen und die eine Rückenplatte --11-- mit dem Schieber --4-- verbinden.
An der Rückenplatte --11-- ist ein Kolben --12-- befestigt, der in einem an der Vorrichtung angebrachten Zylinder --13-- spielt. Der Kolben --12-- ist durch eine im Inneren des Zylinders --13-- angeordnete Schraubenfeder --14-- belastet, wird also nach links in den Fig. 1, 3 und 4 zu drücken gesucht und sucht infolgedessen den Schalthebel in der Stellung --3-- zu hal- ten.
ZurFeineinstellung der äussersten linken Stellung des Schalthebels --2-- ist an dem Schieber --4-- mittels einer Schraube --31-- ein mit einem Langloch --32-- versehenes Plättchen --33-- in verschie- denen Stellungen festklemmbar, dass dadurch die linke Begrenzung des Ausschnittes -- 5 -- verändert werden kann.
In die Stellungen --1, 2 und 3-- kann man den Schalthebel, da er sich in dem Schlitz --8-- bewegen kann, frei bewegen. Will man ihn über die Stellung --3-- hinausbewegen, dann muss man die Wirkung der Schraubenfeder --14-- überwinden, dadurch wird der Schieber --4-- weiter nach rechts (Fig. l - 4) bewegt und es wird die Schraubenfeder --14-- zusammengedrückt. Diese Stellung entspricht der Stellung der Düsen für den Anlauf. Lässt man den Schalthebel --2-- wieder los, so bewegt ihn die Schraubenfeder --14-- wieder nach links in die Stellung--3--, man kann ihn aus dieser Stellung wieder ungehindert in die Stellung --1 oder 2-- bewegen.
Durch diese Ausgestaltung wird erreicht, dass ein für das Anlassen erforderlicher höherer Wasserzulauf ohne Druck auf den Schalthebel --2-- nicht aufrechterhalten werden kann.
Die in Fig. 6 dargestellte Ausbildung des Regelventils weicht insofern vom üblichen ab, als eine einzige Feder --24-- sowohl den Anpressdruck des Ventilkegels --26-- in die Bohrung des Ventilgehäuses übernimmt, wie auch den Schalthebel --2-- an der Dichtfläche des Gehäuses --20-- festhält.
Das Ventilgehäuse --17-- ist mit dem Düsenrohr des Reinigungsgerätes verbunden. Der Schalthebel --2-- ist am unteren Ende rechtwinkelig abgebogen und dieses abgewinkelte Stück ist als Hülse ausgeführt, die innerhalb der Gehäusewand --20-- zur Aufnahme desvierkantigenBedienungszapfens
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und dem Doppelnippel --18-- wird durch eine aussenliegende Überwurfmutter --25-- mit Stopfbüchsen- packung abgedichtet, womitauch das Durchrutschen des Schalthebels --2-- verhindert ist.
Eine Schraubendruckfeder --24-- liegt geschützt innerhalb der Hülse --21-- und drückt einerseits den Ventilkegel --26-- in das Ventilgehäuse --17-- und anderseits die Dichtfläche der Hülse --21-- gegen die Stopfbüchsenpackung --28--, womit die Abdichtung des Gehäuses --20-- gewährleistet und ein Durchrutschen des hülsenförmigen Endes des Schalthebels --2-- nach innen vermieden wird.
Der Ventilkegel --26-- ist stark kegelig, u. zw. mit einer Neigung seiner Erzeugenden gegen die Drehachse von mindestens 100 ausgeführt und in der Mitte mit einer Querbohrung --27-- versehen.
Verschwenkt man den Schalthebel --2- - und verdreht dadurch den Ventilkegel-26-, so wird die Querbohrung --27-- im Ventilkegel --26-- mehr oder minder in einem Winkel zu der Durchflussöffnung --29-- im Ventilgehäuse --17-- stehen. Dadurch wird der Durchfluss mehr oder minder gedros- selt bzw. geöffnet.
Durch die erfindungsgemässe Ausgestaltung ist es möglich, dass der Drehrost bei allen Belastungen ein-und dieselbe von vornherein festgelegte Drehzahl beibehält. Wird der Rost nur teilweise beladen, dann ist eine eigene Anlaufstellung nicht erforderlich, da zum Anlaufen nur in die höchstnähere Stufe geschaltet werden muss, um die zusätzliche Schubkraft zu erhalten.
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Die stark kegelige Ausführung des Ventilkegels --26-- hat den Vorteil, dass dieser sich durch den Anpressdruck der Schraubendruckfeder --24-- im Gehäuse --17-- nicht festklemmt und so leichter bewegen lässt.
Der Neigungswinkel des Ventilkegels --26-- ist vom Reibungsbeiwert der verwendeten Materialien abhängig und könnte bei Verwendung anderer Materialien ein anderer sein.
Es lassen sich noch die verschiedensten Abänderungen denken, ohne vom Rahmen der Erfindung abzuweichen, so könnte an Stelle eines Schiebers mit einem Ausschnitt auch ein anderes Element mit Spielraum verwendet werden usw.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schalter für die Regelung des Wasserzulaufes, beispielsweise bei Vorrichtungen zum Reinigen und Entfetten von Metallteilen, dadurch gekennzeichnet, dass er ausser einer oder mehreren Stellungen für den Wasserzulauf im Normalbetrieb noch eine Stellung für einen erhöhten Wasserzulauf aufweist, in die der Schalthebel (2) für die Regelung der Wasserzufuhr entgegen der Wirkung einer Federkraft bewegbar ist.
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eines Ausschnittes (5) aus einem federbelasteten Schieber (4) frei bewegbar ist und bei Weiterbewegung diesen Schieber (4) entgegen der Wirkung der Belastungsfeder (14) weiterbewegt.