<Desc/Clms Page number 1>
Leimauftraggerät
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Leimauftraggerät, insbesondere für das Auftragen von Leim auf Kanten von Möbeln aller Art od. dgl., mit einem die Auftragflüssigkeit aufnehmenden, zur Auftrag-
EMI1.1
Leimflüssigkeit auf ein Band aufgetragen wird, das einer Pressvorrichtung zugeführt wird. Eine derartige
Vorrichtung ist für das Auftragen von Leim auf kleine, schmale Holzflächen oder-kanten von Möbeln nicht brauchbar.
Es ist ferner eine Vorrichtung bekannt, durch welche breite Bahnen, z. B. Papier- und Wellpappebahnen, mit streifenförmigem Klebstoffauftrag versehen werden, zu welchem Zweck die zugleich die Förderwalze und die Auftragwalze darstellende Walze mit spiralig nach aussen vortretenden Wülsten versehen ist. Diese Wülste können mehrfach angeordnet sein, insbesondere in Form von mehrfachen Schraubengängen. Bei dieser bekannten Vorrichtung fehlt sowohl die glatteAuftragwalze als auch eine die Verteilung des Leimes bewirkende Zwischenwalze, welche den eigentlichen Klebstoffilm auf die Auftragwalze überträgt.
Es sind auch handbetätigbare Leimauftraggeräte bekannt, welche im wesentlichen alle eine zugleich das Auftragen und das Fördern bewirkende, parallele Rillen an der Aussenfläche aufweisende Walze besitzen, durch welche die Klebeflüssigkeit durch Adhäsion auf den zu klebenden Gegenstand übertragen werden soll. Die Rillen haben den Zweck, die Klebeflüssigkeit aufzunehmen, aber vor allem den Zweck, eine Anhäufung von Klebeflüssigkeit in bestimmten Fällen zu verhindern, weil durch diese Rillen der Klebstoff in einzelne Bahnen übertragen wird. Diese Vorrichtungen sind im wesentlichen ohne Zwischenwalzen und ohne eigentliche glatte Auftragwalze ausgebildet. Sie eignen sich nicht für das Auftragen von Leim auf Kanten oder schmale Flächen bei Möbeln.
Es ist aber auch noch eine Klebstoffauftragvorrichtung mit Handbewegung bekannt, bei der eine Auftragwalze (aus Gummi od. dgl.) unmittelbar von einer Förderwalze am Rande des Klebstoffbehälters beschickt wird, wobei der Behälter an zwei diametral gegenüberliegenden Stellen der Förderwalze Abstreifbolzen aufweist.
Der Gegenstand der Erfindung ist ein Leimauftraggerät, insbesondere für das Auftragen von Leim auf Kanten bei Möbeln aller Art od. dgl., mit einem die Auftragflüssigkeit aufnehmenden, nach der Auftragseite offenen Behälter, die eine Förderwalze aufnimmt, sowie mit einer Auftragwalze, wobei das erfindungswesentliche Kennzeichen darin besteht, dass zwischen der Förderwalze, welche in an sich bekannter Weise mit einem über dem Umfang vorstehenden Schraubengang, der vorzugsweise einen trapezförmigen Querschnitt aufweist, versehen ist, und der Auftragwalze eine aus Metall bestehende Zwischenwalze angeordnet ist, wobei die Auftragwalze mit ihren Lagerzapfen in den Lagern zur Zwischenwalze verschiebbar und die Zwischenwalze auf ihrem Lagerbolzen mit Spiel beweglich ist.
EMI1.2
sigkeit eintauchende Förderwalze den Leim bis beinahe zum letzten Rest dem Verbrauch zuführt.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass durch die Zwischenwalze und durch den kantigen Schraubengang ein feiner Leimfilm auf die metallische Walzeaufgetragen wird. Dies geschieht
<Desc/Clms Page number 2>
im wesentlichen so, wie wenn von Hand aus durch einen Spachtel ein solcher Film auf den Gegenstand fein verteilt werden würde. Dieser feinverteilte, gleichmässige Leimfilm wird nun auf die eigentliche, aus Kunststoff oder Gummi bestehende Leimauftragwalze übertragen.
Der weitere Vorteil der Erfindung besteht darin, dass durch die Beweglichkeit der Walzen achspar- allel zueinander die Förderung dann einsetzt, wenn durch das Handgerät ein Druck auf die Unterlage ausgeübt wird. Man benötigt also keinerlei zusätzliche Federn oder sonstige Anpressvorrichtungen.
Das Gerät ist für senkrechte oder nahezu senkrechte Flächen geeignet.
Die Zeichnungen zeigen eine beispielsweiseAusführungsform des Gegenstandes der Erfindung, u. zw. stellt die Fig. 1 einen Längsschnitt nach der Linie A-B der Fig. 2 dar, die eine Seitenansicht zur Fig. 1 von der Deckelseite aus darstellt. Die Fig. 3 und 4 zeigen in einem Detail die Förderwalze innerhalb des Behälters.
Das Gehäuse 1 ist durch einen Deckel 6 verschlossen und nimmt in Lagern la die mit Zapfen 2a versehene Förderwalze 2 auf, welche am äusseren Umfang mit einem im Querschnitt, insbesondere trapezförmig ausgebildeten Schraubengang 2b versehen ist. Sie taucht vollständig in die im Behälter 1 befindliche Leimflüssigkeit und überträgt diese auf eine Zwischenwalze 3 aus Metall, z. B. Aluminium, die in Ansätzen 7 durch einen Bolzen 5 mittels in Muttern 8 gelagerten Zapfen drehbar vorgesehen ist, wobei zwischen dem Bolzen 5 und der Metallwalze 3 ein kleines Spiel 9 belassen ist.
Der Durchtrittsspalt für die Walze 3 am Gehäuse 1 ist mit 9 bezeichnet. Die Auftragwalze 4 ist aus Gummi, weist Zapfen 4a auf, in welchen sie in Schlitzen 4b so gelagert ist, dass sie sich zur Metallwalze bewegen kann. Zum Herausnehmen dieser Gummiwalze aus ihren Lagerungen sind die Schlitze 4b des Ansatzes 7 L-förmig ausgebildet, so dass nach Entfernung der Metallwalze auch die Gummiwalze aus ihrer Lagerung durch Verschieben entfernt werden kann. Mit 10 ist der Griff des Gerätes, das im wesentlichen sehr klein ist, bezeichnet.