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Trennschalter mit Abdeckung und Lichtbogenlöscheinrichtung
Die Erfindung betrifft einen Trennschalter, welcher über den Festkontakten mit einer isolierenden Abdeckung, die Ausnehmungen für den Durchtritt der Schaltmesser aufweist, und mit Einrichtungen zur Löschung des Schaltlichtbogens ausgerüstet ist, insbesondere einen Sicherungs-Trennschalter, welcher eine schwenkbare oder verschiebbare Schaltplatte zur Aufnahme der Sicherungen besitzt.
Es besteht das Bedürfnis, Sicherungstrennschalter mit Berührungsschutz-Abdeckung und mit Lichtbogen-Löscheinrichtung zu versehen, u. zw. alternativ mit nur einer dieser Massnahmen oder mit beiden.
Während der Berührungsschutz den oberen und den unteren Festkontakt jeder Phase abdecken soll, genügt der Lichtbogenschutz meistens am oberen Festkontakt allein.
Es ist bekannt, den Berührungsschutz der nebeneinander liegenden Phasen eines Sicherungstrennschalters zu einer umfassenden, rahmenförmigen Einheit zu'vereinigen oder ihm eventuell getrennt, über der oberen Querreihe der Festkontakte und über der unteren Reihe der Festkontakte, anzuordnen, jedenfalls ihn mit schmalen Einschnitten für den Durchtritt der Messerkontakte der Sicherungspatronen zu versehen.
Die Lichtbogenlöschkammern werden über (den oberen) Festkontakten entweder einzeln angeordnet oder in einer quer über mehrere Phasen hinwegreichenden baulichen Einheit (USA-Patentschrift aus 1935) zusammengefasst.
Es ist auch bekannt, die bauliche Einheit auf die Lichtbogenlöschkammern gemeinsam mit der Berührungsschutz-Abdeckung zu erstrecken. Eine solche Konstruktion ist dann zweckmässig, wenn die Lichtbogenlöschkammern keiner Verbindung mit den darunter befindlichen Festkontakten bedürfen.
Wenn solche Verbindungen der Löscheinrichtung jedoch hergestellt werden müssten, etwa weil die Löschkammern auch Abreisskontakte beinhalten, wäre die Handhabung der baulichen Einheit aus Abdeckung und Löschkammern sehr hinderlich, unter Umständen unmöglich.
Es besteht daher fortgesetzt die Übung, über den oberen Festkontakten einzelne Lichtbogenlöscheinrichtungen zu befestigen, dort auf die übliche Berührungsschutzabdeckung zu verzichten und eine solche Abdeckung nur über den unteren Festkontakten anzubringen. Damit geht der Verzicht auf eine vollständige Berührungsschutz-Abdeckung der Festkontakte bzw. deren Anschlussfahnen einher.
Die Erfindung besteht darin, eine über den oberen Festkontakten befindliche Berührungsschutz-Abdeckung mit ausgesparten Öffnungen so zu versehen, dass Lichtbogenlöschkammern - welche am Festkontakt oder dessen nächster Umgebung ihre Befestigung haben-ohne feste oder lösliche Verbindung mit der Abdeckung zu besitzen, durch diese nach vorne hindurchtreten.
Damit wird der Fortschritt erzielt, dass der eingangs erwähnten Notwendigkeit - Sicherungstrenn- schalter alternativ mit Berührungsschutz-Abdeckung, oder mit Lichtbogenlöschkammern, oder mit beiden, zu versehen-wenn zudem die Berührungsschutzkammern mit den Festkontakten zu verbinden sind, und vor allem wenn die alternative Ausstattung mit gleichbleibenden Wechselteilen herbeigeführt werden soll-ohne weiteres entsprochen werden kann.
In diesem Zusammenhang wird kurz auf die bekannte Möglichkeit hingewiesen, die Berührungsschutz-
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Abdeckung aus Isolier-Kunststoff mit Schwächungsrillen zu versehen, die als Soll-Bruchstellen, in leichter Weise, die Ausnehmungen für den Durchtritt von Lichtbogenlöschkammern markieren und auszubrechen erlauben.
Die nachstehende Beschreibung eines erfindungsgemäss gestalteten, wie meistens dreiphasigen, Sicherungstrennschalters zeigt in Fig. 1 den Aufriss, in Fig. 2 den zugehörigen Kreuzriss für die durch eine Phasenachse führende Schnittebene A-B, in Fig. 3 ein Detail dieses Kreuzrisses in einer modifizierten Konstruktion. In der Gebrauchslage ist die in Fig. 2 ersichtliche Grund platte als an einer lotrechten Wand befestigt anzusehen.
Der allgemein bekannte Sicherungstrennschalter besitzt feststehende, gefederte Unterteilkontakte 1 und 2, welche in EIN-Stellung des Schalters die flachen Kontaktenden 3 und 4 des Sicherungseinsatzes aufzunehmen haben. DieSicherungseinsätze sind zum Zwecke der Ausführung der Schaltbewegung in einem hier nicht gezeichneten schwenkbaren Deckel eingehängt. Dieser schwenkbare Dekkel ist am feststehenden Unterteil durch die Drehachse 5 angelenkt.
Beim Öffnen des Schalters, durch Schwenkbewegung des Deckels, geraten zunächst die Kontakte 1 und 3 ausser Eingriff, während 2 und 4 sich erst dann trennen, wenn die Stromunterbrechung bzw. die Lichtbogenlöschung der Kontaktstellen 1-3 schon beendet ist. Aus diesem Grunde weruen nur über den oberen (drei) feststehenden Kontakten 1, nicht aber über den unteren feststehenden Kontakten 2, die Lichtbogenlöscheinrichtung, hier bekannte Kammern 6 mit Löschblecheinbauten 7, angeordnet. Allenfalls könnte in einer andern Konstruktion statt getrennter Kammern 6 eine einzige, für die Kontakte mehrerer Phasen gemeinsame, angeordnet werden.
Ausserdem ist über den feststehenden Kontakten 1 der drei Phasen und 2 der drei Phasen je eine, vor Berührung der bei Rund U (bzw. S, T und V, W) am Netz angeschlossenen Kontakte schützende Abdeckung 8 und 9 angebracht.
Die Abdeckung 8 besitzt Aussparungen 10, durch welche die Lichtbogenlöscheinrichtung 6, 7 nach vorne hindurchtritt. Die Situation nach Fig. 2 unterscheidet sich von jener der Fig. 3 dadurch, dass bei ersterer die Lichtbogenlöscheinrichtung mit einem Abreisskontakt 11 versehen ist, welcher Ver-
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rend bei Fig. 3 die Lichtbogenlöscheinrichtung ohne eine Schraub- oder sonstige feste Verbindung, zu- folge geeigneter Formgebung, in der erforderlichen Lage gehalten wird und aus der Aussparung 10 nicht herausfallen kann.
Die Fig. 1, 2, 3 vermitteln die Einsicht, dass die gleiche Abdeckung 8 ohne weiteres Verwendung finden kann, wenn der Sicherungstrennschalter alternativ ohne Lichtbogenlöscheinrichtung aufgebaut wird. Unter Bedachtnahme auf diese einfachere Ausrüstung des Schalters werden bei der Herstellung der aus Isolierstoff bestehenden Abdeckung 8 die Öffnungen 10 zunächst durch Schwächungsrillen als Soll-Bruchstellen nur markiert, aber noch nicht ausgenommen.
Es bleibt einer Endphase der Lieferung, eventuell dem Monteur der Schaltanlage, die Entscheidung freigestellt, ob der Sicherungstrennschalter als Lastschalter mit oder als einfache Trennstelle ohne Lichtbogenlöscheinrichtung (aber jedenfalls mit Abdeckung) zur Verwendung gelangt. Da im Falle der Einbeziehung der Lichtbogenlöscheinrichtung für sie keine Befestigungsbohrungen auf der Abdeckungsplatte zu bohren sind, lediglich die vorbereiteten Aussparungen 10 durchzustossen sind, brauchen sich die Arbeitsvorbereitung und die Lagerhaltung des Lieferanten um die Frage, ob Abdeckung, oder Lichtbogenlöscheinrichtung, oder beides, oder keines, gebraucht werden, nicht zu kümmern. Die Verwendung der gleichen einheitlichen Teile lässt jederzeitige beliebige Komplettierung des Sicherungstrennschalters zu.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Trennschalter mit über den Festkontakten angebrachter isolierender Abdeckung, welche Ausnehmungen für den Durchtritt des beweglichen Schaltteiles aufweist, und mit Einrichtungen zur Löschung des Schaltlichtbogens-'insbesondere Sicherungs-Trennschalter mit einer schwenkbaren oder verschieb-
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Schaltplatte zur Aufnahme der beweglichen Sicherungen-, dadurch gekennzeichnet,hat.
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