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Luftzugdichtung für Fenster und Türen
Dichtungen für Fenster und Türen gegen Luftzug, die aus einem Lappen für das Abdichten und einem wulstartigen Fortsatz für die Befestigung am Bauteil bestehen, sind bekannt.
Eine Ausführung dieser Art aus Gummi weist einen rechteckigen Wulst auf, welcher in eine rechteckige Ausfräsung am Bauteil eingesetzt wird und darin durch die elastische Spannung des Gummis verbleibt. Eine weitere Ausführungsform sieht eine trapezförmige Ausfräsung im Rahmen vor, und der Wulst
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Symmetrieachse zum Wulst liegt. und durch seine Masse an den zweiten Fugenteil angedrückt wird.
Die Strömungsrichtung der Luft bleibt bei diesen Ausführungen unberücksichtigt.
Der Nachteil einer Dichtung mit trapezförmiger Fräsnut liegt auch darin, dass der Dichtungswulst senkrecht aus der verhältnismässig breiten Nut herauswächst, die Ränder der Nut frei und ungedeckt lassend, die beispielsweise bei Holzbauteilen nicht genügend exakt verlaufen, weil sie entsprechend der Holzfaserung unregelmässig und gefranst sind. Weiters sind die beidseits des Lappens verbleibenden Luftspalte allzusehr der Verschmutzung ausgesetzt. Bei den bekannten Dichtungen sind auch keinerlei Massnahmen getroffen, die bei unregelmässiger oder rauher Oberfläche noch durchströmende Luft zu behindern.
Erfindungsgemäss wird eine Dichtung beschrieben, deren Lappen zum Wulst schräg gestellt ist, wobei der Lappen sich an den zweiten Bauteil elastisch anschmiegt und die Dichtwirkung durch das Druckgefälle der Luft nach dem selbstwirkenden Ventilprinzip sich vermehrt. Der Wulst wird in eine sich nach
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men getroffen, noch durchströmende Restluft zu behindern und das Einbringen der Dichtung in die Nut zu erleichtern. Als Material für diese Dichtung wird vorzugsweise Kunststoff verwendet.
Fig. 1 der Zeichnungen zeigt einen Querschnitt durch eine Fensterfuge mit der Dichtung, Fig. 2 zeigt im Schnitt das Einbringen der Dichtung in die Nut, Fig. 3 zeigt den Schnitt durch eine andere Ausführungsform, Fig. 4 und 5 zeigen im Schnitt wahlweise Ausführungsformen der Fräsnut mit entsprechender Dichtung.
In Fig. 1 der Zeichnungen ist der mit 1 bezeichnete Teil ein Fensterrahmen, 2 der korrespondierende Fensterflügel, 3 der zwischen beiden vorhandene Luftspalt, 4 ist ein im wesentlichen trapezförmiger Dichtungswulst, welcher in die trapezförmige Fräsnut 5 eingesetzt ist. An den Wulst 4 setzt sich in schräger Lage der Lappen 6 an, der sich der Spaltbreite anpassend an die gegenüberliegende Fugenfläche 2 anschmiegt, wobei unter dem Einfluss des Winddruckes das Anschmiegen verstärkt wird. Dies wird noch gefördert durch das Verjüngen des Lappens 6 an seinem Ende 7.
Die dargestellten Figuren sind Schnitte durch entsprechend lange Dichtungsstreifen. Der im wesentlichen trapezförmige Wulst zeigt verschiedene Randverformungen, die nachfolgende Bedeutung besitzen : Die Hohlkehle 8 verlängert den biegsamen Teil des Lappens 6 bis in die Tiefe des Wulstes 4. ; dadurch ist der Lappen 6 bereits beim Austritt aus der Fräsnut sehr biegsam und auch in engen Fensterspalten wirksam, ohne auf die Bauteile Druck auszuüben, wodurch das gewaltlose Schliessen der Bau-
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teile ermöglicht wird. Der Verlauf der Hohlkehle 8 führt zu einer Abstützung der Unterseite des
Lappens 6 durch die Aussenkante 9 der Fräsnut 5. Hiedurch ist der Lappen bestrebt, in die ur- sprüngliche Schräglage zurückzukehren, d. h. den jeweiligen Luftspalt zu schliessen.
Der Wulst 4 ist weiters an der unteren Ecke 10 abgeschrägt zur leichten Einbringung durch Einkippen in die Nut. An der Unterseite des Wulstes ist eine flache Auskehlung 11 vorgesehen, die für ein Festsaugen des Wulstes am Nutengrund sorgt. Auf der zweiten trapezförmigen Seite des Wulstes ist eine Hohlkehle 12 angeordnet, die ebenfalls für das Einkippen der Dichtung dient und in einen, den Rand der Nut überdeckenden Lappen 13 übergeht, welcher das Eindringen von Staub verhindert.
An der Oberseite ist noch die Hohlkehle 14 ausgebildet, die zwei Aufgaben erfüllt : Die Dichtung wird beim Einbringen in die Nut durch einen längs der Kehle 14 von Hand gezogenen Rundstab in die
Nut gedrückt. Weiters wird durch die Hohlkehle 14 bei an der Dichtung vorbeiziehender Luft der Luft- strom gewirbelt ; ein Restluftstrom kann durch Unebenheiten am korrespondierenden Fenster oder Tür-
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1standes auswirkt.
Die Fig. 2 macht das Einbringen der Dichtung in die Fräsnut ersichtlich. Der an sich kompakte Dich- tungswulst 4 wird mit der Spitze 15 in die Nut 5 eingeführt und mit einem Dorn 16 mit
Griff 17 durch Handdruck über die Hohlkehle 14 in die Fräsnut eingekippt. Soll die Dichtung wie- der entfernt werden, so kann sie am Lappen 6 unter gleichzeitigem Rückklappen desselben herausge- zogen werden.
In Fig. 3 ist als wahlweise Ausführung die rechte Wulstseite spitz in die Kante 18 zulaufend dar- gestellt, die zweite Trapezspitze 19 ist schräg und die Hohlkehle 8 ist grösser vorgesehen. Bei dieser Formgebung vollzieht sich das Einbringen der Dichtung in die Fuge, indem die Kante 18, um- gekehrt wie in Fig. 2, zuerst in die Fuge eingeführt wird und danndie Dichtung durch den Dorn 16- 17 eingedrückt wird.
In Fig. 4 ist die Dichtung wieder entsprechend und ähnlich der Fig. 1 ausgebildet, an Stelle einer exaktentrapezförmigenNutsind dieSeitenwände 20, 21 bogenförmig, dieNut nach aussen verjüngend ausgebildet. In Fig. 5 sind als weitere Ausführungsform die Seitenwände 22, 23 unterschnitten, die
Ausgangspartien 25, 26 der Seitenwände, welche die Nut verengen, sind etwas nach aussen geschrägt gestaltet. Der Dichtungswulst weist die abgeschrägten Spitzen 10 und 19 auf, ausserdem ist eine mitt- lere Ausnehmung 27 vorhanden, die das Hineindrücken der Dichtung in die Nut erleichtert. In diesem
Falle wird die Dichtung senkrecht in die Nut eingedrückt. Die Nut zur Aufnahme des Dichtungswulstes kann aus den Bauteilen gefräst sein oder in den Bauteilen durch konstruktive Anordnungen der Profile vorgegeben sein.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Luftzugdichtung für Fenster, Türen u. dgl. bestehend aus einem Dichtungslappen und einem
Wulst für die Befestigung zur Unterbringung in einer nach aussen sich verjüngenden Nut, dadurch gekennzeichnet, dass der Wulst (4) einen schräg angesetzten Dichtungslappen (6) besitzt, an des- sem Fuss eine obere Hohlkehle (14) vorgesehen ist, an welchen sich eine Abdeckung (13) für die Fräsnut ansetzt.