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Verpackung für mehrere, nebeneinander befindliche Flaschen, insbesondere Sektflaschen
Die Erfindung betrifft eine Verpackung für mehrere, nebeneinander befindliche Flaschen, insbesondere Sektflaschen, welche aus zwei Materialbahnen aus weichem Werkstoff besteht, die in gleichen Abständen jeweils durch quer zur Längsrichtung der Materialbahnen verlaufende Schweissnähte unter Bildung von schlauchförmigen Abschnitten zur Aufnahme der zu verpackenden Flaschen miteinander verbunden sind.
Beim Verpacken von zerbrechlichem Gut, beispielsweise Flaschen, insbesondere bei automatischer und kontinuierlicher Abpackung, wurden bislang die etikettierten Flaschen von Hand oder maschinell in Seidenpapier gepackt und anschliessend in grössere Behälter, wie Kartons, mit Gefachen abgepackt.
Durch das Einwickeln in Seidenpapier und insbesondere durch das spätere Einsetzen der eingewickelten Flaschen in die Gefache treten Beschädigungen der Einwicklung durch die scharfen Kanten der Pappen auf, welche die Gefache bilden. Ferner verrutschen oft die aufgeklebten Etiketten entweder beim Einhüllen in Seidenpapier oder beim Einsetzen der Flaschen in die einzelnen Gefache. Darüber hinaus ist die Verwendung von Seidenpapier und Gefachkartons kostspielig, die Gefachkartons sind sperrig und müssen von Hand zusammengesetzt werden. Schliesslich ist beim Herausnehmen der Flasche das Etikett wegen der Seidenpapierumhüllung nicht zu erkennen.
Wegen der immer teurer werdenden Handarbeit besteht also ein starkes Bedürfnis, die Verpackung von zerbrechlichen Gegenständen vollautomatisch durchzuführen, wobei einmal dafür Sorge getragen werden muss, dass sich die frisch aufgeklebten Etiketten bei dem weiteren Abpacken nicht verschieben, dass ferner eine verhältnismässig preiswerte, saubere, hygienische und vorzugsweise durchsichtige Verpackung derEinzelflaschen geschaffen wird und dass gleichzeitig eine Polsterung zwischen den einzelnen Flaschen vorgesehen wird, welche die Verwendung der bisher üblichen Fachkartons vermeidet und trotzdem das Einsetzen grösserer Gebinde von z. B. 3,4, 6,8, 12 und mehr Flaschen auch vollautomatisch durch bessere Angreifmöglichkeit der Verpackungswerkzeuge ermöglicht, welche bislang oft die Umhüllung oder Etiketten beschädigten.
Um zu der vorstehend umrissenen Verpackungsart zu gelangen, bedarf es einer besonderen Ausbildung der Verpackung. Nun ist für Zigarren schon eine Verpackung bekannt, bei der auf einem Band aus Papier od. dgl. Taschen zur Aufnahme der Zigarren angeordnet sind. Das Band mit den mit Zigarren gefüllten Taschen wird zusammengerollt und in diesem Zustand in eine Büchse eingeführt ; dabei bleibt aber ein wichtiger Umstand, der vor allem bei Flaschen von Bedeutung ist, ausser Betracht, dass sich nämlich zwischen den einzelnen, verpackten Gegenständen keine Polsterung befindet. Ähnliches gilt bei einer bekannten Verpackung für Tabletten oder auch für Knöpfe. Hier bildet das Stossdämpfungsproblem überhaupt keine Rolle.
Zur speziellen Verpackung von Flaschen wurde dagegen schon vorgeschlagen, Umhüllungen aus steifem Material vorzusehen, wobei die beiden Teile dieser Umhüllung nicht miteinander zwischen den einzelnen zu verpackenden Gegenständen, z. B. Flaschen, verbunden sind. Es sind also keine Schweissnähte vorhanden, es werden auch keine schlauchförmigen Abschnitte gebildet. Eine gewisse Stossdämpfung wird dadurch erreicht, dass das steife Material in bestimmten Bereichen harmonikaförmig zusammengefaltet ist, aber gerade eine Stossdämpfung zwischen den einzelnen Flaschen, die ja in erster Linie
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notwendig wäre, ist hiedurch nicht gegeben.
Dies gilt, gleichgültig ob es sich bei diesen bekannten Umhüllungen um solche handelt, die von vornherein vorgeprägt sind, also nicht aus glatten Materialbahnen bestehen, sondern vorgeformte Formkörper sind, oder ob in beliebiger Weise aus einer Bahn durch die bereits erwähnte, harmonikaartige Faltung über bestimmte Bereiche der Bahn die Umhüllung gebildet wird. Eine schnelle, saubere Verpackung von Flaschen, insbesondere Sektflaschen, wobei eine einwandfreie Stossdämpfung, vor allem zwischen den einzelnen Flaschen, gegeben ist und die des weiteren ein Eingreifen grösserer Gebinde von z. B. 3 bis 12 Flaschen durch Verpackungswerkzeuge und damit ein vollautomatisches Verpacken zulässt, ist durch diese vorbekannten Umhüllungen bzw. Verpakkungen nicht geboten.
Um Flaschen, insbesondere Sektflaschen, sauber und schnell verpacken zu können, wird erfindungsgemäss vorgeschlagen, ausgehend von der eingangs beschriebenen Verpackung, die Schweissnähte zwischen den einzelnen, schlauchförmigen Abschnitten, die zur Aufnahme der zu verpackenden Flaschen dienen, durch ihre Breite und/oder Form als Polsterelemente auszubilden.
Dies kann z. B. in der Weise geschehen, dass die Schweissnähte gewellt ausgebildet sind. Es kann hier auch vorgesehen sein, dass jede Verbindung aus zwei parallelen Schweissnähten besteht, zwischen denen ein Raum zur Aufnahme eines Polsterstoffes gebildet ist.
Da durch die vorstehenden Massnahmen lediglich die Flaschen gegeneinander abgepolstert sind, wird weiterhin vorgeschlagen, auf der Aussenseite der die schlauchförmigen Abschnitte bildenden Materialbahnen etwa senkrecht zu den Schweissnähten verlaufende, seitlich wirkende Polster oder mehrere solcher Polster anzuordnen. Diese können aus aufgeklebtem strang- oder bandförmigem Material, z. B.
Schaumstoff, bestehen. Es können aber auch zur Bildung der seitlichen Polster in den bandförmigen Materialbahnen durchgehende Kappsäume zur Aufnahme eines Polsterstoffes angeordnet sein.
Die erfindungsgemässe Verpackung erlaubt eine vollautomatische Abpackung von empfindlichem Verpackungsgut, vorzugsweise auch Sektflaschen. Die kontinuierlich abgepackten Flaschen können in verschieden grossen Verpackungseinheiten abgetrennt und auf eine bekannte Weise in eine Umverpakkung, wie in einen Karton oder in eine Kiste, abgepackt werden. Trotzdem sind die Flaschen sowohl miteinander als auch gegen ihre Umgebung einwandfrei abgepolstert und damit die Bruchgefahr soweit wie irgend möglich verringert. Die Ausstattung der Flaschen kann beim Verpacken nicht mehr beschädigt werden, da die Flaschen nicht etwa in bereits gebildete Gefache eingeführt werden, sondern die Materialbahnen von der Seite her an die Flaschen herangebracht werden.
Der Flaschenhals bleibt frei und ist so auch den Greifwerkzeugen einer Verpackungsmaschine ohne weiteres zugänglich, so dass in an sich bekannter Weise eine vollautomatische Verpackung stattfinden kann. Durch die Wahl der Materialbahnen aus weichem Werkstoff können die umhüllten Flaschen in beliebiger Stückzahl einander auch seitlich zugeordnet werden, d. h. es können z. B. zwölf Flaschen in drei Viererreihen nebeneinandergesetzt werden, wobei die Materialbahnen etwa S-förmig verlaufen. Dieses Gebinde kann dann in einen Karton eingesetzt werden.
Im folgendensoll die Erfindung an Hand der Zeichnungen näher erläutert werden. Es zeigen : Fig. 1 eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemässen Verpackung, Fig. 2 einen waagrechten Schnitt durch die in Fig. 1 gezeigte Verpackung mit gesonderter Polsterung in der senkrechten Verbindungsnaht, Fig. 3 einen senkrechten Schnitt durch zwei Materialbahnen mit entsprechenden Kappsäumen, welche Polstermaterial enthalten.
Das zu verpackende Gut kann über ein Fliessband zugeführt werden. Beiderseits dieses Transportbandes sind zwei Vorratsrollen mit bahn-oder strangförmigem Polster- oder Verpackungsmaterial 6 angeordnet. Diese Materialbahn wird an die betreffenden zu verpackenden Gegenstände, z. B. Flaschen, herangeführt.
Das Material wird dann zwischen den aufeinanderfolgenden Flaschen auf übliche Weise mit einer senkrechten und möglichst breit geformten Naht verschweisst, verklammert, vernäht, verdrillt oder sonstwie verbunden. Das zu verpackende Gut hat dann die Form von aneinander hängenden Gegenständen, welche alle durch eine Polsterverbindung 14 voneinander getrennt und gegen direkte Berührung geschützt sind. Diese Kette von z. B. schlauchförmig verpackten Flaschen kann noch durch eine übliche Schneidvorrichtung in eine beliebige Anzahl von zusammenhängenden Flaschen oder einzelne Flaschen für das betreffende Gebinde abgetrennt werden. Der Transport der verpackten Gegenstände kann entweder nach wie vor durch das Transportband und/oder durch eine Abziehvorrichtung erfolgen.
Bei der in Fig. l perspektivisch wiedergegebenen Verpackung besteht das Polster-oderVerpackungs- material aus den beiden Materialbahnen 6, u. zw. aus Kunststoffolien oder mit Kunststoff kaschiertem Papier, welche über eine Siegelnaht 14 miteinander verbunden sind. Diese Siegelnaht ist gewellt
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ausgebildet, so dass die Polsterwirkung verstärkt wird. Auf der Aussenfläche der Materialbahn 6 ist noch mindestens eine weitere Polsterbahn 20 aufgebracht. Diese kann im Bereich der Siegelnaht 14 unterbrochen sein oder aber durch entsprechende Ausbildung der Schweissbacken nicht mit versiegelt sein. Eine derartige Unterbrechung der Siegelnaht ist nicht wesentlich, da kein dichter Abschluss zwischen den einzelnen schlauchförmigen Verpackungsräumen notwendig ist.
Gemäss einer besonders vorteilhaften Ausbildung kann jedoch in die Materialbahn 6 vorzugsweise auf der Aussenseite ein entsprechender Kappsaum 22 eingearbeitet sein, welcher ein weiteres Polstermaterial 26 aufnimmt. Eine derartige Ausbildung ist in Fig. 3 wiedergegeben, welche einen senkrechten Schnitt durch zwei Materialbahnen kurz vor oder nach der Siegelnaht zeigt. Die Materialbahn 6 besitzt also einen nach aussen gerichteten Kappsaum 22, welcher durchgehend in der Ebene der Materialbahn bei 24 verschweisst ist. In dem durch den Saum gebildeten Hohlraum kann ein beliebiges Polstermaterial 26, wie beispielsweise ein gezwirntes Band oder aber Luft oder Wasser, eingelegt sein.
Zum besseren Verschweissen der senkrecht zu der Materialbahn liegenden und die beiden Flaschen trennenden Siegelnaht 14 kann es zweckmässig sein, den Kappsaum 22 auf der einen Bahn versetzt gegenüber dem Kappsaum der andern Bahn vorzusehen, so dass beim späteren Anbringen der Naht 14 noch der mit A bezeichnete Bereich zwischen den beiden Kappsäumen mitversiegelt wird, was die Festigkeit verstärkt und gegebenenfalls die Polsterfläche verdoppelt.
Fig. 2 zeigt noch eine weitere Ausbildung der senkrecht zwischen den Materialbahnen 6 angeordneten Verbindungsnaht 14 in waagrechter Schnittdarstellung. Bei dieser Ausbildung befinden sich zwischen den beiden schlauchförmigen Taschen diesmal zwei Nähte 14', so dass sich zwischen diesen ein Hohlraum ergibt, welcher noch durch zusätzliches Polstermaterial 17 ausgefüllt werden kann.
Die Nähte können, wie bereits erwähnt, entweder durch Schweissen, Klammern, Nähen od. dgl. erzeugt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verpackung für mehrere, nebeneinander befindliche Flaschen, insbesondere Sektflaschen, bestehend aus zwei Materialbahnen aus weichem Werkstoff, die in gleichen Abständen jeweils durch quer zur Längsrichtung der Materialbahnen verlaufende Schweissnähte unter Bildung von schlauchförmigen Abschnitten zur Aufnahme der zu verpackenden Flaschen miteinander verbunden sind, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Schweissnähte (14) durch ihre Breite und/oder Form alsPolsterlemente ausgebildet sind.