<Desc/Clms Page number 1>
Photographische Kamera mit einer von einem Photowiderstand gesteuerten
Einrichtung zur Belichtungszeitbildung auf elektronischer Basis
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
tung vor dem Photowiderstand ermöglicht. Für die Anordnung des Photowiderstandes an einer Kamera ist somit nur insoweit Platzbedarf erforderlich, als er durch die Abmessungen des Photowiderstandes selbst bedingt ist. Damit wieder kann der Photowiderstand freizügig an jeder sich als geeignet erweisenden Stelle der Kamera angeordnet werden. Auch deshalb, weil zum Photowiderstand lediglich elektrische Anschlussdrähte führen, während sonstige Verbindungen, insbesondere mechanischer Art, entfallen.
Die Berücksichtigung der verschiedenen Vonvahlfaktoren für die elektronische Belichtungszeitbildung kann durch Änderungen des Schwellwertes der elektronischen Schaltung, d. h. durch elektrische Änderung des Arbeitspunktes erfolgen, bei welchem die elektronische Schaltung von einem zuvor bestehenden stabilen Zustand in einen andern überwechselt. Die Berücksichtigung der Vorwahlfaktoren für die Anzeige des Drehspulmesswerkes kann indessen in sicherer und unverwickelter Weise dadurch erreicht werden, dass jedem Wert eines Vorwahlfaktors eine bestimmte Relativlage von Messwerk und Anzeigeskala zugeordnet ist.
Um einen möglichst übersichtlichen, unverwickelten sowie raum-und teilesparenden Aufbau sowohl in mechanischer als auch in elektrischer Hinsicht bei einer Kamera mit den vorstehenden Merkmalen zu erreichen, ist ferner vorgesehen, dass mindestens zwei der Vorwahlsteller in an sich bekannter Weise miteinander auf Bewegungsmitnahme verbunden und in verschiedenen, durch Einstellskala und Marke bestimmten Relativlagen kuppelbar sind, und dass die zur Berücksichtigung der Vorwahlfaktoren in der elektronischen Schaltung und in der Messwerkanzeige dienenden Einrichtungen mittels eines der beiden Vorwahlsteller betätigbar sind.
In der nachstehenden Beschreibung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung an Hand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen Fig. 1 die mit einer elektronischen Zeitbildungseinrichtung zusammenarbeitende Verschlussmechanik einer Kamera, Fig. 2 das Schaltschema einer elektronischen Zeitbildungseinrichtung, Fig. 3 in schemahafter Darstellung die zur Berücksichtigung der Vorwahlfaktoren Blende und Filmempfindlichkeit vorgesehene Einstellmechanik in Verbindung mit einem Drehspulmesswerk, welches im Automatikbereich der Kamera die zu erwartende Belichtungszeit voranzeigt, und schliesslich Fig. 4 einen von Hand betätigbaren, mit Festwiderständen der elektronischen Zeitbildungseinrichtung zusammenarbeitenden Belichtungszeitsteller für den Manuellbereich.
In Fig. l bedeutet 1 das Kameragehäuse, in dem ein Auslösestössel 2 entgegen der Wirkung einer Feder 3 verschiebbar geführt ist. Der Stössel 2 arbeitet mit einer Verschlussanordnung zusammen, deren Sektoren 4 mittels eines an einem Ring 5 angreifenden Kurbeltriebes in an sich bekannter Weise hin-und herbewegbar sind. Um den im wesentlichen aus einer federgetriebenen Antriebsscheibe 6 sowie einer am Sektorenring 5 formschlüssig angreifenden Treibklinke 7 bestehenden Kurbeltrieb in Ausgangs- bzw. Gespanntlage zu halten, ist ein ortsfest gelagerter Sperrhebel 8 vorgesehen, der einenends mit einem Vorsprung der Antriebsscheibe 6 und andernends mit einem Hebel 9 zusammenwirkt. Letzterer ist durch den am Auslösestössel 2 angeordneten Mitnehmer 2a betätigbar.
In Ergänzung der vorbeschriebenen mechanischen Verschlussanordnung ist eine der Zeitbildung dienende, elektronische Schalteinrichtung vorgesehen, von der Fig. 2 eine Schaltskizze zeigt. Wesentliche Bestandteile dieser elektronischen Schalteinrichtung sind ausser Transistoren und RC-Gliedern eine Batterie 12, ein durch den Auslösestössel 2 betätigbarer Schalter S, dessen Aufgabe darin besteht, einen mit dem Verschlussantrieb zusammenarbeitenden Elektromagnet M noch vor der mechanischen Auslösung des Verschlusses an Batteriespannung anzulegen. Ein weiterer Schalter S ist dazu vorgesehen, im Arbeitsbereich "AUTO" der Kamera einen Photowiderstand 13 von einem ausschliesslich der Voranzeige des zu erwartenden Zeitwertes dienenden Drehspulmesswerk 14 auf die elektronische Schalteinrichtung umzulegen.
Zweckmässigerweise kann man sich zur Betätigung des Schalters S des Sektorenringes 5 bedienen, wozu dieser einen Stift 5a trägt, der die Kontaktzunge des Schalters Sa in Ausgangslage des Ringes an einem mit dem Drehspulmesswerk 14 elektrisch verbundenen Kontaktstift 15 zur Anlage bringt. Verlässt der Sektorenring 5 die Ausgangslage, läuft die Schaltzunge des Schalters S, dem Stift 5a nachfolgend, an einem weiteren Kontaktstift 16 an, der seinerseits mit der Schalteinrichtung elektrische Verbindung hat.
Diese der Zeitbildung dienende Schalteinrichtung, die nach erfolgter Auslösung des Verschlusses in Funktion tritt und den Ablauf des Verschlussblätterantriebes für die Dauer der Zeitbildung unterbricht, ist als Kippschaltung ausgebildet und hiezu mit den Transistoren T T und Tg, ausserdem mit einem Kondensator C ausgerüstet. Ferner befinden sich im Stromkreis dieser Schaltung die beiden, den Transistoren T, und T2 zugeordneten Kollektorwiderstände 1\ und R sowie ein weiterer, dem Drehspulmesswerk 14 vorgeschalteter regelbarer Eichwiderstand Rg. Weiter schliesst der Stromkreis
<Desc/Clms Page number 3>
der Schaltung noch einen zusätzlichen Schalters S4 ein, den man als Ladestartschalter bezeichnen kann.
Dieser Schalter ist mit Bezug auf einen am Sektorenring 5 befestigten Stift 5b derart angeordnet, dass die Schaltzunge in Ausgangslage des Ringes am Kontaktstift 18 in Anlage gehalten wird und mit dem Anlaufen des Ringes 5 auf den Kontaktstift 19 auftrifft. Durch diesen Schaltvorgang des Schalters S., der zugleich die Funktion eines Parallelkontaktes zum Schalter S ausübt, wird bei Kontaktgabe die Aufladung des Kondensators C eingeleitet. Im Verhältnis zum Schalter Sg ist die Ausbildung des Schalters S4 so getroffen, dass letzterer stets dann erst Kontakt gibt, wenn S, diesen bereits hergestellt hat.
Erreicht wird dies auf einfache Weise dadurch, dass die Schaltzunge von 5a eine kleinere Wegstrecke bis zur Anlage am Kontaktstift 16 zurücklegen muss als die Schaltzunge des Schalters S4 bis zur Anlage am Kontaktstift 19. Allgemein gesehen ist der Funktionsablauf so, dass beim Anlegen der Betriebsspannung der Batterie 12 an die Schaltung mittels des Schalters S-zu- nächst der Transistor Tg durchgesteuert und damit der Elektromagnet M unter Strom gesetzt wird. Die Transistoren Tl und Ta sind hiebei gesperrt.
Sobald aber nach einer bestimmten, vom Ohm-Wert des im Schaltkreis befindlichen Widerstandes - im Arbeitsbereich "AUTO" wäre dies der Photowiderstand 13 - abhängigen Ladezeit des Kondensators C der Schwellwert der Schaltung erreicht ist, werden die Transistoren Tl und Ta durchgesteuert, während der Transistor Ta schlagartig stromlos wird, was einen augenblicklichen Zusammenbruch des Magnetfeldes im Elektromagnet M zur Fol-
EMI3.1
der Offen- wieder in die Schliessstellung zurückschwingen können.
Als Sperrmechanismus kann bei der vorbeschriebenen Verschlussanordnung ein auf einem ortsfesten Stift 20 gelagerter Ankerhebel 21 dienen, welcher einenends eine abgefederte Lasche 22 und andernends einen dem Elektromagnet M zugeordneten Anker 23 trägt. Der Ankerhebel 21 arbeitet mit einem abgewinkelten Fanghebel 24 zusammen, dessen einer Hebelarm in den Bewegung bereich eines an der Antriebsscheibe 6 angeordneten Anschlaglappens 6a bewegbar und mittels des Ankerhebels in dieser Stellung (Fig. l) haltbar ist. Bereits beim Überführen der Antriebsscheibe 6 in Gespanntlage, wie diese in Fig. 1 veranschaulicht ist, wird der Anker 23 durch das Zusammenwirken von Antriebsscheibe 6 und Ankerhebel 21 entgegen der Wirkung einer Rückstellfeder 25 zwangs- läufig am Elektromagnet M angedrückt.
Diese Lage behält der Ankerhebel 21 unter dem Einfluss
EMI3.2
Funktionsablauf der elektronischen Zeitbildungseinrichtung im Elektromagnetten, auf den Anker 23 einwirkenden Magnetfeldes bei, womit erreicht ist, dass die Antriebsscheibe während ihrer Ablaufbewegung in der der Offenstellung der Verschlussblätter 4 entsprechenden Umkehrphase, u. zw. durch das Auftreffendes Lappens 6a am Fanghebel 24 abgefangen und blockiert wird. Sobald jedoch der Elektromagnet M, wie vorstehend bereits ausgeführt, stromlos geworden ist, zieht die Feder 25 den Ankerhebel 21 im Gegenuhrzeigersinn zurück, wodurch der Fanghebel 24 seine Abstützung am Ankerhebel verliert. Dies wieder hat zur Folge, dass die Antriebsscheibe 6 den Hebel 24 ebenfalls im Gegenuhrzeigersinn drehen und demzufolge die Ablaufbewegung fortsetzen, d. h. den Verschluss wieder schliessen kann.
Um mit der vorbeschriebenen elektronisch gesteuerten Verschlussanordnung nicht nur Aufnahmen mit beleuchtungsabhängiger Zeitbildung durchführen zu können, sind ausser dem Photowiderstand 13 im Stromkreis der elektronischen Schalteinrichtung mehrere Festwiderstände 27 vorgesehen und diesen eine elektrisch gut leitende Schleifbahn 28 zugeordnet. Mittels dieser Schleifbahn sowie einem auf dieser gleitend geführten Schleifkontakt 29, der jeweils einen der Widerstände 27 mit der Schleifbahn elektrisch verbindet und der an einem von Hand betätigbaren Zeitsteller 30 befestigt ist, kann der Photowiderstand 13 aus dem Stromkreis der elektronischen Schaltung herausgenommen und an dessen Stelle einer der vorerwähnten Widerstände 27 eingelegt werden.
Der Zeitsteller 30 ist gegenüber einer ortsfesten Marke 31 einstellbar und trägt ausser d er Bezeichnung" AUTO" eine aus mehreren Belichtungszeitwerten bestehende Zeitskala 32, die üblich abgestufte Belichtungszeitwerte in der Grössenordnung von beispielsweise 1/500 bis 1 sec einschliesst. Jedem dieser Zeitwerte ist hiebei einer der im Arbeitsbereich "MAN" wirksam werdenden Festwiderstände 27 zugeordnet.
Wie aus Fig. 3 ersichtlich, ist das Drehspulmesswerk 14 in an sich bekannter Weise mit einem Zeiger 14a versehen, der gegenüber einer die Belichtungszeitwerte 1/500 bis..... 1 sec einschlie- ssendenBelichtungszeitskala 33 spielt. Diese Skala ist dazu vorgesehen, dem Photographierenden bei Durchführung von Aufnahmen im Arbeitsbereich"AUTO"anzuzeigen, welcher Zeitwert sich beim Funktionsablauf der elektronischen Schaltung einstellen wird. Zusätzlich zu den Zahlenwerten könnte auch noch eine Farbskala Anwendung finden, die aus einem sich über die Zeitwerte 1/500 - 1/30 sec er-
<Desc/Clms Page number 4>
streckendenGrünfeld 34 und einem weiteren, sich diesem anschliessenden, die Zeitwerte "1/15" bis "1" sec umfassenden Rotfeld 35 gebildet wird.
An Hand dieser Farbskala 34,35 und der Stellung des Zeigers 14a vermag der Photographierende bereits vor Durchführung der Aufnahme zu erkennen, ob die bei der Verschlussfunktion sich auf Grund der Beleuchtungsverhältnisse einstellende Belichtungszeit noch verwacklungsfreie Aufnahmen aus der Hand gewährleistet oder nicht. Ersteres ist der Fall, wenn der Zeiger 14a im Bereich des grünen Skalenfeldes 34 liegt, während brauchbare Aufnahmen aus der Hand nicht mehr zu erwarten sind, wenn der Zeiger in den Bereich des roten Skalenfeldes 35 einschwenkt.
Mit dem Zeitsteller 30 ist ein Schalter S5 gekuppelt, u. zw. derart, dass dieser in der Stellung "AUTO" geschlossen und damit die Verbindung zum Drehspulmesswerk 14 hergestellt ist. Demgegenüber ist der Schalter S5 im Einstellbereich "MAN" geöffnet. In der Schaltskizze gemäss Fig. 2 sind die beiden Schalterstellungen mit je einer ausgezogenen und einer gestrichelten Linie angedeutet.
Wird in einer der Einstellagen des Bereiches"MAN" des Zeitstellers 30 eine Kontrolle der Batteriespannung vorgenommen, so überbrückt ein weiterer Schalter S6 den bei "MAN" geöffneten Schalter Se, wodurch die Messwerkanzeige auch in diesem Einstellbereich der Kamera gewährleistet ist.
Was den Schalter S6 im speziellen anbetrifft, so ist dieser mit dem der Prüfung der Batteriespannung dienenden Schalter Sl in der Weise gekuppelt, dass sich beide Schalter stets gleichsinnig bewegen, d. h. beide Schalter geschlossen oder geöffnet werden. Hiebei ist die Zuleitung zum Drehspulmesswerk 14 mittels des Schalters S5 unterbrochen, um zu verhindern, dass beim Ablesen der Belichtungszeitanzeige Missverständnisse auftreten. Im Einstellbereich "MAN" ist nämlich ausschliesslich die dem Zeitsteller 30 zugeordnete Zeitskala 32 massgebend, während die Zeitskala 33 des Drehspulmesswerkes 14 Bedeutung nur für den Arbeitsbereich "AUTO" der Kamera hat.
Wie insbesondere aus Fig. 3 ersichtlich, sind zur Berücksichtigung der für die Belichtungszeit massgeblichen Faktoren wie Blende und Filmempfindlichkeit je ein Steller 37 und 38 vorgesehen. Der Steller 37 für die Blende ist hiezu mit einer Steuerkurve 37 a, ferner mit einer Blendenskala 39 versehen, der eine ortsfeste Marke 40 zugeordnet ist. Mit der Steuerkurve 37a des Stellers 37 arbeitet eine Einrichtung zusammen, die die Einstellbewegungen auf den im wesentlichen aus ortsfest gelagerten Blendenlamellen 41 und einem Betätigungsorgan 42 bestehenden Blendenmechanismus überträgt.
Zweckmässigerweise kann zur Übertragung der Einstellbewegungen des Stellers 37 auf die Blendenmechanik 41,42 ein zweiarmiger, ortsfest gelagerter Hebel 43 Anwendung finden, dessen einer Hebelarm mittels eines Stiftes 43a die Steuerkurve 37a abtastet und dessen anderer Hebelarm auf einen am Betätigungsorgan 42 angeordneten Mitnehmerstift 42a einwirkt. Letzterer wird durch eine Feder 44 am Hebel 43 in kraftschlüssiger Anlage gehalten.
Ausser der vorerwähnten Blendenskala 39 weist der Steller 37 noch einen Einstellbereich "AUTO" auf, der gegenüber einer ortsfesten Marke 45 einstellbar ist. Die Grenzen dieses Bereiches sind durch einen einfach bzw. mehrfach gefiederten Pfeil gekennzeichnet, wobei die Mehrfachfiederung, wie nachstehend noch näher erläutert, mit einer kurzen bzw. kürzesten Belichtungszeit gleichbedeutend ist, während das einfach gefiederte Ende eine lange Belichtungszeit bedeutet.
Mit dem Steller 37 ist der vorerwähnte weitere Steller 38 für Filmempfindlichkeit in verschiedenen Relativlagen kuppelbar. Zu diesem Zweck kann der Steller 38 mit mehreren, den einzelnen Filmempfindlichkeitswerten einer Skala 46 zugeordneten Kuppelstellen ausgerüstet sein, wobei die Kupplung der beiden Steller 37 und 38 in an sich bekannter Weise mittels Kupplungsstiften od. dgl. in der jeweiligen, dem Filmempfindlichkeitswert entsprechenden Relativlage vorgenommen werden kann.
Der Steller 38 trägt ferner eine Kontaktfeder 47. Diese wieder arbeitet mit zweckmässig auf einer Leiterplatte angeordneten Kontakten 48 zusammen, die so ausgebildet und einander zugeordnet sind, dass wenigstens einer von der Kontaktfeder abgegriffen wird. Jeder einzelne der Kontakte 48 steht mit einem, in der Schaltskizze mit 49 bezeichneten Festwiderstand in elektrischer Verbindung.
Dabei ist zu beachten, dass die einzelnen Widerstände, die Emitter-Widerstände darstellen, hinsichtlich ihres Ohm-Wertes gegeneinander abgestuft sind. Ausser den vorerwähnten Festwiderständen 49, von denen im"AUTO"-Bereich der Kamera immer nur ein einziger, u. zw. derjenige zugeschaltet ist, der dem abgetasteten Kontakt 48 zugeordnet ist, befindet sich im Stromkreis des elektronischen Schaltung noch ein weiterer, jedoch im gesamten Einstellbereich "MAN" des Zeitstellers 30 wirksam werdender Fest- bzw. Emitter-Widerstand 50. Mittels des Zeitstellers 30 ist ein Schalter S7 betätigbar, mit dem in Stellung"AUTO"eine elektrische Verbindung zu den Fest-bzw. Emitter-Widerständen 49 und im Einstellbereich "MAN" eine Verbindung zum Fest- bzw. Emitter-Widerstand 50
<Desc/Clms Page number 5>
herstellbar ist.
Damitwiederwird dieZuschaltung eines der Widerstände 49 bzw. des Widerstandes 50 an die Transistoren T, und T2 bewirkt. In Abhängigkeit von vorgewählten Werten für Blende und Filmempfindlichkeit sind dadurch verschiedene Schwellwerte und damit wieder verschiedene, der Einstellage der Steller 37 und 38 entsprechende Belichtungszeiten in der elektronischen Schaltung erzielbar.
Zwischen dem Steller 38 und dem Drehspulmesswerk 14 ist eine in Fig. 3 nur symbolisch angedeutete getriebliche Verbindung 51 vorgesehen, die beispielsweise als Zahnradgetriebe ausgebildet sein kann, wozu am Steller 38 eine Verzahnung 38a und am Rahmen des Drehspulmesswerkes 14 ein Zahnsegment 14b vorgesehen ist. Alle Bewegungsvorgänge der beiden Steller 37 und 38 werden infolgedessen über die getriebliche Verbindung 51 dem Drehspulmesswerk 14 zwangsläufig mitgeteilt, was wieder eine Änderung der Grundeinstellung des Gerätes zur Folge hat.
Die Stellung des Zeigers 14a des Drehspulmesswerkes 14 ist im Automatikbereich der Kamera somit nicht nur abhängig von den über den Photowiderstand 13 berücksichtigten Beleuchtungsverhältnissen, sondern darüber hinaus von der relativen Einstellage der beiden Steller 37 und 38 zueinander, ausserdem von der relativen Einstellage des Stellers 37 gegenüber der im Bereich"AUTO"als Bezugsbasis gel-
EMI5.1
kennbar, welcher Belichtungszeitwert bei der Vorwahl "kurze" bis "lange" Zeit an Hand der Pfeile zur Einstellung gekommen ist bzw. beim nachfolgenden Funktionsablauf der elektronischen Schaltung gebildet werden wird. Aufschluss hierüber vermittelt vielmehr die Zeigerstellung des Drehspulmesswerkes 14 gegenüber der diesem zugeordneten Belichtungszeitskala 33.
Funktionstechnisch gesehen ist der Steller 37 an sich ein Blendensteller, da durch dessen Betätigung ein bestimmter Öffnungswert der Objektivblende 41, 42 eingestellt wird. Darüber hinaus ist aber mit diesem Steller, u. zw. vermittels der am Steller 38 angeordneten Kontaktfeder 47 eine Einrichtung betätigbar, die Einfluss auf die Zeitbildung der elektronischen Schaltung ausübt. Den Steller 37 kann man somit auch als Zeitvorwahlsteller bezeichnen. Auf Grund der Berücksichtigung der Blendeneinstellung bei der Zeitbildung ist erreicht, dass für den Benutzer der Kamera diese nach dem Prinzip der Zeitvorwahl arbeitet, wie dies bei automatischen Kameras mit Zeitvorwahl und Blendenautomatik der Fall ist, während funktionstechnisch gesehen eine Blendenvorwahl mit Zeitautomatik vorliegt.
Zum Zwecke der Bedienungsvereinfachung der Kamera könnte die dem Drehspulmesswerk 14 zugeordnete Anzeigeskala 33 entweder im Leuchtrahmensucher der Kamera angebracht oder aber die Skala eben- so wie der Messwerkzeiger 14 in den Bereich des Leuchtrahmensuchers sichtbar eingespiegelt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Photographische Kamera mit einer von einem Photowiderstand gesteuerten Einrichtung zur Belichtungszeitbildung auf elektronischer Basis, bei welcher der Photowiderstand entweder an die elektronische Schaltung oder zusammen mit einer Batterie an ein Drehspulmesswerk anschliessbar ist, dessen Zeiger mit einer Belichtungszeitwerte angebenden Anzeigeskala zusammenarbeitet, dadurch gekennzeichnet, dass mit den Einstellen sämtlicher für die Belichtungszeit massgebender Vorwahlfaktoren, insbesondere Blende und Filmempfindlichkeit, Einrichtungen gekuppelt sind, die zur Ausübung eines Einflusses auf den Schwellwert der elektronischen Schaltung und zur Ausübung einer Änderung auf die Relativlage von Drehspulmesswerk (14) und Anzeigeskala (33 bzw. 34,35) ausgebildet sind.