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Garten-Handschere
Die Erfindung bezieht sich auf eine Gartenhandschere, insbesondere zum Grasschneiden, bestehend aus einem feststehenden Messer, einem beweglichen Messer, das an dem ersteren angelenkt ist, einem feststehenden Griff und einem beweglichen Griffhebel, der mit dem feststehenden Griff gelenkig ver- bunden ist, wobei das bewegliche Messer mit dem beweglichen Griffhebel über eine Zugstange ver- bunden ist.
Bei derartigen Scheren sind, ebenso wie bei andern bekannten Ausführungen mit zwei beweglichen
Messern, die Messer derart angeordnet, dass die von ihnen gebildete Schnittebene bei normaler Anord- nung horizontal zur Schneidfläche liegt. Unter "normaler Anordnung" wird dabei diejenige Stellung verstanden, die der durch die Griffhebelausbildung festgelegten bequemsten Handstellung entspricht.
Aus diesem Grunde ist es verhältnismässig schwierig, mit den herkömmlichen Handscheren Gras od. dgl. in einer von der Horizontalebene abweichenden Ebene zu beschneiden, weil dann die Schere in einer unbequemen Handstellung betätigt werden muss.
Es sind auch schon Grasscheren bekanntgeworden, bei denen die Zugstange zwischen beweglichem
Griffhebel und beweglichem Messer seitlich des feststehenden Messers vorbeigeführt ist. Hiebei ist der feste Handgriff mit dem festen Messer einstückig ausgebildet und eine Schwenkbewegung der Messerebene gegenüber der Griffebene ist nicht möglich. Bei einer ähnlichen bekannten Scherenanordnung mit einstückig ausgebildetem festem Griff und festem Messer ist das Zugglied als Lasche ausgebildet, die seitlich am feststehenden Messer vorbeiläuft.
Ziel der Erfindung ist es, diese Übelstände zu vermeiden und eine Garten-Handschere zu schaffen, mit welcher mit bequemer Handstellung auch eine Beschneidung in von der Horizontalebene abweichenden Winkeln, z. B. für das Schneiden an Mauern, Rasenkanten u. dgl. durchgeführt werden kann.
Die Erfindung ist nun im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass ein Drehgelenk zwischen dem feststehenden Messer und dem feststehenden Griff vorgesehen ist, dessen Achse im wesentlichen parallel zu der durch die Messer bestimmten Schnittebene in Richtung des feststehenden Messers verläuft und dass die Zugstange durch eine axiale Öffnung des Drehgelenkes axial beweglich durchsteht.
Durch diese Anordnung wird es möglich, die Messer-Schnittebene gegenüber den die Handstellung bestimmenden Griffteilen in beliebigen Winkeln zu verstellen und dem jeweiligen Verwendungszweck in optimaler Weise anzupassen. Hiebei können die Messer z. B. auch um 1800 verdreht werden, um eine Anpassung für einen Linkshänder zu gewährleisten, wenn dieser an einer Mauer entlang schneidet.
Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, eine fahrbare Garten-Stielschere, insbesondere zum Beschneiden von Rasenkanten, mit einem feststehenden und einem gegenüber diesem beweglichen Schneidmesser zu schaffen, deren Schneidebene horizontal und vertikal einstellbar ist.
Derartige Gartenscheren können in erster Linie dort eingesetzt werden, wo Rasenmäher nicht arbeiten
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können, d. h. insbesondere an Gartenmauern und Rasenkanten.
Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, eine fahrbare Garten-Stielschere zu schaffen, bei dei das untere auf einem Fahrgestell ruhende Stielende seitlich am Fahrgestell die Schneidmesser über ein Drehgelenk trägt, dessen Drehachse die Achse des Fahrgestells im wesentlichen senkrecht kreuzt.
Durch die seitliche und schwenkbare Anordnung der Schneidmesser wird es möglich, auch am Rande von Mauern oder sonstigen Hindernissen oder sogar an den Mauern selbst Gras od. dgl. zu schneiden.
Zweckmässigerweise sind die Schneidmesser mittels des Drehgelenks von der horizontalen Schneidstellung aus nach beiden Seiten um wenigstens 900 schwenkbar. Hiedurch wird es möglich, wahlweise das feste Schneidmesser, dessen Schneidkante im Betrieb im wesentlichen parallel zur Auflagefläche des Fahrgestells verläuft, mit seiner Schneide nach oben oder nach unten gerichtet zu verwenden, so dass ein Schnitt in verschiedenen Höhenlagen bei vertikaler Anordnung der Schneidebene möglich wird.
Die Betätigung des beweglichen Messers erfolgt über ein Bewegungsübertragungsgestänge von einem am oberen Stielende angeordneten Griffhebel aus, wobei zweckmässig eine Zugstange durch eine axiale Öffnung des Drehgelenks geführt ist. Dadurch kann, falls erforderlich, der Schwenkwinkel noch beliebig weiter vergrössert werden, z. B. von der horizontalen Stellung aus nach beiden Seiten um zirka 1800. Dadurch wird es moglich, die Schneidebene der Messer in beliebigen Winkeln schräg anzustellen.
Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, die Garten-Stielschere so auszubilden, dass insbesondere beim Beschneiden erhöhter Rasenkanten eine Schrägstellung und damit eine unzuverlässige Führung vermieden und eine horizontale Führung gewährleistet wird.
Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, das Fahrgestell mit einer drehbaren Walze auszustatten. Diese Walze gewährleistet eine horizontale Führung der Schere auch dann, wenn die eine Stirnseite der Walze über den erhöhten Rasenrand vorsteht, weil durch die breite Auflagefläche der Walze auf dem festen Rasenstück ein seitliches Abkippen sicher verhindert wird.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen an Hand der Zeichnungen. In den Zeichnungen zeigen : Fig. l eine Seitenansicht
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und 2 dargestellten Handschere in Seitenansicht, Fig. 6 eine Draufsicht der in Fig. 5 dargestellten Schere, Fig. 7 als Einzelheit den Lagerzapfen der Messer, der Schere gemäss Fig. 5 und 6 teilweise geschnitten und Fig. 8 einen Schnitt VIII-VIII nach Fig. 6 in grösserem Massstab.
In Fig. l und 2 sind mit römischen Ziffern verschiedene, zum Teil strichpunktiert dargestellte Arbeitsstellungen der Schere veranschaulicht. In der Betriebsstellung I sind die Griffteile zusammengedruckt und demgemäss die Messer geschlossen, wie dies nach Beendigung eines Schnittes der Fall ist.
Die Betriebsstellung II kennzeichnet die durch eine Feder bewirkte Öffnungsstellung der Schere vor Beginn jedes Schnittvorganges.
Die Bestriebsstellung III, die in Fig. 1 strichpunktiert angedeutet ist, kennzeichnet eine Stellung, bei der die Messer mit ihrer Schnittebene gegenüber der bei den herkömmlichen Scheren vorgesehenen Schnittebene um 900 verdreht sind.
An dem der Spitze gegenüberliegenden Ende des feststehenden Messers 1 ist mittels zweier Schrauben l'ein aus Stahlblech bestehender Winkel befestigt, dessen senkrecht von dem feststehenden Messer 1 abstehender Schenkel 2 eine mit Aussengewinde versehene Buchse 2'aufweist. Über diese Buchse 2'ist ein entsprechend gestalteter Lagerringabschnitt 3'des feststehenden Griffteiles 3 geschoben, derart, dass die Teile 2 und 3'gegeneinander um die Achse der Buchse 2' um beliebige Winkel verdreht werden können. Auf die Buchse 2'sind Kontermuttern 4 aufgeschraubt, die den Messerteil gegenüber dem Griffteil gegeneinander drehbar verspannen. Durch die Buchse 2'ist eine Zugstange 5 geführt, deren vordere Abkröpfung 5'mit einem Abschnitt kleineren Durchmessers in eine Ausnehmung 6'des beweglichen Messers 6 eingreift und z.
B. durch Vernietung in der Ausnehmung 6'gehalten wird, jedoch in dieser drehbar ist.
Das hintere Ende der Zugstange 5 ist mittels einer Schraubbefestigung 5" mit dem Lastarm 7' des beweglichen Griffhebels 7 verbunden, der über die Schwenkachse 7" an dem feststehenden Griff 3 angelenkt ist. Die Verbindung ist dabei so gewählt, dass sich die Zugstange 5 gegenüber dem Lasthebelende 7'des Griffhebels 7 axial nur insoweit bewegen kann, als es das durch die Schwenkbewegung erfolgende Abrollen erfordert, wobei jedoch gewährleistet ist, dass sich die Zugstange 5 gegenüber dem Griffhebel 7 drehen kann, damit die Zugstange bei Verschwenkung der Messer gegenüber dem Griff dieser Bewegung folgen kann.
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Die Messer 1 und 6 sind mittels eines Schwenkbolzens 9 verbunden, auf den in an sich be- kannter Weise eine Druckschraubenfeder 8 aufgezogen ist, die sich einerseits auf einer auf dem be- weglichen Messer 6 liegenden Scheibe und anderseits an einer Mutter 10 abstützt. Das Eingriffs- loch 6'für die Zugstange ist gegenüber dem Schwenkzapfen 9 in geeigneter Weise seitlich ver- setzt, um das erforderliche Drehmoment auf das bewegliche Messer 6 ausüben zu können.
Zwischen dem feststehenden Griff 3 und dem gegenüber diesem schwenkbaren Griffhebel 7 ist eine Druckschraubenfeder 13 angeordnet, die sich innenseitig an den Griffprofilen abstützt und diese und somit die Messer zu spreizen trachtet. In an sich bekannter Weise ist ein Fallverschluss 12 zwi- schen dem festen und dem beweglichen Griffteil vorgesehen, durch welchen die Schere in Schliessstel- lung verriegelt werden kann.
Die Fig. 3 und 4 zeigen die im Grundprinzip der Schere nach den Fig. 1 und 2 entsprechende Schere in Verbindung mit einem Fahrgestell als Garten-Stielschere.
Die Schere besteht wie gemäss den Fig. 1 und 2 aus einem feststehenden Messer 1 und einem ge- genüber diesem beweglichen Messer 6. Das feste Messer 1 ist mit einem Winkelstück 2 und über ein Drehgelenk an dem einen Arm einer Winkellasche 14 montiert, die von dem einen Arm 15 einer Gabel 16 gehaltert wird, die eine aus Kunststoff bestehende Walze 17 drehbar lagert. Die
Gabel 16 istamunterenEndeeinesStielrohres 18 befestigt, dessen oberes Ende einGrifflager 19 mit einem festen Griff 20 trägt, in welchem derbewegliche Griffhebel 21 um die Achse 22 schwenkbar angelenkt ist. Der bewegliche Griffhebel 21 wird durch eine Feder 23 in die Öffnungsstellung gedrückt.
Die Schere 1,6 ist mittels des Drehgelenkes, dessen Achse die Lagerachse der Walze 17 senkrecht kreuzt, aus der in den Fig. 3 und 4 dargestellten Stellung mit horizontaler Schneidebene in beiden Richtungen wenigstens um 90 schwenkbar. Das Drehgelenk weist eine durch Löcher von Winkelstück 2 und Winkellasche 14 geführte Hülse 35 auf, deren verbreiterter Kopf 36 sich am vertikalen Schenkel des Winkelstückes 2 abstützt. Das andere Ende der Hülse ist nach aussen über zwei Tellerfedern 37 aufgeweitet, wodurch ein Reibungsschluss zwischen den relativ zueinander drehbaren Teilen 2 und 14 erzielt wird.
Der vertikale Schenkel des Winkelstückes 2, dessen horizontaler Schenkel mit dem feststehenden Messer 1 durch Schrauben 38 verbunden ist, besitzt eine obere halbkreisförmige Begrenzung, deren Krümmungsmittelpunkt mit der Drehachse des Drehgelenkes zusammenfällt. Dieser kreisbogenförmige Rand ist mit Rastkerben 39 ausgestattet, in die das Ende 40 einer Drahtfeder einrasten kann, die durch eine Bohrung der Winkellasche 14 geführt und an der den Messern abgewendeten Seite um einen in der Winkellasche verankerten Nietstift 41 geschlungen und mit ihrem Ende in einem Loch 42 der Winkellasche festgelegt ist. Die Rastkerben 39 können in gleichen Winkelabständen über die Kreisbogenfläche des Winkelstückes verteilt sein.
Die Betätigung des beweglichen Schneidmessers 6 erfolgt in jeder Schwenkstellung der Schere über ein Bewegungsübertragungsgestänge vom beweglichen Griffstück 21 am oberen Stielende aus.
Das Bewegungsübertragungsgestänge besteht aus einer Zugstange 24, deren abgekröpftes Vorderende 25 in ein Loch des beweglichen Schneidmessers 6 eingreift, das seitlich der Schwenkachse der Messer liegt. Die Zugstange 24 ist durch die Hülse 35 des Drehgelenkes geführt und in einem Lagerbock 36 derart verankert, dass sie gegenüber diesem Lagerbock axial festgelegt ist, sich in diesem jedoch drehen kann. Der Lagerbock 26 ist seinerseits am freien Ende eines Kurbelarmes schwenkbar befestigt. Der Kurbelarm 27 wird von einer in der Gabel 16 etwa parallel zur Walzenachse gelagerten Welle 28 getragen. An dieser Welle 28 ist etwa in der Mitte der Gabel ein weiterer U-förmig ausgebildeter Gabelarm 29 befestigt, dessen freie Enden einen Stift 30 haltern, an welchem eine durch das Stielrohr 18 geführte Zugstange 31 mittels eines Auges 32 angelenkt ist.
Das obere Ende der Zugstange 31 ist mit einem Auge 33 an einem Stift 34 angelenkt, der in dem schalenartigen beweglichen Griffteil 21 eingesetzt ist.
Wenn der bewegliche Griffteil 21 auf den festen Griffteil 20 zu bewegt und demgemäss um die Achse 22 geschwenkt wird, dreht die Zugstange 31 den Kurbelarm 29 und somit die Welle 28 gemäss Fig. 3 im Uhrzeigersinn. Dieser Bewegung folgt der Kurbelarm 27, der seinerseits eine Verschiebung der Zugstange 24 gemäss den Fig. 3 und 4 nach links und damit ein Schliessen der Schere 1, 6 unabhängig vom Anstellwinkel der Schneidebene bewirkt.
Gemäss dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 5-8 ist im feststehenden Griffteil 106 der be- wegliche Griffteil 105 mittels eines beiderseits im Griffteil 106 vernieteten Bolzens 107 schwenkbar gelagert. Im beweglichen Griffteil 105 ist in beiderseitige Löcher ein Zugbolzen 101 eingelegt,
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der eine mittlere Gewindebohrung aufweist. In diese Gewindebohrung ist das mit entsprechendem Gewinde versehene Ende einer Zugstange 112 eingeschraubt, die an ihrem andern, winkelförmig abgebogenen Ende in eine entsprechende Öffnung des beweglichen Messers 119 eingreift. Um den Zapfen 107 ist eine Torsionsfeder 108 gewickelt, welche mit einem Ende gegen den Griffteil 105 andrückt und mit ihrem andern Ende gegen einen das feste Messer 112 tragenden Drehwinkel 111 anliegt.
Die beiden Griffteile werden durch diese Feder voneinander weggespreizt, d. h. in eine Lage, in welcher die Schere geöffnet ist. Die Bewegung wird begrenzt durch ein im festen Messer vorgesehenes Langloch, in welchem sich das Ende der Zugstange 112 bewegt.
Beide Griffteile sind aus einem Kunststoff von ausreichender Festigkeit in einer Form hergestellt.
Die Verwendung von Kunststoff für die Herstellung der Griffteile hat verschiedene Vorteile : Gegenüber den bisher gebräuchlichen Metallgriffen hat Kunststoff die angenehme Eigenschaft, dass er der angreifenden Hand ein wärmeres Gefühl vermittelt. Ausserdem ist Kunststoff korrosionsbeständig und er bedarf, im Gegensatz zu Metall, keiner zusätzlichen Oberflächenbehandlung. Weiterhin liegt ein Vorteil darin, dass Kunststoff sehr gute Lagereigenschaften hat, was sich besonders bei der Lagerung am Zapfen 107 und am Zugbolzen 101 günstig auswirkt. Schliesslich können die Griffteile ohne zusätzliche Bearbeitung eine der Hand gut angepasste Form erhalten, insbesondere an der Unterseite des beweglichen Griffteiles ein gewelltes Profil, welches die Griffigkeit bei der Bedienung der Schere verbessert.
Der Drehpunkt der Messer 119, 120 wird gebildet durch den am festen Messer vernieteten Lagerzapfen 117, an welchem das bewegliche Messer 119 mittels einer auf diesem angenieteten Lagerbüchse 116 geführt ist. Am Ende des Lagerzapfens 117 ist ein Gewinde vorgesehen, auf welches unter Zwischenlage einer Druckfeder 113 eine Hutmutter 114 aufgeschraubt ist. Um zu vermeiden, dass das bewegliche Messer beim Schneiden stärkeren Schneidgutes abkippen kann bzw. auszuweichen versucht, ist einerseits der Lagerzapfen 117 verhältnismässig lang und es ist ausserdem vorgesehen, dass die Lagerbüchse 116 an ihrem oberen Ende eine Lageröffnung mit so kleinem Durchmesser aufweist, dass an dieser Stelle die Büchse und damit das bewegliche Messer auf dem Lagerzapfen spielfrei geführt wird.
Um zu erreichen, dass die Messer einer Schere beim Schneid- und Schliessvorgang in der erforderlichen Weise geführt werden, muss ein Widerlager hinter dem Drehpunkt der Messer vorgesehen sein, welches bei den gebräuchlichen Scheren dadurch gebildet wird, dass an einem Messer eine Kufe herausgedrückt ist, die auf dem andern Messerteil gleitet. Diese Kufe erzeugt jedoch häufig im andern Messerteil Riefen und sie hat weiterhin den Nachteil, dass die durch sie hervorgerufene Reibung nicht gleichmässig ist. Dies ist bei der vorliegenden Bauart dadurch vermieden, dass in einem Messer, bei der dargestellten Ausführung im beweglichen Messer 119 Löcher vorgesehen sind, in welche in Nietform ausgebildete Pfropfen 102 eingesteckt sind, die mit ihrem Kopf auf dem andern Messerteil gleiten.
Im vorliegenden Falle sind zwei solche Pfropfen, die aus einem verschleissfesten Kunststoff bestehen, vorgesehen und an der hinteren Rundung des beweglichen Messers auf gleichem Radius, jedoch mit einem gewissen Winkelabstand angeordnet. Diese Propfen erzeugen eine geringe und gleichmässige Reibung, ohne dass eine Riefenbildung eintritt. Als weiterer Vorteil kommt hinzu, dass bei Verwendung von Kunststoffpropfen keine Korrosion auftritt und an dieser Stelle eine Schmierung der Schere nicht erforderlich ist. Die Messer sind am festen Griff derart drehbar angebracht, dass, bei gleichbleibender Lage der Griffteile, die Schneidebene auch vertikal oder in einem beliebig geneigten Winkel eingestellt werden kann.
Zu diesem Zweck ist der bereits erwähnte Drehwinkel 111, an welchem das feststehende Messer 120 mittels Schrauben 118 befestigt ist, an der Stirnseite des feststehenden Griffteiles 106 mittels einer Führungsbüchse 110 angebracht, welche durch eine stimseitige Öffnung des Griffteiles 106 hindurchsteht und am inneren Rande unter Zwischenlage von Tellerscheiben 109 nach aussen umgebördelt ist. Auf diese Weise ergibt sich ein Drehgelenk mit einer mittleren Durchgangsöffnung, durch welche die bereits erwähnte Zugstange 112 hindurchgeführt ist. Der Drehwinkel 111 ist am hochstehenden, am Griffteil 106 anliegenden Schenkel kreisförmig ausgebildet und am Umfang mit mehreren Rastkerben versehen, in welche das freie Ende der Feder 108 eingreift, so dass das Drehgelenk in der jeweils eingestellten Winkellage einrastet.
Wie ersichtlich, können die Messer aus der in den Fig. 5 und 6 gezeigten Lage beiderseits um 90 gedreht werden, wobei Zwischenstellungen vorgesehen sein können. Die Rastvorrichtung könnte jedoch selbstverständlich auch in anderer Weise ausgebildet werden, u. zw. so, dass eine Verdrehbarkeit um beiderseits 1800 möglich ist. An Stelle einer Rastvorrichtung könnte zur Festlegung der jeweiligen Einstellung auch eine von Hand zu bedienende Klemmschraube vorgesehen sein.
UnterdieTellerfedern 109 ist ausserdem ein winkelförmig gebogenes Zuhaltungsblech 104 ein-
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gelegt, das zweckmässig aus Federbandstahl hergestellt ist und dessen freier Schenkel, wie aus Fig. 5 ersichtlich, die Unterseite des Handgriffes 106 abdeckt. Der freie Schenkel der Zuhaltungsfeder 104 weist eine nach innen abgebogene Zunge auf, welche dazu dienen kann, um die Schere in geschlossener Stellung, d. h. bei hochgedrücktem Griffteil 105 zu arretieren. Die Anordnung ist zu diesem Zweck so getroffen, dass der freie Schenkel der Zuhaltungsfeder 104 durch Fingerdruck nach innen eingedrückt werden kann, wobei sich seine einspringende Zunge bei angehobenem Griffteil 105 vor die freie Unterkante dieses Griffteiles legt und dadurch den Griffteil 105 in der angehobenen Stellung festhält.
Um die Schere in Benutzung zu nehmen, braucht nur der Griffteil 105 ein kleines Stück angehoben zu werden, worauf der freie Schenkel der Feder 104 durch eigene Federkraft in seine Ruhelage nach Fig. 5 zurückkehrt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Gartenhandschere insbesondere zum Grasschneiden, bestehend aus einem feststehenden Messer, einem beweglichen Messer, das an dem ersteren angelenkt ist, einem feststehenden Griff und einem beweglichen Griffhebel, der mit dem feststehenden Griff gelenkig verbunden ist, wobei das bewegliche Messer mit dem beweglichen Griffhebel über eine Zugstange verbunden ist, d a d u r c h g e k e n n - zeichnet, dass ein Drehgelenk (z. B. 2, 2', 3) zwischen dem feststehenden Messer (z. B. 1) und dem feststehenden Griff vorgesehen ist, dessen Achse im wesentlichen parallel zu der durch die Messer bestimmten Schnittebene in Richtung des feststehenden Messers verläuft und dass die Zugstange (z. B. 5) durch eine axiale Öffnung des Drehgelenkes axial beweglich durchsteht.