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Einrädrige Transportkarre, insbesondere zur Beförderung von Wild
Die Erfindung betrifft eine einrädrige Transportkarre, insbesondere zur Beförderung von Wild, vornehmlich von Hochwild.
Der Transport von erlegtem Hochwild macht vor allem im Hochgebirge und aus entlegenen Tälern beachtliche Schwierigkeiten besonders kritisch ist dieser Transport in der Feistzeit bzw. an heissen Sommertagen, wenn man vermeiden will, dass das Wildpret anbrüchig wird. Man begnügte sich in der Regel, das erlegte Hochwild auf Latschen oder Ästen bis zu einem fahrbaren Weg oder gar ins Tal zu bringen.
Die aufgezeigten Schwierigkeiten werden mit Hilfe der erfindungsgemässen Wildtransportkarte vermieden. Diese ist dadurch gekennzeichnet, dass das Rad an der Unterseite des Karrenrahmens zentral gelagert ist und an beiden Fahrzeugenden Holmenpaare vorgesehen sind, deren äussere Enden in Griffhöhe liegen, wobei die Holme wenigstens eines Holmenpaares in ihrer Länge geteilt und die äusseren Holmenteile zur Fahrzeugmitte hin schwenkbar sind.
Da es ein Einradfahrzeug ist, kann es selbst durch sehr unwegsames Gelände gefahren werden. Die zwei Holmenpaare gestatten es, mit gutem Kraftangriff selbst schweres Wildpret zu transportieren. Hiebei ist die zentrale Unterstützung mittels des einzigen Rades von besonderem Vorteil.
Ist mindestens ein Holmenpaar verkürzbar, so können einerseits ausserordentliche Geländeschwierigkeitenüberwunden und anderseits die erfindungsgemässe Karreleicht, auch auf kleinem Raum, zum Einsatzort befördert sowie aufbewahrt werden.
Zweckmässig sind die Holmenteile durch eine Steckverbindung untereinander verbindbar, wobei die benachbarten Teilenden durch Lederbänder od. dgl. aneinanderhängen.
Man wird auch dafür sorgen, dass die Holmenteile zumindest in der ausgeschwenkten Stellung in ihrer Stellung zueinander, z. B. durch Steckbolzen bzw. durch Schiebehülse, verriegelbar sind.
In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Fig. 1 und 2 zeigen in
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Draufsichteine vollständigeGemäss den Fig. l und 2 ist der Fahrzeugrahmen 1 mittels eines zentral angeordneten Rades 2 abgestützt. An beiden Fahrzeugenden ist je ein Holmenpaar 3,4 bzw. 5,6 vorhanden, wobei die Holmenenden in henkelförmige Griffe 7 auslaufen. Die rechts dargestellten Holme 5,6 sind geteilt. Die Teile 5", 6" sind (auch im gestrichelt dargestellten zurückgeklappten Zustand, Fig. l) mit den Teilen 5', 6'verbunden. Dies erfolgt im Ausführungsbeispiel durch Chromlederbänder 8,9. Wird der Wagen mit beiden Holmenpaaren gefahren, so stellen die Holmenteile 5", 6" eine Fortsetzung der Teile 5 6'dar und die Holmenteile sind mittels eines Verbindungsstiftes bzw.
Steckbolzens 10 und durch an Ketten 11 hängende Sicherungsstifte 12 fest miteinander verbunden, die durch Öffnungen 13,14 der Holmenteile 5 t und des Stiftes 10 gesteckt sind (Fig. 3). Die Lederbänder sind an Querstreben 15 und 16 des Gestells 1 befestigt.
Um das schwer beladene Fahrzeug stets gut in der Hand zu haben, ist für das Rad 2 eine Backenbremse, insbesondere eine Innenbackenbremse 17 vorgesehen, wobei die Bremsbacken über einen Bowdenzug 18 mit einem Bremshebel 19 in Verbindung stehen, der am Ende eines der ungeteilten
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Holme 4 angeordnet ist.
Durch die henkelförmig abgebogenen Griffe 7 wird nicht nur ein sicheres Anfassen der Holmenenden möglich, sondern nach deren Zurückschwenken zur Fahrzeugmitte hin können diese auch das seitliche Abgleiten des Wildprets verhindern. Die zurilckgeklappten Holmenenden können aber auch zum Niederdrücken und Festhalten des aufgeladenen Wildprets dienen.
Das Gestell 1 und die Holme sind zweckmässig aus Stahlrohren aufgebaut. Es ist ferner möglich, beide Holmenpaare 3,4, 5,6 verkürzbar, d. h. geteilt auszuführen. Sind die äusseren Holmenteile 5", 6"langer aïs die inneren Holmenteile 5', 6', so lässt sich bei hereingeklappten Holmenteilen 5", 6" das beförderte Wildpret besonders wirksam festhalten. Ausserdem ist die Baulänge im eingeschwenkten Zustand gering. Sind beide Holmenpaare 3, 4, 5,6 verkürzbar, so lässt sich die Mitnahme des Transportfahrzeuges besonders leicht bewerkstelligen.
Fig. 4 zeigt eine Gelenkverbindung bei flacheisenförmigen Holmenteilen 5', 5", die durch einen Gelenkbolzen 20 untereinander verbunden sind. Im ausgeschwenkten Zustand wird die Starrheit der Verbindungsstelle mittels einer Überschubhillse 21 od. dgl. gesichert.
In Fig. 5 ist eine ähnliche Gelenkverbindung dargestellt. Hiebei bestehen die Holmenteile 5', 5" jedoch aus Stahlrohren, die im Bereich des Gelenkes flachgedrückt sind. Die Gelenkstelle 20 muss soweit nach aussen versetzt sein, dass der Teil 5" weit genug hereingeklappt werden kann.
Zur Erleichterung des Einwärtsklappens können die Holmenenden 22,23 im Bereich des Gelenkesrechtwinkeligabgebogensein. Zur Sicherung in der ausgeschwenkten Stellung können ein Sicherungsbolzen 24, der an einer Kette 25 hängt, und eine Anschlagquerstrebe 26 dienen.
Schliesslich zeigt Fig. 7 noch eine Ausführung, bei der der Holmenteil 5" in den hohl ausgebildeten Teil 5'einschiebbar ist. Zur Sicherung in den beiden Endstellungen sind Bohrungen 27 - 29 in den Holmenteilen und ein an einer Kette 30 hängender Sicherungsstift 31 vorgesehen. Der Teil 5' kann ein Rohr sein ; er kann aber auch U-förmigen Querschnitt besitzen. Demgemäss ist der Teil 5" ein Stab mit kreis-oder kreisringförmigem Querschnitt oder im zweiten Fall ein solcher mit rechteckigem Querschnitt.
Das Rad hat bevorzugt eine Vierlagenluftbereifung. Die Radlager 32,33 sind über die abgebogenen, insbesondere aus Rohren aufgebauten, Streben 34 - 37 mit dem Holmen verbunden. Zur Stabilsierung können noch Querstreben 38 vorgesehen sein.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrädrige Transportkarre, insbesondere zur Beförderung von Wild, vornehmlich von Hochwild,
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dasslagert ist und an beiden Fahrzeugenden Holmenpaare (3,4 bzw. 5,6) vorgesehen sind, deren äussere Enden in Griffhdhe liegen, wobei die Holme wenigstens eines Holmenpaares (5,6) in ihrer Länge geteilt und die äusseren Holmenteile (5", 6") zur Fahrzeugmitte hin schwenkbar sind.
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