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Lüfteraufsatz
Die Erfindung bezieht sich auf einen Lüfteraufsatz, bestehend aus einem mit dem zu entlüftenden Raum in Verbindung stehenden, im Freien angeordnetenAbzugsrohr und einem darüber angeordneten, wesentlich weiteren Rohrstutzen, wobei die einander zugekehrten Ränder vom Abzugsrohr und Rohrstutzen axial voneinander entfernt sind und der Rohrstutzen in radialem Abstand von einem Mantel umgeben ist.
Ein ähnlicher Lüfteraufsatz ist bereits bekannt. Er weist eine Abdeckkappe auf, deren Durchmesser zwischen dem des Abzugsrohres und dem des Rohrstutzens bemessen ist. Diese Abdeckkappe beeinflusst die Wirkung des Lüfteraufsatzes nachteilig, wie nachfolgend dargestellt wird.
Die Saugwirkung eines solchen Lüfteraufsatzes kommt, ähnlich wie bei einem Schornstein, durch die in den beiden Rohrstutzen enthaltene, gegenüber der umgebenden Frischluft erwärmte Luftmasse zustande, die wegen ihres geringeren spezifischen Gewichtes Auftrieb erfährt. Wäre der Übergang zwischen den beiden Rohrabschnitten völlig geschlossen bzw. nur das Abzugsrohr vorhanden, so wäre die Geschwindigkeit der nach oben gerichteten Strömung durch den Widerstand begrenzt, der durch den an das Abzugsrohr angeschlossenen, zu entlüftenden Raum gegeben ist. Dieser Widerstand wäre wieder davon abhängig, ob dieser Raum hermetisch abgeschlossen ist oder eine die Zufuhr von Aussenluft zulassende Öffnung aufweist. Je dichter dieser Raum also geschlossen ist, umso geringer ist der erzeugte Zug.
Nun ermöglicht aber der Ringspalt zwischen den beiden Rohrabschnitten bei dem Lüferaufsatz nach der Erfindung den Zutritt von Frischluft, wodurch die Strömung angefacht und verstärkt wird. Die Zugwirkung ist daher von den Strömungsverhältnissen in dem zu entlüftenden Raum weitgehend unabhängig.
Offensichtlich steht also die Abdeckkappe der bekannten Vorrichtung der Ausbildung einer wirksamen Strömung im Wege.
Dazu kommt noch, dass gar nicht einzusehen ist, warum diese Abdeckkappe überhaupt angeordnet sein soll. Ist sie nämlich, wie bei dem Lüfteraufsatz nach der Erfindung entfernt, so ist die vorhandene Zugwirkung so stark, dass das Eindringen von Niederschlägen in das Abzugsrohr restlos vermieden wird.
Dies kommt insbesondere dadurch zustande, dass im Zentrum des Rohrstutzens infolge des aus dem Abzugsrohr austretenden Luftstromes die Niederschlagsteilchen an die Seite, nämlich zur Innenwandung des Rohrstutzens, gedrängt werden, daran entlang abtropfen und wegen des grösseren Durchmessers des Rohrstutzens ausserhalb des Abzugsrohres niederfallen.
Ein weiterer wesentlicher Nachteil des bekannten Lüfteraufsatzes ist, dass die Wandung des den Rohrstutzen umgebenden äussersten Mantels erst unterhalb der Oberkante des Abzugsrohres endet. Dadurch wird die Zugwirkung zwischen dem Mantel und dem Rohrstutzen wesentlich beeinträchtigt, weil seitliche und auch von schräg unten kommende Luftströmungen abgebremst werden und nicht zur Verstärkung der Zugwirkung beitragen.
Diese Nachteile werden durch die Erfindung dadurch vermieden, dass bei dem Lüfteraufsatz erfindungsgemäss der Rohrstutzen einen von Einbauten freien Durchgang aufweist, und ferner dadurch, dass auch der dem Abzugsrohr zugekehrte Rand des Mantels in axialem Abstand vom Abzugsrohr angeordnet ist.
Durch das letztere Merkmal wird erreicht, dass der Zutritt zur Frischluft in einem Winkelbereich möglich ist, der von der Horizontalen bis zur Vertikalen reicht, wodurch der Wirkungsgrad des Lüfteraufsatzes nach der Erfindung sehr wesentlich verbessert wird. Dies wirkt sich vor allem dadurch aus, dass der Lüfteraufsatz im Vergleich zu bekannten Vorrichtungen bei gleichen Witterungsverhältnissen eine grössere
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Zugwirkung erzielt und noch bei erheblich geringeren Temperaturunterschieden zwischen Aussenluft und dem zu entlüftenden Raum einwandfrei arbeitet. Der Wirkungsbereich des Lüfteraufsatzes nach der Erfindung ist also wesentlich grösser als derjenige der bekannten Vorrichtung ähnlicher Art.
Nachfolgend ist die Erfindung an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen Fig. l den Lüfteraufsatz nach der Erfindung im Längsschnitt und Fig. 2 eine Draufsicht auf den Aufsatz gemäss Fig. l.
In den Zeichnungen sind das Abzugsrohr mit l, der Rohrstutzen mit 3 und der ihn umgebende Mantel mit 4 bezeichnet. 2 sind Haltebügel, welche gewährleisten, dass das Abzugsrohr 1 und der Rohrstutzen 3 konzentrisch zueinander angeordnet sind. Der Mantel 4 ist beispielsweise mit Hilfe von Abstandnieten 5 mit dem Rohrstutzen 3 verbunden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Lüfteraufsatz, bestehend aus einem mit dem zu entlüftenden Raum in Verbindung stehenden, im Freien angeordneten Abzugsrohr und einem darüber angeordneten, wesentlich weiteren Rohrstutzen, wobei die einander zugekehrten Ränder von Abzugsrohr und Rohrstutzen axial voneinander entfernt sind und der Rohrstutzen in radialem Abstand von einem Mantel umgeben ist, gekennzeichnet durch einen von Einbauten freien Durchgang des Rohrstutzens (3) und ferner dadurch, dass auch der dem Abzugsrohr (1) zugekehrte Rand des Mantels (4) in axialem Abstand vom Abzugsrohr (1) angeordnet ist.