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Als Solenoid mit Topfkern und Tauchanker aufgebautes Relais
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B.seiten ist, dieser Tauchanker mit einem Achsstummel oder Achsenende in einer mittigen Bohrung des Bodens des Topfes, vorzugsweise unter Zwischenschaltung einer Schraubenfeder, und mit dem andern Achsstummel oder Achsenende in einer Bohrung einer mit dem Topfkern verbundenen Grundplatte geführt ist, wobei der Deckel eine Bohrung aufweist, in welcher ein Ende des zylindrischen Körpers in der Ruhelage frei von Berührung liegt und dass auf dem in der Grundplatte geführten Achsstummel oder Achsenende eine kreisförmige Scheibe fest oder lose zum Betätigen der Kontakte angeordnet ist.
Bei einem solchen Relais ist nach der weiteren Erfindung vorgesehen, dass die Scheibe zum Betätigen der Kontakte lose auf demAchsstummel oder demAchsenende angebracht ist und durch einen Sprengring, der auf dem Achsstummel oder dem Achenende aufgebracht ist einerseits und durch die Federblätter der Kontaktfedern anderseits in seiner Lage gehalten.
Ein Beispiel der Erfindung wird nun an Hand der Zeichnungen näher erläutert, wobei die Fig. 2 das Relais in einer Draufsicht und die Fig. 1 das Relais im Schnitt A-B der Fig. 2 zeigt.
Zunächst wird die Montage des erfindungsgemässen Relais erläutert.
Auf der Grundplatte 8 ist der aus magnetischem Werkstoff bestehende Topfkern 2 aufgebracht.
Dies kann entweder durch Kleben oder Stecken erfolgen. Bei letzter Verbindungsart können z. B. ringförmige oder teilweise ringförmige Stücke in der Grundplatte vorgesehen sein, in welche der Topfkern eingeschnappt wird, ähnlich wie ein Deckel auf ein Gefäss gesteckt wird.
Bevor jedoch die Topfkern 2 auf der Grundplatte 8 montiert wird, muss das Innere des Topfkernes bestückt werden.
Es wird zunächst die vorzugsweise freitragende Spule l oder mehrere Spulen in den Topfkern ein- gelegt und durch Eindrücken der Kernscheibe 3, welche den Topfkern deckelförmig schliesst, festgehalten. Dann wird der Kern 4, der als Anker wirkt und aus ferromagnetischem Material besteht, mit der Achse 5, 6 oder mit Achsstummeln 5, 6 versehen. Selbstverständlich können diese Kerne 4 mit Achsen 5,6 auch schon vorfabriziert werden. Auf dem Achsteil 5 wird die Feder 7 aufgezogen.
Es kann jedoch diese Feder 7 auch entfallen.
Kern 4, Achse 5,6 und Feder 7, falls sie verwendet wird, werden zusammen in den zu verschliessenden Topfkern eingeführt und der Topfkern sodann mit der Grundplatte verbunden.
Schliesslich wird die Kontaktbetätigungsscheibe 9 auf den Teil 6 der Achse gesteckt und gegen Herausfallen durch einen Sprengring 10 gesichert. Selbstverständlich kann die Kontaktbetätigungsscheibe 9 mit dem Teil 6 der Achse auch fest verbunden werden, z. B. durch einenPresssitz oder durch Klebemittel.
Sobald derAnker 4 durch Stromfluss in der Spule 1 in der Fig. 1 nach unten entgegen der Federkraft der Feder 7 und bzw. oder der Federkraft der Kontaktfedern gezogen wird, werden die Kontaktfedern 12,13 und 15,16 und 18 mit den darunter liegenden Kontaktfedern und 21 mit den darunter liegenden Kontaktfedern durch die Kontaktbetätigungsscheibe 9 im wesentlichen gleichzeitig aufeinander gedrückt und somit die darauf befindlichen Kontakte geschlossen.
Die bevorzugte Ausführungsform der Kontaktbetätigungsscheibe 9, nämlich die lose Verbindung mit der Achse 6 bewirkt, dass Toleranzen in den Federn leicht ausgeglichen werden können. Die Kontaktfedern sind als Doppelkontaktfedern ausgebildet. Sie können auch Einfachkontaktfedern sein.
Durch die erfindungsgemässeAnordnung sind die magnetischen Streulinien auf ein Minimum verringert, so dass die Spulen kleiner als üblich ausgelegt werden können, um die gleiche Kraftwirkung auf den Anker auszuüben.
Das in Fig. 1 bzw. 2 dargestellte Relais kann als Einzelrelais gebaut werden. Es kann jedoch mehrfach auf einer streifenförmigen Grundplatte 8 zu einem Mehrfachrelaisstreifen angeordnet werden.
Die weitere Stromabnahme von den Kontaktfedern kann entweder über Leitungen oder über Leitungsbahnen einer gedruckten Schaltung erfolgen.
Die Kontaktfedern sind imBeispiel fürArbeitskontakte dargestellt. Sie können mit den üblichen Massnahmen der Nachrichtentechnik als Arbeitskontakte, Ruhekontakte, Umschaltkontakte und Folgeumschaltkontakte od. dgl. durchgehend für ein Relais gleich oder unterschiedlich oder in Kombination ausgebildet sein.
Die Achse 5,6 kann entweder aus einem nichtmagnetischem Metall, z. B. Messing oder auch aus Kunststoff bestehen.
Die Zahl der durch die Kontaktbetätigungsscheibe betätigten Kontakte ist lediglich durch die räumlichen Verhältnisse begrenzt.
Im Beispiel wurden Kontaktfedern dargestellt. Es ist selbstverständlich auch möglich, Kontaktdrähte zu verwenden, wobei die Technik der sich kreuzenden Drähte verwendet werden kann.
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Die Montagelage ist nicht auf das in Fig. 1 dargestellte Beispiel beschränkt. Es kann auch der Topfkern oben und die Kontaktbetätigungsplatte unten sein. Die beiden genannten Anordnungen sind vorzugsweise anzuwenden. Es ist jedoch auch die Anordnung mit senkrechter Grundplatte möglich.
Zur Verkleinerung der Anordnung kann das Kontaktbetätigungsstück auch kegelförmig ausgebildet werden, wobei die Kegelspitze zum Topf zeigt. Die Federn müssen dann entsprechend abgewinkelt sein, so dass der mit dem Kontaktbetätigungsstück zusammenarbeitende Teil der Federn im wesentlichen parallel zu den Erzeugenden des Kegels sind.
Die Kontaktanordnungen können durch eine Kappe luftdicht oder zumindest staubdicht verschlossen werden, wobei für jedes Relais eine Kappe oder für mehrere Relais eine gemeinsame Kappe vorgesehen sein können.
Das erfindungsgemässe Relais bzw. der erfindungsgemässe Relaisstreifen hat den Vorteil der besonders leichten und billigen Montage. Die kreisförmige Ausgestaltung der Bauelemente erleichtert die klaglose Funktionsweise, da die Elemente in jeder Stellung, ungeachtet der Lage, funktionsfähig sind.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Als Solenoid mit Topfkern und Tauchanker aufgebautes Relais zur Verwendung als Einzelrelais oder mehfach vorhandenes Relais innerhalb eines Relaisstreifens, dadurch gekennzeichnet, dass der Topfkern (2) aus einem aus einem Stück bestehenden, einen hohlzylinderförmigen Mantel mit Boden aufweisenden Topf und einen in die Innenwand des Mantels passenden, mit dem oberen Rand des Topfes bündig abschliessenden Deckel (3) besteht und eine Spule (1) mit einer oder mehreren Wicklungen mit Spulenkörper oder freitragend im Inneren des Topfkernes, vor Schliessen desselben, in der Nähe der Wandung angeordnet ist, der Tauchanker ein zylindrischer ferromagnetischer Körper (4) mit Achsstummeln (5,6) oder Enden (5,6)
einer durchgehendenAchse aus Isolierstoff oder nichtferromagnetischem Material auf den Stirnseiten ist, dieser Tauchanker mit einem Achsstummel (5) oder Achsenende (5) in einer mittigen Bohrung des Bodens des Topfes (2), vorzugsweise unter Zwischenschaltung einer Schraubenfeder (7), und mit dem andern Achsstummel (6) oder Achsenende (6) in einer Bohrung einer mit dem Topfkern (2) verbundenen Grundplatte (8) geführt ist, wobei der Deckel (3) eine Bohrung aufweist, in welcher ein Ende des zylindrischen Körpers (4) in der Ruhelage frei von Berührung liegt und dass auf dem in der
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