AT25192B - Verfahren und Herdofen zur Herstellung von Stahl und Schmiedeeisen. - Google Patents

Verfahren und Herdofen zur Herstellung von Stahl und Schmiedeeisen.

Info

Publication number
AT25192B
AT25192B AT25192DA AT25192B AT 25192 B AT25192 B AT 25192B AT 25192D A AT25192D A AT 25192DA AT 25192 B AT25192 B AT 25192B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
iron
air
phosphorus
steel
production
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Frank Emery Young
Original Assignee
Frank Emery Young
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Frank Emery Young filed Critical Frank Emery Young
Application granted granted Critical
Publication of AT25192B publication Critical patent/AT25192B/de

Links

Landscapes

  • Manufacture Of Iron (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren und Herdofen zur Herstellung von Stahl und Schmiedeeisen. 



   Durch genaue Analysen der zu verschiedenen Phason der Blasperiode aus   konverters   entnommenen Schlacken und Eisenmassen ist festgestellt worden, dass die während der 
 EMI1.1 
 und Phosphor enthalten, während die gleichzeitig untersuchten   Eisenmassen   eine korrespondierende Abnahme dieser Metalloide aufwiesen. Während der zweiten Hälfte der Blas- 
 EMI1.2 
 der Gehalt der Schlacke an Schwefel und Phosphor graduell ab,   während   jener des Eisens ungefähr in demselben Mass zunimmt. 



   Aus   diesen Untersuchungen   folgt, dass der Schwefel und Phosphor   wahrend einer be-   
 EMI1.3 
 



   Von dieser Erkenntnis ausgehend, liegt im Sinne vorliegender Erfindung ein neues   Mitte)   zur Entfernung des Schwefels und Phosphors darin, dass der mit der Schlacke aufsteigende Schwefel und Phosphor sofort nach dem   Auftauchen   auf der   Obernal cho des     metallbandes   von einem über die ganze Oberfläche des Eisenbades streichenden Luftstrom   abgeblasen   wird.

   
 EMI1.4 
 kohlungsverfahren besteht darin, dass das   Oxydationsmittel   auf alle Teile des   Metalls) ados     zur Einwirkung gelangt, um eine vollkommene Oxydation aller Beimengungen ohne Ver-   brennung des Eisens zu   ermöglichen.   
 EMI1.5 
 zur Ausübung des Verfahrens   benutzten Hordofon   derart angeordnet werden, dass das Metallbad durch die Wirkung des Luftstromes in eine   mässig rollendo Bewegung versetzt   wird, wodurch sämtliche Eisenteile ohne Dazwischentreten von Schlackenteilen der oxydierenden Wirkung des Luftstromes ausgesetzt worden. 



   Um schliesslich den Sauerstoff der Luft in   möglichst günstiger Weise   auf die im Eisen enthaltenen Metalloide einwirken   zn   lassen und gleichzeitig ein Aufwallen und Spritzen des Eisenbades zu verhüten, wird durch die in später zu erläuternder Weise be-   niitzton     Herdformon   die Geschwindigkeit der Gebläseluft im Ofen derart reguliert, dass in der Mitte des Ofens eine wesentliche Herabminderung der   Geschwindigkeit   erreicht wird. 
 EMI1.6 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 Schlitze gestaltet, welche sich fast auf die ganze Breite des Herdes erstrecken, und ist das Ende des Gebläserohres dementsprechend geformt ;

   bei dieser Gestaltung der Öffnungen ist der Herd in der Mitte nur wenig breiter wie an den Enden, jedoch verläuft der Bogen der Gewölbedecke 3, in der Längsrichtung des Herdes, um auf diese Weise die Gebläseluft im Herd   zurückzuhalten.   Die Luftzuführung kann auch senkrecht von oben erfolgen, wie dies in Fig. 3 dargestellt ist, wo der Zuleitungskanal 43 unten in die wagerechte   Lage tibergeht   und ebenfalls tangentiell zur Oberfläche des geschmolzenen Eisens ausmündet. Nach der Ausführung der Fig. 6 und 7 bildet der Lufteinlass 4c einen schmalen Schlitz., während die   Luftaustrittsöffnung 6e   rund ist.

   Die Gebläseluft wird hier durch eine   Anzahl Rohre 5c zugeführt, welche   jedoch mit ihren Enden nicht unmittelbar über dem   Metallspiegel ausmünden dürfen, um eine Ausbreitung   und Vermischung der einzelnen Luft- 
 EMI2.2 
 Luft mit   zunehmender Vergrösserung   des Ofen querschnittes abnimmt, wogegen die Luft gegen die Austrittsüffnung hin wieder   zusammengedrängt   wird, um aus dieser ungefähr mit 
 EMI2.3 
 



  Metall in der durch die Pfeile angegebenen Richtung in Umlauf, wobei aber gleichzeitig alle auf der Oberfläche des Metallbades durch den Auftrieb sich ansammelnden Schlacken sofort nach dem   A,. ! tauchen derselben   durch die   Auslassöffnung ausgeblasen werden. Da-   durch, dass durch die mässig rollende Bewegung der Eisenmasse stets neue Eisenteile mit der Luft in   Berührung   gebracht worden und die Geschwindigkeit der   Gebläseluft   durch die besondere Herdform in der Mitte des Ofens sich verlangsamt,   kommt   der Sauerstoff der Luft in günstigster Weise auf die im Eisen enthaltenen Metalloide zur Einwirkung, wobei der stets gleiche Druck der Gebläseluft die   chemischen   Reaktionen begünstigt,

     ebenso   
 EMI2.4 
 
Zur Beschickung des Herdes werden einige der Gewölbosteine in der Nähe der Luftdüse   herausgenommen   und wird der Ofen durch diese Öffnungen mit Abfallen früherer 
 EMI2.5 
 



   Die Hitze des geschmolzenen Gusseisens schmilzt die vor diesem eingegebenen Eisenbruchstücke, wobei der Sauerstoff des Eisenoxydes das Silizium zu Kieselsäure oxydiert, die als Schlacke, Schwefel und Phosphor aufnimmt, an die Oberfläche steigt und im Sinne 
 EMI2.6 
 Mangan zu verbinden. 



   Während der ersten Reaktion, welche zwei bis fünf Minuten dauert, wird nur ein schwacher Windstrom zugelassen, dieser alsdann jedoch verstärkt und so lange unterhalten, als Flammon sichtbar worden. Sobald diese verschwinden, wird    zur'Kohlung oder   Reduktion des Eisens auch noch Gas eingeblasen, und zwar beide je nach dem herzustellenden produkt in verschiedenem Verhältnis zueinander. 



   Nach Beendigung des Prozesses kann eine gewisse Menge granuliertes Ferromangan oder Spiegeleisen durch das Gefäss 13 zugegeben werden, worauf das Gemisch nach wenigen 
 EMI2.7 
 im Metall eingeschlossene Gase auszuscheiden und Eisenoxyd in metallisches Eisen zu vorwandeln. Es empfiehlt sich jedoch besser, zu diesem Zweck Gas zu benutzen, welches   einen ruhigen Vorlauf des   Prozesses und eine bessere Rekarburierung bis zum gewünschten Grad ergibt : an Stel ! e von Gas kann auch ein Gemisch von Dampf und Öl oder Dampf 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 halten. 



   Wenn daher bei den bisher bekannten Entkohlungsverfahren die sich ergebende und nicht sofort entfernbare Siliziumschlacke die Oxydation des Phosphors verhindert, so kann dagegen bei vorliegendem Verfahren der nicht schon mit der abgeblasenen Schlacke entfernte Phosphor wegen der Entfernung der Kieselsäure im Augenblick ihres   Entstehens, ver-   brennen. Verbindet sich jedoch der Phosphor mit den   Kisenoxyden,   so wird diese Verbindung beim Schluss des   Htasena     durch den WasserstoS   des zugeführten   Kohlenwasser-   stoffes unter gleichzeitiger Wassergasbildung wieder   zu   Phosphor reduziert, der verbrannt und abgeblasen wird.

   Phosphor erzeugt beim Verbrennen zu   Phosphorsäure-Anhydrid   5747 Wärmeeinheiten, welche Wärmemenge also bei anderen Verfahren durch die Wirkung der Kieselsäure nicht zur Wirkung gelangen kann. 
 EMI3.2 
 Kohlenoxyd entweicht und dieses daher einen grossen Verlust an   \V1irme darstent,   wird bei dem neuen Verfahren der Kohlenstoff gänzlich zu Kohlensäure verbrannt, weil die Ge- 
 EMI3.3 
 
 EMI3.4 
 dieser Verlangsamung des Prozesses verlaufen die Reaktionen viel   vollkommener   und wird pin namentlich für Gusszwecke vorzüglich geeigneter Stahl   gewonnen.   
 EMI3.5 
 
 EMI3.6 
 



   1. Verfahren zur Herstellung von Stahl und Schmiedeeisen aus Roheisen mittelst oberflächhcher Gebläseluftzuführung, dadurch gekennzeichnet, dass der mit der Schlacke aufsteigende Schwefel und Phosphor sofort nach dem Auftauchen auf   der oberfläche   des Metallbades mit der Schlacke abgeblasen, oder dass bei viner Verbindung des Phosphors mit den Eisenoxyden des Metallbades durch gleichzeitig erfolgendes Zuführen von Kohlenwasserstoff unter Wassergasbildung Phosphor durch Reduktion gebildet, verbrannt und abgeblasenwird. 
 EMI3.7 


Claims (1)

  1. Herdinnern enthaltenen Metallbades angeordnet sein kann, um den Sauerstoff der Gebläseluft in gunstigster Weise auf die im Mises enthaltenen Metalloide einwirken zu lassen bzw. ni die Schlacke sofort nach dem Auftauchen von der Oberfläche des Metallbades abblasenzukönnen.
AT25192D 1903-04-07 1903-04-07 Verfahren und Herdofen zur Herstellung von Stahl und Schmiedeeisen. AT25192B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT25192T 1903-04-07

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT25192B true AT25192B (de) 1906-08-10

Family

ID=3535725

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT25192D AT25192B (de) 1903-04-07 1903-04-07 Verfahren und Herdofen zur Herstellung von Stahl und Schmiedeeisen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT25192B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3019899C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Kohlenstoffstahl und niedriglegiertem Stahl in einem basischen Sauerstoffofen und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
DE1458961A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Frischen einer Eisenschmelze und zur Stahlerzeugung
AT25192B (de) Verfahren und Herdofen zur Herstellung von Stahl und Schmiedeeisen.
DE800015C (de) Verfahren zum Beschleunigen des Frischens im Siemens-Martin-Ofen
DE1533950B1 (de) Verfahren zum frischen einer fe cr c schmelze
DE2616784A1 (de) Verfahren zur regenerierung geschmolzener schlacken
DE105281C (de)
DD245678A1 (de) Verfahren zur entfernung verunreinigender elemente aus roheisen, stahl und sonstigen metallen, sowie metall-legierungen
DE6078C (de) Verfahren und Ofen zum Reinigen von Eisen
AT28399B (de) Verfahren zur Erzeugung von Stahl im Kleinbessemereibetriebe.
DE753786C (de) Verfahren zum Gluehfrischen von Temperrohguss
AT113320B (de) Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Kalziumnitrat.
DE924270C (de) Verfahren und Ofen zur Entkohlung von koernigen, kohlenstoffhaltigen Eisenlegierungen, insbesondere Roheisen
DE545354C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Reduzieren von Erzen, insbesondere Eisenerzen
DE1458877C (de) Kontinuierliches Windfnsch Ver fahren und Vorrichtung hierfür
AT276451B (de) Verfahren zur Herstellung eines aus Hochofengichtgas und unverbrannt gewonnenem Abgas eines Sauerstoffkonverters bestehenden Mischgases
DE167932C (de)
AT35555B (de) Verfahren zur Behandlung von geschmolzenem Metall in einer Birne mit Kreislauf und Birne hiefür.
DE274873C (de)
AT153702B (de) Verfahren zur Herstellung eines höchstlitrigen Karbides.
DE2117856C3 (de) Ofen und Verfahren zum kontinuierlichen Windfrischen von metallurgischen Schmelzen
DE2221523C3 (de) Verfahren zur Verbesserung des Reaktionsablaufs zwischen Metall und Schlacke
DE337470C (de) Verfahren zur raschen Abkuehlung fluessiger Schlacke und zur Ausnutzung der dabei frei werdenden Waerme
AT72240B (de) Verfahren zur Absorption von Kohlenoxyd aus sauerstoffreien Gasgemischen.
DE1583968C (de) Verfahren zum Frischen von Roheisen