AT25143B - Empfängervorrichtung für drahtlose Telegraphie. - Google Patents

Empfängervorrichtung für drahtlose Telegraphie.

Info

Publication number
AT25143B
AT25143B AT25143DA AT25143B AT 25143 B AT25143 B AT 25143B AT 25143D A AT25143D A AT 25143DA AT 25143 B AT25143 B AT 25143B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
conductor
current
receiver device
galvanometer
container
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Marconi Wireless Telegraph Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Marconi Wireless Telegraph Co filed Critical Marconi Wireless Telegraph Co
Application granted granted Critical
Publication of AT25143B publication Critical patent/AT25143B/de

Links

Landscapes

  • Measurement Of Current Or Voltage (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 



   Vorliegende Erfindung hat eine Vorrichtung zur Umwandlung von   hochfrequentem   Wechselstrom in Gleichstrom zum Zwecke   der Funkontelegraphie zum Gegenstände,   um die   einlangenden   eielitrischen Wellen mit Hilfe der gewöhnlichen, für (gleichstrom   be-   stimmten Instrumente, wie Spiegelgalvanometer oder Amperemeter,   wahrnehmbar nnd messbar   zu machen. Die Vorrichtungen der   jetztgenannten Art   werden von   Wechst'istrom. ob er   nun hohe oder niedrige Frequenz hat, nicht   beeinflusst   und um   solche Ströme wain'nelmen   und messen zu können, müssen besondere Wechselstrominstrumente benützt werden.

   Nun ist es aber von grosser, praktischer Wichtigkeit, schwache elektrische Wellen, wie sie   t'ei   der Telegraphie mittelst Hertzscher Wellen auftreten, mittelst eines gewöhnlichen Spiegel- 
 EMI1.2 
 entwickelnden Elektrolyten tanchen, die so gebildete Zelle nur für einen Strom von bestimmter Richtung leitend   ist, wofern   die Spannung dieses Stromes nicht eine bestimmte Grenze übersteigt. Keine dieser beiden Arten von Gleichrichtern ist aber für   hochfrejaenten   Wechselstrom brauchbar. 



   Der hier zum   Gleichrichter   des Wechselstromes verwendete Apparat beruht auf der bekannten Erscheinung, dass der Zwischenraum zwischen zwei in einem evakuierten Behälter    < 'ingeschlossenen Leitern,   von denen einer stark erhitzt ist, einseitig leitend ist, indem negative Elektrizität vom heissen zum kalten Leiter nicht aber in umgekehrter Richtung gehen kann. Da der heisse Leiter bis auf eine   sehr hohe,   etwa bis nahe znm Schmelz- 
 EMI1.3 
 hergestellt, etwa in Form eines Glühfadens einer gewöhnlichen elektrischen Lampe.

   Der kalte Leiter kann ans verschiedenen Materialien bestehen ; ein blankos hietall, wie Platin 
 EMI1.4 
 werden in einem   Gtasbehatter eingeschtosson,   der der Birne einer Glühlampe ähnlich ist und der Kohlenfaden wird gewöhnlich durch Gleichstrom auf hohe Weissglut gebracht ; die leitende Verbindung zwischen diesem Faden und dem kalten Leiter wird durch in den 
 EMI1.5 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Aluminiumzylinder, welcher von Platindrähten d getragen wird. Die Enden des Kohlenfadens   b   sind mit Platindrähten verbunden, die an die Speiseleitungen e, f angeschlossen sind. Die   Platindrithte   sind in der gewöhnlichen Weise in das Glas eingeschmolzen.

   Da der   Behälter   a bis zu einem sehr hohen Grad-zu evakuieren ist und da ansehnliche Mengen Luft an den Leitern   okkludieren,   so sind diese beim Auspumpen des Behälters zu erhitzen. Der Faden b   kann   einfach dadurch erhitzt werden, dass man einen elektrischen Strom durch ihn hindurchsendet und der Zylinder c dadurch, dass man auf den Glasbehälter a eine Widerstandsspule aufschiebt, durch die man einen Strom leitet, wobei das Ganze in einem mit Asbest oder dgl.   ausgefütterten Kasten eingeschlossen   wird. Wird der Zylinder c durch einen Leiter ersetzt, der dadurch erhitzt werden kann, dass man einen Strom durch ihn   hindurchleitet,   so ist   diese Erbitzungsweise   der vorstehend angegebenen wohl vorzuziehen.

   Der   Kohlenfaden   wird in der gewöhnlichen Weise durch von der Batterie h gelieferten Gleichstrom auf hohe Weissglut gebracht, wobei der negative Pol der Batterie mit dem Draht e und der positive mit dem Draht. f verbunden ist. Die Drähte d und e sind durch   ! die Leitung j   miteinander verbunden, in welche die Sekundärwicklung k eines Transformators, wie solche bei der drahtlosen Telegraphie üblich sind, und ein Galvanometer l eingeschaltet ist. m ist die   Primärwicklung   des Transformators ; ein Ende derselben ist wie   tihlieh   mit dem Auffang- leiter (Antenne)   11 und   das andere hei o mit der Erde verbunden. 



   Die eben beschriebene Einrichtung wirkt als Gleichrichter, indem sie negative Elektri- 
 EMI2.1 
 Richtung gehen   lässt,   so dass von den Wellen des Wechselstromes, welcher in der Sekundärwicklung k durch den von der Antenne n aufgefangenen   Ilertzscbcn Wellen induziert   wird, nur solche von einer bestimmten Richtung durch das   Galvanometer gehen   und einen gleichgerichteten Strom bildend, dieses zum Ausschlagen bringen, wodurch die einlangenden   telegraphisclwn   Zeichen gelesen werden können. 



   Die Wirkung kann in folgender Weise verstärkt werden Es werden zwei je dem in 
 EMI2.2 
 geordnet ;   Is,   p sind die Spulen eines Differentialgalvanometers, die mit den   Glasbehälters   derart verbunden sind, dass in entgegengesetzten Richtungen durch die Glasbehälter fliessende   Ströme durch die Galvanomotorspulou   in solchen Richtungen fliessen, dass sie auf die Nadel q des Galvanometers im gleichen Sinne wirken. Zu dem Zweck ist der heisse Leiter jedes der Glasbehälter mit dem kalten Leiter dos anderen verbunden und daher lässt der eine 
 EMI2.3 
   zitrat   b) oss in der anderen Richtung durchgehen.

   Die gemeinsame Klemme der beiden   Galvanometerspulen p   ist mit der Spule k oder irgendeiner anderen Wechselstrom-oder Wellenquelle verbunden und die andere Klemme dieser Quelle ist mit den Glasbehältern, wie gezeichnet, verbunden. Jeder Behälter hat seine besondere isolierte Batterie A zur Erhitzung seines heissen Leiters. Es wird so ein Wechselstrom in zwei Gleichströme zerlegt, die durch die   Glasbehälter   in entgegengesetzten Richtungen und durch die   Galvnnometer-   
 EMI2.4 
 galvanometers kann die   Gesamtenergie   des Wechselstromes nutzbar gemacht worden, statt dass eine Hälfte derselben verloren geht. Auf diese Weise können sehr schwache elektrische Wellen durch ein empfindliches   Spiegelgalvanometor   wahrnehmbar gemacht werden. 



   Man kann eine Anzahl dieser Gleichrichter in Parallelschaltung verbinden, wie Fig. 3 zeigt, so dass die durch die einzelnen Gleichrichter gleichgerichteten Wechselströme Gleichströme ergeben, welche sich addieren. 



   Statt dass man einen den Kohlenbügel umgebenden Metallzylinder verwendet, kann man 
 EMI2.5 
 Strom erhitzt werden und den heissen Leiter des Gleichrichters bilden, während die anderen kalt bleiben und den kalten Leiter darstellen. Der Metallzylindor kann auch durch einen   Mcerschaumzylinder   ersetzt werden, auf den ein schmaler Streifen von Metallfolie in Schraubenlinien gewickelt ist. Das Galvanometer l kann durch irgendein anderes Instrument zur Wahrnehmung von 
 EMI2.6 
 oder Aufzeichnen betätigt. 



   Handelt es sich um   stärkere Wechselströme,   so kann der heisse Leiter durch einen Stab aus weicher   graphitischer   Kohle ersetzt werden, der von geeigneten Stützen getragen wird. 



   Mit Hilfe der vorstehend beschriebenen Vorrichtung ist es auch möglich, Wechselstrom gleichzurichten, ohne dass man einen besonderen Gleichstrom als Heizstrom benötigt. 



  Lässt man Wechselstrom durch den Kohlenfaden gehen, so dass dieser hell weissglühend wird und verbindet man die eine oder die andere Klemme des Kohlenfadens durch eine ausserhalb des Behälters gelegene Leitung mit der Klemme des über den Kohlenfaden 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 gestülpten Mantels oder eines anderen kalten Leiters, so geht durch diese Leitung gleichgerichteter Strom. Es kann daher die Vorrichtung zum Gleichrichten von hoch-oder niederfrequentem Wechselstrom oder von elektrischen Wellen dienen, wenn diese nur hinreichend stark sind, um einen Kohlenfaden bis zur hellen Weissglut zu erhitzen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Empfänger für drahtlose Telegraphie unter Verwendung eines   Gleichrichters für   die elektrischen Wellen, bestehend aus einem luftleeren Behlilter mit zwei nahe beieinander gelegenen aber einander nicht berührenden Leitern   (b, c),   von denen einer   (b) erwärmt   ist, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Leiter durch einen ausserhalb des Gefässes liegenden Leiter miteinander verbunden sind, welcher ausser einem bekannten Instrumente (Galvanometer I) zur Anzeige des Gleichstromes die Sekundärwicklung   (k)   einer Induktionsspule einschliesst, deren Primärwicklung einerseits mit einem   Luftleiter   und andererseits mit der Erde   (0)   verbunden ist.

Claims (1)

  1. 2. Ausfülhrungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Behälter vorgesehen sind, und von den beiden Spulen eines Differentialgalv31lometers eine mit dem heissen Leiter dos einen und die andere mit dem kalten Leiter des anderen Behälters verbunden ist und der Verbindungspunkt beider Spulen mit den beiden anderen Leitern in Verbindung steht.
AT25143D 1905-07-04 1905-07-04 Empfängervorrichtung für drahtlose Telegraphie. AT25143B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT25143T 1905-07-04

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT25143B true AT25143B (de) 1906-08-10

Family

ID=3535634

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT25143D AT25143B (de) 1905-07-04 1905-07-04 Empfängervorrichtung für drahtlose Telegraphie.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT25143B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2454469B2 (de) Induktiver Durchflußmesser
DE669324C (de) Kurzwellen-Roehrengenerator
AT25143B (de) Empfängervorrichtung für drahtlose Telegraphie.
DE1913881B2 (de) Vorrichtung zum tiegelfreien Zonenschmelzen
DE706327C (de) Einrichtung zur Modulation kurzer und ultrakurzer Wellen
DE2052751A1 (de) Durchflußmesser
DE468884C (de) Vorrichtung zur UEbertragung von Hochfrequenzschwingungen auf einen Aufnahmeapparat
DE1440496A1 (de) Anordnung an Zufuehrungsleitungen von Drehstromlichtbogenoefen
DE527450C (de) Ein- und Mehrphasen-Induktions-Wattmeter oder Induktions-Zaehler
DE186084C (de)
DE467135C (de) Einrichtung zur Drehzahlregelung von Asynchronmotoren
DE644533C (de) Elektrischer Heizuntersatz fuer eiserne Toepfe, Pfannen u. dgl.
DE648323C (de) Einrichtung zum Auffinden von Rissen in magnetisierbaren Gegenstaenden
AT102185B (de) Elektronenröhre.
DE601116C (de) Kathodenstrahl-Fernsehempfaenger, dessen Verstaerkerroehren vom Wechselstromnetz geheizt werden
DE681515C (de) Einrichtung zur Erzeugung eines aussetzenden pulsierenden Stromes von sehr grosser Schwingungsdauer
DE861717C (de) Detektor
DE428994C (de) Gluehkathodenroehre, bei welcher der Elektronenstrom durch ein Magnetfeld gesteuert wird
DE648481C (de) Entladungsgefaess fuer direkte Wechselstromheizung
DE518295C (de) Entladungsrohr zur Nachweisung, Verstaerkung oder Erzeugung elektrischer Schwingungen
DE1913881C (de) Vorrichtung zum tiegelfreien Zonen schmelzen
DE939887C (de) Pruefgeraet fuer Magnetbleche
DE442180C (de) Einrichtung zur Drosselung von Stichleitungen gegen Hochfrequenz
AT58024B (de) Signalvorrichtung.
DE503899C (de) Elektrischer Fernseher