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Kondensator für gemischte Dämpfe.
Sowohl bei kontinuierlichem als auch periodischem Betriebe kann man reinsten Spiritus direkt aus der Maische, sowie auch andere reine Kondensate aus einem Gemisch mittels geeigneter Apparate durch partienweise Teilung der gemischten Dämpfe durch entsprechende Kondensation erzeugen. Das Teilen, d. h. das Abziehen des abzuscheidenden Teiles muss hiebei im richtigen, von der Mischbarkeit der einzelnen Teile des Gemisches und der möglichen höchsten Sättigung der Teile des Gemisches mit dem abzuscheidenden Teile abhängigen Augenblicke vorgenommen werden.
Um diese Teilung bezw. Reinigung der Dämpfe möglichst zu erhöhen und dadurch bessere Resultate zu erzielen, ist es vor allem nötig, dafür zu sorgen, dass die gemischten Dämpfe bei möglichst hoher Temperatur in sehr kleinen Partien kondensiert werden, wobei den sich als feiner hauchartiger Niederschlag bildenden Kondensaten, die dann tropfenweise ans den Röhren des Kondensators zusammenniessen, gleich nach der Kondensation, also bevor sie zusammenfliessen, durch entsprechend hohe Temperatur und genügend grosse VerdampfnngsfULche Gelegenheit geboten worden muss, die, letzten Reste der weiterziehen sollenden, schwerer kondensierbaren Dämpfe durch Wiederverdampfung abzustossen.
Die gewöhnlichen Konstruktionen der Kondensatoren und die damit verbundenen Verfahren sind zur vollkommenen Erfüllung dieser Grundbedingungen nicht geeignet, weil die eintretenden gemischten Dampfe durch unmittelbare und zu rasche Berübrung mit den Kälteren Flächen des Kondensators ohne vorherige Teitung derselben nur als Gemisch kondensiert werden, wobei die Reinigung nur durch das Verdampfen beim Herunterfliessen des Kondensates an den warmen Dächen des Kondensators bewirkt werden soll, wodurch etwas reinere Dämpfe entstehen.
Dem abzuhelfen und das Teilen der gemischten Dämpfe durch Kondensation zu erhöhen, wurden bereits stehende Gegenstromkondensatoren angeordnet, in wetcben sieh die gemischten Dampfo in den Röhren des Kondensators anstatt an deron Aussenseite kondensieren müsse...
Gegenstand der Erfindung ist nun ein Kondensator für gemischte Dämpfe, insbesondere für einen durch Vor- und Nachlauf verunreinigten Spiritusdampf, wobei ein möglichst hoher Wirkungsgrad der Kondensation dadurch erreicht wird, dass die Dämpfe unter einer unten abgeschlitzton Vollwand oder durch ein nach vorn geneigtes Sieh in der Kintrittskammer gleichmassig verteilt einer Anzahl von verhältnismässig fangen, eng''n.
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kleiner ist, als jener des Zuleitungsrohres für die zu kondensierenden Dämpfe, in weichen Rohren die Dämpfe behufs Reinigung bei konstanter, dem Siedepunkt naher Temperatur in müglidtst kleinen Partien zur teilweisen Kondensation gelangen.
Die Kühlung dieses Kondensators ist hiebei in der Weise eingerichtet, dass ein seitliche Öffnungen besitzendes Rohr vorgesehen ist, welches die Kühlnüssigkcit gegen die Wand des Kondensators derart austreten lasst, dass dieselbe in kreisende Bewegung gerät, wobei sie durch einen Dampfeinlass entsprechend temperiert werden kann. Bei den Ableitungen der Kühlflüssigkeit sind ferner Temperatur-Reglerventile (bekannter Konstruktion) eingeschaltet, welche den Eintritt des Kühlmittels erst nach Erreichung der höchst zulüssigen Temperatur selbsttätig freigeben und ihn nach Sinken auf niedrigst zulässige Temperatur in gleicher Weise absperren.
Behufs leichterer Reinigung des Kondensators kfinnen über die ganze Lange desselben Öffnungen mit Flanschonverschraubungen angeordnet sein.
Die Zeichnung zeigt in Fig. 1 den Kondensator im Längsschnitte und in Fig. 2 im
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ri!"' Fig. t und 5 stellen einen Kondensator mit durch Flanschenverschraubungen ver- schlossenen Reinigungsoffnungen im Que@schnitte bezw. in Ansicht dar.
Der Kondensator 1 besitzt zwei Querwände 2, durch welche drei Kammern gebildet werden. Die beiden Endkammern 3 und- stehen durch in die Wände 2 eingesetzte,
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Stauen der Dämpfe in den Kondensatorrohren 6 stattfindet. Infolge der nahezu horizontalen Lage der Kondensatorrohre bleiben die Dämpfe länger mit den kühlenden Rohrwänden in Berührung und werden in den engen Rohren in möglichst kleinen Partien gekühlt und dadurch gereinigt.
Die nicht kondensierten Dämpfe gelangen aus den Rohren 6 in die zweite Endkammer 4 des Kondensators und gehen durch das Rohr 10 zu weiterer Be-
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Kondensators durch ein mit seitlichen Öffnungen versehenes Rohr 14 derart gegen die Wand des Kondensators aus, dass die Kühlflüssigkeit in kreisende Bewegung gerät, wodurch im ganzen Raume 5 gleichmässige Temperatur erzielt wird. Durch eine mit Ventil versehene Leitung 15 kann Dampf eingeführt werden, um das Wasser beim Beginne der Kondensation vorzuwärmen und die Kondensation nicht in ihrem Verlaufe durch zou haltes Wasser zu behindern, so dass gleich zu Anfang dio Kondensation bei einer der Siedetemperatur der Dämpfe nahen Temperatur erfolgt.
Um die Temperatur der Kühlflüssigkeit stets nahe der Siedetemperatur der zu kondensierenden Dämpfe zu erhatten, sind TemperaturReglerventile 16 bekannter Konstruktion oingescbattct, welche bei normaler Temperatur geschlossen sind und den Austritt der Kühlflüssigkeit absperren, wodurch auch der Eintritt frischer Kühlflüssigkeit durch das Rohr 14 verhindert ist. Steigt dio Temperatur der Kühlflüssigkeit im Kondensator über das zulässige Höchstmass, so öffnet sich das Ventil M, so
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in den Kondensator eintreten kann. 17 ist ein Thermometer und 18 ein Ahlassbahn für die Küblflüssigkeit.
Sollte das zum Kühlen verwssudete Wasser Verunreinigungen absetzen, so werden über die ganze Länge des Kondensators entsprechend grosse Öffnungen 19 angeordnet, welche durch auf Flanschen 20 aufgeschraubte Deckel 21 geschlossen werden und durch welche eine Reinigung leicht stattfinden kann.
PATKNT-ANSPRÜr-HK :
1. Kondensator für gemischte Dämpfe, insbesondere einen durch Vor- und Nachlauf verunreinigten Spiritusdampf, gekennzeichnet durch die Anordnung einer unten abgeschtitxten Vollwand oder eines nach vorn geneigten Siebes in der Eintrittskammer, sowie durch die Anordnung einer Anzahl von verhältnismässig langen, engen, nahezu horizontal liegenden Rohren, deren Gesamtquerschnitt kleiner ist als jener des Zuleitungsrohres für die zu