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Verladeeinrichtung für Stapel- bzw. Stückgüter
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Im innerbetrieblichen Transportwesen sind ähnliche Schwierigkeiten zu überwinden, selbst wenn die
Verlade- bzw. Stapelarbeiten mit modernen Transportmitteln, wie Hubstaplern od. dgl. ausgeführt wer- den. So benötigen Hubstapler üblicher Bauart verhältnismässig viel Platz, um zwischen den Regalen in
Lagerräumen die zum Ent-bzw. Beladen der Regale erforderliche seitliche Wendung auszuführen. Bei be- sonders beengten Platzverhältnissen wirkt sich dies dahingehend aus, dass der Hubstapler zwischen den Re- galen nicht um volle 900 gewendet werden kann, so dass die aufgestapelten Lagergüter nicht winkelrecht zur Grundfläche der Regale zu liegen kommen und somit wesentlich mehr Ladefläche beanspruchen.
Darüber hinaus ist die Tragfähigkeit aller Verladegeräte mit Auslegern, also auch der Hubstapler, im Hinblick auf die Kippgefahr beschränkt, wobei die Forderung, die Breiten- und Längenabmessung dieser Fahrzeuge möglichst gering zu halten, eine weitere Einschränkung bedeutet. Vor allem aber kann mit Hubstaplern üblicher Bauart aus den erwähnten Gründen nur eine geringe Stapeltiefe erreicht werden, so dass sich ein überaus ungünstiges Verhältnis der tatsächlich für Lagerzwecke benutzbaren Fläche zur befahrbaren Fläche des Lagerraumes ergibt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter Vermeidung der Nachteile der bekannten Einrich- tungen eine universell verwendbare Verladeeinrichtung zu schaffen, die bei grösserer Tragfähigkeit und Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Niveauverhältnisse der Ladeflächen auch grössere seitliche Ab- stände der Ladeflächen zu überbrücken gestattet. Durch verringerten Zeit- und Arbeitsaufwand für den Verladevorgang soll auch eine erhöhte Wirtschaftlichkeit der Verladeeinrichtung erreicht werden.
Zu diesem Zweck bedient sich die Erfindung einer ausfahrbaren, höhenverstellbaren. vorzugsweise horizon- talen Ladebrücke mit einem feststehenden und zumindest einen teleskopartig ausziehbaren Brückenfeld sowie einem etwa über die gesamte Länge der Ladebrücke durchlaufenden Gleis für eine Laufkatze mit vorzugsweise eigens höhenverstellbarer Ladeplattform, wobei die Ladebrücke in ausgefahrenem Zustand mit ihrem freien Ende auf der das Ladegut unterstützenden Ladefläche aufliegt.
Auf Grund dieser Ausbildung beansprucht die Verladeeinrichtung bei eingefahrener Ladebrücke aussergewöhnlich wenig Platz, wogegen bei ausgefahrener Ladebrücke statisch die Wirkung eines Trägers auf zwei Stützen erreicht wird, so dass beiAnnahme gleicher tragender Brückenquerschnitte bzw. Widerstandsmomente dieser Querschnitte gegenüber einem einseitig eingespannten Ausleger gleicher Länge annähernd die vierfache Belastbarkeit erzielt wird. Ausserdem sind beide Auflager nur durch vertikale Kräfte belastet, so dass keinerlei Kippmomente auftreten und jede zusätzliche Unterstützung der beiden Ladeflächen entbehrlich wird.
Die Höhenverstellbarkeit der Ladebrücke ermöglicht in einfacher Weise einen Niveauausgleich der beiden Ladeflächen, so dass z. B. auch das Entladen oder Beladen von Fahrzeugen mit verschieden hohem Ladeniveau keinerlei Schwierigkeiten bereitet.
In gleicherWeise kann selbstverständlich auch die durch die Fahrzeugfederung bedingte Niveauänderung der beiden Ladeflächen zueinander während des Platzwechsels des Ladegutes ausgeglichen werden. Ein weiterer Vorteil der Ladebrücke gemäss der Erfindung besteht auch darin, dass der Abstand der beiden Ladeflächen, zwischen denen der Platzwechsel des Transportgutes stattfindet, wesentlich grösser als bisher gewählt werden kann, so dass im Falle des kombinierten Strassen-Bahnfrachtverkehrs die bisher erforderliche enge Annäherung der beiden Ladeflächen vermieden werden kann, beim Stapeln von Gütern in Lagerräumen od. dgl. hingegen wesentlich grössere Stapeltiefen erzielt werden können.
Besondere Vorteile bietet die höhenverstellbare Ausbildung der Ladeplattform der Laufkatze, wenn die oben erwähnten einheitlichen Transportbehälter für den Haus-zu-Haus-Güterverkehr bzw. palettierte Stapelgüter für den innerbetrieblichen Verkehr Verwendung finden. Alle diese Behälter weisen an ihrer Unterfläche Stützen auf, mit denen sie auf der Ladefläche aufliegen, so dass zwischen letzterer und der Unterfläche der Behälter genügend Raum zum Einfahren der Ladebrücke vorhanden ist.
Nach Unterfahren des Behälters durch die Laufkatze kann dieser somit ohne Verwendung irgendeines Hilfsmittels durch Anheben der Ladeplattform der Laufkatze von seiner Unterlage abgehoben, auf die an- dere Ladefläche übergeführt und dort mittels derladeplattform wieder abgesenkt werden. Wegen der kleinen Förderhübe beim Heben und Senken des Behälters ist auch der hiefür erforderliche Leistungsaufwand äusserst gering. Im Zusammenhang mit der verkürzten Verladezeit stellt dies einen nicht unwesentlichen wirtschaftlichen Vorteil dar.
In vielen Fällen kann es sich als zweckmässig erweisen, in weiterer Ausgestaltung der Erfindung die Ladebrücke, vorzugsweise um eine vertikale Achse, schwenkbar auszubilden. Auf diese Weise können auch Verladeprobleme bewältigt werden, die dann entstehen, wenn die beiden Ladeflächen, z. B. wegen beengter Platzverhältnisse, nicht in Parallellage zueinander gebracht werden können, sondern einen beliebigen Winkel miteinander einschliessen.
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Vorzugsweise ist gemäss der Erfindung vorgesehen, dass die Ladebrücke, z. B. durch Anordnung an einem Lastkraftwagen, einem Hubstapler od. dgl. fahrbar ausgebildet ist. Diese Massnahme bedingt eine ausserordentliche Vereinfachung und Rationalisierung für den Stückgüterverkehr in allen seinen Erscheinungsformen. Insbesondere für den Haus-zu-Haus-Transport ergeben sich neue und vielseitige Kombina- tionsmöglichkeiten.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung besteht jedes ausziehbare Brückenfeld aus einem Paar symmetrisch einander gegenüberliegender Längsträger mit C-Profil, deren untere Flanschen einen schienenkopfartigen Ansatz zur Bildung des durchgehenden Gleises aufweisen, wobei die gegen das freie Ende der Ladebrücke hin abgestuften Profilabmessungen der Längsträger aufeinanderfolgender Brückenfelder ein Ineinanderschieben sämtlicher Längsträger gestatten. Die Ladebrücke erhält durch diese Ausbildung bei exakter Führung der ausziehbaren Brückenfelder eine hohe Tragfähigkeit, wobei auch mit einer verhältnismässig kleinen Überlappung der Träger aufeinanderfolgender Brückenfelder im ausgefahrenen Zustand der Ladebrücke das Auslangen gefunden wird. Zugleich bleibt auch das durchgehende Gleis für die Laufkatze frei von Schienenstösse.
Eine bevorzugte Ausführungsvariante der Erfindung besteht darin, dass die Laufkatze zylindrische Laufrollen besitzt, deren Breite der Gesamtbreite des von den Ansätzen sämtlicher Längsträger bei eingefahrener Ladebrücke gebildeten Gleises entspricht, wobei die Laufkatze längs der oberen Flanschen der
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gen Ausbildung der Ladebrücke ist somit eine einwandfreie Führung der Laufkatze über die gesamte Brükkenlänge gewährleistet.
Erfindungsgemäss kann weiters bei Verwendung einer mit höhenverstellbarer Ladeplattform versehenen Laufkatze die Ladeplattform beidseits über die Laufrollen der Laufkatze hinausragen und im abgesetzten Zustand auf den oberen Flanschen der Längsträger des darunter befindlichen Brückenfeldes aufliegen, wobei die z. B. hydraulisch höhenverstellbaren Laufrollen von den Gleisen der Ladebrücke abgehoben sind. Man erreicht dadurch auf einfache Weise eine Lagesicherung der Laufkatze während der Fahrt des mit der Verladeeinrichtung versehenen Transportfahrzeuges.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann bei Anordnung der Ladebrücke an einem Lastkraftwagen vorgesehen sein, dass die Ladebrücke am Rahmen des Lastkraftwagens unter Zwischenschaltung einer Hebevorrichtung, z. B. eines hydraulischen bzw. pneumatischen Arbeitszylinders, allenfalls drehbar angeschlossen ist. Ein derart ausgerüsteter Lastkraftwagen braucht nicht bis unmittelbar an die Ladefläche, mit der der Güteraustausch erfolgen soll, herangefahren werden, da die Verladeeinrichtung auch grössere Abstände überbrückt, und der anschliessende Niveauausgleich sowie das Ausfahren der Brücke können mühelos und mit geringem Zeitaufwand vom Führerstand des Kraftfahrzeuges aus vorgenommen werden. Durch die einfacheBedienungsweise der Verladeeinrichtung können in den meisten Fällen auch zusätzliche Arbeitskräfte eingespart werden.
Ein weiterer Vorzug der genannten Ausführungsvariante besteht darin, dass die Verladeeinrichtung auch nachträglich an Lastkraftwagen üblicher Bauart angebracht werden kann, ohne dass hiezu kostspielige Umbauten erforderlich wären. Die Ladebrücke kann gegebenenfalls auch unter das Niveau der Ladefläche versenkbar sein, so dass ein solcherart ausgerüstetes Fahrzeug auch ohne weiteres für den normalen Güterverkehr verwendet werden kann.
Bei Anordnung der Ladebrücke an einen Hubstapler ergibt sich erfindungsgemäss die Möglichkeit, die Ladebrücke an der Hebevorrichtung des Hubstaplers, vorzugsweise in Querlage zur Längsachse des Hubstaplers, anzuschliessen und gegebenenfalls nach beiden Seiten ausfahrbar auszubilden. Man erzielt dadurch in Lagerräumen eine wesentliche Einsparung an befahrbaren Flächen, da das Wenden des Hubstaplers in den Gängen zwischen den Regalen entfällt und die Breite dieser Gänge nur der Breite des Hubstaplers entsprechend bemessen werden muss.
Wegen der erzielbaren grösseren Stapeltiefe können auch wesentlich mehr Reihen der zu stapelnden Stückgüter hintereinander angeordnet werden, wodurch auch der Abstand aufeinanderfolgender befahrbarer Gänge erheblich vergrössert wird. Da in der Industrie häufig ein fühlbarer Mangel an Laderaum besteht, kommt der solcherart erzielbaren besseren Raumausnutzung eine nicht zu unterschätzende wirtschaftliche Bedeutung zu.
In den Zeichnungen sind mehrere im nachfolgenden näher erläuterte Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigen Fig. 1 eine bevorzugte Ausführungsvariante der Verladeeinrichtung im Längsschnitt nach der Linie I-I in Fig. 2, die die Verladeeinrichtung im Querschnitt zeigt, Fig. 3 die Anordnung zum Entladen eines Güterwagens mittels der an einem Kraftfahrzeug angeordneten Verladeeinrichtung nach der Erfindung, Fig. 4 und 5 die Seiten- und Stirnansicht eines mit der erfindungsgemässen Verlade-
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einrichtung versehenen Hubstaplers und Fig. 6 eine schematische Darstellung des Ladevorganges beider Entnahme von Stapelgütem mittels eines erfingungsgemäss ausgerüsteten Gabelstaplers in ingesamt acht Phasen a - h. Fig.
7 zeigt einen Teilschnitt einer abgeänderten Variante der Verladeeinrichtung und Fig. 8 einen Längsschnitt hiezu nach der Linie VIII-VIII in Fig. 7. Eine weitere Variante zeigt Fig. 9, gleichfalls im Teilschnitt, und Fig. 10 dieselbe Variante in Seitenansicht. In den Zeichnungen sind alle für das Verständnis der Erfindung unwesentlichen Teile übersichtlichkeitshalber weggelassen.
Die Verladeeinrichtung nach Fig. l und 2 weist eine ausfahrbare horizontale Ladebrücke 1 auf, die aus einem feststehenden Brückenfeld 2 und zwei beweglichen Brückenfeldern 3 und 4 besteht, welch letztere gegenüber dem feststehenden Brückenfeld 2 teleskopartig ausziehbar ausgebildet sind. Das feststehende Brückenfeld 2 ist mittels eines zentral angeordneten Anschlussflansches 5 mit dem Arbeitskolben 6 eines hydraulischen Hebezylinders 7 verbunden, welcher in vertikaler Anordnung an dem durch zwei symmetrische C-Profile 8 angedeuteten Rahmen z. B. eines Kraftfahrzeuges befestigt ist.
Das feststehende Brückenfeld 2 besteht aus einer horizontalen Grundplatte 9, deren in Längsrichtung der Ladebrücke 1 verlaufende Ränder durch zweimalige Abkantung nach innen nach Art aufrecht stehender C-Profile geformt sind. Die Grundplatte 9 trägt an ihrer Oberseite zwei im Abstand voneinander längsverlaufende schienenkopfartige Ansätze 10. Das feststehende Brückenfeld 2 ist an der einen Stirnseite durch einen Querträger 11 rahmenartig versteift. Die beiden ausziehbaren Brückenfelder 3 und 4 bestehen je aus einem Paar symmetrisch einander gegenüberliegender Längsträger mit C-Profil, deren untere Flanschen in ähnlicher Weise wie das feststehende Brückenfeld 2 mit schienenkopfartigen Ansätzen 10'und 10"versehen sind. Die Brückenfelder 3 bzw. 4 weisen an ihren äusseren Enden je eine Querversteifung 29 bzw. 30 auf.
An der Querversteifung 30 kann gegebenenfalls die nicht dargestellte Einrichtung zur Längsverschiebung der beweglichen Brückenfelder angreifen. Die Profilhöhen und Flanschbreiten der Längsträger der beweglichen Brückenfelder 3 und 4 sind gegen das freie Ende der Ladebrücke 1 hin abnehmend abgestuft, so dass sich die Längsträger aufeinanderfolgender Brückenfelder jeweils mit geringem Spiel ineinanderschieben lassen. Die in eingefahrenem Zustand der Ladebrücke 1 unmittelbar nebeneinanderliegenden schienenkopfartigen Ansätze 10, 101 und 10", deren Laufflächen auf gleicher Höhe liegen, bilden durchgehende Gleise für die Laufrollen 12 einer Laufkatze 13.
Die Breite der Laufrollen 12 entspricht der Gesamtbreite der schienenkopfartigen Ansätze 10, 10'
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brücke 1 stets zumindest auf ein Paar dieser schienenkopfartigen Ansätze abstützt. Die Laufkatze 13 ist seitlich zwischen den oberen Flanschen der Längsträger der Ladebrücke 1 geführt. Hauptbestandteile der Laufkatze 13 sind eine ebene Ladeplattform 14, an deren Unterseite die Rollen 12 an Schwenkarmen 15 und 151 gelenkig gelagert sind. Die Schwenkarme 15 und 151 jeweils hintereinanderliegender Laufrollen 12 sind durch eine gelenkig angreifende Kuppelstange 19 miteinander verbunden, wobei an jedem Schwenkarm 151 das Verstellges änge 17 eines an der Unterseite der Ladeplattform 14 angelenkten hydraulischen Arbeitszylinders 18 gelenkig angreift.
Durch Betätigung dieses Arbeitszylinders 18 kann somit die Ladeplattform 14 der Laufkatze 13 in bezug auf die Laufrollen 12 angehoben und gesenkt werden.
Das Ein- und Ausfahren der Ladebrücke 1 sowie die Längsbewegung der Laufkatze 13 können unter Zuhilfenahme mechanischer, elektrischer oder hydraulischer Einrichtungen bekannter Art, welche hier nicht näher beschrieben sind, vorgenommen werden.
Die Ladebrücke 1 ist in Fig. 1 und 2 in eingefahrenem Zustand dargestellt, wobei sich der bereits auf das mit der Verladeeinrichtung ausgerüstete Fahrzeug verladene Transportbehälter 19, der mit
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LadeplattformFig. 3 verdeutlicht den Vorgang beim Umladen eines Transportbehälters 19 von der Ladefläche eines Flachbordgüterwagens 21 auf die Ladefläche eines Lastkraftwagens 22, der mit einer horizontalen Ladebrücke 1 gemäss der Erfindung ausgerüstet ist. Inder dargestellten Ladephase befindet sich der Transportbehälter 19 noch auf der Ladefläche des Güterwagens 21 und sind die beiden Brückenfelder 3 und 4 nach erfolgtem Niveauausgleich der Ladeflächen beider Fahrzeuge voll ausgefahren. Da das Ausfahren der Ladebrücke 1 in unbelastetem Zustand erfolgt, erübrigt sich jede Abstützung des Rahmens bzw. der Aufbauten des Lastkraftwagens 22. Die Laufkatze 13 befindet sich bereits in ab- gesenktem Zustand unter dem Transportbehälter 19.
Um den Transportbehälter 19 auf die Ladefläche des Lastkraftwagens 22 zu befördern, wird nun zunächst die Ladeplattform 14 der Laufkatze 13 soweit angehoben, dass sich die Fussleiste 20 des
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Behälters 19 von der Ladefläche des Güterwagens 21 abheben. Hierauf wird die beladene Laufkatze 13 über die Brückenfelder 4 und 3 der Ladebrücke 1 bis auf das feststehende Brückenfeld 2 zurückgefahren, so dass sich der Transportbehälter 19 in der strichliert angedeuteten Lage über der Ladefläche des Lastkraftwagens 22 befindet. Der Behälter 19 wird nun durch Absenken der Ladeplattform 14 der Laufkatze 13 auf die Ladefläche des Lastkraftwagens 22 abgesetzt. Nach Einfahren der beweglichen Brückenfelder 3 und 4 ist der Verladevorgang beendet und der Lastkraftwagen 22 übernimmt den Weitertransport des Behälters 19 an seinen Bestimmungsort.
Die Ladebrücke 1 bildet während des gesamten Ladevorganges einen Träger mit zwei Auflagern, so dass unter der Voraussetzung gleicher Brückenquerschnitte und Widerstandsmomente gegenüber Verladeeinrichtungen mit frei auskragenden Ausleger eine wesentlich grössere Belastbarkeit erzielt wird. Der durch die Gewichtsverlagerung beim Überführen der Last von der einen auf die andere Ladefläche sich einstellende Niveauunterschied der beiden Ladeflächen kann in einfacher Weise mittels der Höhenverstelleinrichtung der Ladebrücke 1 ausgeglichen werden.
In Anwendung der erfindungsgemässen Verladeeinrichtung auf das industrielle Transportwesen zeigen die Fig. 4 und 5 einen Hubstapler 23, der, in Abweichung von der bisher üblichen Ausführung, mit einer quer zur Längsachse des Fahrzeuges sich erstreckenden Verladeeinrichtung versehen ist. Diese besteht aus einer horizontalen Ladebrücke 1', die jedoch im Gegensatz zu den oben beschriebenen Ausführungsbeispielen der Erfindung ausser einem feststehenden Brückenfeld 2 zwei nach beiden Seiten ausfahrbare Brückenfelder 3'und 4'aufweist. Der Rahmen des Hubstaplers 23 ist im Bereich zwischen der Vorder- und Hinterachse des Fahrzeuges nach abwärts gekröpft, so dass ein durchgehender querliegender Einschnitt zur Aufnahme der Ladebrücke l'vorhanden ist.
Der Hubstapler 23 besitzt eine Hebevorrichtung, die im vorliegenden Fall vier vertikale Streben 24 aufweist, längs derer die Ladebrücke l' in vertikaler Richtung geführt ist, wobei zum Heben und Senken der Ladebrücke l'an sich bekannte, in den Zeichnungen nicht dargestellte Einrichtungen Verwendung finden.
Wie Fig. 5 verdeutlicht, kann der Abstand zwischen gegenüberliegenden Reihen von Stapelgütern bei Verwendung eines erfindungsgemäss ausgerüsteten Hubstaplers 23 ausserordentlich gering gehalten werden, da ein Wenden des Fahrzeuges wegen der Querlage der Ladebrücke l'nicht mehr erforderlich ist.
Zugleich wird auch eine wesentlich grössere Stapeltiefe als mit üblichen Hub- bzw. Gabelstaplern erreicht, und können ohne jede Kippgefahr auch Stückgüter erheblich grösseren Gewichts gestapelt werden,
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Nebeneinanderstapeln der Lagergüter bei besserer Ausnutzung der vorhandenen Lagerfläche.
Bei stirnseitiger Anordnung der erfindungsgemässen Verladeeinrichtung an einem Gabelstapler 25 herkömmlicher Bauart ist die Ladebrücke 1 an Stelle der Gabel an der Hebevorrichtung 26 des Fahrzeuges befestigt. Die schematische Darstellung zeigt die Aufeinanderfolge der einzelnen Ladephasen a - h bei der Entnahme eines in dritter Reihe aufgestapelten Behälters 27 aus einem Lagerraum. Der Gabelstapler 25 wird zunächst mit hochgefahrener Ladebrücke l'an die vorderste Stapelreihe 28 herangefahren (Phase a). Die Brückenfelder 3 und 4 werden hierauf ausgefahren und die Hebevorrichtung 26 soweit abgesenkt, dass dass freie Ende des Brückenfeldes 4 auf dem unter dem Behälter 27 befindlichen Behälter auflagert. Nun wird die Laufkatze 13 unter den Behälter 27 ausgefahren (Phase b).
Die Plattform der Laufkatze 13 wird hierauf angehoben, so dass sich der Behälter 27 von seiner Unterlage abhebt (Phase c). Der auf die Laufkatze verladene Behälter 27 wird nun auf das feststehende Brückenfeld 2 zurückgezogen (Phase d) und die Ladeplattform 14 auf das feststehende Brückenfeld 2 abgesenkt (Phase e). Nach Einfahren der Ladebrücke 1 (Phase f) und Rückfahrt des Gabelstaplers 25 (Phase g) kann die Ladebrücke samt dem Behälter 27 mittels der Hebevorrichtung 26 abgesenkt werden (Phase h). Der Gabelstapler 25 ist nunmehr für den Weitertransport des Behälters 27 bereit.
In speziellen Fällen kann eine besonders steife Ausführung der Ladebrücke erwünscht sein. Diesen Anforderungen entspricht z. B. die Ausführungsvariante der Ladebrücke gemäss Fig. 7 und 8. Bei dieser sind die oberen längsverlaufenden Ränder der Brückenfelder 2, 3 und 4 durch eine weitere Abkantung nach abwärts gebogen, wodurch ausser einer Versteifung der Brückenfelder 2, 3 und 4 auch noch eine verbesserte Führung dieser zueinander längsverschieblichen Teile erzielt wird. Bei dieser Variante sind ausserdem die Profile des Brückenfeldes 4 an ihrem freien Ende geschlossen, wodurch sich eine weitere Versteifung der Ladebrücke ergibt. In ähnlicher Weise können auch die inneren Enden des feststehenden Brückenfeldes 2 versteift werden.
Bei der Variante der Fig. 9 und 10 sind die Schienen 10, 10'und 10" für die Laufkatze 13 bei-
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derseits der Ladebrücke aussenliegend angeordnet. Die Brückenfelder 2, 3 und 4 bestehen bei dieser Ausführung aus durchgehenden Platten, deren nach unten und nachfolgend zweimal gegensinnig gekröpfte seitliche Ränder tiefliegende Schienen 10, 101 und 10" bilden. Das mittlere Brückenfeld 3 ist durch weitere Kröpfungen seines Querschnittes noch zusätzlich versteift. Die tiefliegende Anordnung der Schienen ermöglicht es, die gesamte Querschnittshöhe der Ladebrücke 1 einschliesslich der Laufkatze zu verringern.
Weiters ergibt sich durch die Verwendung von durchgehenden Platten für die Brückenfelder 2, 3 und 4 eine ausserordentlich starre und verwindungssteife Konstruktion der Ladebrücke.
Die beschriebenen Ausführungsbeispiele stellen nur eine Auswahl der zahlreichen möglichen Ausführungsvarianten und-kombinationen im Rahmen der Erfindung dar. So besteht insbesondere bezüglich der Querschnittsgestaltung der Ladebrücke und der Ausführung ihrer Anschlussteile sowie hinsichtlich der speziellen Gestaltung der Laufkatze keinerlei Beschränkung.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verladeeinrichtung für Stapel-bzw. Stückgüter, insbesondere Behälter für den Haus-zu-HausTransport, gekennzeichnet durch eine ausfahrbare, höhenverstellbare, vorzugsweise horizontale Ladebrücke (l, 1') mit einem feststehenden (2) und zumindest einen teleskopartig ausziehbaren Brückenfeld (3, 3') sowie einem etwa über die gesamte Länge der Ladebrücke (l, 11) durchlaufenden Gleis für eine Laufkatze (13) mit vorzugsweise eigens höhenverstellbarer Ladeplattform (14), wobei die Ladebrücke (l, 1') in ausgefahrenem Zustand mit ihrem freien Ende auf der das Ladegut unterstützenden Ladefläche aufliegt.
2. Verladeeinrichtung nachAnspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die Ladebrücke (1), vorzugsweise um eine vertikale Achse, schwenkbar ausgebildet ist.