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Tascheninhaliergerät
Für Tascheninhaliergeräte kennt man Druckpatronen, sogenannte Aerosol-Druckpatronen, die ein Heilmittel zusammen mit einem Druckgas enthalten und ein Ventilrohr am oberen Ende tragen, das gegen den Druck einer Feder in die Patrone hineingedrückt wird und dadurch einen Sprühstrahl des zu inhalierenden Heilmittels abgibt.
Man kennt auch bereits Sprühköpfe, die auf diese Druckpatronen aufgesetzt werden und den austretenden Sprühstrahl in feiner Verteilung umlenken, und mit einem in den Mund des Benutzers einzuführenden Mundrohr versehen sind, das vorzugsweise seitliche Löcher aufweist, um dem Benutzer das Atmen während des Inhalierens zu ermöglichen.
Die Erfindung betrifft ein Tascheninhaliergerät, das in bekannter Weise eine Aerosol-Dluckpatrone der oben genannten Art, ein davon getrenntes, vorzugsweise mit seitlichen Löchern versehenes Rohrstück zum Einführen in den Mund des Benutzers und einen in dieses Mundrohr eingebauten Sprühkopf enthält und dessen Hauptkennzeichen darin besteht, dass es einen hülsenförmigen Patronenhalter aufweist, in den die Patrone und bei Nichtgebrauch des Gerätes auch das Mundrohr unter Überdeckung seiner seitlichen Löcher einschiebbar ist und der als Verlängerung seines Mantels einen seitlichen zungenförmigen Ansatz besitzt, der bei Nichtgebrauch des Gerätes auch den in das Mundrohr seitlich quer zu dessen Achse eingebautem Sprühkopf abdeckt,
hingegen beim Gebrauch des Gerätes als Führungsschiene für den den Sprühkopf enthaltenden Endteil des Mundrohres zur Sicherung der richtigen Lage des Sprühkopfes in bezug auf die Druckpatrone bzw. deren Ventilrohr dient.
Die Möglichkeit, das Mundrohr in den Patronenhalter einzuschieben, gewährleistet in der versorgten Lage des Gerätes einen zuverlässigen Schutz des Mundrohres vor Berührung und besonders vor Verstaubung. Der als Führungsschiene wirkende Ansatz des Patronenhalters bietet die Möglichkeit, das Mundrohr nach Herausziehen aus dem Patronenhalter und Drehung um 90 von oben her so weit und in solcher Weise einzuschieben, dass der Sprühkopf mit einem inneren Begrenzungsanschlag gegen den oberen Rand des Ventilrohres del Patrone stösst und das Mundrohr auf der dem Ansatz des Patronenhalters abgekehrten Seite etwa im rechten Winkel von dem Halter wegzeigt. Das den Sprühkopf enthaltende Ende des Mundrohres hat zweckmässig die Form eines Knaufs, wodurch es möglich wird, dass der Benutzer das Mundrohr auf den Halter auch im Dunkeln aufsetzen kann.
Ferner weist der Patronenhalter innen zweckmässig eine die Patrone gegen unbeabsichtigtes Herausgleiten sichernde Haltevorrichtung auf. Die Haltevonichtung kann aus einer oder mehreren Auflaufrippen bestehen, zwischen denen die Patrone beim Einstecken in den Patronenhalter eingeklemmt wird.
Das Mundrohr ist vorzugsweise mit Passsitz in den Patronenhalter einsetzbar und tlägt zwischen den Luftlöchern und dem Sprühkopf einen etwa 3 seines Umfanges ausmachenden Ringwulst, der bei zusammengesetztem Gerät mit dem oberen Rand des Patronenhalters zusammen einen dichten Abschluss ergibt.
An Hand der Zeichnung soll das Gerät noch näher erläutert werden. Dabei zeigen in den Zeichnungen : Fig. 1 die Aerosol-Druckpatrone in Seitenansicht, Fig. 2 das Mundrohr im Längsschnitt mit einer Aussparung zur Aufnahme des Sprühkopfes, Fig. 3 den Sprühkopf selbst ebenfalls im Längsschnitt, Fig. 4 den Patronenhalter im Längsschnitt, Fig. 5 in perspektivischer Darstellung den Patronenhalter aufrechtstehend mit einer darin eingesetzten Patrone, Fig. 6 ebenfalls aufrechtstehend das Mundrohr für sich allein, Fig. 7 diese beiden Teile beim Zusammenstecken ausser Gebrauch, kurz bevor die Luftlöcher überdeckt werden und Fig. 8 in perspektivischer Seitenansicht den Patronenhalter und das Mundrohr fertig zum Gebrauch.
In den Zeichnungen ist mit das Mundrohl bezeichnet, das nach seinem rückwärtigen oder oberen Ende hin seitliche Löcher aufweist, durch die der Benützer des Gerätes Luft einatmen kann, wenn er das Rohrstück mit dem offenen Ende im Mund hält. An diesem Mundrohr ist ausserdem eine seitliche Ausnehmung 3 vorhanden, die durch eine Längsbohrung 4 mit dem oberen Teil des Rohrstückes 1 in Verbindung steht.
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In die Ausnehmung 3 wird zum Gebrauch der Sprühkopf eingesetzt, der nicht genau zylindrisch ist, sondern eine seitliche Abflachung 6 parallel zu seiner Achse hat. In einer zylindrischen Bohrung 7 des
Sprühkopfes ist ein Rohrstutzen 8 vorgesehen, dessen Innendurchmesser so gewählt ist, dass der Benutzer das Ventilrohr 12 der Druckpatrone 11 ein Stück hineinstecken kann, jedoch nur bis zu dem Ansatz 9.
Etwa tiefer in der Bohrung des Rohrstutzens 8 ist im Sprühkopf eine seitliche Bohrung 10 vorgesehen, die im Bereich der Bohrung 4 des Mundrohres 1 endet.
Statt das Mundrohr 1 und den Sprühkopf 5 gesondert anzufertigen und ineinander einzusetzen, können beide auch aus einem einzigen Stück bestehen.
Das Ventilrohr 12 gehört zu einem sogenannten Dosierventil, z. B. einem sogenannten Emson-Ventil, das an sich bekannt ist.
Der Patronenhalter 13 ist in Fig. 4 gezeigt ; sein Innendurchmesser ist so gewählt, dass er mit Passsitz das Mundrohr 1 aufnehmen kann. Er trägt am oberen Ende einen zungenförmigen Ansatz 14 und innen unten eine oder mehrere Auflaufrippen 16 zum Festklemmen der Druckpatrone 11, wenn diese vor dem Aufsetzen des Mundrohres 1 eingesteckt wird.
Zum Gebrauch zieht nun der Benutzer das Rohrstück 1, das in den Patronenhalter 13 eingesetzt worden ist und darin die Druckpatrone 11 umgibt, jedoch in dieser Lage mit seinem oberen Ende nicht gegen das Ventilrohr 12 der Patrone drücken kann, aus dem Patronenhalter heraus. Fig. 5 zeigt den Halter nachdem das Mundrohr herausgezogen und die Druckpatrone 11 sichtbar geworden ist.
Nun nimmt der Benutzer das Mundrohr 1 in den Mund, steckt von der Seite oder von unten her das Ventilrohr 12, das aus dem Patronenhalter herausragt, in den Stutzen 8 des Sprühkopfes und drückt zwischen Daumen und Zeigefinger das quergestellte Mundrohr und die Patrone 11 mit dem Patronenhalter 13 derart zusammen, dass das Ventilrohr 12 etwas ins Innere der Patrone 11 hineingedrückt wird. Dadurch tritt ein Sprühstrahl aus dem Ventilrohr 12 und durch die Bohrungen 4 und 10 in das Mundrohr 1.
Der Benützer atmet den Inhalt dieses Sprühstrahles mit der durch die Löcher 2 eintretenden Luft ein.
Das Zusammendrücken wird durch den am Endteil des Mundrohres ausgebildeten Knauf 15 erleichtert.
Del zungenförmige Ansatz 14 des Patronenhalters hält den Sprühkopf 5, wenn er nicht mit dem Mundrohr 1 ein Ganzes bildet, in der Ausnehmung 3 bei Nichtgebrauch fest.
Zum besseren Abdichten des Mundrohres mit dem Patronenhalter bei Nichtgebrauch des Gerätes ist der über : des Umfanges reichende Ringwulst 18 an dem Mundrohr 1 angebracht. Dieser Wulst verschliesst zusammen mit dem oberen Rand 17 des Patronenhalters an dieser Stelle den Halter und überdeckt insbesondere die Luftlöcher 2.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Tascheninhaliergerät mit vorzugsweise zylindrisch gestalteter, ein Ventilrohr aufweisender AerosolDruckpatrone, einem davon getrennten vorzugsweise mit seitlichen Löchern versehenen Rohrstück zum Einführen in den Mund des Benutzers und einem in dieses Mundlohi eingebauten Sprühkopf, gekennzeichnet durch einen hülsenförmigen Patronenhalter (13), in den die Patrone (11) und bei Nichtgebrauch des Gerätes auch das Mundrohr (1) untei Überdeckung seiner seitlichen Löcher (2) einschiebbar ist und der als Verlängerung seines Mantels einen seitlichen zungenförmigen Ansatz (14) besitzt, der bei Nicht-
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Endteil (15)
des Mundrohres zur Sicherung der richtigen Lage des Sprühkopfes in bezug auf die Druckpatrone bzw. deren Ventilrohr (12) dient.