AT247783B - Nach dem Blasverfahren hergestellter Behälter, insbesondere Treibstoffbehälter, aus hochmolekularen, thermoplastischen Polyamiden - Google Patents

Nach dem Blasverfahren hergestellter Behälter, insbesondere Treibstoffbehälter, aus hochmolekularen, thermoplastischen Polyamiden

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AT247783B
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AT755064A
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Wilhelm Dr Hechelhammer
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Bayer Ag
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  • Cooling, Air Intake And Gas Exhaust, And Fuel Tank Arrangements In Propulsion Units (AREA)
  • Blow-Moulding Or Thermoforming Of Plastics Or The Like (AREA)
  • Containers Having Bodies Formed In One Piece (AREA)

Description


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   Nach dem Blasverfahren hergestellter Behälter,   insbesondere Treibstoffbehälter,   aus hochmolekularen, thermoplastischen Polyamiden 
Behälter aus hochmolekularen, thermoplastischen Kunststoffen mit grossen Abmessungen können in der Technik für eine Vielzahl von Verwendungszwecken eingesetzt werden, bei welchen beispielsweise das geringe Gewicht der Behälter gegenüber solchen aus   herkömmlichen Werkstoffen,   die geringere Korrosionsanfälligkeit und die günstigen mechanischen Eigenschaften sowie die Möglichkeit, in einfachen Arbeitsgängen praktisch beliebig geformte Behälter herzustellen, vorteilhaft ist. Man erhält so Transportbehälter aller Art für die verschiedensten Stoffe.

   Behälter aus thermoplastischen Kunststoffen finden besonderes Interesse als Treibstoffbehälter, wie Kanister und Tanks, für die Verwendung in Kraftfahrzeugen, Schienenfahrzeugen u. dgl., da die hiefür bisher im wesentlichen verwendeten, metallischen Behälter schwer, unhandlich, korrosionsanfällig und bei Bränden explosionsgefährdet sind. 
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 fache und wirtschaftliche Weise praktisch nur nach dem Blasverfahren hergestellt werden, bei welchem ein Abschnitt eines extrudierten Schmelzschlauches des thermoplastischen Kunststoffes in einer Form aufgeblasen wird. Auf diese Weise ist es z. B. möglich, Reservekanister u. dgl. aus Polyäthylen herzustellen. Diese weisen jedoch eine Reihe von Nachteilen auf, die ihre uneingeschränkte Verwendung zur Handhabung und Aufbewahrung von Treibstoffen bedenklich erscheinen lassen.

   Trotzdem hat man sich in Anbetracht der mit der Verwendung thermoplastischer Kunststoffe sonst verbundenen Vorteile über diese Nachteile hinweggesetzt und das Polyäthylen, welches auf Grund seiner hohen Schmelzviskosität leicht nach dem Blasverfahren verformt werden kann, zur Herstellung von Treibstoffbehältern mit maximal 5   l   Inhalt verwendet. 



   Die Bedenken, welche der Verwendung von Polyäthylen für derartige Zwecke entgegenstehen, bestehen insbesondere   darin, dass   das Polyäthylen z. B. nur bedingt kohlenwasserstoffbeständig ist. Aliphatische und aromatische Kohlenwasserstoffe werden mit steigender Temperatur in zunehmendem Masse von Polyäthylen aufgenommen und gelangen durch Diffusion aus dem Behälter nach aussen. Auf diese Weise können beträchtliche Verluste an Treibstoff auftreten. Darüber hinaus ist bei Polyäthylen infolge seines hohen spezifischen   oberflächenwiderstandes   und infolge der sehr langsamen Ableitung einer auf der Oberfläche befindlichen elektrischen Ladung mit hohen elektrostatischen Aufladungen und infolgedessen auch mit Funkenbildung zu rechnen.

   Schliesslich sind die Wärmebeständigkeit und die Abriebsfestigkeit des Polyäthylens nicht besonders hoch und entsprechen nicht immer den Anforderungen. Insbesondere wegen 
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   Die Verwendung anderer Werkstoffe als Polyäthylen zum Herstellen von Treibstoffbehältern der er-   forderlichen Abmessungen   scheitert daran, dass die hiefür in Frage kommenden Kunststoffe nach dem Blasverfahren nicht einwandfrei verformt werden können. 



   Die Erfindung betrifft nach dem Blasverfahren hergestellte Behälter, insbesondere Treibstoffbehälter. 
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 hoher Schmelzviskosität mit einem Molekulargewicht von mindestens 40000, vorzugsweise 50000 bis   60 000,   bestehen, wobei diese einen Gehalt an Vernetzungsmitteln, insbesondere in Mengen von 0, 2 bis
2%, vorzugsweise 0,   4-1'%), aufweisen.   



   Es sind zwar bereits kanisterartige Behälter aus Polyestern und ebenso Kunststoffbehälter, insbesondere
Benzinkanister aus Kunststoff, beschrieben worden. Jedoch ist durch keine dieser Veröffentlichungen die erfindungsgemässe Verwendung hochmolekularer, thermoplastischer Polyamide hoher Schmelzviskosität für die Herstellung solcher Benzinkanister nahegelegt. Ausserdem können grosse Behälter aus den bekann- ten Polyamiden niederer   Schmelzviskosität'nach   dem Blasverfahren nicht ohne weiteres hergestellt wer- den. 



   Die erfindungsgemäss verwendeten Polyamide sind vernetzte Polyamide mit Molekulargewichten von mindestens   40 000,   so dass diese noch thermoplastischen Polyamide eine hohe Schmelzviskosität besitzen. 



   Infolgedessen können mit diesen Polyamiden Behälter in Grössen mit 60 und mehr Liter Inhalt nach dem
Blasverfahren hergestellt werden. 



   Diese Behälter zeichnen sich durch hohe Benzinfestigkeit und Beständigkeit gegen die meisten Lö- sungsmittel, wie Ester, Ketone und Äther, gegen mineralische, animalische und vegetabilische Öle sowie gegen wässerige Lösungen von Salzen und nicht zu konzentrierten Alkalien aus. Die mechanische und thermische Festigkeit der Behälter ist sehr gut und ihre Beständigkeit gegen Abrieb ungewöhnlich hoch. 



   Gleitverhalten und   Oberflächenhärte sind ausgezeichnet.   



   Behälter gemäss der Erfindung sind daher für eine Vielzahl von Anwendungsgebieten hervorragend ge- eignet. Sie können rauhen Transportbedingungen ausgesetzt werden und sind infolge ihrer hohen Ver- schleissfestigkeit ausserordentlich wirtschaftlich. Darüber hinaus sind sie infolge ihrer geringen Wärmeleit- fähigkeit auch   im Falle einer Entzündung   darin gelagerter Treibstoffe ausserordentlich sicher. Eine Defor- mation bzw. Zerstörung des Behälters findet, wenn überhaupt, dann nur nach einer Brenndauer von vielen Stunden statt. Eine Diffusion und damit ein Verlust an Treibstoff tritt selbst bei mehrstündigem Erhitzen eines   gefülltenBehälters   praktisch nicht ein.

   Ebenso günstig sind die elektrischen Eigenschaften der erfin-   dungsgemässenBehälter.   Infolge ihres geringen spezifischen Oberflächenwiderstandes findet die Ableitung einer auf der Oberfläche befindlichen Ladung innerhalb weniger Sekunden statt. Die schon an sich sehr viel niedrigeren Aufladungen werden in kürzester Zeit abgeleitet, so dass die Gefahr der Bildung eines zündfähigen Funkens weitgehend zurückgedrängt ist. 



   Geeignete hochmolekulare Polyamide hoher Schmelzviskosität zur Herstellung der erfindungsgemässen Behälter sind z. B. Poly-e-caprolactam bzw. Polyhexamethylenadipamid. Als Vernetzungsmittel kommen dabei z. B. Epoxydharze, Polycarbonate, epoxydgruppenhaltige, niedermolekulare Verbindungen sowie Isocyanate inFrage. Geeignete Verbindungen dieser Art sind   z. B. Di-oder   Polyepoxyde, ein-oder mehrbasische Amine, z. B. N-Di-   (2, 3-epoxypropyl)-anilin, Hexamethylendiisocyanat   oder Isocyanate   abspal-   tende Stoffe, wie das Addukt aus 2 Mol Phenol oder 2 Mol Caprolactam und 1 Mol Hexamethylendiisocyanat sowie Diepoxyde von Dicyclohexenylalkanen. 



   Die erfindungsgemässen Behälter können auf handelsüblichen   Einfach-oder Doppelschnecken-Extru-   dern hergestellt werden. Dabei kann es gegebenenfalls zweckmässig sein, die Verarbeitung unter Verwendung eines Schutzgases, wie Stickstoff, durchzuführen. Die Form der herzustellenden Behälter kann praktisch beliebig variiert werden. So lassen sich beispielsweise Treibstoffbehälter und Reservekanister für Kraftfahrzeuge, Schienenfahrzeuge u. dgl. herstellen, welche ohne Beeinträchtigung ihrer mechanischen Stabilität und der Wirtschaftlichkeit ihrer Herstellung in ihrer Form auch verwickelten, räumlichen Verhältnissen praktisch beliebig angepasst werden können.

   Selbstverständlich können die zur Herstellung der Behälter verwendeten Polyamide auch mit andern üblichen Stoffen versetzt sein, beispielsweise Alterungsschutzmitteln, Pigmenten, Farbstoffen, Metallpulvern, Füllmitteln usw. 



   Die Zeichnungen zeigen eine schematische Darstellung eines nach dem Blasverfahren hergestellten Treibstoffbehälters aus   Poly-e-caprolactam   hoher Schmelzviskosität. 



   Beispiel Auf einer   handelsüblichen Vorrichtung zur Blasverformung von Thermoplasten,   bestehend aus Extruder, Akkumulator mit Kolbenaustrieb und Fliesseinheit, wurde hochviskoses Polyamid zu Hohlkörpern verarbeitet. Man verwendet ein Polyamid, das durch Zugabe eines Vernetzungsmittels in Mengen von etwa 0, 2 bis 2%, vorzugsweise von etwa 0,4 bis   10/0,   einer vernetzenden Substanz auf ein Molekular- 

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AT755064A 1963-09-02 1964-09-02 Nach dem Blasverfahren hergestellter Behälter, insbesondere Treibstoffbehälter, aus hochmolekularen, thermoplastischen Polyamiden AT247783B (de)

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