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Luftmangel-Sicherungseinrichtung für vollautomatische
Gebläse-Gasbrenner
Vollautomatische Gebläse-Gasbrenner müssen aus Sicherheitsgründen mit einer Luftmangelsicherung ausgerüstet sein. die ein sofortiges Absperren der Gaszufuhr bewirkt. wenn aus irgendeinem Grunde die Zwangsluftzufuhr zum Brenner unterbleibt, d. das Gebläse ausfällt. Die zur Zeit gebräuchlichen Luftmangel-Sicherungseinrichtungen arbeiten entweder mittels Windfahnenschalter (Überwachung des Luftstromes) oder Membranschalter (Überwachung der Gebläsepressung) oder Stromrelais (Überwachung der Stromaufnahme des Gebläsemotors). Diese Schalter kontrollieren die Steuerstromkreise für die Gaszufuhr.
Die Nachteile der Luftstroml1berwachung liegen einerseits darin. dass bei Gasbrennern mit weitem, einstellbarem Leistungsbereich die Luftmengen und damit bei gleichbleibenden Querschnitten die Luftgeschwindigkeiten stark unterschiedlich sind, womit die Justierung des Windfahnenrelais problematisch wird. Tatsächlich kann bei Einstellung auf höchste Empfindlichkeit bereits ein starker Kaminzug zum ungewollten Ansprechen des Relais führen. Anderseits ist eine kompakte Montage derartiger Anordnungen schwierig. Membranschalter für geringe Gebläsedrucke haben grosse Abmessungen. sind teuer und lassen sich schlecht unter einer Brennerverkleidung installieren.
Zwar könnte man an die Anordnung von Stromrelais denken, Stromrelais sind jedoch bei Kleingebläsen mit geringer Stromaufnahme schwer einzustellen und infolgedessen unsicher.
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sche Gebläse-Gasbrenner anzugeben, die von den aufgezeigten Mängeln frei ist, die insbesondere auch bei Gasbrennern mit weitem. einstellbarem Leistungsbereich einwandfrei arbeitet und selbst bei geringem Gebläsedruck oder Kleingebläsen voll funktionssicher ist.
Die Erfindung betrifft eineLuftmangel-Sicherungseinrichtung für vollautomatische Gebläse-Gasbrenner mit Gebläse für die Förderung der Verbrennungsluft und besteht darin, mit einem der rotierenden Teile des Gebläses, vorzugsweise mit der Motorwelle desselben, einen Fliehkraftschalter zu verbinden, wobei dieser in an sich bekannter Weise einen Steuerstromkreis für die Gaszufuhr kontrolliert.
Im einzelnen lässt sich die Erfindung auf verschiedene Weise verwirklichen. Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung, die sich durch Einfachheit auszeichnet, ist dadurch gekennzeichnet, dass der Fliehkraftschalter auf die Motorwelle des Gebläses aufgesetzt ist. Dabei besteht insbesondere die Möglichkeit, einen Fliehkraftschalter zu verwenden, der in an sich bekannter Weise aus einem feststehenden Kontaktteil und einem rotierenden Kontaktteil besteht. Hier schlägt die Erfindung vor. dass der feststehende Kontaktteil am Gebläsegehäuse, z.B. die Motorwelle umgebend, montiert, der rotierende Kontaktteil auf die Motorwelle aufgesetzt ist.
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bläse-Gasbrenners mit erfindungsgemässemFliehkraftschalter und Fig. 2 eine Draufsicht auf das Gebläse nach Fig. l mit Fliehkraftschalter in montiertem Zustand.
In Fig. l ist mit 1 das Gebläsegehäuse bezeichnet. In dem Gebläsegehäuse läuft ein Trommel- lüfter 2, der mit dem Rotor 3 eines Elektromotors fest verbunden ist. 4 bezeichnet den Stator des Elektromotors, der an dem Gebläsegehäuse 1 montiert ist. Die Motorwelle 5 ist aus dem Gebläsegehäuse herausgeführt und selbstverständlich fest verbunden mit dem Trommelliifter und dem Rotor des Elektromotors.
Über dem Gebläsegehäuse ist erfindungsgemäss der Fliehkraftschalter montiert ; dieser besteht aus einem feststehenden Kontaktteil 6, welcher an dem Gehäuse 1 befestigt ist und als Ein- und Ausschalter arbeitet. 7 bezeichnet den rotierenden Teil des Fliehkraftschalters in seiner Gesamtheit, der mit der Motorwelle 5 fest verbunden ist. An dem rotierenden Teil 7 des Fliehkraftschalters befindet sich eine Kontaktplatte-8 mit Fliehkraftgewichten 9. Diese Kontaktplatte liegt bei stehendem Motor an dem feststehenden Kontaktteil 10 des Fliehkraftschalters 7 an und hebt sich ab, wenn eine bestimmte Motordrehzahl erreicht ist. Im allgemeinen wird die Anordnung so getroffen, dass das Abheben eintritt, wenn die Motordrehzahl 2/3 des Sollwertes erreicht hat.
Die Funktionsweise des Fliehkraftschalters bedarf im einzelnen nicht der Beschreibung, da derartige Fliehkraftschalter an sich bekannt sind.
Der beschriebene Fliehkraftschalter 7 bringt nicht nur eine beachtliche funktionelle Verbesserung in bezug auf die sogenannte Luftmangelsicherheit, sondern ermöglicht auch eine in montagetechnischer Hinsicht besonders einfache Gestaltung des gesamten Gebläseaggregates. Dazu wird auf Fig. 2 verwiesen :
Auf einer Grundplatte 11 ist das flach liegende Gebläsegehäuse 12, in dem sich ein handels- übliches Trommelgebläse mit AuSenläufermotorantrieb befindet, so angeordnet, dass seine Luftauslass seite 13 in den Gasbrennerkopf 14 einmündet. Der Gasbrennerkopf 14 mit seiner Gasansch ? uss- armatur 15 befindet sich auf der Mittellinie der Grundplatte 11.
Die Armatur 15, welche mit einem Etagenbogen 16 in Richtung zur Grundplatte 11 abgewinkelt ist, trägt ein Gasmagnetventil 17, ein Regulier-T-Stück 18 für die Gasmenge und einen Anschlussnippel 19. Die gesamte Armatur ist seitlich vom Gebläsegehäuse 12 angeordnet, um die Tiefe des Brenners gering zu halten. Auf der durch das Gehäuse 12 nach aussen geführten Motorachse 20 ist einFliehkraftschalter 21 montiert, der die Funktion einer Luftmangelsicherung ausübt.
Mittels Stellknopf 22 wird die Menge der vom Gebläse geförderten Verbrennungsluft geregelt.
Im Steuergerät 23, welches auf einem Stecksockel für die elektrischen Drahtverbindungen aufge-
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teil 24, ebenfalls mit Stecksockel, dient zur Überwachung der Gasflamme und erhält seine Impulse vonderFlammensonde 25, die durch den Kopf 14 hindurchgeführt ist und im Brennermundstück mit der Flamme in Berührung kommt. Der Zündtrafo 30, gesteuert vom Gerät 23, liefert eine zeitlich begrenzte Hochspannung, die zur Zündung der Gasflamme über die Zündelektrode 27 verwendet wird.
An der Klemmleiste 28 erfolgen die elektrischen Anschlüsse für Netz- und Steuerleitungen. Abgedeckt wird der gesamte Brenner von einer Haube 29, die mit einige'1 Schrauben leicht lösbar an der Grundplatte 11 befestigt wird.
Die beschriebene Ausführung bezieht sich auf eine Brennertype bis maximal 60 000 kcal/h. Bei dieser Anordnung ist es möglich, alle Geräte in einem Gehäuse mit einer maximalen Abmessung von 370 x 340 x 150 mm unterzubringen.