AT24624B - Rekordplatte für Sprechmaschinen. - Google Patents

Rekordplatte für Sprechmaschinen.

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AT24624B
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Joseph Sanders
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Joseph Sanders
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    Rekordplatte   für Sprechmaschinen. 
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 gemoinen heutzutage aus einer Mischung von Schellack oder ähnlichem Harz mit Infusorienerde oder mit Baryt und ähnlichen Körpern. Der Schellack dient als   Bindemittel für den   gepulverten   Baryt oder die Infusorienerde   und die Mischung bildet eine Masse, welche ähnlich dem Hartgummi in der Wärme erweicht, aber in kaltem Zustande sehr hart ist. 



    Das Schallwellenverzeichnis   wird auf solchen Tafeln mittels einer   Metallmatrize eingeprosst,   auf welcher die Wellungen, welche den Schallwellen entsprochen, in erhabenen Linien erscheinen. Ein Klumpen der Masse, welche gut   durchwärmt   ist, um ganz weich oder   teigig   zu sein, wird auf die Matrize aufgelegt und wird dann gepresst, so dass innige Berührung mit der Matrize stattfindet.   Hinzu   ist die Anwendung von bedeutender Kraft erforderlich   und die tafelförmige Masse muss mit der Matrize in Berührung erhalten bleiben, bis sie   
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 welche diesem Zweck entsprechen, können als   Grammophonmasse   bezeichnet werden.

   Nach diesem bekannten Verfahren der Herstellung ist es erforderlich, dass die Tafel eine betriichtliche Dicke aufweise, damit ihr Körper ein nachgebendes Kissen für die eingepresste Oberfläche in dem Augenblick biete, wenn der Druck durch die Matrize auf die Masse ausgeübt wird. Die Spiralnut ist in allen Fällen wenig tief, selten über 1/150 cm, so dass 
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 zu erweichen und den IIauptkörper hart zu lassen. Die Erfahrung hat indessen gelehrt, dass hiebei ein guter Abdruck nicht erhalten werden kann und dass es notwendig ist, die 
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 boden platzen oder zerbrechen, falls sie dünn sind. Die Bestandteile, besonders der Schellack, sind ziemlich teuer und aus diesem Grunde wird häufig die   Stärke preisgegeben, um   der Billigkeit Platz zu machen. 



   Vorliegende Erfindung bezweckt nun die Herstellung einer   Tafel für Schallaufzeichnungen,   welche nur sehr wenig harzartige Masse enthält, welche aber nichtsdestoweniger unter dem Druck der Matrize bis zu einer beträchtlichen Tiefe nachgibt und welche auch viel stärker 
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 erzielt, indem die Papierfasern nach dem Einpressen der   Schallnut   die gegebene Form bleibend beibehalten, wenn die harzige   Grammophonmasse, welche durch   einen sehr dünnen, also   ausserordentlich   billigen Anstrich aufgebracht wird, von den erhabenen Stellen der Matrize   völlig durchdrungen   wird, und dass das Anbinden der   Grammophonmasse   an die billigere Unterlage nicht3 zu wünschen übrig lässt. 



   In der Zeichnung ist eine Tafel nach der Erfindung im Querschnitt in übertriebener Dicke dargestellt. Eine Scheibe von Pappe oder sonstigem steifen, zähen faserigen Material ist mit 1 bezeichnet. Diesell) e hat die Grösse der gewöhnlichen Grammophontafeln ; ein Loch 2 in der Mitte dient dazu, sie auf eine vertikale Achse aufzusetzen, wenn der Schall wieder hervorgebracht werden soll. Diese Scheibe ist mit einer dünnen Lage 3 von Harzmasse überzogen, welche geeignet ist, in erwärmtem Zustande den Eindruck einer Schallmatrize zu empfangen. Dieser Eindruck ist mit 4 bezeichnet.

   Da es wünschenswert ist, von dieser Masse nicht mehr als notwendig ist, zu benutzen, wird am besten auf die Pappe-, Karton-oder sonstige faserige Basis zunächst ein Anstrich 5 aus Kolophonium oder Leim gemacht, welcher in die Oberfläche bis zu einer gewissen Tiefe eindringt oder welcher 
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 Wärme erweicht, gut bindet, bis zu einer gewissen Tiefe in die Fläche eindringt und an welchem auch die darüber anzubringende Schicht der Grammophonmasse gut bindet.

   Dieser Anstrich verhindert infolge des Schliessens der Poren der Oberfläche des Kartons die Absorption der darüber liegenden Schicht von Grammophonmasse durch die Masse dos Kartonblattes und wenn der Anstrich das Kartonblatt durchdringt bezw. in dasselbe eindringt, so wirkt er   ale bindemittel   für die Fasern, so dass die Tafel die ursprüngliche Gestalt nach der Pressung beibehält ; somit wird sie fester und kompakter, denn ohne die bindende Wirkung des Anstriches würden die Fasern des Kartonblattes das Bestreben haben, in ihre Grundstellung zurückzukehren, sobald der   Pressdruck   aufhört. 



   Wenn Kolophonium zur Verwendung kommt, was für den Anstrich vorzuziehen ist, so wird es in Benzol, Alkohol oder einem sonstigen Lösungsmittel gelöst und die Tafel 
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 dos Lösungsmittels getrocknet oder die Anstrichmasse kann mit einem Pinsel aufgetragen werden. Auf die bestricueno Karte oder den karton wird die Grammophonmasse   in   liobigor Weise aufgetragen, aber um mit derselben einen gleichmässigen und zur   sollen   Zeit dUnncn Überzug zu erzielen, ist es am besten, die Masse in   flüssigem   Zustande auf-   y. utragon.

   Zu diesem Zweck   wird auch die Grammophonmasso in einem geeigneten Lösungmittel gelöst und die mit dem   Voranstrich   versehene Scheibe wird entweder in die   Lösung   eingetaucht oder mit   derselben bostricben, so   dass nach Verdampfen des Lösungsmittels auf der Fläche der Scheibe eine dünne Schicht der Grammophonmasso vorbleibt ;   diese   
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 welche besonders für die Fabrikation der neuen Schallverzeichnistafeln geeignet ist, besteht aus Schellack   als Bindungsniittel   und aus einem Metalloxyd, am besten dem   natürlichen   Eisenoxyd in pulverförmigem Zustand.

   Bei Herstellung dieser Masse wird Schellack in Alkohol gelöst und in diese Lösung wird die erforderliche Menge des Metalloxydes ein-   gerührt,   bis die Masse einer ziemlich flüssigen Anstrichfarbe etwa gleichkommt. Zwei Teile Schellack mit drei Teilen   Eisonoxyd   ergeben gute Resultate. Wenn man Schellack oder sonstiges Harz   oder dgl. auf'. öst   und das   pulverförmige   Eisenoxyd als Zusatz einrührt, so erhält man eine vorzügliche Mischung mit Bezug auf Innigkeit und Gleichförmigkeit, wie 
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 Masse des Binders einrührt.

   Ein anderer wichtiger Vorteil, welcher hiebei erhalten wird, ist der, dass die Notwendigkeit des Schmelzens des Schellacks oder sonstigen Harzes vermieden wird, wobei häufig die Gefahr auftritt, dass er sich bei der für die   Schmelzung   notwendigen hohen Temperatur zersetzt.

   Die so erhaltene Masse wird auf die Scheibe mit 
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   Scheibe, wie vorstehend behandelt,   ist viel zäher und stärker als Scheiben, welche ganz und gar aus   Grammophonmaterial bestehen, und eine   solche Scheibe behält den erhaltenen 

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 Abdruck ebensogut, als wenn   sio   durchwegs aus der   Grammophonmasse     bestünde, weil   das Kartonblatt oder dio sonstige faserige Basis, besonders wenn sie mit dem   Voranstrich   imprägniert war, unter dem Druck der Matrize genügend nachgibt. Dabei ist die neue Scheibe viel billiger als Tafeln, welche ganz und gar aus   Schollaelimasse,   wie sie jetzt gebraucht wird, bestehen.

   Wenn es auch angängig ist, nur eine Seite der faserigen Scheibe mit der Grammophonmasse zu überziehen, so ist es doch vorzuziehen, die Scheibe auf 
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 wird ; es werden'daher am besten beide Seiten mit der Masse überzogen, selbst wenn auch nur eine Seite den Abdruck der Matrize erhalten soll. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Eine zum Einpressen einer   Schallnut für   Grammophone geeignete Platte, weiche aus einer billigen, steifen Unterlage, wie Pappe, Karton oder dgl. besteht, die auf einer   bezw.   auf beiden Seiten mit einem ganz dünnen und feston Überzug von harziger   Grammophon-   masse versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasern der Unterlage, vorzugsweise durch eine Harzlösung, verklebt sind.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren zur Herstellung einer Platte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Scheibe aus Karton, Papier oder dgl. faserigem Material erst mit einer Lösung von Kolophonium in Benzol, Alkohol oder ähnlichen Lösungsmitteln, getränkt, dann ge- trocknet und nachher mit einer harzigen Grammophonmasse in gelöster Form überzogen wird, so dass nach dem Trocknen derselben ein sehr dünner, aber fester Überzug entsteht, weicher zum Einpressen von Schallnuten gut geeignet ist. EMI3.2
AT24624D 1904-08-31 1904-08-31 Rekordplatte für Sprechmaschinen. AT24624B (de)

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